SXDL31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST
SXEU31 DWAV 240800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 24.02.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
NWz
Nachts und am Donnerstag im Süden kräftige Schneefälle, dabei gebietsweise um
10, lokal 20 bis 30 cm Neuschnee in 24 Stunden.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Mittwoch... liegen wir in einer nordwestlichen Strömung im Zustrom kalter,
maritimer Luft polaren Ursprungs am Rande eines umfangreichen Trogkomplexes, der
weite Teile Nord- und Mitteleuropas überdeckt. Ein Randtrog hat uns in der
vergangenen Nacht mit Ostkurs überquert, ein weiterer folgt über die Nordsee
nach und wird abends und nachts von Nordwesten her auf Deutschland übergreifen.
Dabei setzt sich die Zufuhr kalter Luftmassen fort, in der in 850 hPa die
Temperatur um oder etwas unter -5 Grad liegen, vor allem nach Norden zu ist (und
bleibt) höhenkalte Luft wetterbestimmend mit T500 unter -32 Grad.
Bei leicht instabiler Schichtung bis 600 hPa entwickeln sind mit Ausnahme des
Südwestens wieder zahlreiche, meist aber nicht sehr intensive Schauer, die bis
ganz runter teils als Schnee oder Graupel fallen, im Bergland oberhalb von ca.
400m durchweg in fester Phase. Dabei kann es tagsüber vor allem in Lagen
oberhalb 600m weiter glatt sein durch etwas Neuschnee oder Eis. Darunter bringen
die Schneeschauer wohl höchstens vorübergehend Schneematsch.
Da sich im Bodendruckfeld im Süden eine schwache Hochdruckzone manifestiert und
lediglich nach Norden zu noch ein gewisser Gradient zu dem über Skandinavien
liegenden Tief zu finden ist, dessen Kern allerdings inzwischen bei Lappland
liegt, macht der westliche bis nordwestliche Wind keine großen Sorgen. Im
Bergland und an den Küsten von Nord- und Ostsee sind starke Böen zu erwarten,
wobei im Tagesverlauf allgemein eine Windabnahme eintritt.
Auch in Schauern dürfte es bei maximal Bft 7 bleiben.
Interessanter wird die Entwicklung zum Abend und in der Nacht zum Donnerstag
wenn der Trog von Nordwesten her übergreift, dabei Tuchfühlung aufnimmt mit
einem Trog über der Biskaya und das vorgelagerte Bodentief über Frankreich nach
Osten gesteuert wird. Die schon südlich der Alpen angekommene Luftmassengrenze
wird dabei wieder nach Norden geführt und greift mit kräftiger Hebung durch
Warmluftadvektion, die teilweise von positiver Vorticityadvektion gestützt wird,
auf Süddeutschland über, während das Boden entlang der Alpen nach Osten zieht.
Die mildere Luftmasse mit T850 > 0°C dürfte im Bereich der Alpen verbleiben und
höchstens vorübergehend auf den Alpennordrand übergreifen, obwohl dies eine
knappe Geschichte zu sein scheint.
Zum Abend kommen demnach im Südwesten Niederschläge auf, die in tiefen Lagen
anfangs als Regen fallen, im Laufe der Nacht aber meist in Schnee übergehen und
sich nach Osten ausbreiten. Dabei fallen südlich der Donau 1 bis 5, vom
Schwarzwald bis etwa in Bereich westlich Münchens 5 bis 10 cm Neuschnee, lokal
aber auch 10 bis 15 cm Neuschnee in 12 Stunden, was dann markante
Schneefallwarnungen nach sich ziehen sollte.
Während die deutsche Modellkette im Süden durchweg Schnee simuliert (teilweise
mit isothermer Schichtung von 850 hPa bis zum Boden durch die kräftigen
Schneefälle), lassen GFS und WRF die wärmere Luft etwas weiter nach Norden
ausgreifen und zeigen vom Hochrhein bis zum Bodensee, später auch am Alpenrand
einen Anstieg der Schneefallgrenze vorübergehend auf um 1000m.
Im Norden gibt es noch einige Schnee- und Graupelschauer, die aber meist
nachlassen, über der Mitte klart es gebietsweise auf. Dabei geht die Temperatur
verbreitet unter den Gefrierpunkt zurück und es muss mit Glätte durch
gefrierende Nässe oder etwas Neuschnee, dort wo es Schauer gibt, gerechnet
werden.
Der Wind spielt meist nur eine untergeordnete Rolle. An den Küsten sind starke
Böen um 50 km/h aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen zu erwarten, auch
in den Alpen, wobei auf einigen Gipfel mit Passage des Tiefs Sturmböen aus West
möglich sind.
Donnerstag... zieht das Tief entlang der Alpen zunächst weiter nach Osten und
schwächt sich ab, zum Abend und in der Nacht zum Freitag verbleibt dann noch ein
Bodentief südlich der Alpen, während über Deutschland der Druck vorübergehend
wieder deutlicher ansteigt. Dabei kommt es im Süden, vor allem vom Schwarzwald
bis in die bayerischen Gebiete südlich der Donau zu weiteren Schneefällen, die
sich erst im Tagesverlauf von Norden her abschwächen und sich zum Abend ins
Alpenvorland und zu den Alpen zurückziehen. Gebietsweise sind nochmal in 12
Stunden um 5 cm, lokal 5 bis 10 cm Neuschnee zu erwarten, lokal in Staulagen
auch mehr. Betrachtet man das Ganze über 24 Stunden sind lokal 20 bis 30 cm
Neuschnee möglich, mit Schwerpunkten wahrscheinlich im Schwarzwald und von
Oberschwaben hinein ins südwestliche Bayern. Unwetterwarnungen vor Schneefall
werden aus jetziger Sicht nicht nötig, markante für einige Regionen im Süden
aber sehr wohl.
Vom Norden bis hin zu den Mittelgebirgen bleibt es bei wechselhaftem
Schauerwetter, die in höhenkalter Luft und angetrieben von kurzwelligen
Troganteilen zustande kommen. Mit einem solchen Trog gelangt in den Norden
mitteltroposphärisch sogar wieder kältere Luft, was dort zu einem Rückgang der
Temperatur in 500 hPa bis -38 Grad führt und kurze Gewitter erneut
wahrscheinlicher werden lässt. In den nördlichen Mittelgebirgen dürfte es bei
kräftigen Schauern bis ganz runter schneien, sonst liegt die Schneefallgrenze
bei 300m, ab 400m bis 500m tagsüber mit Glätte durch Schnee oder Schneematsch.
Bei eher geringen Windgeschwindigkeiten in der unteren Troposphäre von 10 bis 20
Kt in 850 hPa, dürfte es auch bei Konvektion höchstens Böen Bft 7 geben, wenn
überhaupt. Ansonsten sind gradientbedingt Böen an der Küste und in Berglagen des
äußersten Südens möglich. An der Küste Bft 6 bis 7, auf den Bergen in den Alpen
anfangs Bft 8 bis 9, die später nachlassen.
Zwischen den Niederschlägen im Süden und den Schauern im Norden ergibt sich
kompensatorisch ein Streifen mit ruhigerem Wetter über der südlichen Mitte,
später auch Teilen des Südens, wo die Niederschlagsneigung gering bleibt und es
teilweise zu Aufheiterungen kommt.
Nachts baut sich ein Zwischenhoch über Deutschland auf. Damit lassen die
Schneefälle auch ganz im Süden nach, während es im Norden durch die Zyklonalität
in der Höhe anfangs noch zu kurzen Schnee- und Graupelschauern kommt, die sich
später auf die Küsten, bzw. küstennahen Bereiche konzentrieren. Gebietsweise
klart es auf, vor allem im Süden und Westen. Verbreitet gibt es leichten Frost,
gebietsweise Glätte, vor allem dort wo es vorher Niederschläge gab und die
Straßen nass sind, bzw. nach bei Schauern. Lokal kann sich bei längerem
Aufklaren auch Nebel und Reif bilden. Der Wind sollte kaum eine Rolle spielen.
Freitag... wird der Höhentrog durch einen von Westen folgenden Rücken nach Osten
abgedrängt und im Tagesverlauf setzt sich verbreitet leichtes Absinken bei uns
durch, obwohl der Bodendruck schon wieder beginnt zu fallen, da das Zwischenhoch
sich ins östliche Mitteleuropa zurückzieht.
Ganz im Süden hält sich zunächst starke Bewölkung, nennenswerte Schneefälle gibt
es aber kaum noch. Auch ganz im Norden und Nordosten sind zunächst noch bei
wechselnder Bewölkung einzelne, leichte Schauer zu erwarten, Schneeregen, Schnee
oder Graupel. Ansonsten kommt es zur Wetterberuhigung mit größeren
Sonnenanteilen und weitgehend niederschlagsfreien Bedingungen, die auch in der
Nacht zum Samstag andauern. In der weiter kalten Luftmasse mit T850 < -5 Grad
machen die Temperaturen keine großen Sprünge.
In der Nacht zum Samstag gibt es verbreitet Frost, aber seltener Glätte, da die
Beläge meist trocken sind. Vereinzelt kann sich Nebel bilden.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren grundsätzlich ähnlich. Unterschiede gibt es bei
Intensität und Phase der Niederschläge im Süden. Was die Phase angeht wurde die
Unterschiede im Text erwähnt. Die hochaufgelösten Modelle zeigen auch den
meisten Niederschlag, punktuell unwetterartige Mengen für Schnee, die aber nicht
unbedingt eintreffen müssen. Am wahrscheinlichsten scheint ein Szenario mit
Neuschneemengen bis maximal im markanten Bereich von der Nacht zum Donnerstag
bis Donnerstagabend. Auch die probabilistischen Verfahren tendieren in diese
Richtung.
Für die kommenden Nächte sollte auch nicht mehr flächendeckend mit gelben
Glättewarnungen agiert werden. Wo es tagsüber weitgehend trocken bleibt, muss
nicht Glätte im Internet bewarnt werden, höchstens Reif in situ.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 24.02.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
NWz
Nachts und am Donnerstag im Süden kräftige Schneefälle, dabei gebietsweise um
10, lokal 20 bis 30 cm Neuschnee in 24 Stunden.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
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Mittwoch... liegen wir in einer nordwestlichen Strömung im Zustrom kalter,
maritimer Luft polaren Ursprungs am Rande eines umfangreichen Trogkomplexes, der
weite Teile Nord- und Mitteleuropas überdeckt. Ein Randtrog hat uns in der
vergangenen Nacht mit Ostkurs überquert, ein weiterer folgt über die Nordsee
nach und wird abends und nachts von Nordwesten her auf Deutschland übergreifen.
Dabei setzt sich die Zufuhr kalter Luftmassen fort, in der in 850 hPa die
Temperatur um oder etwas unter -5 Grad liegen, vor allem nach Norden zu ist (und
bleibt) höhenkalte Luft wetterbestimmend mit T500 unter -32 Grad.
Bei leicht instabiler Schichtung bis 600 hPa entwickeln sind mit Ausnahme des
Südwestens wieder zahlreiche, meist aber nicht sehr intensive Schauer, die bis
ganz runter teils als Schnee oder Graupel fallen, im Bergland oberhalb von ca.
400m durchweg in fester Phase. Dabei kann es tagsüber vor allem in Lagen
oberhalb 600m weiter glatt sein durch etwas Neuschnee oder Eis. Darunter bringen
die Schneeschauer wohl höchstens vorübergehend Schneematsch.
Da sich im Bodendruckfeld im Süden eine schwache Hochdruckzone manifestiert und
lediglich nach Norden zu noch ein gewisser Gradient zu dem über Skandinavien
liegenden Tief zu finden ist, dessen Kern allerdings inzwischen bei Lappland
liegt, macht der westliche bis nordwestliche Wind keine großen Sorgen. Im
Bergland und an den Küsten von Nord- und Ostsee sind starke Böen zu erwarten,
wobei im Tagesverlauf allgemein eine Windabnahme eintritt.
Auch in Schauern dürfte es bei maximal Bft 7 bleiben.
Interessanter wird die Entwicklung zum Abend und in der Nacht zum Donnerstag
wenn der Trog von Nordwesten her übergreift, dabei Tuchfühlung aufnimmt mit
einem Trog über der Biskaya und das vorgelagerte Bodentief über Frankreich nach
Osten gesteuert wird. Die schon südlich der Alpen angekommene Luftmassengrenze
wird dabei wieder nach Norden geführt und greift mit kräftiger Hebung durch
Warmluftadvektion, die teilweise von positiver Vorticityadvektion gestützt wird,
auf Süddeutschland über, während das Boden entlang der Alpen nach Osten zieht.
Die mildere Luftmasse mit T850 > 0°C dürfte im Bereich der Alpen verbleiben und
höchstens vorübergehend auf den Alpennordrand übergreifen, obwohl dies eine
knappe Geschichte zu sein scheint.
Zum Abend kommen demnach im Südwesten Niederschläge auf, die in tiefen Lagen
anfangs als Regen fallen, im Laufe der Nacht aber meist in Schnee übergehen und
sich nach Osten ausbreiten. Dabei fallen südlich der Donau 1 bis 5, vom
Schwarzwald bis etwa in Bereich westlich Münchens 5 bis 10 cm Neuschnee, lokal
aber auch 10 bis 15 cm Neuschnee in 12 Stunden, was dann markante
Schneefallwarnungen nach sich ziehen sollte.
Während die deutsche Modellkette im Süden durchweg Schnee simuliert (teilweise
mit isothermer Schichtung von 850 hPa bis zum Boden durch die kräftigen
Schneefälle), lassen GFS und WRF die wärmere Luft etwas weiter nach Norden
ausgreifen und zeigen vom Hochrhein bis zum Bodensee, später auch am Alpenrand
einen Anstieg der Schneefallgrenze vorübergehend auf um 1000m.
Im Norden gibt es noch einige Schnee- und Graupelschauer, die aber meist
nachlassen, über der Mitte klart es gebietsweise auf. Dabei geht die Temperatur
verbreitet unter den Gefrierpunkt zurück und es muss mit Glätte durch
gefrierende Nässe oder etwas Neuschnee, dort wo es Schauer gibt, gerechnet
werden.
Der Wind spielt meist nur eine untergeordnete Rolle. An den Küsten sind starke
Böen um 50 km/h aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen zu erwarten, auch
in den Alpen, wobei auf einigen Gipfel mit Passage des Tiefs Sturmböen aus West
möglich sind.
Donnerstag... zieht das Tief entlang der Alpen zunächst weiter nach Osten und
schwächt sich ab, zum Abend und in der Nacht zum Freitag verbleibt dann noch ein
Bodentief südlich der Alpen, während über Deutschland der Druck vorübergehend
wieder deutlicher ansteigt. Dabei kommt es im Süden, vor allem vom Schwarzwald
bis in die bayerischen Gebiete südlich der Donau zu weiteren Schneefällen, die
sich erst im Tagesverlauf von Norden her abschwächen und sich zum Abend ins
Alpenvorland und zu den Alpen zurückziehen. Gebietsweise sind nochmal in 12
Stunden um 5 cm, lokal 5 bis 10 cm Neuschnee zu erwarten, lokal in Staulagen
auch mehr. Betrachtet man das Ganze über 24 Stunden sind lokal 20 bis 30 cm
Neuschnee möglich, mit Schwerpunkten wahrscheinlich im Schwarzwald und von
Oberschwaben hinein ins südwestliche Bayern. Unwetterwarnungen vor Schneefall
werden aus jetziger Sicht nicht nötig, markante für einige Regionen im Süden
aber sehr wohl.
Vom Norden bis hin zu den Mittelgebirgen bleibt es bei wechselhaftem
Schauerwetter, die in höhenkalter Luft und angetrieben von kurzwelligen
Troganteilen zustande kommen. Mit einem solchen Trog gelangt in den Norden
mitteltroposphärisch sogar wieder kältere Luft, was dort zu einem Rückgang der
Temperatur in 500 hPa bis -38 Grad führt und kurze Gewitter erneut
wahrscheinlicher werden lässt. In den nördlichen Mittelgebirgen dürfte es bei
kräftigen Schauern bis ganz runter schneien, sonst liegt die Schneefallgrenze
bei 300m, ab 400m bis 500m tagsüber mit Glätte durch Schnee oder Schneematsch.
Bei eher geringen Windgeschwindigkeiten in der unteren Troposphäre von 10 bis 20
Kt in 850 hPa, dürfte es auch bei Konvektion höchstens Böen Bft 7 geben, wenn
überhaupt. Ansonsten sind gradientbedingt Böen an der Küste und in Berglagen des
äußersten Südens möglich. An der Küste Bft 6 bis 7, auf den Bergen in den Alpen
anfangs Bft 8 bis 9, die später nachlassen.
Zwischen den Niederschlägen im Süden und den Schauern im Norden ergibt sich
kompensatorisch ein Streifen mit ruhigerem Wetter über der südlichen Mitte,
später auch Teilen des Südens, wo die Niederschlagsneigung gering bleibt und es
teilweise zu Aufheiterungen kommt.
Nachts baut sich ein Zwischenhoch über Deutschland auf. Damit lassen die
Schneefälle auch ganz im Süden nach, während es im Norden durch die Zyklonalität
in der Höhe anfangs noch zu kurzen Schnee- und Graupelschauern kommt, die sich
später auf die Küsten, bzw. küstennahen Bereiche konzentrieren. Gebietsweise
klart es auf, vor allem im Süden und Westen. Verbreitet gibt es leichten Frost,
gebietsweise Glätte, vor allem dort wo es vorher Niederschläge gab und die
Straßen nass sind, bzw. nach bei Schauern. Lokal kann sich bei längerem
Aufklaren auch Nebel und Reif bilden. Der Wind sollte kaum eine Rolle spielen.
Freitag... wird der Höhentrog durch einen von Westen folgenden Rücken nach Osten
abgedrängt und im Tagesverlauf setzt sich verbreitet leichtes Absinken bei uns
durch, obwohl der Bodendruck schon wieder beginnt zu fallen, da das Zwischenhoch
sich ins östliche Mitteleuropa zurückzieht.
Ganz im Süden hält sich zunächst starke Bewölkung, nennenswerte Schneefälle gibt
es aber kaum noch. Auch ganz im Norden und Nordosten sind zunächst noch bei
wechselnder Bewölkung einzelne, leichte Schauer zu erwarten, Schneeregen, Schnee
oder Graupel. Ansonsten kommt es zur Wetterberuhigung mit größeren
Sonnenanteilen und weitgehend niederschlagsfreien Bedingungen, die auch in der
Nacht zum Samstag andauern. In der weiter kalten Luftmasse mit T850 < -5 Grad
machen die Temperaturen keine großen Sprünge.
In der Nacht zum Samstag gibt es verbreitet Frost, aber seltener Glätte, da die
Beläge meist trocken sind. Vereinzelt kann sich Nebel bilden.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren grundsätzlich ähnlich. Unterschiede gibt es bei
Intensität und Phase der Niederschläge im Süden. Was die Phase angeht wurde die
Unterschiede im Text erwähnt. Die hochaufgelösten Modelle zeigen auch den
meisten Niederschlag, punktuell unwetterartige Mengen für Schnee, die aber nicht
unbedingt eintreffen müssen. Am wahrscheinlichsten scheint ein Szenario mit
Neuschneemengen bis maximal im markanten Bereich von der Nacht zum Donnerstag
bis Donnerstagabend. Auch die probabilistischen Verfahren tendieren in diese
Richtung.
Für die kommenden Nächte sollte auch nicht mehr flächendeckend mit gelben
Glättewarnungen agiert werden. Wo es tagsüber weitgehend trocken bleibt, muss
nicht Glätte im Internet bewarnt werden, höchstens Reif in situ.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner