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Thema des Tages
Spätwinterlicher meteorologischer Frühlingsanfang.
Am vergangenen Montag bekam der Süden Deutschlands schon mal einen
Vorgeschmack auf den Frühling. Bei Temperaturen von bis zu 15 - 20 °C
herrschte dort fast schon T-Shirt-Wetter. Am wärmsten war es
bayrischen Piding im Berchtesgadener Land mit 20 °C. Man könnte
meinen, der Frühling sei nun endgültig auf dem Vormarsch. Doch eine
Woche vor dem meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März kehrt das
Winterwetter noch einmal zurück. Ursache dafür ist eine Umstellung
der Großwetterlage.
Seit Ende Januar dominierte meist eine sogenannte Westwetterlage. Das
heißt, dass Tiefdruckgebiete in schneller Abfolge vom Nordatlantik
über Großbritannien nach Skandinavien zogen und mit ihren Ausläufern
unser Wetter beeinflussten. Dabei führten sie auf ihrer Südflanke mit
einer kräftigen westlichen Strömung sehr feuchte und zumeist auch
milde Meeresluft heran. Der Februar fiel bisher mit einer
Temperaturabweichung von 3,5 Grad im Vergleich zum langjährigen
Mittel deutlich zu warm aus, darüber hinaus ist er auch zu feucht.
Selbst in den Hochlagen der Mittelgebirge herrschte selten
winterliches Wetter.
Doch die West-Ost-Zugbahn der Tiefdruckgebiete hat sich nun geändert.
Denn aktuell hat sich über dem Atlantik das Azorenhoch verstärkt und
sich weiter nach Norden ausgedehnt. Dadurch werden die
Tiefdruckgebiete gezwungen an der Nordostflanke von Island nach
Mitteleuropa zu ziehen. Dabei werden wir mit einer nordwestlichen
Strömung mit maritim erwärmter Polarluft versorgt. Dieser Prozess hat
bereits Anfang der Woche begonnen, als eine Kaltfront Deutschland von
Nord nach Süd überquerte und für Schneefall zum Teil bis in tiefe
Lagen sorgte.
Das nächste Tiefdruckgebiet sorgt dann am Donnerstag im Süden, vor
allem im Schwarzwald und südlich der Donau für kräftigeren
Schneefall. In tiefen Lagen wird der Schnee aber kaum über längere
Zeit liegen bleiben, da die Sonne jetzt schon so hoch steht wie Mitte
Oktober. In den Niederungen muss man sich deshalb auf eher nasskaltes
Wetter einstellen. In den Mittelgebirgen kehrt allerdings zur Freude
von Wintersportlern und Skiliftbetreibern nochmals richtig der Winter
ein.
Und wie sieht die weitere Wetterentwicklung am Wochenende und zu
Beginn der neuen Woche aus? An der Wetterlage ändert sich nur wenig.
Abgesehen von einer kurzen Erwärmung am Wochenende im Südosten bleibt
es für die Jahreszeit etwas zu kühl. Ab Montag könnte bereits das
nächste Tief für stärkere Schneefälle in der Südosthälfte sorgen. So
wird der meteorologische Frühlingsanfang wohl wenig frühlingshaft.
Dipl.-Met. Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.02.2016
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Diesen Artikel und das Archiv der "Themen des Tages"
finden Sie unter www.dwd.de/tagesthema
Weitere interessante Themen zu Wetter und Klima finden
Sie auch im DWD-Wetterlexikon unter: www.dwd.de/lexikon
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zu jeder Zeit wieder abbestellen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des DWD
Telefon: 069 8062 4501
Fax: 069 8062 4509
E-Mail: pressestelle@dwd.de
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Spätwinterlicher meteorologischer Frühlingsanfang.
Am vergangenen Montag bekam der Süden Deutschlands schon mal einen
Vorgeschmack auf den Frühling. Bei Temperaturen von bis zu 15 - 20 °C
herrschte dort fast schon T-Shirt-Wetter. Am wärmsten war es
bayrischen Piding im Berchtesgadener Land mit 20 °C. Man könnte
meinen, der Frühling sei nun endgültig auf dem Vormarsch. Doch eine
Woche vor dem meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März kehrt das
Winterwetter noch einmal zurück. Ursache dafür ist eine Umstellung
der Großwetterlage.
Seit Ende Januar dominierte meist eine sogenannte Westwetterlage. Das
heißt, dass Tiefdruckgebiete in schneller Abfolge vom Nordatlantik
über Großbritannien nach Skandinavien zogen und mit ihren Ausläufern
unser Wetter beeinflussten. Dabei führten sie auf ihrer Südflanke mit
einer kräftigen westlichen Strömung sehr feuchte und zumeist auch
milde Meeresluft heran. Der Februar fiel bisher mit einer
Temperaturabweichung von 3,5 Grad im Vergleich zum langjährigen
Mittel deutlich zu warm aus, darüber hinaus ist er auch zu feucht.
Selbst in den Hochlagen der Mittelgebirge herrschte selten
winterliches Wetter.
Doch die West-Ost-Zugbahn der Tiefdruckgebiete hat sich nun geändert.
Denn aktuell hat sich über dem Atlantik das Azorenhoch verstärkt und
sich weiter nach Norden ausgedehnt. Dadurch werden die
Tiefdruckgebiete gezwungen an der Nordostflanke von Island nach
Mitteleuropa zu ziehen. Dabei werden wir mit einer nordwestlichen
Strömung mit maritim erwärmter Polarluft versorgt. Dieser Prozess hat
bereits Anfang der Woche begonnen, als eine Kaltfront Deutschland von
Nord nach Süd überquerte und für Schneefall zum Teil bis in tiefe
Lagen sorgte.
Das nächste Tiefdruckgebiet sorgt dann am Donnerstag im Süden, vor
allem im Schwarzwald und südlich der Donau für kräftigeren
Schneefall. In tiefen Lagen wird der Schnee aber kaum über längere
Zeit liegen bleiben, da die Sonne jetzt schon so hoch steht wie Mitte
Oktober. In den Niederungen muss man sich deshalb auf eher nasskaltes
Wetter einstellen. In den Mittelgebirgen kehrt allerdings zur Freude
von Wintersportlern und Skiliftbetreibern nochmals richtig der Winter
ein.
Und wie sieht die weitere Wetterentwicklung am Wochenende und zu
Beginn der neuen Woche aus? An der Wetterlage ändert sich nur wenig.
Abgesehen von einer kurzen Erwärmung am Wochenende im Südosten bleibt
es für die Jahreszeit etwas zu kühl. Ab Montag könnte bereits das
nächste Tief für stärkere Schneefälle in der Südosthälfte sorgen. So
wird der meteorologische Frühlingsanfang wohl wenig frühlingshaft.
Dipl.-Met. Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.02.2016
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