SXDL31 DWAV 1800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST

SXEU31 DWAV 221800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 22.02.2014 um 18 UTC


Markante Wettererscheinungen:
Keine.

Synoptische Entwicklung bis Dienstag 12 UTC
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Aktuell ... lag um 12 UTC in 300 hPa die Achse eines Troges über dem Westteil
Deutschlands. Der Trog wird bis zum Ende des Tages unser Gebiet ostwärts verlassen haben.
Stromauf kräftigt sich derweil ein langwelliger Rücken, dessen Achse um 24 UTC von der
Iberischen Halbinsel über Nordwestfrankreich zur Nordsee reicht.

Die schwache Okklusion über Deutschland, die sich nur im Südteil durch etwas intensivere
Niederschläge bemerkbar macht, wird sich unter weiterer Abschwächung ostwärts bewegen.
Nach C-EU kommen die Niederschläge dann über dem Südwesten in der zweiten Nachthälfte zum
Erliegen.

In der Nacht ist vor allem in der Osthälfte, aber verbreitet auch im mittleren Deutschland
mit Bodenfrost zu rechnen, so dass gebietsweise Nässe überfrieren kann, vornehmlich im
Südwesten, wo der meiste Regen fallen soll. Die Schneefallgrenze sinkt nachts im Allgäu
auf etwa 600 m.
Der Wind lässt derzeit weiter nach, so dass nachts keine Windwarnungen notwendig sind.
Vereinzelte Böen Bft 7 an der Nordsee sind aber in der zweiten Nachthälfte nicht ganz
auszuschließen.

C-EU prognostiziert für die Nacht (18 bis 06 UTC) den meisten Niederschlag über
Baden-Württemberg (Bodensee-Allgäu bis 7 mm), überwiegend Regen. Das Maximum im südlichen
Baden-Württemberg wurde im 00 UTC-Lauf noch nicht prognostiziert, wohl aber dann um 06
UTC-Lauf. GME setzt den Hauptniederschlag an den Südrand des Schwarzwaldes, bis 4 mm.
Diese Variante erscheint realistischer, zumal auch in den bis 18 UTC gemessenen Mengen
erkennbar ist, dass C-EU zuviel prognostiziert hat.


Sonntag ... erfolgt morgens über Österreich ein Cut-Off innerhalb des abziehenden Troges,
das Höhentief verlagert sich bis Tagesende geringfügig weiter südwärts nach Südkroatien.
Der Rücken kräftigt sich weiter und seine Achse erstreckt sich um 24 UTC über Deutschland
vom Saarland bis ins nördliche Brandenburg.

Frontpassagen sind über Deutschland nicht zu erwarten und wir profitieren von einer sich
kräftigenden Bodenhochzelle über dem östlichen Mitteleuropa. Abgesehen von anfänglichen
Restniederschlägen im Süden im Bereich der sich auflösenden Front - vor allem noch vom
C-EU simuliert - ist es niederschlagsfrei und nach Auflösung einzelner Nebelgebiete in
Süddeutschland heiter bis wolkig. Der meiste Sonnenschein ist in der Südosthälfte zu
erwarten.
Der Wind frischt im Tagesverlauf vor allem in der Nordwesthälfte wieder etwas auf und im
Umfeld der Nordsee kann es zu einzelnen Böen Bft 7 aus Süd kommen.
In der Nacht zum Montag ist besonders im Süden und in der Mitte mit Luftfrost zu rechnen,
in Alpennähe auch mit Werten unter -5 Grad. Glätte infolge Überfrierens von Nässe dürfte
allenfalls in den Gebieten mit tagsüber angetauter Schneedecke auftreten.


Montag ... spaltet sich aus dem Rücken über dem Baltikum eine eigenständige Antizyklone
ab, die sich im weiteren Verlauf nach Russland verlagert. Die Achse des Rückens bleibt
dabei über Deutschland nahezu stationär.

Das o.a. Bodenhoch wird aus dem Druckfeld verschwunden sein, aber am Rande des kräftigen
russischen Hochs verbleibt noch ein leichtes Absinken (auch infolge leichter
antizyklonaler horizontaler Windscherung), so dass erneut ein vielfach freundlicher Tag
angesagt ist, der nach der deutschen Modellkette komplett niederschlagsfrei bleibt.
Der südliche Wind frischt im Tagesverlauf besonders im Westen und Nordwesten auf, so dass
einzelne steife Böen dort nicht auszuschließen sind. Auf exponierten Mittelgebirgsgipfeln
kommt es maximal zu stürmischen Böen.


Dienstag ... wird bis 12 UTC im Rahmen einer stärkeren Austrogung vor Westeuropa der
Höhenrücken bis an die Ostgrenze abgedrängt.

Der Wind nimmt zum Mittag hin erneut im Westen und Nordwesten zu und es können erste Böen
Bft 7 aus Süd auftreten.
Vor der sich von Westen annähernden Kaltfront des Tiefs über dem nördlichen Eismeer
beginnt es im Westen vormittags zu regnen. Bis 12 UTC fallen örtlich etwas mehr als 2 mm.


Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle unterscheiden sich nicht gravierend bis Dienstag mittag.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.

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