SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 23.02.2015 um 10.30 UTC
Im Bergland zeitweise winterlich. Sonntag und Montag vorübergehend zyklonale
Westwetterlage. Im Anschluss Tendenz zu stärkerem antizyklonalem Einfluss.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.03.2015
Am Donnerstag... befindet sich ein abgetropftes Höhentief bei Sizilien. Das
Trogresiduum beeinflusst anfangs noch den äußersten Osten und Südosten von
Deutschland und zieht in weiterer Folge ostwärts ab. Dahinter stößt ein
kurzwelliger Höhenkeil von den Azoren bis nach Deutschland vor und sorgt auch am
Boden für schwachen Zwischenhocheinfluss und entsprechend freundliches Wetter.
Ein neues kräftiges Höhentief befindet sich allerdings bereits bei Island, wobei
die zugehörige Trogachse die Britischen Inseln überquert. Bodennah hat sich
korrespondierend dazu ein kräftiges Tief mit einem Kerndruck von etwa 945 hPa
gebildet. Sein Frontensystem erreicht mit dichter Bewölkung und erstem
Niederschlag am Nachmittag die westlichen Landesteile.
In der Nacht auf Freitag kommt die dann schon vollständig okkludierte Front etwa
bis zur Mitte voran. Die Schneefallgrenze steigt mit 850 hPa Temperaturen etwas
über 0 Grad deutlich an.
Am Freitag... kommt die Okklusion des zur Norwegischen Küste ziehenden Tiefs
weiter in Richtung Südosten voran. Dahinter strömt wieder deutlich kältere Luft
heran mit 850 hPa Werten bei -5 Grad. Allerdings ist postfrontal nur noch mit
geringeren Niederschlägen zu rechnen, sodass die wieder bis auf mittlere Lagen
sinkende Schneefallgrenze keinen größeren Zuwachs an Neuschnee bringt.
Der nachrückende Trog befindet sich noch über Zentralfrankreich und verkürzt
immer mehr seine Wellenlänge. Ein Teil des Troges tropft zudem über dem
östlichen Mittelmeerraum ab.
In der Nacht auf Samstag erreichen die Reste des Troges den Westen und
Nordwesten von Deutschland mit Höhenkaltluft von -25 bis -30 Grad in 500 hPa.
Die Feuchtereste ziehen sich allmählich in den Südosten zurück, während der Rest
des Landes von einem vorrückenden Hochkeil profitiert. Durch Aufklaren sinkt die
Temperatur vielerorts in den Frostbereich mit entsprechender Möglichkeit für
Glätte.
Am Samstag... ziehen die Trogreste ostwärts ab. Dahinter greift ein Hochkeil
nordostwärts aus und beeinflusst auch große Teile von Deutschland. Auch am Boden
setzt sich Hochdruckeinfluss durch. Einzig direkt am Alpenrand hält sich noch
etwas Restfeuchte. Sonst setzen sich verbreitet trockene Luftmassen durch,
sodass ein freundlicher und trockener Tagesverlauf zu erwarten ist.
Aufgrund der Gradientschwäche in Richtung Süden und Südosten besteht allerdings
die Gefahr von Hochnebel.
Die Maxima bewegen sich bei 850 hPa Temperaturen um -5 Grad nur im einstelligen
Bereich, wobei es in den Hochnebelgebieten am kältesten bleibt.
Sonntag und Montag... zonalisiert die Strömung deutlich. Die sich dadurch
einstellende zyklonale Westwetterlage sorgt für häufige Niederschläge und nur
wenig Sonne. Mit 850 hPa Temperaturen oft im positiven Bereich zieht sich der
Winter in die Hochlagen der Berge zurück. Gleichzeitig stellt sich auch am Boden
eine flotte Westströmung ein, sodass zeitweise mit starken bis stürmischen Böen
zu rechnen ist, in exponierten Lagen auch noch darüber
In der erweiterten Mittelfrist... endet der kurze Einschub der zyklonalen
Westwetterlage bereits. Die Frontalzone amplifiziert etwas. Dadurch kann sich
ein breiter Höhenrücken aufbauen, der große Teile von Westeuropa beeinflusst und
in weiterer Folge auch weiter ostwärts ausgreifen kann. Dadurch kann sich am
Boden ein kräftiges Hoch bilden. Mit einem Kerndruck von über 1040 hPa soll sich
dieses über Mitteluropa legen und würde jeglichen zyklonalen Einfluss
verhindern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist stimmt der neueste ECMW-Lauf ziemlich gut mit seinen
Vorläufen überein. So wird das Übergreifen des Frontensystems in der Nacht auf
Freitag nur mit geringen zeitlichen Differenzen gezeigt, wobei der gestrige 00
UTC Lauf noch am schnellsten ist.
Auch der nachfolgende Höhenkeil lässt sich in allen Prognosen wiederfinden. Die
nachfolgende Entwicklung zeigt dann aber größere Unsicherheiten. So wurde das
Übergreifen der nächsten Tiefausläufer vom gestrigen 00 UTC Lauf bereits für die
zweite Tageshälfte des Samstages gezeigt. Das liegt vor allem daran, dass der
Höhenkeil deutlich flacher gerechnet wurde als im gestrigen 12 UTC und im
aktuellen Lauf.
Die Zonalisierung am Sonntag und Montag lässt sich auch in den Vorläufen
wiederfinden. Allerdings liegt die Frontalzone nach dem gestrigen 00 UTC Lauf
deutlich weiter südlich. Die 552 gpdm - Isolinie (500 hPa) würde nach dem
gestrigen 00 UTC Lauf am Alpensüdrand liegen, während sie in den beiden
nachfolgenden Läufen über Norddeutschland vorhergesagt wird.
Bis zum Ende bleiben sich der gestrige 12 UTC Lauf und der aktuelle Lauf sehr
ähnlich, während der gestrige 00 UTC Lauf deutlich aus dem Rahmen fällt. Demnach
würde die Höhenströmung zu Beginn der neuen Woche deutlich stärker
amplifizieren, sodass Deutschland auf die Rückseite einer kräftigen Austrogung
über Osteuropa gelangen würde.
Der Aufbau des kräftigen Bodenhochs über Zentraleuropa wird in der Form nur vom
neusten ECMW-Lauf vorhergesagt.
__________________________________________________________
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die verschiedenen Globalmodelle zeigen in relativer Einheitlichkeit zunächst das
Übergreifen des neuen Frontensystems, wie auch den nachfolgenden Höhenkeil.
Gewisse Unsicherheiten zeigen sich allerdings noch im genauen Ablauf. So zeigt
beispielsweise das GFS einen schneller nachrückenden Bodentrog, als beim ECMW.
Das bewirkt unter anderem, dass sich die Niederschläge stärker auf die kalte
Seite konzentrieren, sodass im Bergland mehr Neuschnee möglich ist, als nach dem
ECMW. Beim ICON-Modell ist der Abstand zwischen Trog und Front ähnlich den
Europäern. Allerdings kommen beide beim ICON schneller ostwärts voran. Außerdem
greift die Warmluft mit der Okklusion weniger stark nach Norden aus, als beim
ECMW.
Die nachfolgende Zonalisierung findet sich ebenfalls in der Mehrzahl der Modelle
wieder, wobei es noch gewisse Unsicherheiten in der genauen Lage und
tatsächlichen Ausrichtung der Frontalzone gibt. Entsprechend zeigen sich auch
noch größere Unsicherheiten in dem daraus resultierenden genauen Ablauf des
Wettergeschehens und den zu erwartenden
Niederschlägen.__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen von Offenbach zeigen bis einschließlich Samstag ein recht
einheitliches Bild und verlaufen recht eng beieinander. Eine größere
Schwankungsbreite zeigt sich in der Nacht auf Freitag bei den 850 hPa
Temperaturen. So gibt es sowohl Lösungen, die einen stärkeren Warmluftschub
zeigen, wie auch solche, die die 850 hPa Temperaturen deutlich im negativen
Bereich belassen. Diese Unsicherheiten hängen offensichtlich mit dem Grad der
Okkludierung des Frontensystems zusammen.
Zum Sonntag nimmt der Spread dann deutlich zu. Das Mittel zeigt den Aufbau von
hohem Geopotential, mit allerdings noch recht hoher Schwankungsbreite. Bei den
850 hPa Temperaturen zeigt sich ein Warmluftberg, wobei Haupt- und Kontrolllauf
mit Werten um 5 Grad am Oberrand der Lösungen liegen. Außerdem gibt es bis zum
Dienstag in den Ensembles noch häufige Niederschlagssignale.
Das Clustering zeigt für den Zeitraum +120 bis +168 h (Sa00 bis Mo00) insgesamt
drei verschiedene Lösungen. Die Unterschiede beziehen sich auf die Stärke und
Amplitude der Austrogung am Samstag, wie auch des nachfolgenden Höhenkeils.
Darüber hinaus wird die Entwicklung aber ähnlich wiedergegeben, wie auch die
Zonalisierung zum Montag. Auch im Zeitraum +192 bis +240 h (Di00 bis Do00)
werden drei Lösungen angeboten. Der Hauptunterschied zeigt sich dabei beim
Aufbau des Höhenkeils und korrespondierenden Bodenhochs. Cluster 2 (19 Member,
dort befinden sich auch Haupt- und Kontrolllauf) zeigt dies besonders kräftig.
In Cluster 1 (21 Member), wird ebenfalls ein breiter Höhenkeil vorhergesagt,
allerdings um einiges flacher. Bei Cluster 3 (11 Member) ist der Keil noch
flacher und hat nur bedingt Einfluss auf Deutschland. Stattdessen lässt sich
eine kräftige Austrogung über Osteuropa erkennen, in dessen Einflussbereich
wenigsten der Osten Deutschland liegt.
Beim Ensemble des GFS laufen die Lösungen ebenfalls ab Monatsende deutlicher
auseinander. Im Gegensatz zu den Europäern wird zur Wochenmitte vom Hauptlauf,
und vor allem vom Kontrolllauf eine kräftige Austrogung berechnet... allerdings
zeigt sich eine große Schwankungsbreite im Ensemble. Erst deutlich später (Ende
kommender Woche) wird auch beim GFS zunehmend antizyklonaler Einfluss
vorhergesagt. Auch der Warmluftberg zu Beginn der kommenden Woche wird vom
GFS-Ensemble lange nicht so deutlich gezeigt. Stattdessen gibt es nur
Einzellösungen, die dahingehend dem ECMW ähneln.
Fazit: Bis einschließlich Samstag ist die mittelfristige Entwicklung recht
sicher. Unsicherheiten ergeben sich nur bezüglich des Okklusionsgrades mit dem
Frontensystem zum Freitag. Größer werden die Unsicherheiten ab Sonntag und
insbesondere in der kommenden Woche, wo nach kurzzeitiger zyklonaler
Westwetterlage sowohl Trogeinfluss, als auch der Aufbau eines kräftigen Hochs
möglich sind.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Freitag sind am Alpenrand markante Neuschneemengen möglich.
Abgesehen vom Westen und Nordwesten häufig Frost in den Nächten und vereinzelt
Glätte. Häufiger mit Glätte durch überfrierende Nässe muss vor allem in der
Nacht auf Samstag gerechnet werden. Direkt am Alpenrand ist vereinzelt strenger
Frost möglich.
Am Wochenende nimmt der Südwestwind deutlich zu. Dann muss vor allem im
Küstenbereich und im höheren Bergland mit stürmischen Böen, exponiert auch
Sturmböen gerechnet werden.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECMW, ECMW-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Marcus Beyer
ausgegeben am Montag, den 23.02.2015 um 10.30 UTC
Im Bergland zeitweise winterlich. Sonntag und Montag vorübergehend zyklonale
Westwetterlage. Im Anschluss Tendenz zu stärkerem antizyklonalem Einfluss.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.03.2015
Am Donnerstag... befindet sich ein abgetropftes Höhentief bei Sizilien. Das
Trogresiduum beeinflusst anfangs noch den äußersten Osten und Südosten von
Deutschland und zieht in weiterer Folge ostwärts ab. Dahinter stößt ein
kurzwelliger Höhenkeil von den Azoren bis nach Deutschland vor und sorgt auch am
Boden für schwachen Zwischenhocheinfluss und entsprechend freundliches Wetter.
Ein neues kräftiges Höhentief befindet sich allerdings bereits bei Island, wobei
die zugehörige Trogachse die Britischen Inseln überquert. Bodennah hat sich
korrespondierend dazu ein kräftiges Tief mit einem Kerndruck von etwa 945 hPa
gebildet. Sein Frontensystem erreicht mit dichter Bewölkung und erstem
Niederschlag am Nachmittag die westlichen Landesteile.
In der Nacht auf Freitag kommt die dann schon vollständig okkludierte Front etwa
bis zur Mitte voran. Die Schneefallgrenze steigt mit 850 hPa Temperaturen etwas
über 0 Grad deutlich an.
Am Freitag... kommt die Okklusion des zur Norwegischen Küste ziehenden Tiefs
weiter in Richtung Südosten voran. Dahinter strömt wieder deutlich kältere Luft
heran mit 850 hPa Werten bei -5 Grad. Allerdings ist postfrontal nur noch mit
geringeren Niederschlägen zu rechnen, sodass die wieder bis auf mittlere Lagen
sinkende Schneefallgrenze keinen größeren Zuwachs an Neuschnee bringt.
Der nachrückende Trog befindet sich noch über Zentralfrankreich und verkürzt
immer mehr seine Wellenlänge. Ein Teil des Troges tropft zudem über dem
östlichen Mittelmeerraum ab.
In der Nacht auf Samstag erreichen die Reste des Troges den Westen und
Nordwesten von Deutschland mit Höhenkaltluft von -25 bis -30 Grad in 500 hPa.
Die Feuchtereste ziehen sich allmählich in den Südosten zurück, während der Rest
des Landes von einem vorrückenden Hochkeil profitiert. Durch Aufklaren sinkt die
Temperatur vielerorts in den Frostbereich mit entsprechender Möglichkeit für
Glätte.
Am Samstag... ziehen die Trogreste ostwärts ab. Dahinter greift ein Hochkeil
nordostwärts aus und beeinflusst auch große Teile von Deutschland. Auch am Boden
setzt sich Hochdruckeinfluss durch. Einzig direkt am Alpenrand hält sich noch
etwas Restfeuchte. Sonst setzen sich verbreitet trockene Luftmassen durch,
sodass ein freundlicher und trockener Tagesverlauf zu erwarten ist.
Aufgrund der Gradientschwäche in Richtung Süden und Südosten besteht allerdings
die Gefahr von Hochnebel.
Die Maxima bewegen sich bei 850 hPa Temperaturen um -5 Grad nur im einstelligen
Bereich, wobei es in den Hochnebelgebieten am kältesten bleibt.
Sonntag und Montag... zonalisiert die Strömung deutlich. Die sich dadurch
einstellende zyklonale Westwetterlage sorgt für häufige Niederschläge und nur
wenig Sonne. Mit 850 hPa Temperaturen oft im positiven Bereich zieht sich der
Winter in die Hochlagen der Berge zurück. Gleichzeitig stellt sich auch am Boden
eine flotte Westströmung ein, sodass zeitweise mit starken bis stürmischen Böen
zu rechnen ist, in exponierten Lagen auch noch darüber
In der erweiterten Mittelfrist... endet der kurze Einschub der zyklonalen
Westwetterlage bereits. Die Frontalzone amplifiziert etwas. Dadurch kann sich
ein breiter Höhenrücken aufbauen, der große Teile von Westeuropa beeinflusst und
in weiterer Folge auch weiter ostwärts ausgreifen kann. Dadurch kann sich am
Boden ein kräftiges Hoch bilden. Mit einem Kerndruck von über 1040 hPa soll sich
dieses über Mitteluropa legen und würde jeglichen zyklonalen Einfluss
verhindern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist stimmt der neueste ECMW-Lauf ziemlich gut mit seinen
Vorläufen überein. So wird das Übergreifen des Frontensystems in der Nacht auf
Freitag nur mit geringen zeitlichen Differenzen gezeigt, wobei der gestrige 00
UTC Lauf noch am schnellsten ist.
Auch der nachfolgende Höhenkeil lässt sich in allen Prognosen wiederfinden. Die
nachfolgende Entwicklung zeigt dann aber größere Unsicherheiten. So wurde das
Übergreifen der nächsten Tiefausläufer vom gestrigen 00 UTC Lauf bereits für die
zweite Tageshälfte des Samstages gezeigt. Das liegt vor allem daran, dass der
Höhenkeil deutlich flacher gerechnet wurde als im gestrigen 12 UTC und im
aktuellen Lauf.
Die Zonalisierung am Sonntag und Montag lässt sich auch in den Vorläufen
wiederfinden. Allerdings liegt die Frontalzone nach dem gestrigen 00 UTC Lauf
deutlich weiter südlich. Die 552 gpdm - Isolinie (500 hPa) würde nach dem
gestrigen 00 UTC Lauf am Alpensüdrand liegen, während sie in den beiden
nachfolgenden Läufen über Norddeutschland vorhergesagt wird.
Bis zum Ende bleiben sich der gestrige 12 UTC Lauf und der aktuelle Lauf sehr
ähnlich, während der gestrige 00 UTC Lauf deutlich aus dem Rahmen fällt. Demnach
würde die Höhenströmung zu Beginn der neuen Woche deutlich stärker
amplifizieren, sodass Deutschland auf die Rückseite einer kräftigen Austrogung
über Osteuropa gelangen würde.
Der Aufbau des kräftigen Bodenhochs über Zentraleuropa wird in der Form nur vom
neusten ECMW-Lauf vorhergesagt.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die verschiedenen Globalmodelle zeigen in relativer Einheitlichkeit zunächst das
Übergreifen des neuen Frontensystems, wie auch den nachfolgenden Höhenkeil.
Gewisse Unsicherheiten zeigen sich allerdings noch im genauen Ablauf. So zeigt
beispielsweise das GFS einen schneller nachrückenden Bodentrog, als beim ECMW.
Das bewirkt unter anderem, dass sich die Niederschläge stärker auf die kalte
Seite konzentrieren, sodass im Bergland mehr Neuschnee möglich ist, als nach dem
ECMW. Beim ICON-Modell ist der Abstand zwischen Trog und Front ähnlich den
Europäern. Allerdings kommen beide beim ICON schneller ostwärts voran. Außerdem
greift die Warmluft mit der Okklusion weniger stark nach Norden aus, als beim
ECMW.
Die nachfolgende Zonalisierung findet sich ebenfalls in der Mehrzahl der Modelle
wieder, wobei es noch gewisse Unsicherheiten in der genauen Lage und
tatsächlichen Ausrichtung der Frontalzone gibt. Entsprechend zeigen sich auch
noch größere Unsicherheiten in dem daraus resultierenden genauen Ablauf des
Wettergeschehens und den zu erwartenden
Niederschlägen.__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen von Offenbach zeigen bis einschließlich Samstag ein recht
einheitliches Bild und verlaufen recht eng beieinander. Eine größere
Schwankungsbreite zeigt sich in der Nacht auf Freitag bei den 850 hPa
Temperaturen. So gibt es sowohl Lösungen, die einen stärkeren Warmluftschub
zeigen, wie auch solche, die die 850 hPa Temperaturen deutlich im negativen
Bereich belassen. Diese Unsicherheiten hängen offensichtlich mit dem Grad der
Okkludierung des Frontensystems zusammen.
Zum Sonntag nimmt der Spread dann deutlich zu. Das Mittel zeigt den Aufbau von
hohem Geopotential, mit allerdings noch recht hoher Schwankungsbreite. Bei den
850 hPa Temperaturen zeigt sich ein Warmluftberg, wobei Haupt- und Kontrolllauf
mit Werten um 5 Grad am Oberrand der Lösungen liegen. Außerdem gibt es bis zum
Dienstag in den Ensembles noch häufige Niederschlagssignale.
Das Clustering zeigt für den Zeitraum +120 bis +168 h (Sa00 bis Mo00) insgesamt
drei verschiedene Lösungen. Die Unterschiede beziehen sich auf die Stärke und
Amplitude der Austrogung am Samstag, wie auch des nachfolgenden Höhenkeils.
Darüber hinaus wird die Entwicklung aber ähnlich wiedergegeben, wie auch die
Zonalisierung zum Montag. Auch im Zeitraum +192 bis +240 h (Di00 bis Do00)
werden drei Lösungen angeboten. Der Hauptunterschied zeigt sich dabei beim
Aufbau des Höhenkeils und korrespondierenden Bodenhochs. Cluster 2 (19 Member,
dort befinden sich auch Haupt- und Kontrolllauf) zeigt dies besonders kräftig.
In Cluster 1 (21 Member), wird ebenfalls ein breiter Höhenkeil vorhergesagt,
allerdings um einiges flacher. Bei Cluster 3 (11 Member) ist der Keil noch
flacher und hat nur bedingt Einfluss auf Deutschland. Stattdessen lässt sich
eine kräftige Austrogung über Osteuropa erkennen, in dessen Einflussbereich
wenigsten der Osten Deutschland liegt.
Beim Ensemble des GFS laufen die Lösungen ebenfalls ab Monatsende deutlicher
auseinander. Im Gegensatz zu den Europäern wird zur Wochenmitte vom Hauptlauf,
und vor allem vom Kontrolllauf eine kräftige Austrogung berechnet... allerdings
zeigt sich eine große Schwankungsbreite im Ensemble. Erst deutlich später (Ende
kommender Woche) wird auch beim GFS zunehmend antizyklonaler Einfluss
vorhergesagt. Auch der Warmluftberg zu Beginn der kommenden Woche wird vom
GFS-Ensemble lange nicht so deutlich gezeigt. Stattdessen gibt es nur
Einzellösungen, die dahingehend dem ECMW ähneln.
Fazit: Bis einschließlich Samstag ist die mittelfristige Entwicklung recht
sicher. Unsicherheiten ergeben sich nur bezüglich des Okklusionsgrades mit dem
Frontensystem zum Freitag. Größer werden die Unsicherheiten ab Sonntag und
insbesondere in der kommenden Woche, wo nach kurzzeitiger zyklonaler
Westwetterlage sowohl Trogeinfluss, als auch der Aufbau eines kräftigen Hochs
möglich sind.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Freitag sind am Alpenrand markante Neuschneemengen möglich.
Abgesehen vom Westen und Nordwesten häufig Frost in den Nächten und vereinzelt
Glätte. Häufiger mit Glätte durch überfrierende Nässe muss vor allem in der
Nacht auf Samstag gerechnet werden. Direkt am Alpenrand ist vereinzelt strenger
Frost möglich.
Am Wochenende nimmt der Südwestwind deutlich zu. Dann muss vor allem im
Küstenbereich und im höheren Bergland mit stürmischen Böen, exponiert auch
Sturmböen gerechnet werden.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECMW, ECMW-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Marcus Beyer