SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.08.2014 um 10.30 UTC
Insgesamt wechselhaft und mäßig warm.
__________________________________________________________
Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 01.09.2014
Am Donnerstag schickt sich in westlicher Strömung ein recht kurzwelliger
Höhenrücken an Deutschland von West nach Ost zu überqueren. Dessen
Wetterwirksamkeit wird aber von Warmluftadvektion gedämpft, so dass vor allem
nach Westen und Süden hin häufig wolkenreiches Wetter überwiegen dürfte. Zu
leichten Regenfällen sollte es am ehesten in den westlichen Landesteilen reichen
und die Temperaturen erreichen maximal Werte im mäßig warmen Bereich.
Am Freitag liegt der Rücken schon im Wesentlichen östlich von uns und wir
gelangen auf die Vorderseite eines Troges über den Britischen Inseln in eine
südwestliche Strömung. Dabei überquert ein vorgelagertes Frontensystem
Mitteleuropa von Westen her und führt zu Schauern und Gewittern. Von Süden her
wird dabei vorübergehend warme bis sehr warme Luft in den Süden und Osten
unseres Landes geführt. Je nachdem wie schnell die Frontpassage erfolgt und ob
vorher längere Aufheizung möglich ist, sind auch kräftige Gewitter und
sommerliche Temperaturen in der Südosthälfte möglich.
Am Wochenende liegt die Kaltfront des o.g. Frontensystems schleifend über dem
Alpenraum und kann vor allem den Südosten zeitweise mit teils kräftigen
Regenfällen beeinflussen. In den anderen Gebieten deutet sich nach einer
Wetterberuhigung am Samstag für den Sonntag Trogeinfluss und Schauerwetter mit
einzelnen kurzen Gewittern an.
Bei Zufuhr höchstens mäßig warmer, teilweise kühler Luftmassen liegen die
Höchstwerte teilweise nur um 20 Grad.
Die nächste Woche startet dann auf der Trogrückseite mit einer nordwestlichen
Höhenströmung und leicht wechselhaftem Wetter.
In der erweiterten Mittelfrist setzt sich dann ein Hochkeil, der von Westeuropa
zu uns schwenkt, stärker über Mitteleuropa in Szene und führt zum Aufbau eines
Bodenhochs, welches über uns nach Osten ziehen soll.
Der Hurrikan Cristobal verlagert sich im Laufe der Woche über dem
Nordwestatlantik nach Nordosten und wandelt sich in ein außertropisches Tief.
Die Unwägbarkeiten bei diesem Prozess führen dazu, dass die Vorhersage im
mittelfristigen Zeitraum noch mit einigen Unsicherheiten behaftet ist.
__________________________________________________________
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Übereinstimmungen mit dem unmittelbaren Vorlauf sind bis zum Wochenende gut.
Erst in der erweiterten Mittelfrist zeigte der gestrige 12 UTC Lauf eine
gänzlich andere Lösung und statt dem ostwärts ziehenden Hoch zyklonales
Geschehen mit einem Tief über der Ostsee und Polen.
Beim gestrigen 00 UTC Lauf hören die Gemeinsamkeiten schon ab dem kommenden
Wochenende auf. Die Schwächen bei der Konsistenz des Modells liegen u.a. auch am
Eindringen des Hurrikans "Cristobal" in die Frontalzone über dem Nordatlantik
und dessen Umwandlung in ein außertropisches Tief im Laufe dieser Woche. Die
Schwierigkeiten diesen Prozess zu simulieren, führen dann zu den signifikant
voneinander abweichenden Lösungen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Modelle zeigen schon zu Beginn der Mittelfrist teilweise deutliche
Unterschiede zur Lösung der Europäer. GFS hat den Rücken am Donnerstag nicht zu
bieten und lässt statt dessen Tiefausläufer von Westen her rasch nach
Deutschland vordringen, die dann auch zu Regen führen sollen. Am Freitag zeigen
GME und GFS ein deutlich progressives Verhalten und lassen die Tiefausläufer
sehr schnell, zumindest aber schneller über Deutschland nach Osten ziehen als
ECM.
Am Wochenende bieten die Modelle deutlich voneinander abweichende Szenarien an,
die aber meist zyklonal geprägt sind. GFS zeigt dabei einen Trog über
Mitteleuropa am Samstag, der sich amplifiziert und nur zögernd nach Osten zieht.
GME lässt einen abgetropften Trog von England aus nach Südosten wandern zum
westlichen Deutschland. Große Unsicherheiten bei der Prognose sind also auch
hier ab dem Wochenende auszumachen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Auch die Rauchfahnen zeigen die steigenden prognostischen Unsicherheiten mit
größer werdendem Spread im Verlauf der nächsten Tage, besonders ab dem
Wochenende, wenn auch vielleicht nicht in dem Maße, wie die vorhergehenden
Abschnitte es vermuten lassen würden. Bis zum Wochenende folgen die Kurven des
operationellen Laufs und des Kontrolllaufs noch relativ gut den
wahrscheinlichsten Werten der Ensembles.
Obwohl sich die Felder für Mitteleuropa nicht viel unterscheiden, bietet die
Clusterung des ECM für den Zeitraum +72h bis +96h 5 verschiedene Cluster; für
den Folgezeitraum bis +168h sind es noch 2. Dabei kristallisiert sich in beiden
Clustern ein Blockierungsmuster heraus. Der Unterschied ist dann, wo dies
passiert. In Cluster 1 über Osteuropa, in Cluster 2 eher über West- und
Mitteleuropa mit den entsprechenden Konsequenzen für unser regionales
Wettergeschehen.
In der erweiterten Mittelfrist bis +240h tauchen dann wieder 3 Cluster auf,
welche dann aber stark unterschiedliche Lösungen beinhalten.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Anfangs, bis zur Wochenmitte, sind gebietsweise Stark- und Dauerregen sowie
örtliche Gewitter wahrscheinlich, was von EFI, Cosmo LEPS und ECM EPS gestützt
wird. Danach beruhigt sich das Wetter und seitens der Probabilistik gibt es
keine Signale für signifikantes Wetter. Signale für kräftige Gewitter am Freitag
sind direkt nicht aus den probabilistischen Verfahren zu entnehmen, sie folgen
aus synoptischen Überlegungen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECM, ECM EPS, Mosmix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner
ausgegeben am Montag, den 25.08.2014 um 10.30 UTC
Insgesamt wechselhaft und mäßig warm.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 01.09.2014
Am Donnerstag schickt sich in westlicher Strömung ein recht kurzwelliger
Höhenrücken an Deutschland von West nach Ost zu überqueren. Dessen
Wetterwirksamkeit wird aber von Warmluftadvektion gedämpft, so dass vor allem
nach Westen und Süden hin häufig wolkenreiches Wetter überwiegen dürfte. Zu
leichten Regenfällen sollte es am ehesten in den westlichen Landesteilen reichen
und die Temperaturen erreichen maximal Werte im mäßig warmen Bereich.
Am Freitag liegt der Rücken schon im Wesentlichen östlich von uns und wir
gelangen auf die Vorderseite eines Troges über den Britischen Inseln in eine
südwestliche Strömung. Dabei überquert ein vorgelagertes Frontensystem
Mitteleuropa von Westen her und führt zu Schauern und Gewittern. Von Süden her
wird dabei vorübergehend warme bis sehr warme Luft in den Süden und Osten
unseres Landes geführt. Je nachdem wie schnell die Frontpassage erfolgt und ob
vorher längere Aufheizung möglich ist, sind auch kräftige Gewitter und
sommerliche Temperaturen in der Südosthälfte möglich.
Am Wochenende liegt die Kaltfront des o.g. Frontensystems schleifend über dem
Alpenraum und kann vor allem den Südosten zeitweise mit teils kräftigen
Regenfällen beeinflussen. In den anderen Gebieten deutet sich nach einer
Wetterberuhigung am Samstag für den Sonntag Trogeinfluss und Schauerwetter mit
einzelnen kurzen Gewittern an.
Bei Zufuhr höchstens mäßig warmer, teilweise kühler Luftmassen liegen die
Höchstwerte teilweise nur um 20 Grad.
Die nächste Woche startet dann auf der Trogrückseite mit einer nordwestlichen
Höhenströmung und leicht wechselhaftem Wetter.
In der erweiterten Mittelfrist setzt sich dann ein Hochkeil, der von Westeuropa
zu uns schwenkt, stärker über Mitteleuropa in Szene und führt zum Aufbau eines
Bodenhochs, welches über uns nach Osten ziehen soll.
Der Hurrikan Cristobal verlagert sich im Laufe der Woche über dem
Nordwestatlantik nach Nordosten und wandelt sich in ein außertropisches Tief.
Die Unwägbarkeiten bei diesem Prozess führen dazu, dass die Vorhersage im
mittelfristigen Zeitraum noch mit einigen Unsicherheiten behaftet ist.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Übereinstimmungen mit dem unmittelbaren Vorlauf sind bis zum Wochenende gut.
Erst in der erweiterten Mittelfrist zeigte der gestrige 12 UTC Lauf eine
gänzlich andere Lösung und statt dem ostwärts ziehenden Hoch zyklonales
Geschehen mit einem Tief über der Ostsee und Polen.
Beim gestrigen 00 UTC Lauf hören die Gemeinsamkeiten schon ab dem kommenden
Wochenende auf. Die Schwächen bei der Konsistenz des Modells liegen u.a. auch am
Eindringen des Hurrikans "Cristobal" in die Frontalzone über dem Nordatlantik
und dessen Umwandlung in ein außertropisches Tief im Laufe dieser Woche. Die
Schwierigkeiten diesen Prozess zu simulieren, führen dann zu den signifikant
voneinander abweichenden Lösungen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Modelle zeigen schon zu Beginn der Mittelfrist teilweise deutliche
Unterschiede zur Lösung der Europäer. GFS hat den Rücken am Donnerstag nicht zu
bieten und lässt statt dessen Tiefausläufer von Westen her rasch nach
Deutschland vordringen, die dann auch zu Regen führen sollen. Am Freitag zeigen
GME und GFS ein deutlich progressives Verhalten und lassen die Tiefausläufer
sehr schnell, zumindest aber schneller über Deutschland nach Osten ziehen als
ECM.
Am Wochenende bieten die Modelle deutlich voneinander abweichende Szenarien an,
die aber meist zyklonal geprägt sind. GFS zeigt dabei einen Trog über
Mitteleuropa am Samstag, der sich amplifiziert und nur zögernd nach Osten zieht.
GME lässt einen abgetropften Trog von England aus nach Südosten wandern zum
westlichen Deutschland. Große Unsicherheiten bei der Prognose sind also auch
hier ab dem Wochenende auszumachen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Auch die Rauchfahnen zeigen die steigenden prognostischen Unsicherheiten mit
größer werdendem Spread im Verlauf der nächsten Tage, besonders ab dem
Wochenende, wenn auch vielleicht nicht in dem Maße, wie die vorhergehenden
Abschnitte es vermuten lassen würden. Bis zum Wochenende folgen die Kurven des
operationellen Laufs und des Kontrolllaufs noch relativ gut den
wahrscheinlichsten Werten der Ensembles.
Obwohl sich die Felder für Mitteleuropa nicht viel unterscheiden, bietet die
Clusterung des ECM für den Zeitraum +72h bis +96h 5 verschiedene Cluster; für
den Folgezeitraum bis +168h sind es noch 2. Dabei kristallisiert sich in beiden
Clustern ein Blockierungsmuster heraus. Der Unterschied ist dann, wo dies
passiert. In Cluster 1 über Osteuropa, in Cluster 2 eher über West- und
Mitteleuropa mit den entsprechenden Konsequenzen für unser regionales
Wettergeschehen.
In der erweiterten Mittelfrist bis +240h tauchen dann wieder 3 Cluster auf,
welche dann aber stark unterschiedliche Lösungen beinhalten.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Anfangs, bis zur Wochenmitte, sind gebietsweise Stark- und Dauerregen sowie
örtliche Gewitter wahrscheinlich, was von EFI, Cosmo LEPS und ECM EPS gestützt
wird. Danach beruhigt sich das Wetter und seitens der Probabilistik gibt es
keine Signale für signifikantes Wetter. Signale für kräftige Gewitter am Freitag
sind direkt nicht aus den probabilistischen Verfahren zu entnehmen, sie folgen
aus synoptischen Überlegungen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECM, ECM EPS, Mosmix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner