SXDL33 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.01.2016 um 10.30 UTC
Unbeständig, besonders nach Norden hin auch windig, meist mild.
Im Süden mitunter Hochdruckeinfluss.
__________________________________________________________
Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 01.02.2016
Deutschland liegt am Donnerstag in einer westlichen Höhenströmung, wobei eine
Kaltfront den Norden und die Mitte rasch und den Süden langsam überquert. Dabei
zieht zum Tagesende ein 2. Kurzwellentrog nach Deutschland.
Am Freitag folgt diesem Trog ein Höhenrücken nach, der von WLA überlaufen wird.
Die korrespondierende Warmfront überquert in der ersten Tageshälfte den Norden.
Während im Norden viel tiefe Bewölkung in der kräftigen Südwestströmung
vorhanden ist, dürfte im Süden Hochdruckeinfluss für Auflockerungen vor allem
Richtung Alpen sorgen.
Am Samstag greift von Westen langsam ein breiter Höhentrog auf Deutschland über.
Die dazu gehörende Kaltfront überquert von Westen und Nordwesten weite Teile
Deutschlands. Nur der Südosten bleibt noch unter Hochdruckeinfluss.
Am Sonntag zieht auf der Rückseite der Kaltfront auch der Höhentrog durch und
nachfolgend greift in der 2. Tageshälfte eine Warmfront von Westen auf uns über.
Am Montag liegen wir voll im Warmsektor in einer kräftigen Westströmung. In der
Höhe wandert ein flacher Rücken von Westeuropa zu uns, der Ausgeht von einem
Höhenhoch über dem westlichen Mittelmeer.
__________________________________________________________
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Der neue Modelllauf vom EZMW zeigt kleine Unterschiede gegenüber dem Lauf von
gestern 00 UTC.
So simuliert der neueste Lauf die atlantische Kaltfront am Donnerstag schneller
und positioniert sie abends bereits über Süddeutschland. Im alten Lauf wurde sie
knapp nördlich der Main-Linie durch Wellenbildung verzögert.
Danach gleichen sich die Ergebnisse wieder an und simulieren bis Samstag recht
ähnlich.
Am Sonntag ist die nächste Kaltfront im neuen Lauf schneller und liegt mittags
bereits am Alpenrand, während sie im alten Lauf noch durch ein Wellentief über
dem nördlichen Baden-Württemberg aufgehalten wird.
Am Montag liegt Deutschland nach dem alten Lauf noch im Bereich eines breiten
Höhentroges in einer maritimen Polarluftmasse, wobei die -5-Grad-Isotherme
abends den Main überschreitet.
Der neue Lauf zeigt deutlich mildere Luft, eine schleifende Warmfront im Norden
und eine leicht antizyklonal gekrümmte westliche bis nordwestliche
Höhenströmung.
__________________________________________________________
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Modelle einschließlich ICON zeigen allesamt Westlagen, die im Süden
mitunter antizyklonal geprägt sind.
JMA und UKMO haben dabei für den Montag noch die kurze Abkühlung drin (wie
gestern EZMW). Sonst simulieren die Modelle aber allesamt für die Jahreszeit zu
mildes Wetter.
__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Bis zum 7. Tag werden heute 3 Cluster ermittelt, die allesamt eine Westlage
zeigen. Dabei geht am Sonntag ein Höhentrog durch, der aber nur für eine kurze
leichte Abkühlung sorgt. Zum Montag folgt wieder ein breiter und flacher
Höhenrücken, wobei wieder wärmere Luft zu uns kommt.
Ab Dienstag scheint es dann etwas frischer zu werden, denn ein breiter Trog wird
bei uns regeneriert und die Bodenströmung ist eher West bis Nordwest.
Wahrscheinlich reicht dies aber nur für Schnee im Bergland.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt am Donnerstag in 850 hPa einen
Temperaturrückgang auf im Mittel etwa -3 oder -4 Grad. Anschließend geht die
Temperatur wieder auf +5 Grad hoch ehe bis Sonntag die Temperatur erneut auf
rund -3 Gad zurückgeht. Am Montag und Dienstag folgt dann aber wieder eine
mildere Phase mit Werten um 4 Grad plus, ehe die Werte in der erweiterten
Mittelfrist im Mittel wieder etwas runter gehen.
Die 2-Meter-Temperaturen folgen nicht ganz diesem Muster, denn im Süden werden
die tiefsten Temperaturen diese Woche am Freitag erwartet, wenn sich
vorübergehend Hochdruckeinfluss durchsetzt.
_________________________________________________________
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Ab Donnerstag ist die Gefahr von Sturmböen an der Küste und auf den Bergen
erhöht. Am Freitag und Samstag ist an der Nordsee die Wahrscheinlichkeit von
schweren Sturmböen erhöht. Am Montag nähert sich ein Orkantief dem Norden, so
dass erneut schwere Sturmböen an der Küste auftreten können. Auch Böen Bft 11
sind im Tagesverlauf an der Nordsee möglich.
Die Gefahr von Dauerregen ist ab Donnerstagvormittag in den westlichen
Mittelgebirgen gebannt.
________________________________________________________
Basis für Mittelfristvorhersage
Mosmix, EPS, oper. Modelle.
________________________________________________________
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden
ausgegeben am Montag, den 25.01.2016 um 10.30 UTC
Unbeständig, besonders nach Norden hin auch windig, meist mild.
Im Süden mitunter Hochdruckeinfluss.
__________________________________________________________
Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 01.02.2016
Deutschland liegt am Donnerstag in einer westlichen Höhenströmung, wobei eine
Kaltfront den Norden und die Mitte rasch und den Süden langsam überquert. Dabei
zieht zum Tagesende ein 2. Kurzwellentrog nach Deutschland.
Am Freitag folgt diesem Trog ein Höhenrücken nach, der von WLA überlaufen wird.
Die korrespondierende Warmfront überquert in der ersten Tageshälfte den Norden.
Während im Norden viel tiefe Bewölkung in der kräftigen Südwestströmung
vorhanden ist, dürfte im Süden Hochdruckeinfluss für Auflockerungen vor allem
Richtung Alpen sorgen.
Am Samstag greift von Westen langsam ein breiter Höhentrog auf Deutschland über.
Die dazu gehörende Kaltfront überquert von Westen und Nordwesten weite Teile
Deutschlands. Nur der Südosten bleibt noch unter Hochdruckeinfluss.
Am Sonntag zieht auf der Rückseite der Kaltfront auch der Höhentrog durch und
nachfolgend greift in der 2. Tageshälfte eine Warmfront von Westen auf uns über.
Am Montag liegen wir voll im Warmsektor in einer kräftigen Westströmung. In der
Höhe wandert ein flacher Rücken von Westeuropa zu uns, der Ausgeht von einem
Höhenhoch über dem westlichen Mittelmeer.
__________________________________________________________
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Der neue Modelllauf vom EZMW zeigt kleine Unterschiede gegenüber dem Lauf von
gestern 00 UTC.
So simuliert der neueste Lauf die atlantische Kaltfront am Donnerstag schneller
und positioniert sie abends bereits über Süddeutschland. Im alten Lauf wurde sie
knapp nördlich der Main-Linie durch Wellenbildung verzögert.
Danach gleichen sich die Ergebnisse wieder an und simulieren bis Samstag recht
ähnlich.
Am Sonntag ist die nächste Kaltfront im neuen Lauf schneller und liegt mittags
bereits am Alpenrand, während sie im alten Lauf noch durch ein Wellentief über
dem nördlichen Baden-Württemberg aufgehalten wird.
Am Montag liegt Deutschland nach dem alten Lauf noch im Bereich eines breiten
Höhentroges in einer maritimen Polarluftmasse, wobei die -5-Grad-Isotherme
abends den Main überschreitet.
Der neue Lauf zeigt deutlich mildere Luft, eine schleifende Warmfront im Norden
und eine leicht antizyklonal gekrümmte westliche bis nordwestliche
Höhenströmung.
__________________________________________________________
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Modelle einschließlich ICON zeigen allesamt Westlagen, die im Süden
mitunter antizyklonal geprägt sind.
JMA und UKMO haben dabei für den Montag noch die kurze Abkühlung drin (wie
gestern EZMW). Sonst simulieren die Modelle aber allesamt für die Jahreszeit zu
mildes Wetter.
__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Bis zum 7. Tag werden heute 3 Cluster ermittelt, die allesamt eine Westlage
zeigen. Dabei geht am Sonntag ein Höhentrog durch, der aber nur für eine kurze
leichte Abkühlung sorgt. Zum Montag folgt wieder ein breiter und flacher
Höhenrücken, wobei wieder wärmere Luft zu uns kommt.
Ab Dienstag scheint es dann etwas frischer zu werden, denn ein breiter Trog wird
bei uns regeneriert und die Bodenströmung ist eher West bis Nordwest.
Wahrscheinlich reicht dies aber nur für Schnee im Bergland.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt am Donnerstag in 850 hPa einen
Temperaturrückgang auf im Mittel etwa -3 oder -4 Grad. Anschließend geht die
Temperatur wieder auf +5 Grad hoch ehe bis Sonntag die Temperatur erneut auf
rund -3 Gad zurückgeht. Am Montag und Dienstag folgt dann aber wieder eine
mildere Phase mit Werten um 4 Grad plus, ehe die Werte in der erweiterten
Mittelfrist im Mittel wieder etwas runter gehen.
Die 2-Meter-Temperaturen folgen nicht ganz diesem Muster, denn im Süden werden
die tiefsten Temperaturen diese Woche am Freitag erwartet, wenn sich
vorübergehend Hochdruckeinfluss durchsetzt.
_________________________________________________________
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Ab Donnerstag ist die Gefahr von Sturmböen an der Küste und auf den Bergen
erhöht. Am Freitag und Samstag ist an der Nordsee die Wahrscheinlichkeit von
schweren Sturmböen erhöht. Am Montag nähert sich ein Orkantief dem Norden, so
dass erneut schwere Sturmböen an der Küste auftreten können. Auch Böen Bft 11
sind im Tagesverlauf an der Nordsee möglich.
Die Gefahr von Dauerregen ist ab Donnerstagvormittag in den westlichen
Mittelgebirgen gebannt.
________________________________________________________
Basis für Mittelfristvorhersage
Mosmix, EPS, oper. Modelle.
________________________________________________________
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden