DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 231000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 23.02.2015, 11:30 Uhr

Verbreitet Regen, anfangs noch mit Glatteisgefahr, im Norden
Schneefall. Im Hochschwarzwald Sturmböen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag schneit es im Norden zeitweise, sonst fällt verbreitet
schon Regen. Anfangs ist auf noch gefrorenem Boden Glatteisbildung
möglich. Die Niederschläge gehen im Tagesverlauf auch in den
nördlichen Landesteilen in tieferen Lagen in Regen über. Die
Schneefallgrenze steigt im Schwarzwald vorübergehend auf über 1000 m
an, im Norden verbleibt sie bei rund 400 m. Die Höchstwerte liegen
zwischen 2 Grad im Bergland und bis 8 Grad im Breisgau. Der meist
mäßige Südwestwind lebt böig auf, im Rheintal sowie im Bergland sind
einzelne starke Böen möglich. In den Hochlagen des Schwarzwaldes
treten stürmische Böen, in den Gipfellagen teils schwere Sturmböen
auf.

In der Nacht zu Dienstag bleibt es stark bewölkt bis bedeckt mit
zeitweiligen leichten Niederschlägen, die wieder zunehmend bis in
Lagen von 600 bis 400 m als Schnee fallen. Hier besteht Glättegefahr.
In der zweiten Nachthälfte ist es im Nordwesten weitgehend trocken.
Die Tiefstwerte liegen zwischen +3 Grad entlang des Rheins und um -2
Grad im Bergland. Im Bergland sind noch einzelne Windböen, im
Hochschwarzwald stürmische Böen, auf exponierten Gipfeln des
Südschwarzwaldes Sturmböen aus Südwest zu erwarten.

Am Dienstag ist es oft stark bewölkt und vormittags fällt vor allem
im Süden und Südosten zeitweilig etwas Niederschlag, im Bergland als
Schnee. Sonst ziehen im Tagesverlauf von Westen her örtlich
schauerartige Niederschläge herein. Dann sind auch einzelne kurze
Gewitter nicht auszuschließen. Die Tageshöchsttemperatur liegt
zwischen 2 Grad im Bergland und 9 Grad am Oberrhein. Der Wind weht
schwach bis mäßig aus Südwest und frischt böig auf, im
Hochschwarzwald sind stürmische Böen möglich.

In der Nacht zu Mittwoch bleibt es vielfach stark bewölkt.
Stellenweise fällt etwas Niederschlag, der sich langsam in die
Südhälfte zurückzieht. In den Niederungen fällt teils als Regen oder
Schneeregen, sonst Schnee. Es ist mit Glätte durch Schnee und
überfrierende Nässe zu rechnen. Die Temperatur sinkt auf +1 Grad am
Rhein und bis -4 Grad im Bergland.

Am Mittwoch bleibt der Himmel wechselnd bis stark bewölkt,
gelegentlich fällt etwas Regen oder es gehen einzelne Schauer nieder,
im Bergland sowie anfangs auch in tieferen Lagen als Schnee. Die
Höchstwerte erreichen 1 Grad im Bergland und bis zu 9 Grad im
Rheintal. Der schwache bis mäßige Wind kommt meist aus nordwestlichen
Richtungen.

In der Nacht zu Donnerstag lockern die Wolken mehr und mehr auf und
abgesehen von ein paar Flocken südlich der Donau bleibt es trocken.
Streckenweise bildet sich Nebel. Bei Tiefstwerten zwischen -2 Grad im
Kraichgau und -9 Grad im Bergland muss mit Glätte durch überfrierende
Nässe und Reif gerechnet werden.


Am Donnerstag scheint nach Auflösung morgendlicher Nebel- und
Hochnebelfelder oftmals die Sonne. Erst zum Abend ziehen in Baden
einige Wolkenfelder auf. Die Temperatur steigt auf 2 Grad im Bergland
und bis 8 Grad am Rhein. Der Wind weht schwach, in Böen mäßig aus
Südost bis Süd.

In der Nacht zu Freitag verdichtet sich die Bewölkung von Frankreich
her weiter und in der zweiten Nachthälfte kommt in Baden
Niederschlag, teils als Schnee, teils als Regen auf. Die Luft kühlt
auf +1 bis -6 Grad ab. Zuvor kann sich in den östlichen Landesteilen
noch Nebel bilden, hier bleibt es bis in die Frühe noch trocken. Die
Luft kühlt auf +1 bis -8 Grad ab. Mit Glätte durch Schnee und
überfrierende Nässe, im Osten durch Reifglätte ist zu rechnen.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 23.02.2015, 11:30 Uhr -
"Tief ULI brachte heute Vormittag einen kurzen Wintereinbruch im
Westen Deutschlands. Da es in der vergangenen Nacht zunächst
vielerorts auflockerte, sank die Temperatur auf Werte nahe dem
Gefrierpunkt. Gegen morgen zog dann von Nordwesten das
Niederschlagsgebiet von Tief ULI in die Nordwesthälfte von
Deutschland. Dabei fiele bis in tiefe Lagen Schnee. Vielerorts konnte
sich sogar eine dünne Schneedecke bilden. Besonders betroffen waren
die Eifel, der Westerwald, der Hunsrück und das Bergische Land. Dort
hat es heute Vormittag bis zu 10 cm geschneit.

Im Laufe des Tages greift der Niederschlag unter Abschwächung auch
auf den Osten über. Dort liegt aber dann die Schneefallgrenze mit 400
bis 900 m etwas höher. Im Westen lässt der Niederschlag allmählich
nach und es ziehen Schnee-, Regen- und Graupelschauer auf. Dabei wird
es wärmer, sodass der Schnee unterhalb von 600 m wieder taut.

Am Dienstag und Mittwoch ziehen sich die Schneefälle an die Alpen
zurück. Dort kann es 10 bis 15 cm, in Staulagen um 20 cm Neuschnee
geben. Ansonsten beruhigt sich die Wetterlage. Nur im Westen und
Süden gibt es noch zeitweise Schauer, die oberhalb von etwa 500 m als
Schnee fallen.

Am Donnerstag setzt sich vorübergehend schwacher Zwischenhocheinfluss
durch, wobei sich häufiger die Sonne zeigen kann, ehe uns ab der
Nacht zum Freitag voraussichtlich ein ähnliches Szenario, wie heute
erwartet. Ein Niederschlagsgebiet, das wieder Schnee und Regen
mitbringt, greift auf Deutschland über. Doch diesmal liegt die
Schneefallgrenze wahrscheinlich etwas höher.

Die weiteren Aussichten sind wechselhaft, mit zeitweiligen
Niederschlägen, die in tiefen Lagen als Regen, im Bergland häufiger
als Schnee fallen. Die Temperaturen liegen dabei mit 5 bis 11 Grad in
einem für die Jahreszeit normalen Niveau. Im Bergland bleibt es also
winterlich und auch im Tiefland ist ein richtiger Frühlingsdurchbruch
mit Sonnenschein und Temperaturen von verbreitet über 15 Grad auch
weiterhin nicht in Sicht.
Das erklärt Dipl.-Met. Christian Herold von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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