SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 26.12.2014 um 10.30 UTC



Winterlich mit Schneefall und Schneeverwehungen. Anfänglich auch Dauerfrost.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 02.01.2015


Zu Beginn der Mittelfristzeit befindet sich Mitteleuropa in einer direkten
Nordanströmung, dabei werden recht kühle Luftmassen polaren Ursprungs
herangeführt. In einigen Teilen von Deutschland ist in 850 hPa die -10 Grad
Isotherme zu finden.

Mitteleuropa befindet sich insgesamt zwischen einem ausgeprägtem Hochkeil, der
sich von den Azoren über Island bis nach Grönland erstreckt und einem breiten
Langwellentrog der sich vom Nordpolarmeer bis nach Süditalien erstreckt.

Ein Randtrog, das sich an der Westflanke des Langwellentroges gebildet hat,
greift in der Nacht zu Montag auf Deutschland über. Eine dazugehörige Front
sorgt dabei erneut für leichte bis mäßige Schneefälle bis in tiefe Lagen. Bei
einer kurzzeitigen Gradientverschärfung sind auf den Mittelgebirgen auch
Schneeverwehungen möglich. Der Randtrog verlagert sich im Laufe des Montags nach
Süden. Gleichzeitig kippt die Achse des Hochkeils immer mehr nach Nordosten.

Am Dienstag gelangt dabei um das Hoch herumgeführte "Warmluft" nach Deutschland.
Auch wenn am Boden Hochdruckeinfluss vorherrschend ist, sind erneute Schneefälle
möglich. Strichweise gefrierender Regen kann ebenfalls nicht völlig
ausgeschlossen werden.

Zum Mittwoch hin erreicht der atlantische Hochkeil Nordskandinavien, der
Langwellentrog wird dabei nach Osten abgedrängt, wobei ein Abtropfprozess zum
Mittelmeer hin einsetzt. Im Laufe des Tages soll der Hochkeil weiter nach Osten
kippten und Deutschland fast völlig überdecken. In der Silvesternacht werden im
Norden des Landes wieder positive 850 hPa Temperaturen bis +5 Grad erwartet

An Neujahr werden die letzten Reste der Warmfront nach Süden ausgeräumt, am
Alpenrand kann es staubedingt anfänglich auch noch mal stärker schneien.
Ansonsten verstärkt sich an Neujahr der Hochdruckeinfluss, wobei auch verbreitet
wieder etwas mildere Temperaturen (bis +5 Grad in 850 hPa) zu erwarten sind.

Am Freitag greift eine Kaltfront auf Deutschland über, nachfolgen wird erneut
recht kühle Luft polaren Ursprungs herangeführt.

Im erweiterten Mittelfristzeitraum sorgen Tiefausläufer für wechselhaftes Wetter
(Schnee, Regen, Frost), wobei auf dessen Rückseite immer wieder recht kühle
Luftmassen herantransportiert werden.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz der ECMWF Läufe ist recht gut. Erst ab Neujahr ergeben sich
geringe Unterschiede bei der Simulation des Tiefausläufers, der über Deutschland
hinweg ziehen soll. Der gestrige 00 UTC EZMWF Lauf war dabei etwas milder als
der Aktuelle.

In der Wind- und Niederschlagsprognose unterscheiden sich die Läufe aber kaum.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Unterschiede ergeben sich bereits zu Beginn der Mittelfristvorhersage, da der
Randtrog von den verschiedenen Globalmodellen jeweils etwas anders simuliert
wird. GME simuliert nur eine sehr geringe Störung. ECMWF scheint den Randtrog,
der in der Nacht zu Montag auf Deutschland übergreifen soll am stärksten zu
simulieren.

Am Mittwoch wird der Abtropfprozess in Richtung Mittelmeer ebenfalls
unterschiedlich simuliert. ECMWF simuliert den Einfluss des Hochkeils am
stärksten, hingegen lässt GFS das Cut Off Tief weiterhin auf Südostdeutschland
übergreifen. Auch GME hat ein deutlich größeres Cut Off Tief als ECMWF im petto.
Dabei ergeben sich dann auch in 850 hPa Temperaturniveau Unterschiede von z.T.
über 10 K.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


An sich ist der Spread der Plumes bis nächsten Dienstag recht eng. Jedoch gibt
es am Montag noch größere Unschärfen bei der Simulation des Randtroges. Ab
Mittwoch hingegen geht vor allem der Spread der 850 hPa Temperatur deutlich
auseinander. An Neujahr und Freitag gibt es eine Differenz von bis zu 15 K!
Der operationelle Lauf des ECMWFs befindet sich aber eher im Ensemblemean.

Im Plumes des GFSs ist ein ähnliches Bild zu erkennen, jedoch scheint der
Hauptlauf ab Neujahr eine Außenseiterrolle mit sehr kalten Temperaturen
einzunehmen.

Im Zeitbereich 120 bis 168h gibt es 5 verschiedene Cluster. Der Hauptlauf
befindet sich mit insgesamt nur 9 Member in Cluster 4. Über Mitteleuropa wird
aber eigentlich in allen Clustern ein Hochkeil simuliert, jedoch jeweils etwas
anders ausgeprägt. Auch das Cut-Off Tief über dem Mittelmeer wird immer etwas
anders dargestellt. Die Variante vom GFS-Hauptlauf ist aber nicht erkennbar.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Im Mittelfristzeitraum kann es immer mal wieder, in Staulagen auch mal stärker
schneien. Auf den Bergen kann es auch zu Verwehungen kommen.

Am Montag kann es vor allem an der Küste und auf den Mittelgebirgen zu Wind
evtl. auch zu Sturmböen kommen.

Am Dienstag ist strichweise gefrierender Regen nicht ausgeschlossen.

Gebietsweise und tritt Dauerfrost auf. Nachts ist strichweise auch strenger
Frost möglich.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECMWF, MOSMIX, EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christina Speicher

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