DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland -

VHDL30 DWOG 260200
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 26.04.2016, 05:00 Uhr

Im Süden und Osten schauerartige Niederschläge, teils bis in tiefe
Lagen als Schnee. Von Nordwesten Schauer, vereinzelt Gewitter, starke
bis stürmische Böen, im Bergland Sturmböen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Mittwoch, 27.04.2016, 05:00 Uhr:

Das Frontensystem eines zur Deutschen Bucht ziehenden Tiefs überquert
aktuell den Vorhersagebereich von Nordwesten her. Ihm folgt kalte
Meeresluft polaren Ursprungs.

Heute Früh und am Vormittag fallen im Süden und Osten schauerartige
Niederschläge, wobei die Schneefallgrenze vor allem in den mittleren
Landesteilen teilweise bis in tiefe Lagen gesunken ist. Ansonsten
schwankt sie zwischen 300 und 600 m, an den Alpen um 800 m. Darüber
fallen bis zum Vormittag noch 1 bis 5 cm Neuschnee, in höher
gelegenen Staulagen auch mehr. In exponierten Kammlagen kann es
Schneeverwehungen geben.
Im Nordwesten gibt es einzelne Regen-, Schneeregen- und
Graupelschauer, einzelne kurze Gewitter sind nicht ausgeschlossen.
Stellenweise tritt dort Glätte durch Schnee- bzw. Graupelmatsch auf.
Dazwischen lockern die Wolken auch mal länger auf, dann kann es auch
in tiefen Lagen örtlich leichten Frost und Glätte durch Überfrieren
von Nässe geben.
Der Wind weht vor allem in der Südhälfte in Böen noch stark (Bft. 7)
aus Südwest, im Bergland gibt es Sturmböen, auf exponierten Gipfeln
schwere Sturmböen (Bft. 9 bis 10). Im Laufe des Vormittags frischt
der Wind auch im Westen wieder mit starken Böen aus West auf.

Mittags und nachmittags kommt es vor allem im Nordwesten und Westen
immer wieder zu Regen- Graupel- und Schneeregenschauern sowie
einzelnen Gewittern mit kleinkörnigem Hagel. Im Nordosten fällt
anfangs noch Regen, später lockern die Wolken dort auf und es gibt
ebenfalls einzelne Schauer. Oberhalb von etwa 300 bis 600 m fallen
die Schauer teils als Schnee. In höheren Lagen können dabei 1 bis 5
cm Neuschnee fallen, in Staulagen auch etwas mehr.
In der Südhälfte fällt zunächst noch Regen, wobei die
Schneefallgrenze dort zwischen etwa 400 und 800 m schwankt. Später
ziehen sich die Niederschläge Richtung Alpen zurück, wo es in höher
gelegenen Staulagen um 10 cm Neuschnee geben kann.
Der Wind weht vor allem in der Mitte und im Süden in Böen stark, in
kräftigeren Schauern auch stürmisch aus West. In den Kamm- und
Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen kann es nach wie vor
Sturm-, auf exponierten Gipfeln auch schwere Sturmböen geben.

In der Nacht zum Mittwoch gibt es vor allem im Westen/Nordwesten
sowie südlich der Donau weitere schauerartige Niederschläge, wobei
die Schneefallgrenze zwischen 200 und 600 m schwankt, es aber bei
kräftigeren Schauern auch mal bis in tiefe Lagen kurzzeitig schneien
kann. Dabei fallen im Bergland 1 bis 5 cm Neuschnee, in Staulagen
auch mehr, an den Alpen können in höher gelegenen Staulagen auch über
10 cm Neuschnee fallen.
In den übrigen Gebieten klingen die Schauer ab und die Wolken lockern
gebietsweise auf, wobei dann leichter Frost und Glätte durch
Überfrieren auftreten kann.

Der Wind nimmt vor allem in den Niederungen allmählich ab, in den
Kamm- und Gipfellagen gibt es aber weiterhin stürmische Böen, auf
exponierten Gipfeln Sturmböen aus West.



Derzeit sind aktuelle Warnungen in Kraft vor:

SCHNEE/Schneeverwehungen: In Lagen oberhalb von 400 m 1 bis 5 cm, in
höher gelegenen Staulagen bis 15 cm Neuschnee. In den Alpen oberhalb
800 m Neuschnee bis 5 cm, in Staulagen bis 10 cm. In exponierten
Kammlagen Schneeverwehungen. Vor allem im Norden und Westen auch in
tiefen Lagen gebietsweise Ausbildung einer dünnen Schneedecke.

FROST: Im Bergland sowie örtlich auch im Nordwesten bis zum frühen
Vormittag leichter Frost.

GLÄTTE: Nachts und in der Früh auch im Flachland Glättegefahr durch
Schneematsch und überfrierende Nässe.

WIND/Sturm: In der Mitte und im Süden starke Böen, in den
Mittelgebirgen und in den Hochlagen der Alpen Sturmböen.



Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 26.04.2016, 07:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff

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