SXDL33 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.04.2016 um 10.30 UTC
Nicht mehr ganz so kühl und weiterhin unbeständig.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.05.2016
Am Donnerstag, dem Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt Deutschland nach dem
EZMW-Modell im Bereich eines umfangreichen Trogkomplexes, der zwei
Höhentiefkerne aufweist. Einer liegt nördlich von Schottland, einer zweiter über
Dänemark. Im Bodendruckfeld sorgt ein schwaches Tief im Ostseeraum und ein
schwacher Hochdruckkeil im Süden Deutschlands für ebenso schwachen westlichen
Wind. Die Luftmasse ist für die Jahreszeit erheblich unterkühlt mit Werten von
-30 bis -35 Grad in 500 hPa und -1 bis -4 Grad in 850 hPa. Damit ist die
Luftmasse auch labil, was für zahlreiche, meist aber nur leichte Schauer sorgt,
die im Bergland auch tagsüber als Schnee fallen.
Bis Freitag verlagert sich der östliche Höhentiefkern etwas nordostwärts, der
westliche dagegen südwärts zu den Britischen Inseln, wodurch dort auch ein
kräftiges Tief entsteht. Dadurch dreht der Wind auf südwestliche Richtung und es
wird niedertroposphärisch wieder etwas milder, gleichzeitig gelangen wir auch in
der Höhe in einen Bereich deutlich milderer Luft. Somit lässt die Labilität und
damit auch die Schauertätigkeit nach.
Samstag streift und der Ausläufer des o.e. Tiefs im Nordwesten, kommt aber nicht
ins Landesinnere voran, weil sich der Trog über Westeuropa immer weiter nach
Süden ausdehnt und einen weiteren Höhentiefkern über Westfrankreich abschnürt,
unter dem sich auch ein neues Bodentief bildet. Damit wird es mit südlichem Wind
zögernd milder und es bleibt abgesehen vom Nordwesten meist niederschlagsfrei.
Bis Sonntagmittag verlagern sich Boden- und Höhentief bis zu den Westalpen.
Damit herrschen in Deutschland zunehmend südöstliche Winde vor und Regen greift
auf den Südwesten des Landes über. Niedertroposphärisch steigt das
Temperaturniveau weiter an auf Werte in 850 hPa zwischen 2 und 5 Grad im Norden
und der Mitte, im Südwesten geht es dagegen wieder auf -2 Grad zurück.
Am Montag verlagern sich Tiefdrucktätigkeit am Boden und in der Höhe ins
zentrale Mittelmeer und auf den Balkan. Dagegen bildet sich im Bereich der
Nordsee eine Brücke zwischen einem kräftigen Azorenhoch und ebenso hohem
Luftdruck in Nordosteuropa. In den Nordwesten gelangt ein abgeschwächter
Tiefausläufer eines Nordmeertiefs, während der Süden von Hebungsprozessen aus
dem Süden beeinflusst wird. An den Alpen kann es länger anhaltend regnen. Mit 0
bis 4 Grad in 850 hPa bleibt für Anfang Mai leicht unterkühlt.
In der erweiterten Mittelfrist kommt es zu einer Vb-artigen Entwicklung,
allerdings etwas nach Osten verschoben, so dass die hauptsächlichen
Niederschläge über dem östlichen Mitteleuropa zu erwarten sind. Das Bodentief
zieht bis zur Biskaya und Deutschland gelantg dabei in eine westnordwestliche
Strömung mit der von Nordwesten weiter Tiefausläufer und kühle Luftmassen
herangeführt werden.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Der aktuelle Lauf des EZMW zeigt eine ähnliche Entwicklung wie die beiden
Vorläufe. Im Vergleich zum gestrigen 00-UTC-Lauf bestehen zunächst nur wenige
Unterschiede, allerdings werden alle Systeme etwas weiter nördlich gerechnet, so
dass uns nicht ein kräftiges Höhentief über der Nordsee sondern sein südlicher
Partner über dem Mittelmeer beeinflussen würde. Im gestrigen 12-UTC-Lauf ist die
klassiche Va-Tiefzugbahn über Frankreich (Samstag/Sonntag) nicht zu finden,
allerdings endet auch hier die Situation am Montag mit einem Höhentiefdipol
(eigentlich sogar Tripol), wobei diese aber schwächer sind und Deutschland in
der Mitte liegt.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Im Vergleich mit den anderen (ICON, GFS, GEM, NAVGEM) Globalmodellen steht EZMW
ab dem Samstag als Außenseiter da. Kein anderes Modell lässt ein Höhentief über
Frankreich abtropfen und nach Südosten weiterziehen. Vielmehr lassen die anderen
(etwas unterschiedlich terminiert) den Trog über Deutschland hinweg schwenken.
Damit verbleibt es bei den anderen zum Sonntag/Montag bei kräftigem
Tiefdruckeinfluss vom Bereich Nordsee und Britische Inseln aus, wobei von Westen
her weiterhin recht kühle Meeresluft zu uns gelangt. Die Kanadier lassen
allerdings zum Wochenbeginn eine Vb-artige Situation entstehen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Im Zeitraum t+120 bis t+168 (Samstag bis Montag) verteilt sich das EZMW-EPS auf
5 Cluster. Diese unterscheiden sich vor allem darin, wie weit der
durchschwenkende Trog nach Süden ausgreift und wie stark er abtropft.
Dementsprechend ist auch entweder das Mittelmeertief oder das Nordseetief
stärker simuliert. Die Mehrzahl der Ensemblemitglieder (38 in 3 Clustern, auch
Hauptlauf) zeigt dabei intensivere Abtropftendenzen, bei denen mit Hebung in
Süddeutschland zu rechnen wäre. Im Falle eines stärkeren nördlichen Troges
könnte es dagegen zu Wochenbeginn im Norden stürmisch werden. In der erweiterten
Mittelfrist werden bei 3 Clustern weiterhin Troglagen gezeigt, in einem Cluster
davon verschiebt sich der Trog aber allmählich zum östlichen Mitteleuropa.
Die Rauchfahnen für Offenbach zeigen eine leichte Erwärmung (und
Potenzialanstieg) zwischen Donnerstag und Samstag. Allerdings bleibt bei der
Erwärmung die Mehrheit der Ensemblemitglieder hinter dem Haupt- und Kontrolllauf
zurück (eher knapp unter 0 Grad in 850 hPa).
Ziemlich auffällig ist, wie lange die unterdurchschnittlich temperierte Periode
simuliert wird. So erreicht in Offenbach erst ab dem 8. Mai der Median der
Tageshöchsttemperatur wieder den Wert des Modellklimas (etwa 16 Grad).
Ähnlich sieht es auch beim GEFS aus. Der Median der Temperatur zeigt einen
langsamen aber stetigen Anstieg bis zum 11. Mai. Dabei wird das Klimamittel
ebenso am 8. Mai erreicht. Auch bei GFS gibt es zwei Ensemblemitglieder die eine
markante Vb-Situation zum Beginn der nächsten Woche zeigen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Wind:
Nach Cosmo-LEPS besteht eine geringe Gefahr für stürmische Böen am Donnerstag in
Süddeutschland. Ansonsten wird zwar zeitweise frischer Wind simuliert, aber kaum
Böen oberhalb 7 Bft abgesehen vom höheren Bergland.
Regen:
Zu Wochenbeginn (nächste Woche!) besteht eine geringe Gefahr für Dauerregen an
den Alpen. Vor allem 48-stündig könnten Montag und Dienstag über 40 l/qm (mit
ca. 15 % Wahrscheinlichkeit) zusammen kommen.
Temperatur:
Der EFI zeigt am Donnerstag noch Signale für unterkühlte Temperaturen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EZMW-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Peter Hartmann
ausgegeben am Montag, den 25.04.2016 um 10.30 UTC
Nicht mehr ganz so kühl und weiterhin unbeständig.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.05.2016
Am Donnerstag, dem Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt Deutschland nach dem
EZMW-Modell im Bereich eines umfangreichen Trogkomplexes, der zwei
Höhentiefkerne aufweist. Einer liegt nördlich von Schottland, einer zweiter über
Dänemark. Im Bodendruckfeld sorgt ein schwaches Tief im Ostseeraum und ein
schwacher Hochdruckkeil im Süden Deutschlands für ebenso schwachen westlichen
Wind. Die Luftmasse ist für die Jahreszeit erheblich unterkühlt mit Werten von
-30 bis -35 Grad in 500 hPa und -1 bis -4 Grad in 850 hPa. Damit ist die
Luftmasse auch labil, was für zahlreiche, meist aber nur leichte Schauer sorgt,
die im Bergland auch tagsüber als Schnee fallen.
Bis Freitag verlagert sich der östliche Höhentiefkern etwas nordostwärts, der
westliche dagegen südwärts zu den Britischen Inseln, wodurch dort auch ein
kräftiges Tief entsteht. Dadurch dreht der Wind auf südwestliche Richtung und es
wird niedertroposphärisch wieder etwas milder, gleichzeitig gelangen wir auch in
der Höhe in einen Bereich deutlich milderer Luft. Somit lässt die Labilität und
damit auch die Schauertätigkeit nach.
Samstag streift und der Ausläufer des o.e. Tiefs im Nordwesten, kommt aber nicht
ins Landesinnere voran, weil sich der Trog über Westeuropa immer weiter nach
Süden ausdehnt und einen weiteren Höhentiefkern über Westfrankreich abschnürt,
unter dem sich auch ein neues Bodentief bildet. Damit wird es mit südlichem Wind
zögernd milder und es bleibt abgesehen vom Nordwesten meist niederschlagsfrei.
Bis Sonntagmittag verlagern sich Boden- und Höhentief bis zu den Westalpen.
Damit herrschen in Deutschland zunehmend südöstliche Winde vor und Regen greift
auf den Südwesten des Landes über. Niedertroposphärisch steigt das
Temperaturniveau weiter an auf Werte in 850 hPa zwischen 2 und 5 Grad im Norden
und der Mitte, im Südwesten geht es dagegen wieder auf -2 Grad zurück.
Am Montag verlagern sich Tiefdrucktätigkeit am Boden und in der Höhe ins
zentrale Mittelmeer und auf den Balkan. Dagegen bildet sich im Bereich der
Nordsee eine Brücke zwischen einem kräftigen Azorenhoch und ebenso hohem
Luftdruck in Nordosteuropa. In den Nordwesten gelangt ein abgeschwächter
Tiefausläufer eines Nordmeertiefs, während der Süden von Hebungsprozessen aus
dem Süden beeinflusst wird. An den Alpen kann es länger anhaltend regnen. Mit 0
bis 4 Grad in 850 hPa bleibt für Anfang Mai leicht unterkühlt.
In der erweiterten Mittelfrist kommt es zu einer Vb-artigen Entwicklung,
allerdings etwas nach Osten verschoben, so dass die hauptsächlichen
Niederschläge über dem östlichen Mitteleuropa zu erwarten sind. Das Bodentief
zieht bis zur Biskaya und Deutschland gelantg dabei in eine westnordwestliche
Strömung mit der von Nordwesten weiter Tiefausläufer und kühle Luftmassen
herangeführt werden.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Der aktuelle Lauf des EZMW zeigt eine ähnliche Entwicklung wie die beiden
Vorläufe. Im Vergleich zum gestrigen 00-UTC-Lauf bestehen zunächst nur wenige
Unterschiede, allerdings werden alle Systeme etwas weiter nördlich gerechnet, so
dass uns nicht ein kräftiges Höhentief über der Nordsee sondern sein südlicher
Partner über dem Mittelmeer beeinflussen würde. Im gestrigen 12-UTC-Lauf ist die
klassiche Va-Tiefzugbahn über Frankreich (Samstag/Sonntag) nicht zu finden,
allerdings endet auch hier die Situation am Montag mit einem Höhentiefdipol
(eigentlich sogar Tripol), wobei diese aber schwächer sind und Deutschland in
der Mitte liegt.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Im Vergleich mit den anderen (ICON, GFS, GEM, NAVGEM) Globalmodellen steht EZMW
ab dem Samstag als Außenseiter da. Kein anderes Modell lässt ein Höhentief über
Frankreich abtropfen und nach Südosten weiterziehen. Vielmehr lassen die anderen
(etwas unterschiedlich terminiert) den Trog über Deutschland hinweg schwenken.
Damit verbleibt es bei den anderen zum Sonntag/Montag bei kräftigem
Tiefdruckeinfluss vom Bereich Nordsee und Britische Inseln aus, wobei von Westen
her weiterhin recht kühle Meeresluft zu uns gelangt. Die Kanadier lassen
allerdings zum Wochenbeginn eine Vb-artige Situation entstehen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Im Zeitraum t+120 bis t+168 (Samstag bis Montag) verteilt sich das EZMW-EPS auf
5 Cluster. Diese unterscheiden sich vor allem darin, wie weit der
durchschwenkende Trog nach Süden ausgreift und wie stark er abtropft.
Dementsprechend ist auch entweder das Mittelmeertief oder das Nordseetief
stärker simuliert. Die Mehrzahl der Ensemblemitglieder (38 in 3 Clustern, auch
Hauptlauf) zeigt dabei intensivere Abtropftendenzen, bei denen mit Hebung in
Süddeutschland zu rechnen wäre. Im Falle eines stärkeren nördlichen Troges
könnte es dagegen zu Wochenbeginn im Norden stürmisch werden. In der erweiterten
Mittelfrist werden bei 3 Clustern weiterhin Troglagen gezeigt, in einem Cluster
davon verschiebt sich der Trog aber allmählich zum östlichen Mitteleuropa.
Die Rauchfahnen für Offenbach zeigen eine leichte Erwärmung (und
Potenzialanstieg) zwischen Donnerstag und Samstag. Allerdings bleibt bei der
Erwärmung die Mehrheit der Ensemblemitglieder hinter dem Haupt- und Kontrolllauf
zurück (eher knapp unter 0 Grad in 850 hPa).
Ziemlich auffällig ist, wie lange die unterdurchschnittlich temperierte Periode
simuliert wird. So erreicht in Offenbach erst ab dem 8. Mai der Median der
Tageshöchsttemperatur wieder den Wert des Modellklimas (etwa 16 Grad).
Ähnlich sieht es auch beim GEFS aus. Der Median der Temperatur zeigt einen
langsamen aber stetigen Anstieg bis zum 11. Mai. Dabei wird das Klimamittel
ebenso am 8. Mai erreicht. Auch bei GFS gibt es zwei Ensemblemitglieder die eine
markante Vb-Situation zum Beginn der nächsten Woche zeigen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Wind:
Nach Cosmo-LEPS besteht eine geringe Gefahr für stürmische Böen am Donnerstag in
Süddeutschland. Ansonsten wird zwar zeitweise frischer Wind simuliert, aber kaum
Böen oberhalb 7 Bft abgesehen vom höheren Bergland.
Regen:
Zu Wochenbeginn (nächste Woche!) besteht eine geringe Gefahr für Dauerregen an
den Alpen. Vor allem 48-stündig könnten Montag und Dienstag über 40 l/qm (mit
ca. 15 % Wahrscheinlichkeit) zusammen kommen.
Temperatur:
Der EFI zeigt am Donnerstag noch Signale für unterkühlte Temperaturen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EZMW-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Peter Hartmann