SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 23.09.2014 um 10.30 UTC



Anfangs vor allem im Norden und in der Mitte noch leicht wechselhaft, dann
ruhiges, nach Frühnebel tagsüber oft freundliches und meist relativ warmes
Herbstwetter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 30.09.2014


Zu Beginn wandert ein Langwellentrog über dem östlichen Mitteleuropa langsam
ostwärts ab. WLA an dessen Rückseite, im Bodendruckfeld als wellenbildene
Warmfront markiert, verursacht am Freitag in der Osthälfte zunächst meist noch
starke Bewölkung und örtlich etwas Regen.
Dennoch scheibt sich gleichzeitig von Westen ein markanter Rücken vor, der nach
Südwesten hin schon einmal freundlicheres Wetter bringen dürfte.
Der Rücken wird jedoch an seiner Nordflanke von einem Kurzwellentrog überlaufen,
wobei von Norden ein atlantisches Frontensystem mit etwas Regen über den Norden
Deutschlands etwa bis zur Mitte vordringt, wo es sich im Laufe des Samstags im
Zuge einer sich über West- und Mitteleuropa regenerierenden bzw. neu aufbauenden
hoch reichenden und kräftigen Antizyklone weitegehend auflöst.
Über Deutschland baut sich eine umfangreiche Hochdruckzone auf, deren
Schwerpunkt am Wochenbeginn langsam nach Südosteuropa zurückzieht.
Die Absinkerwärmung wird ab Sonntag zusätzlich durch den Antransport wärmerer
Luft an der Westflanke des Hochschwerpunkts gestützt.
So stellt sich unter weitgehend antizyklonalem Einfluss großräumig ruhiges,
mäßig warmes Herbstwetter ein mit Höchstwerten um 20 Grad, im Südwesten sind
auch 23 oder 24 Grad denkbar.
Die Frühnebelneigung ist insgesamt als recht hoch einzuschätzen, nur im
Nordosten bleibt sie im Einflussbereich trockener Luft gering.
Die aus der Mos-Statistik abgeleitete Sonnenscheindauer ist jedoch allgemein
recht hoch.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Wenn auch Struktur und Phasengeschwindigkeit der langen Wellen zu Beginn des
mittelfristzeitraumes von Lauf zu Lauf einigen Schwankungen unterliegen, so
stabilisiert sich die Situation zum Wochenende dahingehend, dass dann eine
hinreichen gute Konsistenz der Prognosefelder gegeben ist. Das Szenario einer
weitgehend ruhigen, antizyklonal geprägten Herbstlage bestätigt sich.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


EZMW und GFS liegen auf ähnlicher Linie.
Nach GME bröckelt die antizyklonale Dominanz schon zu Wochenbeginn. Der
Höhenrücken wird dort von einem von der Biskaya und Westeuropa einlaufenden Trog
abgebaut. Eine entstehende flache Tiefdruckrinne über West-und Mitteleuropa
begünstigt dann die Entwicklung von Konvektion.
Das kanadische Modell GEM folgt zunächst den Versionen des EZMW und des GFS,
lässt aber zum Dienstag von Westen her auch den antizyklonalen Einfluss
schwinden. __________________________________________________________

Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die EPS-Rauchfahnen des EZMW signalisieren ab Freitag eine markante
Plateaubildung der Geopotentialkurven, die bis Montag in sehr enger Bandbreite
laufen.
Dem Anstieg der Temperaturkurden zum Freitag folgt, nach kurzem leichtem
Rückgang am Samstag im Norden, ein weiterer Anstieg am Sonntag; HRSE und
Kontrolllauf des EZMW liegen dabei eher am oberen Rand des Spektrums.
Für den größten Teil Deutschlands resultiert von Freitag/Samstag bis Montag eine
niederschlagsarme Phase, mit am Dienstag wieder ansteigenden
Niederschlagssignalen.

Die Aussagen des ENS-EPS sind grundsätzlich ähnlich.
Für den größten Teil Deutschlands ergibt sich ab Freitag ein Temperaturregime,
das gut 3 K über dem jahreszeitlichen Mittel liegt.

Die Großwetterlagenklassifikation des EZMW-EPS nach Paul James liefert fast
ausschließlich antizyklonale Charaktere wie Wa , BM.

Die 4 NEW-CLUSTERs 120-168h zeigen bis Montag in nur geringfügig
unterschiedlicher Ausprägung eine recht stabile antizyklonale Aufwölbung über
Mitteleuropa, zum Dienstag lassen dann etwa die Hälfte der "members" den
antizklonalen Einfluss von Westen her abbauen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Nach der EPS-Statistik gibt es am Freitag für die Küste noch schwache Signale
für Böen der Stärke 8. Ansonsten keine Risiken für markante Wetterereignisse zu
sehen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
Wegen obiger Diagnose(siehe auch andere globale Modelle und Aussagen beider EPS
wurde EZMW-MOS gewählt, ergänzt durch EPS-EZMW.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Michel Goethel

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