SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 22.02.2014 um 10.30 UTC
Insgesamt wechselhaftes und mildes Spätwinterwetter, zeitweise windig.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 01.03.2014
Zu Beginn des mittelfristzeitraumes(Dienstag/Mittwoch) liegt über Westeuropa ein
ausgedehnter Langwellentrog, dessen Südteil zum Atlas abtropft und dessen Nordteil unter
deutlicher Verkürzung seiner Wellenlänge und dipolartiger Strukturbildung nach Deutschland
schwenkt.
Freitag folgt vom Atlantik ein weiterer Trog, der am Wochenende über Westeuropa weit
südwärts ausgreift und sich nach Mitteleuropa ausdehnt.
Im Bodendruckfeld greifen dabei atlantische Frontensysteme eines sich im Seegebiet
zwischen Schottland und Island regenerierenden Zentraltiefs von Westen her mit
Niederschlägen auf Deutschland über. Diese sind zu Beginn eher skaliger Natur, dann aber
zunehmend teils konvektiv geprägt und fallen bei Temperaturrückgang auf etwa -2°C in 850
hPa nur in Berg-Kammlagen auch mal als Schnee. Vor allem im Norden und Westen ist es
windig mit stürmischen Böen an der Nordsee und Sturmböe im Bergland.
Mit Übergreifen des neuen Troges entwickelt sich am Freitag südlich von Irland ein
markantes Randtief, das etwa entlang des Ärmelkanals und der Nordseeküste nach Jütland
wandert .Stärkere Niederschläge werden auf der Trogvorderseite vor allem im Südwesten und
am Alpenrand simuliert.
Insgesamt bleibt es mild mit Höchstwerten von 6 bis 11 Grad. Die Nächte bringen nur bei
Aufklaren und bevorzugt im Süden leichten Frost.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Wenn auch Phase und Intensität der kurzen Wellen von Lauf zu Lauf differieren, so bringen
die letzten EZMW-Läufe in der Gesamtschau hinsichtlich des in Deutschland zu erwartenden
Wetterverlaufs keine fundamentalen Neuerkenntnisse.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen vorliegenden operationellen Modelle bringen zunächst keine deutlich
abweichenden Szenarien. Nach GME stellt sich zum Wochenende bei weiter ost- und
südostwärts ausgreifendem Potentialfall allerdings die Situation "Trog Mitteleuropa" ein,
mit einem mehrpolstrukturierten Bodentiefkomplex, der von der Nordsee über Deutschland
nach Italien reicht.
An dem wechselhaften und relativ milden Wetterregime würde dieses Szenario aber insgesamt
zunächst nur wenig ändern. Allenfalls die Schneefallgrenze könnte noch geringfügig
absinken.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EPS-Rauchfahnen zeigen nach Durchschreiten einer Talsohle der Temperatur am Mittwoch
Donnerstag einen kurzzeitigen leichten Anstieg, um am Wochenende wieder auf einem etwa
gleichbleibenden Talsohlenniveau um
-2°C in 850 hPa zu landen.
Die Niederschlagssignaldichte zeigt ein Maximum Donnerstag/Freitag
Zu beachten ist, dass der deterministische EZMW-Lauf zeitweise eher am unteren Rand des
Temperatur-und vor allem des Geopotentialspektrums liegt, d.h. die Mehrzahl der
EPS-Lösungen sind etwas wärmer bei deutlich höherem Geopotentialniveau.
Die New Clusters 120-168h werden heute in 5 gruppen eingeteilt, die sich zunächst nur
unwesentlich unterscheiden. Zum Wochenende laufen die CLUSTER dann aber doch etwas
auseinander, dabei verbleibt zum einen der Trog eher über Westeuropa, zum anderen dehnt er
sich nach Mitteleuropa aus oder bildet sich sogar zum Trog Mitteleuropa um.
Die Großwetterlagenklassifikation des EZM-EPS nach PAUL JAMES bringt zunächst ein
Übergewicht der Lage Wz, mit zunehmenden Anteil TRW, zum Wochenende nimmt dann aber die
Großwetterlage TRW die Position ein, mit einem kleinen Anteil TrM.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Probabilistische Signale für besonders markante Wetterentwicklungen gibt es im
mittelfristigen Zeitraum nicht. Die EPS-Statistik liefert lediglich für den Westen und
Norden Deutschlands für Dienstag sowie für Donnerstag und Freitag ein schwaches bis
mäßiges Risiko für Böen Bft 8.
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Basis für Mittelfristvorhersage
EPS, EZMW-MOS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Michael Goerethel
ausgegeben am Samstag, den 22.02.2014 um 10.30 UTC
Insgesamt wechselhaftes und mildes Spätwinterwetter, zeitweise windig.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 01.03.2014
Zu Beginn des mittelfristzeitraumes(Dienstag/Mittwoch) liegt über Westeuropa ein
ausgedehnter Langwellentrog, dessen Südteil zum Atlas abtropft und dessen Nordteil unter
deutlicher Verkürzung seiner Wellenlänge und dipolartiger Strukturbildung nach Deutschland
schwenkt.
Freitag folgt vom Atlantik ein weiterer Trog, der am Wochenende über Westeuropa weit
südwärts ausgreift und sich nach Mitteleuropa ausdehnt.
Im Bodendruckfeld greifen dabei atlantische Frontensysteme eines sich im Seegebiet
zwischen Schottland und Island regenerierenden Zentraltiefs von Westen her mit
Niederschlägen auf Deutschland über. Diese sind zu Beginn eher skaliger Natur, dann aber
zunehmend teils konvektiv geprägt und fallen bei Temperaturrückgang auf etwa -2°C in 850
hPa nur in Berg-Kammlagen auch mal als Schnee. Vor allem im Norden und Westen ist es
windig mit stürmischen Böen an der Nordsee und Sturmböe im Bergland.
Mit Übergreifen des neuen Troges entwickelt sich am Freitag südlich von Irland ein
markantes Randtief, das etwa entlang des Ärmelkanals und der Nordseeküste nach Jütland
wandert .Stärkere Niederschläge werden auf der Trogvorderseite vor allem im Südwesten und
am Alpenrand simuliert.
Insgesamt bleibt es mild mit Höchstwerten von 6 bis 11 Grad. Die Nächte bringen nur bei
Aufklaren und bevorzugt im Süden leichten Frost.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Wenn auch Phase und Intensität der kurzen Wellen von Lauf zu Lauf differieren, so bringen
die letzten EZMW-Läufe in der Gesamtschau hinsichtlich des in Deutschland zu erwartenden
Wetterverlaufs keine fundamentalen Neuerkenntnisse.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen vorliegenden operationellen Modelle bringen zunächst keine deutlich
abweichenden Szenarien. Nach GME stellt sich zum Wochenende bei weiter ost- und
südostwärts ausgreifendem Potentialfall allerdings die Situation "Trog Mitteleuropa" ein,
mit einem mehrpolstrukturierten Bodentiefkomplex, der von der Nordsee über Deutschland
nach Italien reicht.
An dem wechselhaften und relativ milden Wetterregime würde dieses Szenario aber insgesamt
zunächst nur wenig ändern. Allenfalls die Schneefallgrenze könnte noch geringfügig
absinken.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EPS-Rauchfahnen zeigen nach Durchschreiten einer Talsohle der Temperatur am Mittwoch
Donnerstag einen kurzzeitigen leichten Anstieg, um am Wochenende wieder auf einem etwa
gleichbleibenden Talsohlenniveau um
-2°C in 850 hPa zu landen.
Die Niederschlagssignaldichte zeigt ein Maximum Donnerstag/Freitag
Zu beachten ist, dass der deterministische EZMW-Lauf zeitweise eher am unteren Rand des
Temperatur-und vor allem des Geopotentialspektrums liegt, d.h. die Mehrzahl der
EPS-Lösungen sind etwas wärmer bei deutlich höherem Geopotentialniveau.
Die New Clusters 120-168h werden heute in 5 gruppen eingeteilt, die sich zunächst nur
unwesentlich unterscheiden. Zum Wochenende laufen die CLUSTER dann aber doch etwas
auseinander, dabei verbleibt zum einen der Trog eher über Westeuropa, zum anderen dehnt er
sich nach Mitteleuropa aus oder bildet sich sogar zum Trog Mitteleuropa um.
Die Großwetterlagenklassifikation des EZM-EPS nach PAUL JAMES bringt zunächst ein
Übergewicht der Lage Wz, mit zunehmenden Anteil TRW, zum Wochenende nimmt dann aber die
Großwetterlage TRW die Position ein, mit einem kleinen Anteil TrM.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Probabilistische Signale für besonders markante Wetterentwicklungen gibt es im
mittelfristigen Zeitraum nicht. Die EPS-Statistik liefert lediglich für den Westen und
Norden Deutschlands für Dienstag sowie für Donnerstag und Freitag ein schwaches bis
mäßiges Risiko für Böen Bft 8.
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Basis für Mittelfristvorhersage
EPS, EZMW-MOS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Michael Goerethel