SXDL31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST
SXEU31 DWAV 260800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 26.01.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
West zyklonal
Sturmböen and er Küste und auf den Bergen, auf exponierten Gipfeln Böen 11 bis
12
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Dienstag... Nach Abzug eines Höhenrückens liegt Deutschland in einer gut
ausgeprägten Südwestströmung, wobei eine wenig wetteraktive Kaltfront unter
Wellenbildung zum nördlichen Süddeutschland zieht. Postfrontal strömt nur wenig
frischere Meeresluft zu uns denn die Temperaturen in 850 hPa liegen auch hinter
der Front noch meist über Null Grad. So werden heute die Temperaturen wieder
häufig im zweistelligen Bereich liegen mit den höchsten Werten am Fuße des
Schwarzwaldes mit rund 15 Grad. In den Mittelgebirgen und an der Küste liegen
die Werte bei 8 Grad.
Zum Tagesende kündigt sich der nächste Warmfrontaufzug durch WLA im Nordwesten
an. Der zugehörige Regen erfasst dabei die Gebiete von NRW bis zur deutschen
Ostseeküste.
Nach Durchzug der Kaltfront wird der Wind an der Küste vorübergehend schwächer.
Gegen Abend verstärkt sich der Wind im Nordwesten wieder und bringt später
starke, an der Nordsee auch stürmische Böen, die sich im Laufe der Nacht bis zur
Ostsee ausdehnen. Vorübergehend sind an der Nordsee auch Sturmböen Bft 9
möglich.
Auf den Bergen sind zunächst starke und exponiert stürmische Böen möglich.
Abends und nachts werden Böen bft 8 bis 10, exponiert auch Böen Bft 11 bis 12
erwartet.
Mittwoch... liegen wir dann voll im Warmsektor eines Sturmtiefs, das über die
nördliche Nordsee und Südskandinavien bis Tagesende nach Südwestfinnland zieht.
Seine Kaltfront erreicht erst zum Tagesende Nordwestdeutschland. Südlich des
Tiefs herrscht eine kräftige Südwestströmung, mit der sehr milde Luft nach
Deutschland gelangt. Der Gradient ist in der Mitte und im Norden kräftig
ausgeprägt, so dass es in den Niederungen einzelne steife, an der Küste und auf
den Bergen auch stürmische Böen oder Sturmböen gibt. Auf exponierten Bergen sind
Böen 10 bis 11 wahrscheinlich. Zum Abend verstärken sich im Vorfeld und an der
Kaltfront die Regensignale. Dabei werden im Bergischen Land bis Donnerstagfrüh
punktuell Regenmengen um 25 Liter pro qm simuliert (ICON/CosmoEU).
Postfrontal sind nachts in der einströmenden frischen Meeresluft an der Küste
noch Böen Bft 7 aus West bis Nordwest möglich. Präfrontal gibt es auf den Bergen
in der Mitte und im Süden weiterhin Böen bft 8 bis 10 Bft.
Donnerstag... greift ein in die westliche Strömung eingelagerter schwacher Trog
auf Deutschland über. Während dessen nördlicher Teil bis zum Abend bereits bis
nach Ostpolen vorankommt, hängt der südliche Teil dieses Troges über der
Iberischen Halbinsel zurück und tropft ab. Somit bleibt die west- bis
südwestliche Strömung über Deutschland noch bestehen, wodurch die Kaltfront nur
sehr zögernd weiter südostwärts vordringt. Hierdurch kann es vor allem über dem
Mittelgebirgsraum längere Zeit regnen. In Staulagen sind durchaus um 10 mm
Niederschlag möglich. Südlich der Donau dürfte es noch weitgehend trocken
bleiben. Aber auch dort zieht mehrschichtige Bewölkung auf, so dass
Auflockerungen wahrscheinlich auf den unmittelbaren Alpenrand beschränkt
bleiben.
Nach Frontpassage gehen die Temperaturen in der unteren Troposphäre deutlich
zurück, so dass zum Abend hin in den Kammlagen der östlichen Mittelgebirge die
Niederschläge in Schnee übergehen können oder zumindest mit Schnee vermischt
sind.
Postfrontal schiebt sich der Keil des Azorenhochs in den Südwesten und Westen
Deutschlands, was eine weitere Gradientabnahme bewirkt. Allenfalls an der Küste
kann es dann noch zu einzelnen Windböen kommen.
Im Norden und in der Mitte setzt auch in Bodennähe ein leichter
Temperaturrückgang ein; dort bewegen sich die Temperaturen zwischen 8 und 10
Grad, unmittelbar an der See um 6 Grad. Nach Süden hin sind noch einmal 11 bis
14 Grad zu erwarten.
In der Nacht zum Freitag klart es postfrontal im Norden und Westen auf, so dass
die Temperaturen zumindest am Boden in den geringen Frostbereich sinken können.
Straßenglätte gibt es aber wohl nur vereinzelt, da die Straßen häufig abtrocknen
werden.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Unterschiede gibt es am Donnerstag in der Simulation einer Frontalwelle, die
sich nach CosmoEU im nördlichen Baden-Württemberg bilden soll und über Bayern
nach Osten ziehen soll. Bei anderen Modellen wird die Welle nur ansatzweise oder
gar nicht simuliert (z.B. bei EZMW, wo die Front freitagfrüh den östlichen
Alpenrand erreicht.)
Was den möglichen Dauerregen (über 25 mm in 12 Stunden) angeht so sind nach
CosmoLEPS die Wahrscheinlichkeiten dafür mit 10 bis 20 Prozent im Bergischen
Land bis Donnerstagfrüh leicht erhöht.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 26.01.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
West zyklonal
Sturmböen and er Küste und auf den Bergen, auf exponierten Gipfeln Böen 11 bis
12
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
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Dienstag... Nach Abzug eines Höhenrückens liegt Deutschland in einer gut
ausgeprägten Südwestströmung, wobei eine wenig wetteraktive Kaltfront unter
Wellenbildung zum nördlichen Süddeutschland zieht. Postfrontal strömt nur wenig
frischere Meeresluft zu uns denn die Temperaturen in 850 hPa liegen auch hinter
der Front noch meist über Null Grad. So werden heute die Temperaturen wieder
häufig im zweistelligen Bereich liegen mit den höchsten Werten am Fuße des
Schwarzwaldes mit rund 15 Grad. In den Mittelgebirgen und an der Küste liegen
die Werte bei 8 Grad.
Zum Tagesende kündigt sich der nächste Warmfrontaufzug durch WLA im Nordwesten
an. Der zugehörige Regen erfasst dabei die Gebiete von NRW bis zur deutschen
Ostseeküste.
Nach Durchzug der Kaltfront wird der Wind an der Küste vorübergehend schwächer.
Gegen Abend verstärkt sich der Wind im Nordwesten wieder und bringt später
starke, an der Nordsee auch stürmische Böen, die sich im Laufe der Nacht bis zur
Ostsee ausdehnen. Vorübergehend sind an der Nordsee auch Sturmböen Bft 9
möglich.
Auf den Bergen sind zunächst starke und exponiert stürmische Böen möglich.
Abends und nachts werden Böen bft 8 bis 10, exponiert auch Böen Bft 11 bis 12
erwartet.
Mittwoch... liegen wir dann voll im Warmsektor eines Sturmtiefs, das über die
nördliche Nordsee und Südskandinavien bis Tagesende nach Südwestfinnland zieht.
Seine Kaltfront erreicht erst zum Tagesende Nordwestdeutschland. Südlich des
Tiefs herrscht eine kräftige Südwestströmung, mit der sehr milde Luft nach
Deutschland gelangt. Der Gradient ist in der Mitte und im Norden kräftig
ausgeprägt, so dass es in den Niederungen einzelne steife, an der Küste und auf
den Bergen auch stürmische Böen oder Sturmböen gibt. Auf exponierten Bergen sind
Böen 10 bis 11 wahrscheinlich. Zum Abend verstärken sich im Vorfeld und an der
Kaltfront die Regensignale. Dabei werden im Bergischen Land bis Donnerstagfrüh
punktuell Regenmengen um 25 Liter pro qm simuliert (ICON/CosmoEU).
Postfrontal sind nachts in der einströmenden frischen Meeresluft an der Küste
noch Böen Bft 7 aus West bis Nordwest möglich. Präfrontal gibt es auf den Bergen
in der Mitte und im Süden weiterhin Böen bft 8 bis 10 Bft.
Donnerstag... greift ein in die westliche Strömung eingelagerter schwacher Trog
auf Deutschland über. Während dessen nördlicher Teil bis zum Abend bereits bis
nach Ostpolen vorankommt, hängt der südliche Teil dieses Troges über der
Iberischen Halbinsel zurück und tropft ab. Somit bleibt die west- bis
südwestliche Strömung über Deutschland noch bestehen, wodurch die Kaltfront nur
sehr zögernd weiter südostwärts vordringt. Hierdurch kann es vor allem über dem
Mittelgebirgsraum längere Zeit regnen. In Staulagen sind durchaus um 10 mm
Niederschlag möglich. Südlich der Donau dürfte es noch weitgehend trocken
bleiben. Aber auch dort zieht mehrschichtige Bewölkung auf, so dass
Auflockerungen wahrscheinlich auf den unmittelbaren Alpenrand beschränkt
bleiben.
Nach Frontpassage gehen die Temperaturen in der unteren Troposphäre deutlich
zurück, so dass zum Abend hin in den Kammlagen der östlichen Mittelgebirge die
Niederschläge in Schnee übergehen können oder zumindest mit Schnee vermischt
sind.
Postfrontal schiebt sich der Keil des Azorenhochs in den Südwesten und Westen
Deutschlands, was eine weitere Gradientabnahme bewirkt. Allenfalls an der Küste
kann es dann noch zu einzelnen Windböen kommen.
Im Norden und in der Mitte setzt auch in Bodennähe ein leichter
Temperaturrückgang ein; dort bewegen sich die Temperaturen zwischen 8 und 10
Grad, unmittelbar an der See um 6 Grad. Nach Süden hin sind noch einmal 11 bis
14 Grad zu erwarten.
In der Nacht zum Freitag klart es postfrontal im Norden und Westen auf, so dass
die Temperaturen zumindest am Boden in den geringen Frostbereich sinken können.
Straßenglätte gibt es aber wohl nur vereinzelt, da die Straßen häufig abtrocknen
werden.
Modellvergleich und -einschätzung
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Unterschiede gibt es am Donnerstag in der Simulation einer Frontalwelle, die
sich nach CosmoEU im nördlichen Baden-Württemberg bilden soll und über Bayern
nach Osten ziehen soll. Bei anderen Modellen wird die Welle nur ansatzweise oder
gar nicht simuliert (z.B. bei EZMW, wo die Front freitagfrüh den östlichen
Alpenrand erreicht.)
Was den möglichen Dauerregen (über 25 mm in 12 Stunden) angeht so sind nach
CosmoLEPS die Wahrscheinlichkeiten dafür mit 10 bis 20 Prozent im Bergischen
Land bis Donnerstagfrüh leicht erhöht.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden