SXDL31 DWAV 0800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST

SXEU31 DWAV 240800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 24.09.2015 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
Übergang von West antizyklonal zu Hoch Britische Inseln.
An der Nordsee heute stürmische Böen möglich. Sonst abgesehen von Nebelfeldern
warnfrei.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC
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Donnerstag... Zwischen dem Cut-Off-Tief über Italien und dem restlichen Trog
über Norddeutschland steigen über der Mitte und dem Süden Potential und
Bodendruck noch etwas an. Die Regenfälle lassen damit im äußersten Südosten
langsam nach.
Auf den Norden und Westen greift aber im Tagesverlauf ein weiterer atlantischer
Trog über, an den ein langsam okkludierendes Frontensystem gekoppelt ist. Dabei
werden vor allem ab Mittag im Nordwesten Regenfälle ausgelöst. Der Regen breitet
sich am Abend und in der Nacht unter Abschwächung südostwärts aus. Warnschwellen
werden nicht erreicht.
Im übrigen Deutschland scheint heute zwischen meist lockeren Wolkenfeldern die
Sonne und es ist trocken. Nur im äußersten Südosten regnet es anfangs noch im
Randbereich des oben erwähnten Tiefs über Italien.
Der Wind frischt im Bereich der Front und postrontal auf. Auf jeden Fall muss
mit Böen 7 gerecnet werden und PEPS und CosmoLEPS haben an der Westküste
Schleswig-Holsteins auch erhöhte Wahrscheinlichkeiten für stürmischen Böen.
In der kommenden Nacht bildet sich am ehesten im Süden und Osten Nebel, da es
hier anfangs klar ist.

Freitag... Zieht sich der Höhentrog im Norden nur sehr langsam zurück und es
nähert sich von Westen zögernd ein Höhenrücken. Damit schiebt sich der Keil des
Hochs bei der Bretagne langsam nach Deutschland. Der Kern des Hochs wird zum
Tagesende bereits über England erwartet. Letztlich kommt die Luft aber aus
nordwestlichen Richtungen, so dass sie recht feucht ist und somit für
Wolkenfelder sorgt. Dazwischen scheint aber immer wieder die Sonne. Mit der
Annäherung des Hochs ist im Norden auch eine Gradientabnahme verbunden, so dass
es an der Küste ab dem Vormittag keine steifen Böen mehr gibt.
In der Nacht zum Samstag klart es recht verbreitet auf, so dass es besonders in
der Mitte und im südlichen Norddeutschland Nebel geben kann.

Samstag... Auf der Vorderseite einer kräftigen Austrogung über dem Nordatlantik
verstärkt sich über den Britischen Inseln und der Nordsee der Höhenrücken und es
bildet sich sogar ein separates Höhenhoch an der englischen Ostküste. Das
korrespondierende Bodenhoch erreicht zum Tagesende über der westlichen Nordsee
einen Kerndruck von über 1030 hPa. Am Südrand des nach Tschechien gerichteten
Keils nimmt nach Südwesten hin der Gradient zu, so dass es im Tagesverlauf im
Hochschwarzwald steife Böen geben kann.
Während im Süden zwar etwas wärmere, feuchtere und labilere Luft für teils
stärkere Quellbewölkung sorgt, ist im Norden trockenere und etwas kühlere Luft
wirksam. Die Temperaturen werden sich damit auf Werte zwischen 15 Grad im
höheren Vogtland und 21 Grad am Fuße des Schwarzwaldes einpendeln.
In der Nacht zum Sonntag bildet sich wieder gebietsweise Nebel und bei
Tiefstwerten zwischen 10 Grad an der Küste und bis 3 Grad im Landesinneren gibt
es vereinzelt Bodenfrost.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die externen Modelle simulieren im Kurzfristzeitraum recht ähnlich.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden