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Thema des Tages
Der Ostersonntag - wann sucht es sich wo am besten?
Insbesondere vor Feiertagen verfolgt ein Großteil der Bevölkerung die
Wettervorhersage mit besonderer Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten auf
Prognosen der Wetterdienste zurückzugreifen sind heutzutage durch die
neuen Medien ja sehr vielfältig und je nach Wetterlage erhält man
durch Vergleiche ein recht einheitliches, zuweilen aber auch konfuses
Bild vom kommenden Wettergeschehen. Die aktuelle Wetterlage gestaltet
sich dabei recht wechselhaft mit einer raschen Abfolge von
Tiefausläufern und Zwischenhochs. Zur vergangenen Wochenmitte deutete
sich zur bereits eine gute Tendenz zum Osterwetter derart ab, dass am
heutigen Karsamstag deutschlandweit der "freundlichste" Tag mit
recht viel Sonnenschein besonders am Nachmittag und weitgehend
trockenes Wetter bevorsteht, was sich aktuell auch bestätigt. Zu
verdanken haben wir dies Hoch KURT, das mit seinem Zentrum über den
Alpen liegt, aber eben leider nur ein Zwischenhoch ist und demnach
rasch ostwärts abwandert und somit den Weg für neue Regenfronten vom
Atlantik frei macht.
Diejenigen, die (womöglich postleitzahlbezogen) den Wetterablauf für
den Ostersonntag täglich gecheckt haben, werden jedoch den ein oder
anderen "Sprung" in den Vorhersagen festgestellt haben. Dies dient in
der Regel als ernst zu nehmender Hinweis auf eine unsichere
Wetterentwicklung, die zudem regional von großen Unterschieden
geprägt sein kann. Da für die Wettervorhersage die Kenntnis des
Ausgangszustands für eine Prognose essenziell ist, lässt sich diese
glücklicherweise mit "Näherrücken" des Ereignisses immer weiter
konkretisieren. Grund für die angesprochene Unsicherheit stellte die
Verlagerung des nächsten Frontensystems dar, das ausgehend von
Sturmtief IRMGARD südlich von Island aktuell bereits auf die
Britischen Inseln und Nordfrankreich übergegriffen hat. Da die
Strömung über Deutschland in dessen Vorfeld auf Süd dreht, kommen
Wolken und Regen nun nicht mehr ganz so schnell voran und werden
etwas ausgebremst. Dennoch erreicht dieser Ausläufer den Westen des
Landes in den Frühstunden des Ostersonntags und breitet sich unter
Abschwächung weiter nordostwärts aus. Dahinter lockert die Bewölkung
wieder auf, gebietsweise bilden sich zum Nachmittag aber einzelne
Schauer und sogar kurze Gewitter sind möglich.
Wie schaut es nun konkret am morgigen Ostersonntag in Ihrer Region
aus?
In den Frühstunden (3-5 Uhr) setzt leichter bis mäßiger Regen an den
Grenzregionen zu den Benelux-Staaten ein. Das Niederschlagsband
erreicht in den Morgenstunden (6-8 Uhr) etwa eine Linie
Nordfriesland, Bremen, Ostwestfalen, Rhein-Main-Gebiet bis zum
Schwarzwald.
Am Vormittag (9-11 Uhr) sollte man dann auch von Kiel über Hamburg,
Hannover, Unterfranken bis zum Bodensee die Eiersuche gegebenenfalls
frühzeitig beenden, da von Westen Ungemach droht. Gleichzeitig fallen
zu diesem Zeitpunkt entlang von Ems, Niederrhein und Mosel wenn
überhaupt nur noch wenige Tropfen, bevor die Wolken in den
Mittagsstunden dort vermehrt auflockern.
Zur Mittagszeit (12-14 Uhr) erreicht der meist nur noch leichte Regen
die Lübecker Bucht, Wendland, Harz, Thüringer Wald bis zur
Schwäbischen Alb, wobei insbesondere südlich der Mittelgebirge es
mancherorts bis auf wenige Tropfen schon trocken bleibt und nur
vorübergehend mal dichtere Wolken durchziehen. Von Westen setzten
sich Auflockerungen auch in die Mitte des Landes fort.
Am Nachmittag (14-17 Uhr) hat sich das Niederschlagsband so weit
abgeschwächt, dass leichter Nieselregen noch Vorpommern, Magdeburger
Börde, Nordbrandenburg und die Leipziger Bucht erreicht. Nun
entwickeln sich - wie bereits weiter oben erwähnt - in der Westhälfte
einzelne Schauer. Es wird aber beileibe nicht alle treffen und wenn
mal ein Schauer kommt, ist dieser auch recht rasch wieder durch. Dass
Sie sogar ein Gewitter erwischt, ist insbesondere von der Eifel über
das Ruhrgebiet, Münsterland, Emsland bis nach Ostfriesland möglich,
mit rund 10% aber nicht sonderlich wahrscheinlich.
Darüber hinaus greift zum Abend (18-20 Uhr) vom Allgäu auch Richtung
Alpenvorland Regen aus, warten Sie hier also nicht zu lange mit dem
Osterspaziergang. Weiter östlich bleibt es nach freundlichem
Tagesbeginn trotz zeitweise dichterer Wolken am Nachmittag weitgehend
trocken und mit 15 bis 17 Grad von der Oder über die Lausitz bis nach
Niederbayern wird es dort am wärmsten. Aber auch sonst ist es mit 11
bis 15 Grad recht angenehm, nur im Regen sowie im höheren Bergland
werden unter 10 Grad gemessen.
Unterm Strich bestehen also vielerorts bezüglich einer entspannten
Eiersuche im Freien nur für wenige Stunden ein paar wettertechnische
Einschränkungen. Sollte das Wetter trotz guter Planung widererwarten
doch nicht mitspielen, empfiehlt sich ein Blick in den Radarfilm
unserer kostenlosen WarnWetter-App, bei dem dann hoffentlich
bestätigt wird, dass der Regen fast durch ist.
In diesem Sinne - ein frohes und entspanntes Osterfest!
Dipl.-Met. Robert Hausen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.03.2016
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Diesen Artikel und das Archiv der "Themen des Tages"
finden Sie unter www.dwd.de/tagesthema
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Sie auch im DWD-Wetterlexikon unter: www.dwd.de/lexikon
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Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des DWD
Telefon: 069 8062 4501
Fax: 069 8062 4509
E-Mail: pressestelle@dwd.de
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Der Ostersonntag - wann sucht es sich wo am besten?
Insbesondere vor Feiertagen verfolgt ein Großteil der Bevölkerung die
Wettervorhersage mit besonderer Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten auf
Prognosen der Wetterdienste zurückzugreifen sind heutzutage durch die
neuen Medien ja sehr vielfältig und je nach Wetterlage erhält man
durch Vergleiche ein recht einheitliches, zuweilen aber auch konfuses
Bild vom kommenden Wettergeschehen. Die aktuelle Wetterlage gestaltet
sich dabei recht wechselhaft mit einer raschen Abfolge von
Tiefausläufern und Zwischenhochs. Zur vergangenen Wochenmitte deutete
sich zur bereits eine gute Tendenz zum Osterwetter derart ab, dass am
heutigen Karsamstag deutschlandweit der "freundlichste" Tag mit
recht viel Sonnenschein besonders am Nachmittag und weitgehend
trockenes Wetter bevorsteht, was sich aktuell auch bestätigt. Zu
verdanken haben wir dies Hoch KURT, das mit seinem Zentrum über den
Alpen liegt, aber eben leider nur ein Zwischenhoch ist und demnach
rasch ostwärts abwandert und somit den Weg für neue Regenfronten vom
Atlantik frei macht.
Diejenigen, die (womöglich postleitzahlbezogen) den Wetterablauf für
den Ostersonntag täglich gecheckt haben, werden jedoch den ein oder
anderen "Sprung" in den Vorhersagen festgestellt haben. Dies dient in
der Regel als ernst zu nehmender Hinweis auf eine unsichere
Wetterentwicklung, die zudem regional von großen Unterschieden
geprägt sein kann. Da für die Wettervorhersage die Kenntnis des
Ausgangszustands für eine Prognose essenziell ist, lässt sich diese
glücklicherweise mit "Näherrücken" des Ereignisses immer weiter
konkretisieren. Grund für die angesprochene Unsicherheit stellte die
Verlagerung des nächsten Frontensystems dar, das ausgehend von
Sturmtief IRMGARD südlich von Island aktuell bereits auf die
Britischen Inseln und Nordfrankreich übergegriffen hat. Da die
Strömung über Deutschland in dessen Vorfeld auf Süd dreht, kommen
Wolken und Regen nun nicht mehr ganz so schnell voran und werden
etwas ausgebremst. Dennoch erreicht dieser Ausläufer den Westen des
Landes in den Frühstunden des Ostersonntags und breitet sich unter
Abschwächung weiter nordostwärts aus. Dahinter lockert die Bewölkung
wieder auf, gebietsweise bilden sich zum Nachmittag aber einzelne
Schauer und sogar kurze Gewitter sind möglich.
Wie schaut es nun konkret am morgigen Ostersonntag in Ihrer Region
aus?
In den Frühstunden (3-5 Uhr) setzt leichter bis mäßiger Regen an den
Grenzregionen zu den Benelux-Staaten ein. Das Niederschlagsband
erreicht in den Morgenstunden (6-8 Uhr) etwa eine Linie
Nordfriesland, Bremen, Ostwestfalen, Rhein-Main-Gebiet bis zum
Schwarzwald.
Am Vormittag (9-11 Uhr) sollte man dann auch von Kiel über Hamburg,
Hannover, Unterfranken bis zum Bodensee die Eiersuche gegebenenfalls
frühzeitig beenden, da von Westen Ungemach droht. Gleichzeitig fallen
zu diesem Zeitpunkt entlang von Ems, Niederrhein und Mosel wenn
überhaupt nur noch wenige Tropfen, bevor die Wolken in den
Mittagsstunden dort vermehrt auflockern.
Zur Mittagszeit (12-14 Uhr) erreicht der meist nur noch leichte Regen
die Lübecker Bucht, Wendland, Harz, Thüringer Wald bis zur
Schwäbischen Alb, wobei insbesondere südlich der Mittelgebirge es
mancherorts bis auf wenige Tropfen schon trocken bleibt und nur
vorübergehend mal dichtere Wolken durchziehen. Von Westen setzten
sich Auflockerungen auch in die Mitte des Landes fort.
Am Nachmittag (14-17 Uhr) hat sich das Niederschlagsband so weit
abgeschwächt, dass leichter Nieselregen noch Vorpommern, Magdeburger
Börde, Nordbrandenburg und die Leipziger Bucht erreicht. Nun
entwickeln sich - wie bereits weiter oben erwähnt - in der Westhälfte
einzelne Schauer. Es wird aber beileibe nicht alle treffen und wenn
mal ein Schauer kommt, ist dieser auch recht rasch wieder durch. Dass
Sie sogar ein Gewitter erwischt, ist insbesondere von der Eifel über
das Ruhrgebiet, Münsterland, Emsland bis nach Ostfriesland möglich,
mit rund 10% aber nicht sonderlich wahrscheinlich.
Darüber hinaus greift zum Abend (18-20 Uhr) vom Allgäu auch Richtung
Alpenvorland Regen aus, warten Sie hier also nicht zu lange mit dem
Osterspaziergang. Weiter östlich bleibt es nach freundlichem
Tagesbeginn trotz zeitweise dichterer Wolken am Nachmittag weitgehend
trocken und mit 15 bis 17 Grad von der Oder über die Lausitz bis nach
Niederbayern wird es dort am wärmsten. Aber auch sonst ist es mit 11
bis 15 Grad recht angenehm, nur im Regen sowie im höheren Bergland
werden unter 10 Grad gemessen.
Unterm Strich bestehen also vielerorts bezüglich einer entspannten
Eiersuche im Freien nur für wenige Stunden ein paar wettertechnische
Einschränkungen. Sollte das Wetter trotz guter Planung widererwarten
doch nicht mitspielen, empfiehlt sich ein Blick in den Radarfilm
unserer kostenlosen WarnWetter-App, bei dem dann hoffentlich
bestätigt wird, dass der Regen fast durch ist.
In diesem Sinne - ein frohes und entspanntes Osterfest!
Dipl.-Met. Robert Hausen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.03.2016
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