SXDL31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST
SXEU31 DWAV 260800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 26.12.2015 um 08 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Auf den Bergen Sturmböen der Stärken 8 bis 10, auf dem brocken heute noch Böen
Bft 11.
An der Küste Böen Bft 8 bis 9, exponiert heute auch Bft 10 möglich.
Morgen abnehmender Wind.
Heute bis zum Abend im äußersten Norden Dauerregen.
Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Samstag... Die Warmfront eines von Irland zur Nordsee ziehenden Tiefs schleift
noch einige Zeit im äußersten Norden, so dass hier doch noch größere Regenmengen
teils über 30 mm in 24 Stunden (Nähe dänischer Grenze) simuliert werden. Südlich
der Front strömt sehr milde Luft nach Deutschland, die im Süden unter
Hochdruckeinfluss steht (gestützt durch den Rücken eines Höhenhochs im Raum
nördliche Adria). Dort gibt es teils geringe Bewölkung und im Alpenraum auch
anfangs Temperaturen um den Gefrierpunkt. Am Nachmittag werden dann aber
verbreitet Werte zwischen 10 Grad auf Sylt sowie im höheren Bergland und bis 16
Grad am Rhein erwartet. Somit wird abermals ein ungewöhnlich milder Tag
erwartet.
Dicht südlich der Luftmassengrenze verschärft sich mit Annäherung des Tiefs der
Gradient, so dass an der Küste mit Böen Bft 8 bis 9, vereinzelt bft 10 an
exponierten Stellen der Nordsee gerechnet werden muss. Verstärkend macht sich
dabei die leicht antizyklonale Krümmung der Isobaren bemerkbar. Auch im hohen
Bergland sind Böen Bft 8 bis 10, auf dem Brocken auch bft 11 zu erwarten.
In der Nacht zum Sonntag bleibt es vor allem an der Nordsee stürmisch, während
an der Ostsee nur exponiert Böen bft 8 aus Südwest auftreten.
Im Süden und zum Teil auch in der Mitte sowie im südlichen Osten ist die
Bewölkung teils gering und etwa südlich der Donau sind damit wieder Werte um 0
Grad oder leicht darunter zu erwarten. Streckenweise kann es wieder zu
Reifglätte kommen. Örtlich kann sich aber auch Nebel bilden, vor allem im
Donautal, am Bodensee und am Oberrhein.
Sonntag... beginnt sich der Langwellenrücken über Südwesteuropa deutlich nach
Norden hin auszuweiten, so dass dieser am Abend auch ganz Großbritannien und die
westliche Nordsee erfasst. Um 24 UTC liegt die Achse des Rückens über
Westdeutschland und erstreckt sich weiter über die Nordsee zum Seegebiet östlich
von Island, wobei sich in der Höhe die Antizyklone über Oberitalien regeneriert.
Der knapp nördlich des Bundesgebietes zonal angeordnete wellende Frontenzug
erfasst allenfalls mal vorübergehend den äußersten Norden Deutschlands, so dass
- wie am Vortag - nur dort mit Regen gerechnet werden muss. Die Mengen liegen
sowohl nach der deutschen Modellkette als auch nach den externen Modellen aber
meist nur bei 1 bis 4 mm.
Eine nördlich des Frontenzuges über Skandinavien liegende Antizyklone kräftigt
sich im Tagesverlauf auf über 1030 hPa und verlagert dabei ihren Schwerpunkt
zum Finnischen Meerbusen.
Die Windsituation entspannt sich besonders in der ersten Tageshälfte im
Küstenbereich deutlich, abends sind dort meist keine Warnungen mehr
erforderlich. Hauptsächlich auf den Bergen ist der Wind aber noch kräftig
unterwegs mit Böen Bft 8 bis 10 mit abnehmender Tendenz (anfangs kann es auf dem
Brocken noch Böen bft 11 geben). Abends weisen nur noch der Brocken und der
Fichtelberg Sturmböen auf.
Auch in der Nacht zum Montag ist im Süden lokal leichter Frost möglich, wobei
sich die frostgefährdete Zone noch etwas nach Norden ausweitet. Die
Nebelwahrscheinlichkeit ist gegenüber den Vornächten erhöht und betrifft jetzt
auch Gebiete des Nordens und Nordwestens.
Montag... verlagert sich bis 12 UTC die Höhenantizyklone zum südlichen
Alpenraum und der von ihr nordwärts weisende markante Langwellenrücken schwenkt
unter Verstärkung allmählich über Deutschland ostwärts und reicht später mit
einem Keil bis zum nördlichen Skandinavien.
Das sehr starke baltische Hochdruckgebiet kräftigt sich bis Mittag weiter auf
1044 hPa im lettisch-litauischen Grenzgebiet. Die anfangs eher südliche
Bodenströmung wird im Lauf der ersten Tageshälfte stärker und dreht auf SSE bis
SE zurück, im Nordosten gar auf ESE. Damit kann vor allem dort allmählich etwas
kältere Luft kontinentalen Ursprungs einfließen. Damit wird es eine recht große
Temperaturspanne geben zwischen nur 5 Grad am Stettiner Haff sowie in
Nebelgebieten an der Donau und 14 Grad auf der Nordseite der Eifel.
Im Bereich der Warmfront (bzw. Luftmassengrenze, da sie sich kaum noch verlagert
oder sogar eher noch etwas nach Westen bewegt) im Bereich der Elbe werden nur
geringe Regenmengen bis 1 mm simuliert.
Warnrelevante Windböen sind in der ersten Tageshälfte über unserem Gebiet nicht
zu erwarten. Erst gegen Abend wird im Raum Sylt und an der Ostsee der Wind
kräftiger mit einzelnen böen Bft 7 aus ESE.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
In der kurzfristigen Prognose unterscheiden sich die Modelle für Deutschland
nicht gravierend.
Was den Dauerregen angeht so gibt es nach PEPS bis 50 Prozent Wahrscheinlichkeit
für Regenmengen über 30 mm bis zum Ende des Samstags innerhalb von 24 Stunden in
Grenznähe zu Dänemark.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf pels Leusden
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 26.12.2015 um 08 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Auf den Bergen Sturmböen der Stärken 8 bis 10, auf dem brocken heute noch Böen
Bft 11.
An der Küste Böen Bft 8 bis 9, exponiert heute auch Bft 10 möglich.
Morgen abnehmender Wind.
Heute bis zum Abend im äußersten Norden Dauerregen.
Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
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Samstag... Die Warmfront eines von Irland zur Nordsee ziehenden Tiefs schleift
noch einige Zeit im äußersten Norden, so dass hier doch noch größere Regenmengen
teils über 30 mm in 24 Stunden (Nähe dänischer Grenze) simuliert werden. Südlich
der Front strömt sehr milde Luft nach Deutschland, die im Süden unter
Hochdruckeinfluss steht (gestützt durch den Rücken eines Höhenhochs im Raum
nördliche Adria). Dort gibt es teils geringe Bewölkung und im Alpenraum auch
anfangs Temperaturen um den Gefrierpunkt. Am Nachmittag werden dann aber
verbreitet Werte zwischen 10 Grad auf Sylt sowie im höheren Bergland und bis 16
Grad am Rhein erwartet. Somit wird abermals ein ungewöhnlich milder Tag
erwartet.
Dicht südlich der Luftmassengrenze verschärft sich mit Annäherung des Tiefs der
Gradient, so dass an der Küste mit Böen Bft 8 bis 9, vereinzelt bft 10 an
exponierten Stellen der Nordsee gerechnet werden muss. Verstärkend macht sich
dabei die leicht antizyklonale Krümmung der Isobaren bemerkbar. Auch im hohen
Bergland sind Böen Bft 8 bis 10, auf dem Brocken auch bft 11 zu erwarten.
In der Nacht zum Sonntag bleibt es vor allem an der Nordsee stürmisch, während
an der Ostsee nur exponiert Böen bft 8 aus Südwest auftreten.
Im Süden und zum Teil auch in der Mitte sowie im südlichen Osten ist die
Bewölkung teils gering und etwa südlich der Donau sind damit wieder Werte um 0
Grad oder leicht darunter zu erwarten. Streckenweise kann es wieder zu
Reifglätte kommen. Örtlich kann sich aber auch Nebel bilden, vor allem im
Donautal, am Bodensee und am Oberrhein.
Sonntag... beginnt sich der Langwellenrücken über Südwesteuropa deutlich nach
Norden hin auszuweiten, so dass dieser am Abend auch ganz Großbritannien und die
westliche Nordsee erfasst. Um 24 UTC liegt die Achse des Rückens über
Westdeutschland und erstreckt sich weiter über die Nordsee zum Seegebiet östlich
von Island, wobei sich in der Höhe die Antizyklone über Oberitalien regeneriert.
Der knapp nördlich des Bundesgebietes zonal angeordnete wellende Frontenzug
erfasst allenfalls mal vorübergehend den äußersten Norden Deutschlands, so dass
- wie am Vortag - nur dort mit Regen gerechnet werden muss. Die Mengen liegen
sowohl nach der deutschen Modellkette als auch nach den externen Modellen aber
meist nur bei 1 bis 4 mm.
Eine nördlich des Frontenzuges über Skandinavien liegende Antizyklone kräftigt
sich im Tagesverlauf auf über 1030 hPa und verlagert dabei ihren Schwerpunkt
zum Finnischen Meerbusen.
Die Windsituation entspannt sich besonders in der ersten Tageshälfte im
Küstenbereich deutlich, abends sind dort meist keine Warnungen mehr
erforderlich. Hauptsächlich auf den Bergen ist der Wind aber noch kräftig
unterwegs mit Böen Bft 8 bis 10 mit abnehmender Tendenz (anfangs kann es auf dem
Brocken noch Böen bft 11 geben). Abends weisen nur noch der Brocken und der
Fichtelberg Sturmböen auf.
Auch in der Nacht zum Montag ist im Süden lokal leichter Frost möglich, wobei
sich die frostgefährdete Zone noch etwas nach Norden ausweitet. Die
Nebelwahrscheinlichkeit ist gegenüber den Vornächten erhöht und betrifft jetzt
auch Gebiete des Nordens und Nordwestens.
Montag... verlagert sich bis 12 UTC die Höhenantizyklone zum südlichen
Alpenraum und der von ihr nordwärts weisende markante Langwellenrücken schwenkt
unter Verstärkung allmählich über Deutschland ostwärts und reicht später mit
einem Keil bis zum nördlichen Skandinavien.
Das sehr starke baltische Hochdruckgebiet kräftigt sich bis Mittag weiter auf
1044 hPa im lettisch-litauischen Grenzgebiet. Die anfangs eher südliche
Bodenströmung wird im Lauf der ersten Tageshälfte stärker und dreht auf SSE bis
SE zurück, im Nordosten gar auf ESE. Damit kann vor allem dort allmählich etwas
kältere Luft kontinentalen Ursprungs einfließen. Damit wird es eine recht große
Temperaturspanne geben zwischen nur 5 Grad am Stettiner Haff sowie in
Nebelgebieten an der Donau und 14 Grad auf der Nordseite der Eifel.
Im Bereich der Warmfront (bzw. Luftmassengrenze, da sie sich kaum noch verlagert
oder sogar eher noch etwas nach Westen bewegt) im Bereich der Elbe werden nur
geringe Regenmengen bis 1 mm simuliert.
Warnrelevante Windböen sind in der ersten Tageshälfte über unserem Gebiet nicht
zu erwarten. Erst gegen Abend wird im Raum Sylt und an der Ostsee der Wind
kräftiger mit einzelnen böen Bft 7 aus ESE.
Modellvergleich und -einschätzung
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In der kurzfristigen Prognose unterscheiden sich die Modelle für Deutschland
nicht gravierend.
Was den Dauerregen angeht so gibt es nach PEPS bis 50 Prozent Wahrscheinlichkeit
für Regenmengen über 30 mm bis zum Ende des Samstags innerhalb von 24 Stunden in
Grenznähe zu Dänemark.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf pels Leusden