DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland -

VHDL30 DWOG 201800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 20.02.2017, 21:23 Uhr

Frischer Südwestwind, an den Küsten und im Bergland stürmische Böen,
exponiert auch Sturmböen. Im Bergland Tauwetter oder Dauerregen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Dienstag, 21.02.2017, 21:00 Uhr:

Mit einer westlichen Strömung werden wiederholt Tiefausläufer über
Deutschland hinweg geführt, die das Wettergeschehen wechselhaft
gestalten. Es wird sehr windig und in der milden Meeresluft setzt bis
in Gipfellagen der Mittelgebirge Tauwetter ein.

Dauerniederschläge und Tauwetter:
Vornehmlich in den Staulagen des Berglandes kommt es bis zum
Donnerstag zu teils länger anhaltenden und ergiebigen Niederschlägen.
Zudem sorgen die milden Temperaturen dafür, dass die noch vorhandene
Schneedecke zum Teil abschmilzt (Tauwetter).
Bis Mittwoch früh kommen vornehmlich im Schwarzwald und an den Alpen
sowie im Bayerwald Abflussmengen (Summe aus fallendem Niederschlag
und tauender Schneedecke) von 40 bis 60 mm zusammen, lokal auch mehr.
In den östlichen Mittelgebirgen sind in einem 72 h Zeitraum bis
Donnerstagmittag 60 bis 90 mm möglich.

In der Nacht halten die Niederschläge vor allem in der Südhälfte an
und fallen teils ergiebig aus. In 12 h werden 10 bis 20 l/qm
erwartet, lokal auch darüber.

Am Dienstag fällt vor allem im Süden weiter länger anhaltender und
ergiebiger Regen. Bis zum Abend sind in Staulagen in 12h nochmal 10
bis 20 l/qm, lokal auch bis 30 l/qm möglich. Im Allgäu können
lokalbis zu 40 l/qm in 12 h zusammenkommen.

In der Nacht auf Mittwoch lässt der Dauerniederschlag im Süden nach.
Dafür breiten sich neue Niederschläge über der Nordhälfte aus.

Wind:
Im Laufe der Nacht auf Dienstag nimmt der West- bis Südwestwind im
Norden, Westen und in der Mitte etwas ab. Ansonsten bleibt er lebhaft
und weht vornehmlich im Osten und verstärkt im Süden stark böig (Bft
7, bis 60 km/h), teils sind stürmische Böen (Bft 8, bis 70 km/h)
möglich. An der Ostsee und im höheren Bergland muss weiter mit
stürmischen Böen und Sturmböen (Bft 9, bis 85 km/h) gerechnet werden.
Auf den Gipfeln gibt es schwere Sturmböen (Bft 10, bis 100 km/h), auf
dem Brocken und Fichtelberg anfangs orkanartige Böen (Bft 11, bis 115
km/h).

Am Dienstag weht der westliche Wind vor allem in der Nordosthälfte
und anfänglich auch noch im Süden zeitweise stark böig. An der Ostsee
sind stürmische Böen, exponiert Sturmböen zu erwarten und auch im
höheren Bergland gibt es Sturmböen, auf exponierten Gipfeln und in
den Alpen auch schwere Sturmböen.

In der Nacht auf Mittwoch schwächt sich der Wind zunächst ab, frischt
aber in der zweiten Nachthälfte aus südwestlichen Richtungen wieder
deutlich auf. Dann sind abgesehen vom Osten und Südosten starke,
vereinzelt auch stürmische Böen möglich. Auf den Bergen und an der
Nordsee treten stürmische Böen und Sturmböen auf, auf einzelnen
Gipfeln auch darüber.

Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

DAUERREGEN: Im Süden in Staulagen 30 bis 50 mm Niederschlag bis
Mittwoch früh.

TAUWETTER: In Staulagen des Südens bis Mittwoch früh 40 bis 60 mm
Niederschlagsdargebot (Summe aus Regen und tauender Schneedecke). Im
Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge bis Donnerstag 60 bis 90 mm
Niederschlagsdargebot.

WIND:
Im Norden und Osten teils starke Böen (Bft6/7). An der Ostsee
teilweise stürmische Böen oder Sturmböen Bft 8-9. Auf dem Brocken
orkanartige Böen (Bft 11). Wind aus West bis Südwest.

Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 21.02.2017, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Marcus Beyer

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