DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -
VHDL16 DWSG 201000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 20.08.2016, 11:30 Uhr
Viele Wolken, im Tagesverlauf von Südwesten Regen, im Südosten
einzelne Gewitter möglich. Kommende Nacht abklingender Regen.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf ist es stark bewölkt oder
bedeckt. Von Frankreich her greift schauerartiger Regen, in den auch
einzelne Gewitter eingelagert sein können, auf Baden über und breitet
sich am Nachmittag zügig nordostwärts übers ganze Land aus. Richtung
Oberschwaben sind am Nachmittag einzelne Gewitter möglich. Zum Abend
klingt der Regen von Westen her ab und in Baden können die Wolken
etwas auflockern. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 19 Grad im
Südschwarzwald und 26 Grad an der Tauber. Der Wind weht schwach bis
mäßig, in Böen frisch aus Südwest bis West. Bei Gewittern kann er
örtlich stark bis stürmisch aufleben.
In der Nacht zum Sonntag lässt der Regen auch im Osten nach und die
Wolkenauflockerung setzt sich weiter fort, sodass sich stellenweise
Nebelfelder bilden können. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 15
und 9 Grad.
Am Sonntag wechseln sonnige Abschnitte und Quellbewölkung einander
ab. Über dem Bergland sind die Wolken zeitweise dichter, besonders
dort muss mit einzelnen Schauern gerechnet werden, in Oberschwaben
sind auch vereinzelt Gewitter möglich. Meist bleibt es aber trocken.
Die Temperatur erreicht Maxima zwischen 17 Grad im Bergland und 24
Grad in der Kurpfalz. Der mäßige Südwestwind frischt tagsüber teils
stark, auf Schwarzwaldgipfeln auch stürmisch auf.
In der Nacht zum Montag bleibt es oft wolkig und überwiegend trocken.
Die Temperatur geht auf 13 bis 7 Grad zurück.
Am Montag ziehen im Norden teils dichtere Wolkenfelder durch, nach
Süden zu gibt es weniger Wolken und die Sonne zeigt sich länger.
Dabei erwärmt sich die Luft auf 19 Grad im Bergland und bis 26 Grad
im Rheintal. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen und kann
in Böen tagsüber auffrischen.
In der Nacht zum Dienstag ist es im Norden wolkig, im Süden
überwiegend klar. Es bleibt trocken. Örtlich kann sich Nebel bilden.
Die Luft kühlt auf 14 bis 8 Grad ab.
Am Dienstag wird es sonnig. Es zeigen sich nur wenige Wolken und es
bleibt trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 Grad im
Bergland und bis zu 28 Grad am Oberrhein. Der schwache, in Böen
mäßige Wind kommt meist aus Nordost.
In der Nacht zum Mittwoch ist es oft sternenklar. Die Tiefstwerte
liegen zwischen 16 und 9 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 20.08.2016, 11:30 Uhr -
"Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Sturmtief "Hildegund",
welches am heutigen Samstag über die Britischen Inseln mit
Sturmstärke hinwegfegt und im weiteren Verlauf den Weg nach
Skandinavien sucht. Dabei schwächt sich "Hildegund" jedoch deutlich
ab. In Deutschland frischt der Wind lediglich an der Nordseeküste
sowie im höheren Bergland spürbar auf. Dort sind dann starke bis
stürmische Böen möglich.
Wesentlich interessanter für das Wetter in Deutschland sind die
Ausläufer von "Hildegund", die Deutschland ostwärts überqueren. Die
Warmfront, an der sich die warme Luft subtropischen Ursprungs über
die kühlere Luft schiebt und somit gehoben wird, also aufsteigt,
brachte schon in der Nacht auf den heutigen Samstag etwas Regen, der
jedoch am Vormittag nach Polen abzog. Für mehr Aufsehen sollte jedoch
die nachfolgende wellende Kaltfront sorgen, die das Wetter in
Deutschland am heutigen Samstag sowie in der Nacht auf Sonntag
nachhaltig beeinflusst. Die Luftmassengrenze liegt dabei derzeit
quasiparallel zu den südwestlichen Höhenwinden und wird von der
nachströmenden kühleren Meeresluft über Deutschland allmählich
ostwärts verlagert. An der Kaltfront selber schiebt sich dabei
kühlere Luft unter die aus Südwesten eingeflossene warme
Subtropikluft und hebt diese entsprechend an. Zusammen mit weiteren
dynamischen Hebungsprozessen werden somit starke vertikale
Umwälzungen in der unteren Atmosphäre erzeugt, sodass sich kräftige
schauerartige, teils gewittrige Niederschläge entwickeln können. Da
die Luftmassengrenze zusätzlich von Nordwesten her gegen die Alpen
gedrückt wird, die sie aufgrund des orographischen Hindernisses aber
nicht einfach überspringen kann, setzen dort länger anhaltende
kräftige Regenfälle ein. Bis Sonntagmorgen können vom Allgäu bis zum
Bayerischen Wald Regenmengen bis 50 l/qm fallen. Exponiert, vor allem
infolge starker eingelagerter Gewitter, sind lokal sogar noch höhere
Summen möglich. Am Sonntag klingen die Niederschläge im Südosten des
Landes abgesehen von einzelnen kurzen Schauern und Gewittern jedoch
weitgehend ab. Auch sonst wird es am Sonntag in Deutschland in der
nun eingeflossenen kühleren Luft wechselhaft. Vor allem im Norden und
Westen werden durch größere vertikale Temperaturunterschiede zwischen
den bodennahen Luftschichten und der Höhe (~5km) sowie auch diversen
dynamischen Prozessen weitere vertikale Luftumwälzungen in Gang
gesetzt, die wiederholt Schauer und vereinzelt auch Gewitter bilden.
Besserung verspricht wohl erst der Azorenhochableger, der sich
langsam nach Mitteleuropa vorarbeitet und sich am Dienstag
schließlich direkt über Deutschland einnistet. Das Hoch wurde dabei
auf den Namen "Gerd" getauft, der nächste männliche Name auf der
Liste der FU Berlin.
Während am Montag, der Luftdrucksituation in der Höhe geschuldet, vor
allem im Norden und der Mitte noch zahlreiche dicke Wolken
durchziehen, können im Südwesten durch die Nähe zum Hoch "Gerd" die
absinkenden Luftmassen schon die Wolken zunehmend auflösen. Am
Dienstag hat dann wohl nur noch der Norden und Nordosten zeitweise
mit etwas stärkerer Bewölkung zu kämpfen. Im Rest des Landes nehmen
die Sonnenanteile weiter zu. Im Westen und Südwesten kann die Sonne
dann schon nahezu ungehindert scheinen.
Mit Sonnenunterstützung aber auch durch die ab Dienstag einfließende
Luft aus südlichen Gefilden (westliches Mittelmeer, Iberische
Halbinsel) steigen auch die Temperaturen deutlich an. Am Donnerstag,
der wohl heißeste Tag der Woche, werden verbreitet 26 bis 34 Grad
erwartet. Grundsätzlich scheint das "Gerd" jedoch entgegen seiner
Vorgängerhoch in diesem Sommer recht stabil zu sein und nur wenig
Lust zu verspüren, seinen Platz über Deutschland freiwillig zu
räumen. Atlantische Tiefdruckgebiete werden entsprechend gezwungen,
auf ihrem Weg nach Osten einen Umweg um Deutschland herum zu wählen.
Nach derzeitigem Stand könnte sich die hochsommerliche Periode also
durchaus bis zum September halten. Lediglich im Westen und Nordwesten
besteht die Möglichkeit, dass am kommenden Wochenende Tiefausläufer
etwas näher kommen. Ob auch sonst die Schauer- und Gewitterneigung ab
dem kommenden Wochenende ansteigt, wird die Zukunft zeigen. "
Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de
Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de
Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
====================================================
Sie können diesen Newsletter über die Webseite
http://www.dwd.de/DE/service/newsletter/newsletter_deutschlandwetter_node.html
zu jeder Zeit wieder abbestellen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des DWD
Telefon: 069 8062 4501
Fax: 069 8062 4509
E-Mail: pressestelle@dwd.de
====================================================
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 20.08.2016, 11:30 Uhr
Viele Wolken, im Tagesverlauf von Südwesten Regen, im Südosten
einzelne Gewitter möglich. Kommende Nacht abklingender Regen.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf ist es stark bewölkt oder
bedeckt. Von Frankreich her greift schauerartiger Regen, in den auch
einzelne Gewitter eingelagert sein können, auf Baden über und breitet
sich am Nachmittag zügig nordostwärts übers ganze Land aus. Richtung
Oberschwaben sind am Nachmittag einzelne Gewitter möglich. Zum Abend
klingt der Regen von Westen her ab und in Baden können die Wolken
etwas auflockern. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 19 Grad im
Südschwarzwald und 26 Grad an der Tauber. Der Wind weht schwach bis
mäßig, in Böen frisch aus Südwest bis West. Bei Gewittern kann er
örtlich stark bis stürmisch aufleben.
In der Nacht zum Sonntag lässt der Regen auch im Osten nach und die
Wolkenauflockerung setzt sich weiter fort, sodass sich stellenweise
Nebelfelder bilden können. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 15
und 9 Grad.
Am Sonntag wechseln sonnige Abschnitte und Quellbewölkung einander
ab. Über dem Bergland sind die Wolken zeitweise dichter, besonders
dort muss mit einzelnen Schauern gerechnet werden, in Oberschwaben
sind auch vereinzelt Gewitter möglich. Meist bleibt es aber trocken.
Die Temperatur erreicht Maxima zwischen 17 Grad im Bergland und 24
Grad in der Kurpfalz. Der mäßige Südwestwind frischt tagsüber teils
stark, auf Schwarzwaldgipfeln auch stürmisch auf.
In der Nacht zum Montag bleibt es oft wolkig und überwiegend trocken.
Die Temperatur geht auf 13 bis 7 Grad zurück.
Am Montag ziehen im Norden teils dichtere Wolkenfelder durch, nach
Süden zu gibt es weniger Wolken und die Sonne zeigt sich länger.
Dabei erwärmt sich die Luft auf 19 Grad im Bergland und bis 26 Grad
im Rheintal. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen und kann
in Böen tagsüber auffrischen.
In der Nacht zum Dienstag ist es im Norden wolkig, im Süden
überwiegend klar. Es bleibt trocken. Örtlich kann sich Nebel bilden.
Die Luft kühlt auf 14 bis 8 Grad ab.
Am Dienstag wird es sonnig. Es zeigen sich nur wenige Wolken und es
bleibt trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 Grad im
Bergland und bis zu 28 Grad am Oberrhein. Der schwache, in Böen
mäßige Wind kommt meist aus Nordost.
In der Nacht zum Mittwoch ist es oft sternenklar. Die Tiefstwerte
liegen zwischen 16 und 9 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 20.08.2016, 11:30 Uhr -
"Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Sturmtief "Hildegund",
welches am heutigen Samstag über die Britischen Inseln mit
Sturmstärke hinwegfegt und im weiteren Verlauf den Weg nach
Skandinavien sucht. Dabei schwächt sich "Hildegund" jedoch deutlich
ab. In Deutschland frischt der Wind lediglich an der Nordseeküste
sowie im höheren Bergland spürbar auf. Dort sind dann starke bis
stürmische Böen möglich.
Wesentlich interessanter für das Wetter in Deutschland sind die
Ausläufer von "Hildegund", die Deutschland ostwärts überqueren. Die
Warmfront, an der sich die warme Luft subtropischen Ursprungs über
die kühlere Luft schiebt und somit gehoben wird, also aufsteigt,
brachte schon in der Nacht auf den heutigen Samstag etwas Regen, der
jedoch am Vormittag nach Polen abzog. Für mehr Aufsehen sollte jedoch
die nachfolgende wellende Kaltfront sorgen, die das Wetter in
Deutschland am heutigen Samstag sowie in der Nacht auf Sonntag
nachhaltig beeinflusst. Die Luftmassengrenze liegt dabei derzeit
quasiparallel zu den südwestlichen Höhenwinden und wird von der
nachströmenden kühleren Meeresluft über Deutschland allmählich
ostwärts verlagert. An der Kaltfront selber schiebt sich dabei
kühlere Luft unter die aus Südwesten eingeflossene warme
Subtropikluft und hebt diese entsprechend an. Zusammen mit weiteren
dynamischen Hebungsprozessen werden somit starke vertikale
Umwälzungen in der unteren Atmosphäre erzeugt, sodass sich kräftige
schauerartige, teils gewittrige Niederschläge entwickeln können. Da
die Luftmassengrenze zusätzlich von Nordwesten her gegen die Alpen
gedrückt wird, die sie aufgrund des orographischen Hindernisses aber
nicht einfach überspringen kann, setzen dort länger anhaltende
kräftige Regenfälle ein. Bis Sonntagmorgen können vom Allgäu bis zum
Bayerischen Wald Regenmengen bis 50 l/qm fallen. Exponiert, vor allem
infolge starker eingelagerter Gewitter, sind lokal sogar noch höhere
Summen möglich. Am Sonntag klingen die Niederschläge im Südosten des
Landes abgesehen von einzelnen kurzen Schauern und Gewittern jedoch
weitgehend ab. Auch sonst wird es am Sonntag in Deutschland in der
nun eingeflossenen kühleren Luft wechselhaft. Vor allem im Norden und
Westen werden durch größere vertikale Temperaturunterschiede zwischen
den bodennahen Luftschichten und der Höhe (~5km) sowie auch diversen
dynamischen Prozessen weitere vertikale Luftumwälzungen in Gang
gesetzt, die wiederholt Schauer und vereinzelt auch Gewitter bilden.
Besserung verspricht wohl erst der Azorenhochableger, der sich
langsam nach Mitteleuropa vorarbeitet und sich am Dienstag
schließlich direkt über Deutschland einnistet. Das Hoch wurde dabei
auf den Namen "Gerd" getauft, der nächste männliche Name auf der
Liste der FU Berlin.
Während am Montag, der Luftdrucksituation in der Höhe geschuldet, vor
allem im Norden und der Mitte noch zahlreiche dicke Wolken
durchziehen, können im Südwesten durch die Nähe zum Hoch "Gerd" die
absinkenden Luftmassen schon die Wolken zunehmend auflösen. Am
Dienstag hat dann wohl nur noch der Norden und Nordosten zeitweise
mit etwas stärkerer Bewölkung zu kämpfen. Im Rest des Landes nehmen
die Sonnenanteile weiter zu. Im Westen und Südwesten kann die Sonne
dann schon nahezu ungehindert scheinen.
Mit Sonnenunterstützung aber auch durch die ab Dienstag einfließende
Luft aus südlichen Gefilden (westliches Mittelmeer, Iberische
Halbinsel) steigen auch die Temperaturen deutlich an. Am Donnerstag,
der wohl heißeste Tag der Woche, werden verbreitet 26 bis 34 Grad
erwartet. Grundsätzlich scheint das "Gerd" jedoch entgegen seiner
Vorgängerhoch in diesem Sommer recht stabil zu sein und nur wenig
Lust zu verspüren, seinen Platz über Deutschland freiwillig zu
räumen. Atlantische Tiefdruckgebiete werden entsprechend gezwungen,
auf ihrem Weg nach Osten einen Umweg um Deutschland herum zu wählen.
Nach derzeitigem Stand könnte sich die hochsommerliche Periode also
durchaus bis zum September halten. Lediglich im Westen und Nordwesten
besteht die Möglichkeit, dass am kommenden Wochenende Tiefausläufer
etwas näher kommen. Ob auch sonst die Schauer- und Gewitterneigung ab
dem kommenden Wochenende ansteigt, wird die Zukunft zeigen. "
Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de
Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de
Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
====================================================
Sie können diesen Newsletter über die Webseite
http://www.dwd.de/DE/service/newsletter/newsletter_deutschlandwetter_node.html
zu jeder Zeit wieder abbestellen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des DWD
Telefon: 069 8062 4501
Fax: 069 8062 4509
E-Mail: pressestelle@dwd.de
====================================================