SXDL31 DWAV 1800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 261800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 26.12.2014 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Ab den frühen Morgenstunden des Samstags im Westen, später im Südwesten Unwetter
durch starke Schneefälle und in höheren Lagen durch Schneeverwehungen.
Synoptische Entwicklung bis Montag 12 UTC
-------------------------------------------------------------
Aktuell ... lag um 12 UTC in 300 hPa ein langwelliger Trog über dem östlichen
Mitteleuropa mit einer südwärtigen Ausdehnung bis nach Italien. Ein flacher
Kurzwellenrücken folgt von der Nordsee her nach und liegt am Ende des Tages über
der Nordwesthälfte Deutschlands.
Unser Gebiet verbleibt zunächst noch sowohl in der unteren, als auch in der
mittleren Troposphäre im Bereich kalter Luft, wobei aber in 500 hPa die
Temperaturen durch die jetzt in der zweiten Tageshälfte schon markant zunehmende
WLA von Westen her ansteigen. Infolge der hochreichenden Kaltluft kommt es
besonders nach Osten und Süden hin noch zu Schneefällen bzw. -schauern. Im
Westen und Südwesten gibt es auch Regenschauer.
Im Westen ist durch die WLA bereits hohe Bewölkung aufgezogen. In Laufe des
Abends verdichtet sich im Westen die Bewölkung auch in den tieferen Niveaus vor
der mittlerweile über der Irischen See angelangten Warmfrontwelle.
Das Feld der Vorticityadvektion leistet im Gegensatz zur Temperaturadvektion bis
Tagesende im Westen keinen Beitrag zur Hebung.
Die Warmfrontwelle soll nach GME um 24 UTC mit 997 hPa über Ostengland liegen;
C-EU hat einen etwas höheren Kerndruck, aber nahezu die gleiche Position. LFPW
liegt ebenfalls auf der Linie der deutschen Modellkette. Der südliche Wind über
dem westlichen Deutschland frischt dann schon deutlich auf, ohne dass zunächst
warnrelevante Böen auftreten.
Niederschlag fällt bis 24 UTC hauptsächlich noch in der Südosthälfte, dabei in
erster Linie in den Staulagen von Alpen, Schwäbischer Alb und Erzgebirge (nur
vereinzelt über 5 mm von 12 bis 24 UTC).
Samstag ... intensiviert sich eine weitere Trogformation, die um 00 UTC im
Bereich der Britischen Inseln liegt, auf ihrem Weg nach Südosten. Dabei schwächt
sich die Höhenströmung über Deutschland im Tagesverlauf sehr stark ab. Im
Bereich Niederlande-Belgien kommt es vormittags zu einem Cut-Off. Das Höhentief
liegt dann mittags über dem südwestlichen NRW, abends über Südhessen und am
Tagesende über dem nordöstlichen Baden-Württemberg.
Das aus der Warmfrontwelle nun entstandene kräftige Bodentief bewegt sich nach
GME bis 12 UTC unter leichter Vertiefung auf 992 hPa in das südöstliche Belgien.
In der zweiten Tageshälfte verlagert es sich unter leichter Auffüllung in den
Raum Karlsruhe. C-EU sieht ganz ähnlich aus und auch der 12 UTC-Lauf des
COSMO-DE positioniert das Tiefzentrum (mit 990 hPa) für 12 UTC über das
südöstliche Belgien. Auch LFPW und GFS weisen faktisch die gleiche Zugbahn wie
die deutschen Modelle auf.
Die WLA intensiviert sich über dem Westen und Südwesten Deutschlands in den
frühen Morgenstunden weiter, sie ist dann aber am Mittag aus diesen Gebieten
verschwunden und hat ihren Schwerpunkt - unter Abschwächung - in den Thüringer
Wald, die Rhön und das nördliche und mittlere Bayern verlagert. Im Südwesten
kommt in der ersten Tageshälfte zusätzlich zur WLA auch noch leichte PVA
vorderseitig des Austrogungsvorgangs hinzu.
Angesichts der starken Hebungsprozesse geht der Niederschlag in den frühen
Morgenstunden über Nordostfrankreich und Belgien meist in Schnee über und
erreicht ab etwa 02 UTC den äußersten Westen Deutschlands und breitet sich dann
über den Südteil Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz/Saarland und das
südwestliche Baden-Württemberg aus. Anfangs kann es in den tiefen Lagen im
Westen auch regnen. Am Oberrhein ist unterhalb etwa 200-300 m ebenfalls mit
Regen oder Schneeregen zu rechnen. Bis 18 UTC soll der Vorderrand des
Schneefalls zu einer Linie Niederrhein-Fichtelgebirge vorgedrungen sein.
Spätabends lässt der Schneefall in NRW von Norden her nach.
Von 00 bis 24 UTC sollen nach C-EU im Westen/Südwesten vielfach über 10 mm
fallen, maximal 35 mm im Nord-Schwarzwald. Gegenüber dem gestrigen 12 UTC-Lauf
wurden die Summen vom C-EU besonders im äußersten Westen (bei Aachen) und im
nordöstlichen Baden-Württemberg noch erhöht. GME bietet ein ähnliches Bild
(maximal 43 mm im Südschwarzwald). GFS simuliert bis 32 mm am Oberrhein.
Die höchsten 12stündigen Summen betragen nach C-EU 30 mm im Nordschwarzwald von
06 bis 18 UTC. Das Unwetterkriterium (Schneefall über 15 cm in 12 Stunden
unterhalb 800 m) wäre nach den C-EU-Schneeanteilen im südlichen NRW, im
westlichen und südlichen Hessen, im nördlichen Baden-Württemberg, auf der Alb
sowie primär im Schwarzwald erfüllt. ECMF-EPS von 00 UTC gibt für den Zeitraum
06 bis 18 UTC im südlichen Schwarzwald Wahrscheinlichkeiten von über 20% für
Schnee >15 cm/12h. COSMO-LEPS konzentriert ebenfalls die höchsten Probabilitäten
um den Schwarzwald, dort 100%.
Generell ist etwa oberhalb 600 bis 800 m mit Schneeverwehungen zu rechnen, denn
die Böen liegen nach OOG vielfach bei Bft 6 bis 7, in exponierten Hochlagen bei
Bft 8 bis 9 und im Hochschwarzwald sind Orkanböen wahrscheinlich. In den
tieferen Lagen dürfte der Schnee jedoch recht nass sein, so dass die Gefahr von
Verwehungen bei Böen Bft 6 oder 7 geringer ist. Hier könntne eher möglicherweise
Schneebruch oder auch die Leiterseilschwingungen ein Thema sein.
Nordöstlich einer Linie Münsterland-Vogtland soll es trocken bleiben und
besonders nach Nordosten zu auch sonnig. Primär in der Nordosthälfte ist
verbreitet mit einem "Eistag" zu rechnen.
Der Wind frischt von Westen her weiter auf, so dass es gebietsweise, besonders
im Westen, aber auch in den mittleren Teilen zu Böen Bft 7 kommt. Der Wind weht
dabei zunächst meist aus Südost bis Ost, im Südwesten aus Südwest. Abends dreht
der Wind in den meisten Landesteilen auf Nordost. Besonders im Hochschwarzwald
ist mit Böen aus SW bis zu Orkanstärke zu rechnen!
In der Nacht zum Sonntag gibt es fast überall Frost, vor allem im Norden, Osten
und in der Mitte vielerorts zwischen -5 und -10 Grad.
Sonntag ... verlagert sich das Höhentief in den ersten Stunden über das östliche
Baden-Württemberg rasch südwärts und dreht über Norditalien dann wieder nach
Norden ein, um abends über Ostösterreich Anschluss an den großen, von der
Halbinsel Kola bis in den westlichen Mittelmeerraum reichenden Langwellentrog zu
finden. Die Höhenströmung über Deutschland nimmt nachmittags wieder zu und kommt
dann aus NNE.
In der Südhälfte kommt es bei nachlassender WLA weiterhin zu Schneefällen, die
aber in ihrer Intensität nicht mehr unwetterhaft sind. Sie ziehen sich im
Tagesverlauf weiter nach Süden zurück. Im Norden ist es anfangs sonnig, später
kommt im Vorfeld einer Kaltfront von Norden her Bewölkung und anschließend
Schneefall auf. Das Schneefallgebiet intensiviert sich gemäß C-EU Pseudo-Synops
abends bei der Verlagerung in die mittleren Teile Deutschlands. Postfrontal
klart es im Norden erneut auf.
GME simuliert bis knapp über 10 mm am Alpenrand; C-EU liegt wegen einer
Rechnerstörung noch nicht vor. GFS hat in Schleswig-Holstein bis 8 mm
(Schneefallgebiet mit der Kaltfront von Norden). GME gibt keinen Niederschlag in
Norddeutschland!
Vor allem zunächst in den mittleren Teilen, aber auch im Westen, sind einzelne
Böen Bft 7 aus Nordost zu erwarten. Anfangs, etwa bis 06 UTC, treten auf dem
Feldberg/Schwarzwald noch Böen Bft 9-11 aus Südwest auf. In der zweiten
Tageshälfte verlagert sich der stärkste NE-Wind in die Südhälfte mit Böen Bft 6
bis 7 und Bft 8 in den Mittelgebirgen. Abends lässt er dann nach und es gibt nur
noch auf einzelnen Gipfeln stürmische Böen. Nach vorübergehender
Windabschwächung gibt es ab Nachmittag im Hochschwarzwald wieder stürmische Böen
oder Sturmböen, diesmal aus Nordost.
Montag ... verstärkt sich bis 12 UTC die nordnordöstliche Höhenströmung an der
Westflanke des Langwellentroges über Deutschland noch etwas und der Trog weitet
sich bis nach Algerien und Tunesien hin aus.
GFS und auch MOS-MIX verlagern den von Norden kommenden Schneefall bis Mittag in
die Mitte und in den Süden, wobei er etwas nachlassen soll.
Modellvergleich und -einschätzung
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Unterschiede sind im Text erwähnt.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 26.12.2014 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Ab den frühen Morgenstunden des Samstags im Westen, später im Südwesten Unwetter
durch starke Schneefälle und in höheren Lagen durch Schneeverwehungen.
Synoptische Entwicklung bis Montag 12 UTC
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Aktuell ... lag um 12 UTC in 300 hPa ein langwelliger Trog über dem östlichen
Mitteleuropa mit einer südwärtigen Ausdehnung bis nach Italien. Ein flacher
Kurzwellenrücken folgt von der Nordsee her nach und liegt am Ende des Tages über
der Nordwesthälfte Deutschlands.
Unser Gebiet verbleibt zunächst noch sowohl in der unteren, als auch in der
mittleren Troposphäre im Bereich kalter Luft, wobei aber in 500 hPa die
Temperaturen durch die jetzt in der zweiten Tageshälfte schon markant zunehmende
WLA von Westen her ansteigen. Infolge der hochreichenden Kaltluft kommt es
besonders nach Osten und Süden hin noch zu Schneefällen bzw. -schauern. Im
Westen und Südwesten gibt es auch Regenschauer.
Im Westen ist durch die WLA bereits hohe Bewölkung aufgezogen. In Laufe des
Abends verdichtet sich im Westen die Bewölkung auch in den tieferen Niveaus vor
der mittlerweile über der Irischen See angelangten Warmfrontwelle.
Das Feld der Vorticityadvektion leistet im Gegensatz zur Temperaturadvektion bis
Tagesende im Westen keinen Beitrag zur Hebung.
Die Warmfrontwelle soll nach GME um 24 UTC mit 997 hPa über Ostengland liegen;
C-EU hat einen etwas höheren Kerndruck, aber nahezu die gleiche Position. LFPW
liegt ebenfalls auf der Linie der deutschen Modellkette. Der südliche Wind über
dem westlichen Deutschland frischt dann schon deutlich auf, ohne dass zunächst
warnrelevante Böen auftreten.
Niederschlag fällt bis 24 UTC hauptsächlich noch in der Südosthälfte, dabei in
erster Linie in den Staulagen von Alpen, Schwäbischer Alb und Erzgebirge (nur
vereinzelt über 5 mm von 12 bis 24 UTC).
Samstag ... intensiviert sich eine weitere Trogformation, die um 00 UTC im
Bereich der Britischen Inseln liegt, auf ihrem Weg nach Südosten. Dabei schwächt
sich die Höhenströmung über Deutschland im Tagesverlauf sehr stark ab. Im
Bereich Niederlande-Belgien kommt es vormittags zu einem Cut-Off. Das Höhentief
liegt dann mittags über dem südwestlichen NRW, abends über Südhessen und am
Tagesende über dem nordöstlichen Baden-Württemberg.
Das aus der Warmfrontwelle nun entstandene kräftige Bodentief bewegt sich nach
GME bis 12 UTC unter leichter Vertiefung auf 992 hPa in das südöstliche Belgien.
In der zweiten Tageshälfte verlagert es sich unter leichter Auffüllung in den
Raum Karlsruhe. C-EU sieht ganz ähnlich aus und auch der 12 UTC-Lauf des
COSMO-DE positioniert das Tiefzentrum (mit 990 hPa) für 12 UTC über das
südöstliche Belgien. Auch LFPW und GFS weisen faktisch die gleiche Zugbahn wie
die deutschen Modelle auf.
Die WLA intensiviert sich über dem Westen und Südwesten Deutschlands in den
frühen Morgenstunden weiter, sie ist dann aber am Mittag aus diesen Gebieten
verschwunden und hat ihren Schwerpunkt - unter Abschwächung - in den Thüringer
Wald, die Rhön und das nördliche und mittlere Bayern verlagert. Im Südwesten
kommt in der ersten Tageshälfte zusätzlich zur WLA auch noch leichte PVA
vorderseitig des Austrogungsvorgangs hinzu.
Angesichts der starken Hebungsprozesse geht der Niederschlag in den frühen
Morgenstunden über Nordostfrankreich und Belgien meist in Schnee über und
erreicht ab etwa 02 UTC den äußersten Westen Deutschlands und breitet sich dann
über den Südteil Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz/Saarland und das
südwestliche Baden-Württemberg aus. Anfangs kann es in den tiefen Lagen im
Westen auch regnen. Am Oberrhein ist unterhalb etwa 200-300 m ebenfalls mit
Regen oder Schneeregen zu rechnen. Bis 18 UTC soll der Vorderrand des
Schneefalls zu einer Linie Niederrhein-Fichtelgebirge vorgedrungen sein.
Spätabends lässt der Schneefall in NRW von Norden her nach.
Von 00 bis 24 UTC sollen nach C-EU im Westen/Südwesten vielfach über 10 mm
fallen, maximal 35 mm im Nord-Schwarzwald. Gegenüber dem gestrigen 12 UTC-Lauf
wurden die Summen vom C-EU besonders im äußersten Westen (bei Aachen) und im
nordöstlichen Baden-Württemberg noch erhöht. GME bietet ein ähnliches Bild
(maximal 43 mm im Südschwarzwald). GFS simuliert bis 32 mm am Oberrhein.
Die höchsten 12stündigen Summen betragen nach C-EU 30 mm im Nordschwarzwald von
06 bis 18 UTC. Das Unwetterkriterium (Schneefall über 15 cm in 12 Stunden
unterhalb 800 m) wäre nach den C-EU-Schneeanteilen im südlichen NRW, im
westlichen und südlichen Hessen, im nördlichen Baden-Württemberg, auf der Alb
sowie primär im Schwarzwald erfüllt. ECMF-EPS von 00 UTC gibt für den Zeitraum
06 bis 18 UTC im südlichen Schwarzwald Wahrscheinlichkeiten von über 20% für
Schnee >15 cm/12h. COSMO-LEPS konzentriert ebenfalls die höchsten Probabilitäten
um den Schwarzwald, dort 100%.
Generell ist etwa oberhalb 600 bis 800 m mit Schneeverwehungen zu rechnen, denn
die Böen liegen nach OOG vielfach bei Bft 6 bis 7, in exponierten Hochlagen bei
Bft 8 bis 9 und im Hochschwarzwald sind Orkanböen wahrscheinlich. In den
tieferen Lagen dürfte der Schnee jedoch recht nass sein, so dass die Gefahr von
Verwehungen bei Böen Bft 6 oder 7 geringer ist. Hier könntne eher möglicherweise
Schneebruch oder auch die Leiterseilschwingungen ein Thema sein.
Nordöstlich einer Linie Münsterland-Vogtland soll es trocken bleiben und
besonders nach Nordosten zu auch sonnig. Primär in der Nordosthälfte ist
verbreitet mit einem "Eistag" zu rechnen.
Der Wind frischt von Westen her weiter auf, so dass es gebietsweise, besonders
im Westen, aber auch in den mittleren Teilen zu Böen Bft 7 kommt. Der Wind weht
dabei zunächst meist aus Südost bis Ost, im Südwesten aus Südwest. Abends dreht
der Wind in den meisten Landesteilen auf Nordost. Besonders im Hochschwarzwald
ist mit Böen aus SW bis zu Orkanstärke zu rechnen!
In der Nacht zum Sonntag gibt es fast überall Frost, vor allem im Norden, Osten
und in der Mitte vielerorts zwischen -5 und -10 Grad.
Sonntag ... verlagert sich das Höhentief in den ersten Stunden über das östliche
Baden-Württemberg rasch südwärts und dreht über Norditalien dann wieder nach
Norden ein, um abends über Ostösterreich Anschluss an den großen, von der
Halbinsel Kola bis in den westlichen Mittelmeerraum reichenden Langwellentrog zu
finden. Die Höhenströmung über Deutschland nimmt nachmittags wieder zu und kommt
dann aus NNE.
In der Südhälfte kommt es bei nachlassender WLA weiterhin zu Schneefällen, die
aber in ihrer Intensität nicht mehr unwetterhaft sind. Sie ziehen sich im
Tagesverlauf weiter nach Süden zurück. Im Norden ist es anfangs sonnig, später
kommt im Vorfeld einer Kaltfront von Norden her Bewölkung und anschließend
Schneefall auf. Das Schneefallgebiet intensiviert sich gemäß C-EU Pseudo-Synops
abends bei der Verlagerung in die mittleren Teile Deutschlands. Postfrontal
klart es im Norden erneut auf.
GME simuliert bis knapp über 10 mm am Alpenrand; C-EU liegt wegen einer
Rechnerstörung noch nicht vor. GFS hat in Schleswig-Holstein bis 8 mm
(Schneefallgebiet mit der Kaltfront von Norden). GME gibt keinen Niederschlag in
Norddeutschland!
Vor allem zunächst in den mittleren Teilen, aber auch im Westen, sind einzelne
Böen Bft 7 aus Nordost zu erwarten. Anfangs, etwa bis 06 UTC, treten auf dem
Feldberg/Schwarzwald noch Böen Bft 9-11 aus Südwest auf. In der zweiten
Tageshälfte verlagert sich der stärkste NE-Wind in die Südhälfte mit Böen Bft 6
bis 7 und Bft 8 in den Mittelgebirgen. Abends lässt er dann nach und es gibt nur
noch auf einzelnen Gipfeln stürmische Böen. Nach vorübergehender
Windabschwächung gibt es ab Nachmittag im Hochschwarzwald wieder stürmische Böen
oder Sturmböen, diesmal aus Nordost.
Montag ... verstärkt sich bis 12 UTC die nordnordöstliche Höhenströmung an der
Westflanke des Langwellentroges über Deutschland noch etwas und der Trog weitet
sich bis nach Algerien und Tunesien hin aus.
GFS und auch MOS-MIX verlagern den von Norden kommenden Schneefall bis Mittag in
die Mitte und in den Süden, wobei er etwas nachlassen soll.
Modellvergleich und -einschätzung
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Unterschiede sind im Text erwähnt.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.