SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 23.02.2014 um 10.30 UTC



Wechselhaft mit zeitweiligen Regenfällen, gelegentlich windig und verhältnismäßig mild.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.03.2014


Zu Beginn des mittelfristzeitraumes, am kommenden Mittwoch, liegt über Westeuropa ein
ausgedehnter Langwellentrog, dessen Südteil nach Algerien Tunesien abtropft und dessen
Nordteil unter deutlicher Verkürzung seiner Wellenlänge nach Deutschland schwenkt. Über
Osteuropa und Russland befindet sich dagegen ein markanter nahezu ortsfester Keil, der
eine östliche Verlagerung etwaiger Tiefdrucksysteme über Osteuropa nach Russland
unterbindet.
Freitag folgt vom Atlantik ein weiterer Trog, der am Wochenende über Westeuropa weit
südwärts ausgreift und sich nur langsam nach Mitteleuropa ausdehnt.
Im weiteren Verlauf, erweiterter Mittelfristzeitraum, wird er sich voraussichtlich sogar
nach Algerien bzw. Marokko als abgeschlossenes Höhentief abschnüren. Gleichzeitig kommt es
dann über Mitteleuropa zur Bildung einer Hochdruckbrücke, da ein Keil des ostatlantischen
Rückens sich nach Mitteleuropa ausdehnt um sich dem Osteuropäischen Keil anzugliedern.

Im Bodendruckfeld greifen am Mittwoch dabei zunächst atlantische Frontensysteme eines sich
im Seegebiet zwischen Schottland und Island regenerierenden Zentraltiefs von Westen her
mit Niederschlägen auf Deutschland über. Diese sind zu Beginn eher skaliger Natur, dann
aber zunehmend teils konvektiv geprägt und fallen bei einem Temperaturniveau von etwa 0°C
in 850 hPa nur in Berg-Kammlagen auch mal als Schnee. Vor allem im Norden und Westen ist
es zeitweise windig mit stürmischen Böen an der Nordsee und Sturmböen im Bergland.

Mit Übergreifen des neuen Troges entwickelt sich am Freitag südlich von Irland ein
markantes Randtief, das etwa entlang des Ärmelkanals unter Abschwächung langsam nach
Deutschland schwenkt. Stärkere Niederschläge werden auf der Trogvorderseite vor allem im
Südwesten und am Alpenrand simuliert.

Insgesamt bleibt es mild mit Höchstwerten von 6 bis 14 Grad. Die Nächte bringen nur bei
Aufklaren und bevorzugt im Süden leichten Frost
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz des ECMWF-Modells ist sehr hoch. Es werden ähnliche synoptische Strukturen
simuliert. Deutschland bleibt dabei im Wesentlichen vorderseitig eines westeuropäischen
Troges, bzw. gelangt kurzzeitig auch mal in den Trogbereich, bei vorübergehender
Ausdehnung des Troges nach Osten. Neu ist die Brückenbildung über Mitteleuropa im
erweiterten Mittelfristzeitraum.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Die anderen vorliegenden operationellen Modelle bringen zunächst keine abweichenden
Szenarien. GME, GFS und UKMO simulieren zunächst ebenfalls eine trogvorderseitige
Situation für Mitteleuropa. Dies endet nach GFS in einer Situation Trog über Mitteleuropa,
während ECMWF und auch GEM im weiteren Verlauf eine Brückensituation simulieren.

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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die EPS-Rauchfahnen zeigen nach Durchschreiten einer Talsohle der Temperatur am Mittwoch
und Donnerstag einen leichten Anstieg, auf Werte um 0°C in der 850 hPa Fläche.
Die Niederschlagssignaldichte zeigt ein Maximum am Freitag und Samstag.
Niederschlagssignale bleiben im mittelfristigen Zeitraum durchweg erhalten. Haben aber
nach dem kommenden Wochenende aber dann ein Minimum.


Die New Clusters 120-168h werden heute in 4 Cluster eingeteilt, die sich aber nur
unwesentlich unterscheiden. Zum Wochenende laufen die CLUSTER dann aber doch etwas
auseinander, dabei verbleibt zum Einen der Trog eher über Westeuropa, zum anderen dehnt er
sich nach Mitteleuropa aus oder bildet sich sogar zum Trog Mitteleuropa um.


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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


EFI zeigt in Deutschland keine Signale für markante Wettererscheinungen auf. Andere
Probabilistische Verfahren deuten ebenfalls nicht auf besonders markante
Wetterentwicklungen im mittelfristigen Zeitraum hin. Die EPS-Statistik liefert lediglich
für den Westen und Norden Deutschlands für Mittwoch, Donnerstag und Freitag ein schwaches
bis mäßiges Risiko für Böen Bft 8.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, ECMWF-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Stefan Külzer

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