SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 25.10.2015 um 10.30 UTC
Mittwoch und Donnerstag viele Wolken mit Regen. Ab Freitag ruhiges Herbstwetter.
Bei Sonnenschein mild, im Dauergrau des (Hoch-)Nebels deutlich kälter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 01.11.2015
Die Mittelfrist, beginnend am kommenden Mittwoch, wird bestimmt von mehreren,
der fortgeschrittenen Jahreszeit entsprechend, kräftigen Zyklogenesen, die über
dem Nordatlantik für Wirbel in der Atmosphäre sorgen. Ein Blick auf die 500 hPa
Geopotentialfelder und besonders auf deren Anomalien zeigt während der gesamten
Mittelfrist - Mittwoch bis Sonntag - einen Bereich beständig negativer Werte,
die sich von Grönland bis in den Bereich der Keltischen See erstrecken und nur
allmählich abgebaut werden. Entsprechend dieser Anomalie (markanter
Langwellentrog) baut sich stromabwärts ein ausgedehnter Bereich positiver
Anomaliewerte von Norddeutschland bis nach Grönland auf, wobei sich zum
kommenden Wochenende im Zuge einer kräftigen Antizyklone ein Schwerpunkt direkt
über Deutschland entwickeln soll. Entsprechend dieses sehr beständigen Musters
ist mit keiner durchgreifenden Umstellung der Wetterlage im Vorhersagezeitraum
zu rechnen.
So übersichtlich diese Wetterlage auch erscheint, im Detail sind besonders für
den Beginn der Mittelfrist gewisse Unsicherheiten zu erkennen. Grund hierfür ist
in der Annäherung eines sich abschwächenden Sturmtiefs im Verlauf des Mittwochs
zu erkennen, welches je nach Modell bereits als "offener" Trog oder noch als
eine abgeschlossene Zirkulation vor Irland liegen und unter Abschwächung stark
positiv geneigt nach Nordost, später Nord ziehen soll. Grund für die
Abschwächung ist eine stromaufwärts stattfindende, sehr kräftige Zyklogenese
südlich von Grönland, die entsprechend vorderseitig für Geopotentialanstieg
sorgt. Die Lage und Neigung des Troges jedoch ist von Interesse, da vom Gros der
Modelle im Verlauf des Mittwochs und der Nacht zum Donnerstag mit andauernder
Abschwächung/Nordverlagerung des Troges in Richtung Großbritannien ein
Abtropfprozess über Norditalien gezeigt wird, was sich auch im Bodendruckfeld in
Form einer schwachen Zyklogenese bemerkbar macht. Diese Konstellation sorgt
dafür, dass die Ostverlagerung einer alternden Okklusion besonders über der
Mitte und dem Süden Deutschlands stark verzögert wird und somit länger
anhaltender Niederschlag zu erwarten ist. Der Schwerpunkt der Niederschläge ist
aus heutiger Sicht entlang und südlich der Mittelgebirge vor allem in der Nacht
zum Donnerstag bis in den Donnerstagvormittag zu erwarten. Warnschwellen
hinsichtlich Dauerregen sollten jedoch nicht erreicht werden.
Im Verlauf des Donnerstags soll der Abtropfprozess vollzogen sein und das
Norditalientief verlagert sich allmählich nach Südosten. Entsprechend wird
erwartet, dass auch der Wettereinfluss auf Süddeutschland allmählich nachlässt.
Es muss jedoch mit letzten Aufgleitniederschlägen bis in die Abendstunden des
Donnerstags gerechnet werden.
Der Zeitraum von Freitag bis Sonntag ist geprägt von der bereits zu Beginn
angedeuteten Hochdruckentwicklung, die ihr Zentrum über Norddeutschland oder
Polen haben soll. Diese Entwicklung resultiert aus einem weit nach Süden
ausgreifenden Höhentrog mit markanter und hochreichender Kaltluftadvektion über
dem östlichen Nordatlantik und einsetzender, kräftiger Zyklogenesen entlang
dessen Ostflanke. Entsprechend meridional ausgerichtet erscheint die Strömung ab
Freitag in den Modellen und mit hochreichender Warmluftadvektion wird die
Hochdruckzelle über dem westlichen Mitteleuropa gestützt.
Solch ein Advektionsregime im Herbst sorgt trotz steigenden Luftdrucks leider
nicht in allen Bereichen Deutschlands für Begeisterungsstürme. Ein Blick auf die
Schichtung der Atmosphäre mit Hilfe von Vorhersagesoundings zeigt bereits in
weiten Bereichen Deutschlands die Ausbildung einer kräftigen Inversion über
einer recht feuchten planetaren Grenzschicht und einhergehend steigender
Hochnebelgefahr an. Immerhin "schnellt" die 850 hPa Temperatur von Donnerstag
mit +4 Grad im Süden und +6 Grad im Norden bis zum Freitag auf +8 bis +10 Grad
deutschlandweit.
Hinsichtlich der bodennahen Temperaturmaxima ändert sich im gesamten Zeitraum
sehr wenig. Dort, wo sich besonders ab Freitag die Sonne für längere Zeit zeigt,
können für Ende Oktober milde Werte von teils über 15 Grad erwartet werden,
während diese im Dauergrau im deutlich kälteren einstelligen Bereich verharren.
Entsprechend des noch sehr langen Vorhersagezeitraums kann bisher nur von einer
Tendenz gesprochen werden, doch besonders der Westen Deutschlands könnte von
einem stärkeren Gradienten (auffrischender Süd bis Südostwind) und Absinken
nordseitig der Mittelgebirge profitieren und mehr Sonnenschein erwarten. Dies
spiegelt sich sogar in einem leicht erhöhten EFI-Wert der Maxima von EZMW wider.
Aber auch der Osten Deutschlands könnte von der Lage des Hochdruckgebietes
profitieren, da sich eine kräftige "Böhmische Wind"-Lage einzustellen scheint.
Besonders die Gebiete südlich der Mittelgebirge scheinen bei schwacher
Windbewegung und vorhandener hoher Grenzschichtfeuchte besonders nebelanfällig
zu sein.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Insgesamt ist die Konsistenz von EZMW als gut anzusehen. Die größte Unsicherheit
besteht zu Beginn der Mittelfrist mit dem Abtropfprozess über Norditalien am
Mittwoch und Donnerstag, jedoch sind die Unterschiede für das Wetter in
Deutschland - besonders in Süddeutschland - als gering anzusehen. Die sich ab
Freitag über Deutschland aufbauende Antizyklone wird hinsichtlich Lage und
Intensität konstant gerechnet. Erst zum Sonntag ergeben sich mit dem Zentrum des
Hochdruckgebietes Unterschiede, wobei tendenziell eine Ostverlagerung von
Dänemark in Richtung Ostpolen zu erkennen ist. Dies hätte vorzugsweise auf die
Windrichtung einen Einfluss, da dieser nun zunehmend aus Südosten weht.
Entsprechend würden auch die Wahrscheinlichkeiten für das Einsetzen des
"Böhmischen Windes" im östlichen Erzgebirge zunehmen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Auch innerhalb diverser Globalmodelle zeigt sich ebenfalls eine gute
Übereinstimmung. ICON und GFS sind die "aggressivsten" Modelle mit Blick auf
Übergreifen der Niederschläge im Verlauf des Mittwochs, wobei zur Mittagszeit
bereits eine Region von der Eifel bis zum Bodensee mit leichtem Regen betroffen
wäre. EZMW lässt den Niederschlag erst in den Abendstunden auf diese Bereiche
übergreifen. Dies ist jedoch hauptsächlich der Struktur und Lage des
Norditalientiefs geschuldet, die die Front je nach Intensität mehr oder weniger
stark hinsichtlich ihrer Ostverlagerung abbremst. Alle Modelle zeigen den
Schwerpunkt der Niederschläge in der Nacht zum Donnerstag.
Die nachfolgende Hochdruckentwicklung wird von Lage und Intensität sehr
einheitlich gesehen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Cluster sind am Mittwoch und Donnerstag in 3 Lager aufgeteilt, die alle eine
blockierende Lage aufweisen. Die augenscheinlichsten Unterschiede sind im
Bereich des sich abtropfenden Tiefdruckgebietes auszumachen. Jedoch haben diese
Differenzen keine signifikanten Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland. Von
Freitag bis Sonntag sind sogar nur zwei Cluster zu sehen, die weiterhin eine
blockierende Lage zeigen. Deutschland liegt bei allen Varianten unter einem
kräftigen Keil, respektive Hochdruckgebiet.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt am Mittwoch und Donnerstag eine Spreizung der
Members bei Temperatur und Niederschlag, was u.a. der Unsicherheit geschuldet
sein dürfte, wie schnell die Okklusion ostwärts weiterzieht. Ab Freitag ist eine
straffe Bündelung der 850 hPa Temperatur (Anstieg um 6 K im Verlauf des
Freitags) zu erkennen, was sich auch mit einem deutlichen Anstieg im
Geopotentialfeld bemerkbar macht.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Einzig zum Wochenende zeigt der EFI im Westen Deutschlands geringfügig erhöhte
Werte für die Maxima an und unterstützt somit die Erwartung einiger milder Tage
abseits von Nebel und Hochnebel.
Für den Samstag sind im LEPS und EZMW-EPS Signale für stürmische Windböen
entlang des Erzgebirges zu erkennen, die endgültige Stärke hängt jedoch von der
Lage des Hochdruckgebietes und der Ausprägung der Hochnebeldecke im Böhmischen
Becken ab. Auch entlang der Küstengebiete gibt es schwache Signale für
stürmische Böen aus Süd bis Südost.
Sonst sind jedoch keine signifikanten Wettererscheinungen zu erwarten.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOSMIX-EZWM-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy
ausgegeben am Sonntag, den 25.10.2015 um 10.30 UTC
Mittwoch und Donnerstag viele Wolken mit Regen. Ab Freitag ruhiges Herbstwetter.
Bei Sonnenschein mild, im Dauergrau des (Hoch-)Nebels deutlich kälter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 01.11.2015
Die Mittelfrist, beginnend am kommenden Mittwoch, wird bestimmt von mehreren,
der fortgeschrittenen Jahreszeit entsprechend, kräftigen Zyklogenesen, die über
dem Nordatlantik für Wirbel in der Atmosphäre sorgen. Ein Blick auf die 500 hPa
Geopotentialfelder und besonders auf deren Anomalien zeigt während der gesamten
Mittelfrist - Mittwoch bis Sonntag - einen Bereich beständig negativer Werte,
die sich von Grönland bis in den Bereich der Keltischen See erstrecken und nur
allmählich abgebaut werden. Entsprechend dieser Anomalie (markanter
Langwellentrog) baut sich stromabwärts ein ausgedehnter Bereich positiver
Anomaliewerte von Norddeutschland bis nach Grönland auf, wobei sich zum
kommenden Wochenende im Zuge einer kräftigen Antizyklone ein Schwerpunkt direkt
über Deutschland entwickeln soll. Entsprechend dieses sehr beständigen Musters
ist mit keiner durchgreifenden Umstellung der Wetterlage im Vorhersagezeitraum
zu rechnen.
So übersichtlich diese Wetterlage auch erscheint, im Detail sind besonders für
den Beginn der Mittelfrist gewisse Unsicherheiten zu erkennen. Grund hierfür ist
in der Annäherung eines sich abschwächenden Sturmtiefs im Verlauf des Mittwochs
zu erkennen, welches je nach Modell bereits als "offener" Trog oder noch als
eine abgeschlossene Zirkulation vor Irland liegen und unter Abschwächung stark
positiv geneigt nach Nordost, später Nord ziehen soll. Grund für die
Abschwächung ist eine stromaufwärts stattfindende, sehr kräftige Zyklogenese
südlich von Grönland, die entsprechend vorderseitig für Geopotentialanstieg
sorgt. Die Lage und Neigung des Troges jedoch ist von Interesse, da vom Gros der
Modelle im Verlauf des Mittwochs und der Nacht zum Donnerstag mit andauernder
Abschwächung/Nordverlagerung des Troges in Richtung Großbritannien ein
Abtropfprozess über Norditalien gezeigt wird, was sich auch im Bodendruckfeld in
Form einer schwachen Zyklogenese bemerkbar macht. Diese Konstellation sorgt
dafür, dass die Ostverlagerung einer alternden Okklusion besonders über der
Mitte und dem Süden Deutschlands stark verzögert wird und somit länger
anhaltender Niederschlag zu erwarten ist. Der Schwerpunkt der Niederschläge ist
aus heutiger Sicht entlang und südlich der Mittelgebirge vor allem in der Nacht
zum Donnerstag bis in den Donnerstagvormittag zu erwarten. Warnschwellen
hinsichtlich Dauerregen sollten jedoch nicht erreicht werden.
Im Verlauf des Donnerstags soll der Abtropfprozess vollzogen sein und das
Norditalientief verlagert sich allmählich nach Südosten. Entsprechend wird
erwartet, dass auch der Wettereinfluss auf Süddeutschland allmählich nachlässt.
Es muss jedoch mit letzten Aufgleitniederschlägen bis in die Abendstunden des
Donnerstags gerechnet werden.
Der Zeitraum von Freitag bis Sonntag ist geprägt von der bereits zu Beginn
angedeuteten Hochdruckentwicklung, die ihr Zentrum über Norddeutschland oder
Polen haben soll. Diese Entwicklung resultiert aus einem weit nach Süden
ausgreifenden Höhentrog mit markanter und hochreichender Kaltluftadvektion über
dem östlichen Nordatlantik und einsetzender, kräftiger Zyklogenesen entlang
dessen Ostflanke. Entsprechend meridional ausgerichtet erscheint die Strömung ab
Freitag in den Modellen und mit hochreichender Warmluftadvektion wird die
Hochdruckzelle über dem westlichen Mitteleuropa gestützt.
Solch ein Advektionsregime im Herbst sorgt trotz steigenden Luftdrucks leider
nicht in allen Bereichen Deutschlands für Begeisterungsstürme. Ein Blick auf die
Schichtung der Atmosphäre mit Hilfe von Vorhersagesoundings zeigt bereits in
weiten Bereichen Deutschlands die Ausbildung einer kräftigen Inversion über
einer recht feuchten planetaren Grenzschicht und einhergehend steigender
Hochnebelgefahr an. Immerhin "schnellt" die 850 hPa Temperatur von Donnerstag
mit +4 Grad im Süden und +6 Grad im Norden bis zum Freitag auf +8 bis +10 Grad
deutschlandweit.
Hinsichtlich der bodennahen Temperaturmaxima ändert sich im gesamten Zeitraum
sehr wenig. Dort, wo sich besonders ab Freitag die Sonne für längere Zeit zeigt,
können für Ende Oktober milde Werte von teils über 15 Grad erwartet werden,
während diese im Dauergrau im deutlich kälteren einstelligen Bereich verharren.
Entsprechend des noch sehr langen Vorhersagezeitraums kann bisher nur von einer
Tendenz gesprochen werden, doch besonders der Westen Deutschlands könnte von
einem stärkeren Gradienten (auffrischender Süd bis Südostwind) und Absinken
nordseitig der Mittelgebirge profitieren und mehr Sonnenschein erwarten. Dies
spiegelt sich sogar in einem leicht erhöhten EFI-Wert der Maxima von EZMW wider.
Aber auch der Osten Deutschlands könnte von der Lage des Hochdruckgebietes
profitieren, da sich eine kräftige "Böhmische Wind"-Lage einzustellen scheint.
Besonders die Gebiete südlich der Mittelgebirge scheinen bei schwacher
Windbewegung und vorhandener hoher Grenzschichtfeuchte besonders nebelanfällig
zu sein.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Insgesamt ist die Konsistenz von EZMW als gut anzusehen. Die größte Unsicherheit
besteht zu Beginn der Mittelfrist mit dem Abtropfprozess über Norditalien am
Mittwoch und Donnerstag, jedoch sind die Unterschiede für das Wetter in
Deutschland - besonders in Süddeutschland - als gering anzusehen. Die sich ab
Freitag über Deutschland aufbauende Antizyklone wird hinsichtlich Lage und
Intensität konstant gerechnet. Erst zum Sonntag ergeben sich mit dem Zentrum des
Hochdruckgebietes Unterschiede, wobei tendenziell eine Ostverlagerung von
Dänemark in Richtung Ostpolen zu erkennen ist. Dies hätte vorzugsweise auf die
Windrichtung einen Einfluss, da dieser nun zunehmend aus Südosten weht.
Entsprechend würden auch die Wahrscheinlichkeiten für das Einsetzen des
"Böhmischen Windes" im östlichen Erzgebirge zunehmen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Auch innerhalb diverser Globalmodelle zeigt sich ebenfalls eine gute
Übereinstimmung. ICON und GFS sind die "aggressivsten" Modelle mit Blick auf
Übergreifen der Niederschläge im Verlauf des Mittwochs, wobei zur Mittagszeit
bereits eine Region von der Eifel bis zum Bodensee mit leichtem Regen betroffen
wäre. EZMW lässt den Niederschlag erst in den Abendstunden auf diese Bereiche
übergreifen. Dies ist jedoch hauptsächlich der Struktur und Lage des
Norditalientiefs geschuldet, die die Front je nach Intensität mehr oder weniger
stark hinsichtlich ihrer Ostverlagerung abbremst. Alle Modelle zeigen den
Schwerpunkt der Niederschläge in der Nacht zum Donnerstag.
Die nachfolgende Hochdruckentwicklung wird von Lage und Intensität sehr
einheitlich gesehen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Cluster sind am Mittwoch und Donnerstag in 3 Lager aufgeteilt, die alle eine
blockierende Lage aufweisen. Die augenscheinlichsten Unterschiede sind im
Bereich des sich abtropfenden Tiefdruckgebietes auszumachen. Jedoch haben diese
Differenzen keine signifikanten Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland. Von
Freitag bis Sonntag sind sogar nur zwei Cluster zu sehen, die weiterhin eine
blockierende Lage zeigen. Deutschland liegt bei allen Varianten unter einem
kräftigen Keil, respektive Hochdruckgebiet.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt am Mittwoch und Donnerstag eine Spreizung der
Members bei Temperatur und Niederschlag, was u.a. der Unsicherheit geschuldet
sein dürfte, wie schnell die Okklusion ostwärts weiterzieht. Ab Freitag ist eine
straffe Bündelung der 850 hPa Temperatur (Anstieg um 6 K im Verlauf des
Freitags) zu erkennen, was sich auch mit einem deutlichen Anstieg im
Geopotentialfeld bemerkbar macht.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Einzig zum Wochenende zeigt der EFI im Westen Deutschlands geringfügig erhöhte
Werte für die Maxima an und unterstützt somit die Erwartung einiger milder Tage
abseits von Nebel und Hochnebel.
Für den Samstag sind im LEPS und EZMW-EPS Signale für stürmische Windböen
entlang des Erzgebirges zu erkennen, die endgültige Stärke hängt jedoch von der
Lage des Hochdruckgebietes und der Ausprägung der Hochnebeldecke im Böhmischen
Becken ab. Auch entlang der Küstengebiete gibt es schwache Signale für
stürmische Böen aus Süd bis Südost.
Sonst sind jedoch keine signifikanten Wettererscheinungen zu erwarten.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOSMIX-EZWM-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy