SXDL31 DWAV 0800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 230800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 23.09.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
NW a
Heute meist warnfrei. Am Mittwoch und Donnerstag an den Küsten und im höheren
Bergland windig mit teilweise stürmischen, in exponierten Lagen mit Sturmböen
aus Südwest bis Nordwest.
Am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag von Nordwesten her einzelne
Gewitter, teils mit stürmischen Böen.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Dienstag... liegen wir in einer nordwestlichen bis westlichen Höhenströmung mit
der ein breiter Rücken das Vorhersagegebiet nach Osten überquert. Der
nachfolgende Trog erreicht mit seiner Achse in der Nacht zum Mittwoch die
westliche Nordsee und greift mit seiner vorderseitigen Hebung auf den äußersten
Westen und Nordwesten über.
In den Bodendruckfeldern haben wir es zunächst mit einer Hochdruckzone zu tun,
welche sich von Westeuropa nach Deutschland hineinerstreckt, woraus sich aber
eine eigenständige Hochzelle abspaltet, die im weiteren Verlauf ihren
Schwerpunkt nach Südosteuropa verlagert.
Dabei kommt die eingeflossene Luftmasse polaren Ursprungs zur Ruhe und unter
Absinken. Im Südosten bildet sich dabei eine Absinkinversion in 850 bis 800 hPa
unter der sich bei labiler Schichtung tiefe Wolken halten oder Quellwolken
bilden die an der Inversion ausbreiten und an den Mittelgebirgen und Alpen
stauen. Wesentliche Niederschläge sind damit aber nicht verbunden. In den
anderen Gebieten, vor allem im Südwesten und nach Nordosten hin, setzt sich
Absinken teilweise bis zum Boden durch mit wolkenarmen Bedingungen.
Der anfangs vor allem in Hochlagen der Osthälfte kräftige Nordwestwind flaut
schon am Vormittag soweit ab, dass mittags und nachmittags kaum noch Böen > Bft
7 auftreten werden. Sonst weht der Wind meist nur schwach bis mäßig, lediglich
an den Küsten zeitweise kräftiger, wobei er dort im Tagesverlauf wieder auf
Südwest dreht.
An der Nordflanke der Hochdruckzone setzt über Norddeutschland rasch wieder
Warmluftadvektion ein, was bei überlagerter Rückenpassage im Nordwesten aber
lediglich Wolkenbildung ohne Niederschlag zur Folge hat.
In der kommenden Nacht kommt ein dem o.g. Trog vorgelagertes Frontensystem bis
in die südöstliche Nordsee voran, erste damit in Verbindung stehende Regenfälle
können das Nordseeumfeld erfassen. Dort frischt auch der Wind schon wieder auf
mit Böen Bft 7 aus Südwest.
Bei geringer Bewölkung bildet sich in den anderen Gebieten zum Teil dichter
Nebel und vor allem über der Mitte und nach Süden hin muss gebietsweise mit
Bodenfrost, stellenweise mit Luftfrost gerechnet werden.
Mittwoch... passiert uns der sich verschärfende Trog zügig nach Osten, mit
seiner Achse ist er Donnerstagmorgen schon an der Oder angekommen. Dahinter
wölbt sich wieder ein kräftiger Rücken über dem Nordostatlantik auf, der auch
auf das europäische Festland, inklusive Mitteleuropa übergreift.
Der dem Trog vorgelagerte Tiefausläufer überquert Deutschland ebenfalls nach
Osten, was im Norden bei größerer frontsenkrechter Strömungskomponente rascher
von statten geht als im Süden, wo der Tiefausläufer etwas nach Südwesten
zurückhängt.
Dabei kommt es mit dem Trog zu einer deutlichen Labilisierung der Schichtung und
die schauerartigen Regenfälle, durchsetzt von einzelnen Gewittern breiten sich
bis zum Abend über den Nordwesten aus und kommen in der Nacht zum Donnerstag
über die Mitte und den Norden bis in den äußersten Osten voran. Die Gewitter
werden dann freilich mit dem Tagesgang wieder seltener.
Die recht gute bodennahe Windscherung (über 10 m/s 0 bis 1 km) lässt eventuell
auch linienhaft organisierte Strukturen zu, wobei es dann lokal eng begrenzt
stürmische Böen und auch Graupel oder kleinkörnigen Hagel geben kann. Starkregen
dürfte dagegen nach wie vor meist kein Thema sein. Allenfalls bei wiederholten
Schauern sind größere Regenmengen möglich, Warnschwellen werden aber
wahrscheinlich nicht überschritten.
Der Wind nimmt allgemein etwas zu. An den Küsten gibt es starke bis stürmische
Böen, auch in den Kammlagen insbesondere der ostdeutschen Mittelgebirge und
später auf den Alpengipfeln kann es stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen geben.
Im Norddeutschen Tiefland sind außerhalb der Schauer zumindest in freien Lagen
starke Windböen möglich.
Die Südhälfte und der Osten verbleiben tagsüber noch unter schwachen
Hochdruckeinfluss. Hier scheint häufiger die Sonne und nur zeitweise ziehen
mittelhohe Wolkenfelder durch.
Während in die Nordhälfte mit der Front wieder etwas kühlere Meeresluft gelangt,
bleiben vor allem südlich des Mains recht milde Luftmassen wetterbestimmend. Die
Höchstwerte bewegen sich somit in der Nordhälfte zwischen 13 und 17 Grad,
während im Süden 15 bis 20 Grad, im Alpenvorland und im südlichen
Oberrheingraben vielleicht auch knapp über 20 Grad erreicht werden.
Von der Südspitze des Troges werden über Frankreich wärmere Luftmassen in die
Hebung einbezogen, wobei es zunächst über Frankreich auch zu einer schwachen
Zyklogenese kommen kann. Davon sieht man im weiteren Verlauf des Mittwoch in den
Bodendruckfeldern nicht mehr viel, es verbleibt aber ein Wolken und
Niederschlagsgebiet, welches über den Alpenraum nach Osten wandert und dabei
auch den Süden streift. So kommen nachmittags auch im Südwesten (bei stabiler
Sichtung) Regenfälle auf, welche sich in der Nacht zum Donnerstag etwa entlang
der Alpen nach Osten ausbreiten. Warnwürdige Mengen gibt es dabei wohl nicht.
Sonst beruhigt sich das Wetter nach der Frontpassage wieder, die Temperaturen
liegen aber höher als in der Vornacht, so dass Frost kein Thema mehr ist.
Vielleicht bildet sich lokal im Südwesten das ein oder andere Nebelfeld. An den
Küsten und im höheren Bergland bleibt es windig mit Böen Bft 7 bis 8.
Donnerstag... wandert der von einem Höhenhoch über der Biskaya ausgehende breit
angelegte, aber flache Höhenrücken noch etwas weiter ostwärts und verläuft mit
seiner Achse in der Nacht zu Freitag von Benelux bis Südskandinavien. Weiter
westlich stellt sich eine für diese Jahreszeit schon recht kräftige, zonal
ausgerichtete Höhenströmung ein mit einem hochreichenden Zentraltief knapp
westlich von Island.
Entsprechend findet dort auch im Bodendruckfeld eine markante Zyklogenese statt
mit einem Kerndruck von unter 965 hPa. Dabei werden immer wieder Frontensysteme
über den Nordatlantik nach Skandinavien und dann weiter nach Nordosteuropa
geführt, die auch den Norden des Vorhersagegebietes streifen. Von der
Großwetterlage her entspricht dieses Muster dem einer nördlichen oder
antizyklonalen Westlage.
Im Zuge dessen werden die Nord- und Nordosthälfte im Tagesverlauf von einer
Warmfront überquert, wobei es dort bei starker Bewölkung Regenfälle gibt. Dabei
gibt es Unterschiede wie weit starke Bewölkung und Regen nach Süden ausgreifen.
ECMWF simuliert bis in den Südosten Regen, GFS hat dagegen auch über dem Norden
nur wenig Regen zu bieten.
Aufgrund des scharf ausgeprägten Druckgradienten gibt es an den Küsten von Nord-
und Ostsee teils stürmische Böen, die deutschen Modelle simulieren in
exponierten Lagen bzw. über der freien See Sturmböen, die durchaus im Bereich
des Möglichen liegen. Auch im östlichen Bergland kann es stürmische Böen geben.
Im Binnenland spielt der Wind dagegen aufgrund der stabilen Schichtung und
mangels Einstrahlung kaum eine Rolle, lediglich in küstennahen Regionen sind
starke Böen aus Südwest bis West möglich.
Im Südwesten dominiert dagegen unter dem Einfluss eines bis dorthin gerichteten
Hochkeils freundliches und trockenes Wetter. Die Höchstwerte bewegen sich meist
zwischen 14 und 17 Grad unter den dichten Wolken im Norden und Osten und bis
knapp über 20 Grad am Oberrhein.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren zwar nicht unähnlich, in Amplitude und Phase der Tröge
und Keile aber durchaus mit größeren Unterschieden.
Damit lässt auch das ECMWF in der Nacht zum Donnerstag im Süden mehr Regen
fallen, als noch in den Vorläufen. Bis 20mm in 12 Stunden, ähnlich dem C EU. Das
ist noch unter den Warnschwellen, die Modelle haben die Niederschlagssummen dort
aber kontinuierlich von Lauf zu Lauf erhöht und dauerregen ganz im Süden rückt
zumindest in den Bereich des Möglichen.
Zum Donnerstag zieht der Trog bei den Europäern stärker amplifiziert nur langsam
nach Osten ab, dementsprechend dauern die Trogniederschläge im Osten länger an,
als bei den deutschen Modellen und die nachfolgenden Tiefausläufer werden mit
nördlicher Strömung nach Süden gesteuert. Eine wahrscheinlichere Lösung
kristallisiert sich noch nicht heraus.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 23.09.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
NW a
Heute meist warnfrei. Am Mittwoch und Donnerstag an den Küsten und im höheren
Bergland windig mit teilweise stürmischen, in exponierten Lagen mit Sturmböen
aus Südwest bis Nordwest.
Am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag von Nordwesten her einzelne
Gewitter, teils mit stürmischen Böen.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
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Dienstag... liegen wir in einer nordwestlichen bis westlichen Höhenströmung mit
der ein breiter Rücken das Vorhersagegebiet nach Osten überquert. Der
nachfolgende Trog erreicht mit seiner Achse in der Nacht zum Mittwoch die
westliche Nordsee und greift mit seiner vorderseitigen Hebung auf den äußersten
Westen und Nordwesten über.
In den Bodendruckfeldern haben wir es zunächst mit einer Hochdruckzone zu tun,
welche sich von Westeuropa nach Deutschland hineinerstreckt, woraus sich aber
eine eigenständige Hochzelle abspaltet, die im weiteren Verlauf ihren
Schwerpunkt nach Südosteuropa verlagert.
Dabei kommt die eingeflossene Luftmasse polaren Ursprungs zur Ruhe und unter
Absinken. Im Südosten bildet sich dabei eine Absinkinversion in 850 bis 800 hPa
unter der sich bei labiler Schichtung tiefe Wolken halten oder Quellwolken
bilden die an der Inversion ausbreiten und an den Mittelgebirgen und Alpen
stauen. Wesentliche Niederschläge sind damit aber nicht verbunden. In den
anderen Gebieten, vor allem im Südwesten und nach Nordosten hin, setzt sich
Absinken teilweise bis zum Boden durch mit wolkenarmen Bedingungen.
Der anfangs vor allem in Hochlagen der Osthälfte kräftige Nordwestwind flaut
schon am Vormittag soweit ab, dass mittags und nachmittags kaum noch Böen > Bft
7 auftreten werden. Sonst weht der Wind meist nur schwach bis mäßig, lediglich
an den Küsten zeitweise kräftiger, wobei er dort im Tagesverlauf wieder auf
Südwest dreht.
An der Nordflanke der Hochdruckzone setzt über Norddeutschland rasch wieder
Warmluftadvektion ein, was bei überlagerter Rückenpassage im Nordwesten aber
lediglich Wolkenbildung ohne Niederschlag zur Folge hat.
In der kommenden Nacht kommt ein dem o.g. Trog vorgelagertes Frontensystem bis
in die südöstliche Nordsee voran, erste damit in Verbindung stehende Regenfälle
können das Nordseeumfeld erfassen. Dort frischt auch der Wind schon wieder auf
mit Böen Bft 7 aus Südwest.
Bei geringer Bewölkung bildet sich in den anderen Gebieten zum Teil dichter
Nebel und vor allem über der Mitte und nach Süden hin muss gebietsweise mit
Bodenfrost, stellenweise mit Luftfrost gerechnet werden.
Mittwoch... passiert uns der sich verschärfende Trog zügig nach Osten, mit
seiner Achse ist er Donnerstagmorgen schon an der Oder angekommen. Dahinter
wölbt sich wieder ein kräftiger Rücken über dem Nordostatlantik auf, der auch
auf das europäische Festland, inklusive Mitteleuropa übergreift.
Der dem Trog vorgelagerte Tiefausläufer überquert Deutschland ebenfalls nach
Osten, was im Norden bei größerer frontsenkrechter Strömungskomponente rascher
von statten geht als im Süden, wo der Tiefausläufer etwas nach Südwesten
zurückhängt.
Dabei kommt es mit dem Trog zu einer deutlichen Labilisierung der Schichtung und
die schauerartigen Regenfälle, durchsetzt von einzelnen Gewittern breiten sich
bis zum Abend über den Nordwesten aus und kommen in der Nacht zum Donnerstag
über die Mitte und den Norden bis in den äußersten Osten voran. Die Gewitter
werden dann freilich mit dem Tagesgang wieder seltener.
Die recht gute bodennahe Windscherung (über 10 m/s 0 bis 1 km) lässt eventuell
auch linienhaft organisierte Strukturen zu, wobei es dann lokal eng begrenzt
stürmische Böen und auch Graupel oder kleinkörnigen Hagel geben kann. Starkregen
dürfte dagegen nach wie vor meist kein Thema sein. Allenfalls bei wiederholten
Schauern sind größere Regenmengen möglich, Warnschwellen werden aber
wahrscheinlich nicht überschritten.
Der Wind nimmt allgemein etwas zu. An den Küsten gibt es starke bis stürmische
Böen, auch in den Kammlagen insbesondere der ostdeutschen Mittelgebirge und
später auf den Alpengipfeln kann es stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen geben.
Im Norddeutschen Tiefland sind außerhalb der Schauer zumindest in freien Lagen
starke Windböen möglich.
Die Südhälfte und der Osten verbleiben tagsüber noch unter schwachen
Hochdruckeinfluss. Hier scheint häufiger die Sonne und nur zeitweise ziehen
mittelhohe Wolkenfelder durch.
Während in die Nordhälfte mit der Front wieder etwas kühlere Meeresluft gelangt,
bleiben vor allem südlich des Mains recht milde Luftmassen wetterbestimmend. Die
Höchstwerte bewegen sich somit in der Nordhälfte zwischen 13 und 17 Grad,
während im Süden 15 bis 20 Grad, im Alpenvorland und im südlichen
Oberrheingraben vielleicht auch knapp über 20 Grad erreicht werden.
Von der Südspitze des Troges werden über Frankreich wärmere Luftmassen in die
Hebung einbezogen, wobei es zunächst über Frankreich auch zu einer schwachen
Zyklogenese kommen kann. Davon sieht man im weiteren Verlauf des Mittwoch in den
Bodendruckfeldern nicht mehr viel, es verbleibt aber ein Wolken und
Niederschlagsgebiet, welches über den Alpenraum nach Osten wandert und dabei
auch den Süden streift. So kommen nachmittags auch im Südwesten (bei stabiler
Sichtung) Regenfälle auf, welche sich in der Nacht zum Donnerstag etwa entlang
der Alpen nach Osten ausbreiten. Warnwürdige Mengen gibt es dabei wohl nicht.
Sonst beruhigt sich das Wetter nach der Frontpassage wieder, die Temperaturen
liegen aber höher als in der Vornacht, so dass Frost kein Thema mehr ist.
Vielleicht bildet sich lokal im Südwesten das ein oder andere Nebelfeld. An den
Küsten und im höheren Bergland bleibt es windig mit Böen Bft 7 bis 8.
Donnerstag... wandert der von einem Höhenhoch über der Biskaya ausgehende breit
angelegte, aber flache Höhenrücken noch etwas weiter ostwärts und verläuft mit
seiner Achse in der Nacht zu Freitag von Benelux bis Südskandinavien. Weiter
westlich stellt sich eine für diese Jahreszeit schon recht kräftige, zonal
ausgerichtete Höhenströmung ein mit einem hochreichenden Zentraltief knapp
westlich von Island.
Entsprechend findet dort auch im Bodendruckfeld eine markante Zyklogenese statt
mit einem Kerndruck von unter 965 hPa. Dabei werden immer wieder Frontensysteme
über den Nordatlantik nach Skandinavien und dann weiter nach Nordosteuropa
geführt, die auch den Norden des Vorhersagegebietes streifen. Von der
Großwetterlage her entspricht dieses Muster dem einer nördlichen oder
antizyklonalen Westlage.
Im Zuge dessen werden die Nord- und Nordosthälfte im Tagesverlauf von einer
Warmfront überquert, wobei es dort bei starker Bewölkung Regenfälle gibt. Dabei
gibt es Unterschiede wie weit starke Bewölkung und Regen nach Süden ausgreifen.
ECMWF simuliert bis in den Südosten Regen, GFS hat dagegen auch über dem Norden
nur wenig Regen zu bieten.
Aufgrund des scharf ausgeprägten Druckgradienten gibt es an den Küsten von Nord-
und Ostsee teils stürmische Böen, die deutschen Modelle simulieren in
exponierten Lagen bzw. über der freien See Sturmböen, die durchaus im Bereich
des Möglichen liegen. Auch im östlichen Bergland kann es stürmische Böen geben.
Im Binnenland spielt der Wind dagegen aufgrund der stabilen Schichtung und
mangels Einstrahlung kaum eine Rolle, lediglich in küstennahen Regionen sind
starke Böen aus Südwest bis West möglich.
Im Südwesten dominiert dagegen unter dem Einfluss eines bis dorthin gerichteten
Hochkeils freundliches und trockenes Wetter. Die Höchstwerte bewegen sich meist
zwischen 14 und 17 Grad unter den dichten Wolken im Norden und Osten und bis
knapp über 20 Grad am Oberrhein.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren zwar nicht unähnlich, in Amplitude und Phase der Tröge
und Keile aber durchaus mit größeren Unterschieden.
Damit lässt auch das ECMWF in der Nacht zum Donnerstag im Süden mehr Regen
fallen, als noch in den Vorläufen. Bis 20mm in 12 Stunden, ähnlich dem C EU. Das
ist noch unter den Warnschwellen, die Modelle haben die Niederschlagssummen dort
aber kontinuierlich von Lauf zu Lauf erhöht und dauerregen ganz im Süden rückt
zumindest in den Bereich des Möglichen.
Zum Donnerstag zieht der Trog bei den Europäern stärker amplifiziert nur langsam
nach Osten ab, dementsprechend dauern die Trogniederschläge im Osten länger an,
als bei den deutschen Modellen und die nachfolgenden Tiefausläufer werden mit
nördlicher Strömung nach Süden gesteuert. Eine wahrscheinlichere Lösung
kristallisiert sich noch nicht heraus.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner