SXDL31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST
SXEU31 DWAV 250800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.04.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
Tr M
Nasskaltes Schauerwetter mit kurzen Gewittern und starken bis stürmischen Böen.
Eher spätwinterlich, als frühlingshaft.
Heute von Nordwesten Niederschläge, nachts teils bis in tiefe Lagen als Schnee.
In einigen Staulagen 10 bis 15 cm Neuschnee. Auch im Flachland Glätte möglich
durch Schneematsch. Auf den Berggipfeln dann zunehmend Sturmböen und schwere
Sturmböen.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Montag... liegen wir unter einem umfangreichen Langwellentrog, der bis weit ins
Mittelmeer hineinreicht. Er schwenkt langsam nach Osten, während ein
nachfolgender, übers Nordmeer nach Süden ziehender Randtrog sich kräftigt und
den Trog über Mitteleuropa wieder regeneriert. Unter seiner Vorderseite
entwickelt sich ein Bodentief, das aktuell schon über der nördlichen Nordsee
sichtbar ist, sich ebenfalls verstärkt und bis Dienstag früh zur südöstlichen
Nordsee zieht, bzw. etwa in den Bereich der deutschen Bucht.
Der Langwellentrog ist angefüllt mit hochreichend labiler Luft, die sich
entsprechend der Verlagerung des Troges heute mehr in den Osten und Nordosten
unseres Landes zurückzieht. Vor allem dort sind zahlreiche, Regen-, Schneeregen-
und Graupelschauer sowie kurze Gewitter zu erwarten. Auch Windböen sind dabei
möglich. Nach Süden und Westen zu wird die Schichtung stabiler und die Schauer
seltener.
Auch die Stauniederschläge im Süden, Schnee oberhalb von 700 bis 800m, vor allem
im Südschwarzwald und an den Alpen lassen im Tagesverlauf langsam nach.
Vor dem o.e. Bodentief sorgt kräftige Warmluftadvektion schon zu Beginn des
Tages im Westen und Nordwesten für Hebung und Niederschläge, die sich bis heute
Abend etwa auf eine Linie Mecklenburg - Schwäbische Alb ausbreiten werden. Der
guten Durchmischung infolge eines gut ausgebildeten Druckgradienten geschuldet
und der gesamttroposphärisch einfließenden etwas milderen Luft, steigt die
Schneefallgrenze nach Westen und Südwesten vorübergehend bis in höhere Lagen an.
Der Wind frischt dabei im Tagesverlauf auf. Am Nachmittag muss im Westen und
Nordwesten mit starken, teils stürmischen Böen aus West bis Südwest gerechnet
werden, in höheren Lagen sind Sturmböen (Bft 9) möglich.
In der Nacht zum Dienstag gelangt das Bodentief unter das Zentrum des Höhentiefs
und hat den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht. Die zugehörige
teilokkludierte Kaltfront schwenkt dabei über Deutschland nach Südosten und hat
bis zum Morgen fast ganz Deutschland überquert. Die frontalen Niederschläge
erreichen meist 2 bis 10 mm, lokal im Mittelgebirgsraum sind 10 bis 15, örtlich
an die 20 mm möglich. Mit der rückseitig einströmenden Kaltluft sinkt die
Schneefallgrenze wieder zum Teil bis in tiefe Lagen ab.
Dabei labilisiert es wieder stark (T500 < -35 Grad) und es treten im Norden
Schauer und Gewitter auf, teils mit Graupel und Schnee. Dies fokussiert sich
wahrscheinlich auf einen Bodentrog der nachts und am Dienstagmorgen in den
Nordwesten schwenkt.
Fraglich bleibt, ob sich auch in tiefen Lagen vorübergehend eine Schneedecke
ausbildet. Dagegen spricht die gute Durchmischung bei dem kräftigen Gradienten
und die relativ warmen Böden. Im Bereich stärkerer Niederschlagsintensität lässt
sich dies aber zumindest nicht ausschließen und muss weiter verfolgt werden. In
den Mittelgebirgen sind Neuschneemengen von 5 bis 10 cm möglich, lokal
staubedingt auch um 15 cm.
Der Wind weht lebhaft, wobei sich der Schwerpunkt mit starken bis stürmischen
Böen in den Süden verlagert und vor allem mit dem Durchgang der Kaltfront in
Verbindung steht. Im Hochschwarzwald und auf den Alpengipfeln sind orkanartige
Böen, vereinzelt Orkanböen (Bft 11 bis 12) möglich.
Auch in Verbindung mit den Schauern und Gewittern sind bei dem kräftigen
Oberwind (850 hPa: 30 bis 40 kn) bis hin zu Sturmböen möglich.
Frost ist vor allem im Bergland wahrscheinlich, während sonst bedingt durch die
vielen Wolken die Werte häufig knapp über Null liegen. In Verbindung mit
kräftigen Niederschlägen, die teils als Schnee fallen, ist allerdings überall
Glätte zumindest möglich.
Dienstag... zieht das Höhentief eingelagert im neuen Haupttrog von der deutschen
Bucht etwas nach Süden bis Südosten. Das zugehörige Bodentief zieht über
Norddeutschland langsam nach Osten und beginnt sich allmählich aufzufüllen. Mit
der Höhenkaltluft von weiter unter -35 Grad werden um das Höhentief herum immer
wieder Schauer mit eingelagerten Gewittern geführt.
Mit der kräftigen Labilität werden dabei auf der Südflanke des Höhentiefzentrums
auch die Höhenwinde von 30 bis 40 kn bis nach untern durchgemischt, sodass vor
allem in den stärksten Entwicklungen über der Mitte Sturmböen möglich sind. Das
zeigen auch COSMO-LEPS, Cosmo DE EPS.
Die Schneefallgrenze steigt tagesgangbedingt und durch die gute Durchmischung
auf etwa 400 bis 600 m an. In den stärkeren linienhaften Entwicklungen ist aber
durchaus auch bis in tiefere Lagen vorübergehend die feste Phase denkbar. Im
höheren Bergland werden von COSMO-LEPS, Cosmo DE EPS teils um 5 cm Neuschnee
angeboten, lokal auch etwas mehr.
Entlang und südlich der Donau bleibt noch längere Zeit die Kaltfront liegen und
sorgt dort für skalige Niederschläge, die ebenfalls bis in tiefe Lagen als
Schnee fallen und anfangs teils zur vorübergehenden Ausbildung einer Schneedecke
führen können. In höheren Lagen werden Neuschneemengen zwischen 5 und 10 cm,
lokal im Allgäu und im Südschwarzwald auch bis 15 cm in 12 h erwartet. Zum
Nachmittag lassen die Niederschläge insgesamt langsam nach.
Bei den Maxima bewegen wir uns weiter am Unterrand dessen, was zu dieser
Jahreszeit möglich ist. Meist werden nur zwischen 4 und 9 Grad erwartet. Im
höheren Bergland herrscht teilweise Dauerfrost.
In der Nacht auf Mittwoch liegt das Höhentief weiter über Deutschland.
Dementsprechend sollte durch die vorhandene Dynamik die Schauer- und auch
Gewitteraktivität bestehen bleiben, im Vergleich zum Tage aber etwas abnehmen.
An der Südflanke des Tiefzentrums bleibt es bei 30 bis 40 kn Oberwind, sodass
weiterhin Böen Bft 7/8 in Verbindung mit stärkeren Entwicklungen möglich sind.
Im höheren Bergland bleibt es stürmisch.
Die Schneefallgrenze liegt zwischen 200 und 400 m, mit der Option auf
vorübergehende weiße "Überraschungen" bis ganz runter. In den Mittelgebirgen und
an den Alpen sind um 5 cm, lokal staubedingt auch bis 10 cm Neuschnee in 12 h
möglich.
Die Tiefstwerte liegen um den Gefrierpunkt, bei längerem Aufklaren darunter, bei
mehr Wolken etwas darüber. Die Glättegefahr bleibt bestehen.
Mittwoch... setzt sich die kalte Troglage fort. Dabei verschiebt das Bodentief
seinen Schwerpunkt in den Nordosten des Landes. Bei Temperaturen von -33 bis -36
Grad in 500 hPa treten teils kräftige Schneeregen-, Regen und Graupelschauer
auf, die von kurzen Gewittern begleitet sind. Die größten Windgeschwindigkeiten
in der unteren Troposphäre, mithin auch die stärksten Böen in Schauern gibt es
über der Mitte und dem Süden wo starke bis stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen
möglich sind. Auf einigen Berggipfeln bleibt es stürmisch mit teils schweren
Sturmböen.
Die Schneefallgrenze steigt etwas an auf 500 bis 600m, was der guten
Durchmischung und der vor allem in der unteren Troposphäre leicht steigenden
Temperaturen geschuldet ist. Die Maxima liegen mit 5 bis 10 Grad kaum höher als
zuletzt. Im höheren Bergland herrscht teilweise leichter Dauerfrost.
In der Nacht zum Donnerstag schwenkt ein weiterer Randtrog zu den Britischen
Inseln, vorderseitig zonalisiert die Strömung über Deutschland. Im Norden bleibt
es labil mit Schauern und kurzen Gewittern. Über die Mitte ziehen
Hebungsgebiete, die teilweise auf Warmluftadvektion, teils auf positive
Vorticityadvektion zurückgehen. Bei einer Schneefallgrenze von 300 bis 400m ist
vor allem im Bergland wieder etwas Neuschnee zu erwarten, bis in tiefe Lagen
Glätte durch etwas Schneematsch oder gefrierende Nässe.
Der Wind ist vor allem im Bergland über der Mitte und dem Süden ein Thema, lässt
aber auch dort langsam nach.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren die Entwicklung ähnlich durchweg ähnlich mit den üblichen
Abweichungen.
Größere Niederschlagsmengen, als Schnee, in einigen Staulagen des Thüringer
Waldes, des Schwarzwaldes und des Bayerwaldes werden auch von der Probabilistik
gestützt. Die entsprechenden Warnungen vor Glätte (in tiefen Lagen und im
Nordwesten) und Schnee können im Laufe des Nachmittags ausgegeben werden.
Ansonsten ist bei der meist konvektiven Lage vieles Nowcasting.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.04.2016 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
Tr M
Nasskaltes Schauerwetter mit kurzen Gewittern und starken bis stürmischen Böen.
Eher spätwinterlich, als frühlingshaft.
Heute von Nordwesten Niederschläge, nachts teils bis in tiefe Lagen als Schnee.
In einigen Staulagen 10 bis 15 cm Neuschnee. Auch im Flachland Glätte möglich
durch Schneematsch. Auf den Berggipfeln dann zunehmend Sturmböen und schwere
Sturmböen.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Montag... liegen wir unter einem umfangreichen Langwellentrog, der bis weit ins
Mittelmeer hineinreicht. Er schwenkt langsam nach Osten, während ein
nachfolgender, übers Nordmeer nach Süden ziehender Randtrog sich kräftigt und
den Trog über Mitteleuropa wieder regeneriert. Unter seiner Vorderseite
entwickelt sich ein Bodentief, das aktuell schon über der nördlichen Nordsee
sichtbar ist, sich ebenfalls verstärkt und bis Dienstag früh zur südöstlichen
Nordsee zieht, bzw. etwa in den Bereich der deutschen Bucht.
Der Langwellentrog ist angefüllt mit hochreichend labiler Luft, die sich
entsprechend der Verlagerung des Troges heute mehr in den Osten und Nordosten
unseres Landes zurückzieht. Vor allem dort sind zahlreiche, Regen-, Schneeregen-
und Graupelschauer sowie kurze Gewitter zu erwarten. Auch Windböen sind dabei
möglich. Nach Süden und Westen zu wird die Schichtung stabiler und die Schauer
seltener.
Auch die Stauniederschläge im Süden, Schnee oberhalb von 700 bis 800m, vor allem
im Südschwarzwald und an den Alpen lassen im Tagesverlauf langsam nach.
Vor dem o.e. Bodentief sorgt kräftige Warmluftadvektion schon zu Beginn des
Tages im Westen und Nordwesten für Hebung und Niederschläge, die sich bis heute
Abend etwa auf eine Linie Mecklenburg - Schwäbische Alb ausbreiten werden. Der
guten Durchmischung infolge eines gut ausgebildeten Druckgradienten geschuldet
und der gesamttroposphärisch einfließenden etwas milderen Luft, steigt die
Schneefallgrenze nach Westen und Südwesten vorübergehend bis in höhere Lagen an.
Der Wind frischt dabei im Tagesverlauf auf. Am Nachmittag muss im Westen und
Nordwesten mit starken, teils stürmischen Böen aus West bis Südwest gerechnet
werden, in höheren Lagen sind Sturmböen (Bft 9) möglich.
In der Nacht zum Dienstag gelangt das Bodentief unter das Zentrum des Höhentiefs
und hat den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht. Die zugehörige
teilokkludierte Kaltfront schwenkt dabei über Deutschland nach Südosten und hat
bis zum Morgen fast ganz Deutschland überquert. Die frontalen Niederschläge
erreichen meist 2 bis 10 mm, lokal im Mittelgebirgsraum sind 10 bis 15, örtlich
an die 20 mm möglich. Mit der rückseitig einströmenden Kaltluft sinkt die
Schneefallgrenze wieder zum Teil bis in tiefe Lagen ab.
Dabei labilisiert es wieder stark (T500 < -35 Grad) und es treten im Norden
Schauer und Gewitter auf, teils mit Graupel und Schnee. Dies fokussiert sich
wahrscheinlich auf einen Bodentrog der nachts und am Dienstagmorgen in den
Nordwesten schwenkt.
Fraglich bleibt, ob sich auch in tiefen Lagen vorübergehend eine Schneedecke
ausbildet. Dagegen spricht die gute Durchmischung bei dem kräftigen Gradienten
und die relativ warmen Böden. Im Bereich stärkerer Niederschlagsintensität lässt
sich dies aber zumindest nicht ausschließen und muss weiter verfolgt werden. In
den Mittelgebirgen sind Neuschneemengen von 5 bis 10 cm möglich, lokal
staubedingt auch um 15 cm.
Der Wind weht lebhaft, wobei sich der Schwerpunkt mit starken bis stürmischen
Böen in den Süden verlagert und vor allem mit dem Durchgang der Kaltfront in
Verbindung steht. Im Hochschwarzwald und auf den Alpengipfeln sind orkanartige
Böen, vereinzelt Orkanböen (Bft 11 bis 12) möglich.
Auch in Verbindung mit den Schauern und Gewittern sind bei dem kräftigen
Oberwind (850 hPa: 30 bis 40 kn) bis hin zu Sturmböen möglich.
Frost ist vor allem im Bergland wahrscheinlich, während sonst bedingt durch die
vielen Wolken die Werte häufig knapp über Null liegen. In Verbindung mit
kräftigen Niederschlägen, die teils als Schnee fallen, ist allerdings überall
Glätte zumindest möglich.
Dienstag... zieht das Höhentief eingelagert im neuen Haupttrog von der deutschen
Bucht etwas nach Süden bis Südosten. Das zugehörige Bodentief zieht über
Norddeutschland langsam nach Osten und beginnt sich allmählich aufzufüllen. Mit
der Höhenkaltluft von weiter unter -35 Grad werden um das Höhentief herum immer
wieder Schauer mit eingelagerten Gewittern geführt.
Mit der kräftigen Labilität werden dabei auf der Südflanke des Höhentiefzentrums
auch die Höhenwinde von 30 bis 40 kn bis nach untern durchgemischt, sodass vor
allem in den stärksten Entwicklungen über der Mitte Sturmböen möglich sind. Das
zeigen auch COSMO-LEPS, Cosmo DE EPS.
Die Schneefallgrenze steigt tagesgangbedingt und durch die gute Durchmischung
auf etwa 400 bis 600 m an. In den stärkeren linienhaften Entwicklungen ist aber
durchaus auch bis in tiefere Lagen vorübergehend die feste Phase denkbar. Im
höheren Bergland werden von COSMO-LEPS, Cosmo DE EPS teils um 5 cm Neuschnee
angeboten, lokal auch etwas mehr.
Entlang und südlich der Donau bleibt noch längere Zeit die Kaltfront liegen und
sorgt dort für skalige Niederschläge, die ebenfalls bis in tiefe Lagen als
Schnee fallen und anfangs teils zur vorübergehenden Ausbildung einer Schneedecke
führen können. In höheren Lagen werden Neuschneemengen zwischen 5 und 10 cm,
lokal im Allgäu und im Südschwarzwald auch bis 15 cm in 12 h erwartet. Zum
Nachmittag lassen die Niederschläge insgesamt langsam nach.
Bei den Maxima bewegen wir uns weiter am Unterrand dessen, was zu dieser
Jahreszeit möglich ist. Meist werden nur zwischen 4 und 9 Grad erwartet. Im
höheren Bergland herrscht teilweise Dauerfrost.
In der Nacht auf Mittwoch liegt das Höhentief weiter über Deutschland.
Dementsprechend sollte durch die vorhandene Dynamik die Schauer- und auch
Gewitteraktivität bestehen bleiben, im Vergleich zum Tage aber etwas abnehmen.
An der Südflanke des Tiefzentrums bleibt es bei 30 bis 40 kn Oberwind, sodass
weiterhin Böen Bft 7/8 in Verbindung mit stärkeren Entwicklungen möglich sind.
Im höheren Bergland bleibt es stürmisch.
Die Schneefallgrenze liegt zwischen 200 und 400 m, mit der Option auf
vorübergehende weiße "Überraschungen" bis ganz runter. In den Mittelgebirgen und
an den Alpen sind um 5 cm, lokal staubedingt auch bis 10 cm Neuschnee in 12 h
möglich.
Die Tiefstwerte liegen um den Gefrierpunkt, bei längerem Aufklaren darunter, bei
mehr Wolken etwas darüber. Die Glättegefahr bleibt bestehen.
Mittwoch... setzt sich die kalte Troglage fort. Dabei verschiebt das Bodentief
seinen Schwerpunkt in den Nordosten des Landes. Bei Temperaturen von -33 bis -36
Grad in 500 hPa treten teils kräftige Schneeregen-, Regen und Graupelschauer
auf, die von kurzen Gewittern begleitet sind. Die größten Windgeschwindigkeiten
in der unteren Troposphäre, mithin auch die stärksten Böen in Schauern gibt es
über der Mitte und dem Süden wo starke bis stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen
möglich sind. Auf einigen Berggipfeln bleibt es stürmisch mit teils schweren
Sturmböen.
Die Schneefallgrenze steigt etwas an auf 500 bis 600m, was der guten
Durchmischung und der vor allem in der unteren Troposphäre leicht steigenden
Temperaturen geschuldet ist. Die Maxima liegen mit 5 bis 10 Grad kaum höher als
zuletzt. Im höheren Bergland herrscht teilweise leichter Dauerfrost.
In der Nacht zum Donnerstag schwenkt ein weiterer Randtrog zu den Britischen
Inseln, vorderseitig zonalisiert die Strömung über Deutschland. Im Norden bleibt
es labil mit Schauern und kurzen Gewittern. Über die Mitte ziehen
Hebungsgebiete, die teilweise auf Warmluftadvektion, teils auf positive
Vorticityadvektion zurückgehen. Bei einer Schneefallgrenze von 300 bis 400m ist
vor allem im Bergland wieder etwas Neuschnee zu erwarten, bis in tiefe Lagen
Glätte durch etwas Schneematsch oder gefrierende Nässe.
Der Wind ist vor allem im Bergland über der Mitte und dem Süden ein Thema, lässt
aber auch dort langsam nach.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren die Entwicklung ähnlich durchweg ähnlich mit den üblichen
Abweichungen.
Größere Niederschlagsmengen, als Schnee, in einigen Staulagen des Thüringer
Waldes, des Schwarzwaldes und des Bayerwaldes werden auch von der Probabilistik
gestützt. Die entsprechenden Warnungen vor Glätte (in tiefen Lagen und im
Nordwesten) und Schnee können im Laufe des Nachmittags ausgegeben werden.
Ansonsten ist bei der meist konvektiven Lage vieles Nowcasting.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner