SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 24.10.2015 um 10.30 UTC
Hochdruckrandlage mit meist ruhigem und mildem Herbstwetter. Dabei teils
freundlich, vielfach aber neblig trüb. Im Südwesten und in Alpennähe Mittwoch
und Donnerstag auch mal etwas Regen.
__________________________________________________________
Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 31.10.2015
Im gesamten Mittelfristzeitraum, also von Dienstag bis Samstag nächster Woche
bleibt uns das ruhige und milde, teils freundliche und teils zu Nebel oder
Hochnebel neigende Wetter im Wesentlichen wohl erhalten.
Zwischen hohem Luftdruck über Skandinavien und Osteuropa und tiefem Druck über
dem Ostatlantik und Südwesteuropa liegt Deutschland in einer bodennah vorwiegend
südöstlichen Strömung.
In der Höhe erfolgt bei weiterer Blockade durch den massiven Keil über
Mitteleuropa und dem östlichen Mitteleuropa ein CUT OFF von der äußeren Biscaya
südostwärts zum westlichen Mittelmeer. Die leicht zyklonale Ostflanke des
Höhentiefs kann dabei Mittwoch/Donnerstag den äußersten Südwesten und den
alpennahen Regionen etwas Niederschlag bringen. Im Bodendruckfeld dringt dabei
ein okkludiertes Frontensystem in abgeschwächter Form von Frankreich und Benelux
her auf die westlichen und südwestlichen Randgebiete Deutschlands vor.
Aufgrund der Strömungsverhältnisse bei ausgeprägter Inversion dürften
insbesondere Teile Süd- und Mitteldeutschlands nebelanfällig sein, an den
Nord-und Nordwestflanken der Mittelgebirge hingegen öfters die Sonnen scheinen.
Auch nach Nordosten dürfte die Nebelwahrscheinlichkeit aufgrund des stärkeren
Gradienten etwas niedriger sein!
Die Temperaturen erreichen in Lee-Aufheiterungszonen des Westens und Südwestens
Temperaturen um oder über 15 °C, lokal vielleicht auch direkt am Alpenrand. Mit
Ausnahme von Aufklarungsgebieten in Bayern und im Nordosten sollten die Nächte
weitgehend frostfrei bleiben.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die letzten vier EZMW-Läufe bringen im synoptischen scale ähnliche Ergebnisse.
Im neuesten Lauf ist der Gradient und damit die Stärke der Südostströmung über
dem größten Teil Deutschlands etwas schwächer ausgeprägt als vorher, was für
eine vergleichsweise erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nebel und Hochnebelsprechen
würde.
__________________________________________________________
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis Dienstag liefern die anderen vorliegenden operationellen Modelle ähnliche
Ergebnisse.
Mittwoch/Donnerstag ist die zyklonale Nordostflanke des über Südwesteuropa in
etwas östlicher Position abtropfenden Höhentiefs bei GFS, ICON, NAVGEM und GEM
etwas stärker ausgeprägt, so dass Niederschlagsprozesse eher den Westen und
Südwesten Deutschlands erreichen und auch weiter ostwärts in die Westhälfte und
den Süden vordringen.
Markantere Unterschiede ergeben sich dann zum Wochenende:
Während EZMW die antizyklonale Südostlage stabilisiert, greift bei GFS und ICON
zum Wochenende die zyklonale Vorderseite eines über Westeuropa heranschwenkenden
Troges auf Deutschland über!
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EPS-EZMW-Rauchfahnen zeigen im Wesentlichen einen milden und
niederschlagarmen Mittelfristzeitraum mit 850 hPa Temperaturen um 10 °C, wobei
auch die Potentialkurven auf recht hohem Niveau verlaufen.
Am Mittwoch/Donnerstag nimmt die Bandbreite des Temperatur-und
Geopotentialspektrums zu, wobei in Bezug auf beide Größen auch eine gewisse
Ansammlung niedriger Werte zu erkennen ist
( jeweils etwas tieferer zweiter Ast).
Die New CLUSTERs 120-168h des EZMW-EPS(4 CLUSTER) stützen im Wesentlichen jedoch
die Blockierungssituation mit den antizyklonalen Blockadezentren über Nord-und
Osteuropa.
Die Großwetterlagenklassifikation des EPS-EZMW nach Paul James bringt bis
Freitag fast ausschließlich die GWL "SEa" oder "Sa", wobei sich dann erst
Freitag/Samstag ein geringer Anteil an zyklonalen GWLs beimischt: SEz, Sz.
Abweichend von den EZMW-EPS zeigen die ENS-EPS des GFS zum Donnerstag eine
Eindellung im Temperaturspektrum mit recht deutlichen Niederschlagssignalen am
Mittwoch und Donnerstag zumindest in der Westhälfte.
Am Wochenende signalisieren die ENS-EPS Rauchfahnen dann eine von Westen
nachfolgende neue zyklonale Phase. Das Temperaturniveau bleibt dabei aber noch
recht hoch.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Im Mittelfristzeitraum sind wahrscheinlich keine markanten Wetterereignisse zu
erwarten. Weder die deterministischen Modelle noch die Statistik geben Hinweise
darauf. Allenfalls an der Nordseeküste besteht Donnerstag bis Samstag nächster
Woche ein geringes Risiko für stürmische Böen aus Südost.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX und EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Michael Goethel
ausgegeben am Samstag, den 24.10.2015 um 10.30 UTC
Hochdruckrandlage mit meist ruhigem und mildem Herbstwetter. Dabei teils
freundlich, vielfach aber neblig trüb. Im Südwesten und in Alpennähe Mittwoch
und Donnerstag auch mal etwas Regen.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 31.10.2015
Im gesamten Mittelfristzeitraum, also von Dienstag bis Samstag nächster Woche
bleibt uns das ruhige und milde, teils freundliche und teils zu Nebel oder
Hochnebel neigende Wetter im Wesentlichen wohl erhalten.
Zwischen hohem Luftdruck über Skandinavien und Osteuropa und tiefem Druck über
dem Ostatlantik und Südwesteuropa liegt Deutschland in einer bodennah vorwiegend
südöstlichen Strömung.
In der Höhe erfolgt bei weiterer Blockade durch den massiven Keil über
Mitteleuropa und dem östlichen Mitteleuropa ein CUT OFF von der äußeren Biscaya
südostwärts zum westlichen Mittelmeer. Die leicht zyklonale Ostflanke des
Höhentiefs kann dabei Mittwoch/Donnerstag den äußersten Südwesten und den
alpennahen Regionen etwas Niederschlag bringen. Im Bodendruckfeld dringt dabei
ein okkludiertes Frontensystem in abgeschwächter Form von Frankreich und Benelux
her auf die westlichen und südwestlichen Randgebiete Deutschlands vor.
Aufgrund der Strömungsverhältnisse bei ausgeprägter Inversion dürften
insbesondere Teile Süd- und Mitteldeutschlands nebelanfällig sein, an den
Nord-und Nordwestflanken der Mittelgebirge hingegen öfters die Sonnen scheinen.
Auch nach Nordosten dürfte die Nebelwahrscheinlichkeit aufgrund des stärkeren
Gradienten etwas niedriger sein!
Die Temperaturen erreichen in Lee-Aufheiterungszonen des Westens und Südwestens
Temperaturen um oder über 15 °C, lokal vielleicht auch direkt am Alpenrand. Mit
Ausnahme von Aufklarungsgebieten in Bayern und im Nordosten sollten die Nächte
weitgehend frostfrei bleiben.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die letzten vier EZMW-Läufe bringen im synoptischen scale ähnliche Ergebnisse.
Im neuesten Lauf ist der Gradient und damit die Stärke der Südostströmung über
dem größten Teil Deutschlands etwas schwächer ausgeprägt als vorher, was für
eine vergleichsweise erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nebel und Hochnebelsprechen
würde.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis Dienstag liefern die anderen vorliegenden operationellen Modelle ähnliche
Ergebnisse.
Mittwoch/Donnerstag ist die zyklonale Nordostflanke des über Südwesteuropa in
etwas östlicher Position abtropfenden Höhentiefs bei GFS, ICON, NAVGEM und GEM
etwas stärker ausgeprägt, so dass Niederschlagsprozesse eher den Westen und
Südwesten Deutschlands erreichen und auch weiter ostwärts in die Westhälfte und
den Süden vordringen.
Markantere Unterschiede ergeben sich dann zum Wochenende:
Während EZMW die antizyklonale Südostlage stabilisiert, greift bei GFS und ICON
zum Wochenende die zyklonale Vorderseite eines über Westeuropa heranschwenkenden
Troges auf Deutschland über!
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EPS-EZMW-Rauchfahnen zeigen im Wesentlichen einen milden und
niederschlagarmen Mittelfristzeitraum mit 850 hPa Temperaturen um 10 °C, wobei
auch die Potentialkurven auf recht hohem Niveau verlaufen.
Am Mittwoch/Donnerstag nimmt die Bandbreite des Temperatur-und
Geopotentialspektrums zu, wobei in Bezug auf beide Größen auch eine gewisse
Ansammlung niedriger Werte zu erkennen ist
( jeweils etwas tieferer zweiter Ast).
Die New CLUSTERs 120-168h des EZMW-EPS(4 CLUSTER) stützen im Wesentlichen jedoch
die Blockierungssituation mit den antizyklonalen Blockadezentren über Nord-und
Osteuropa.
Die Großwetterlagenklassifikation des EPS-EZMW nach Paul James bringt bis
Freitag fast ausschließlich die GWL "SEa" oder "Sa", wobei sich dann erst
Freitag/Samstag ein geringer Anteil an zyklonalen GWLs beimischt: SEz, Sz.
Abweichend von den EZMW-EPS zeigen die ENS-EPS des GFS zum Donnerstag eine
Eindellung im Temperaturspektrum mit recht deutlichen Niederschlagssignalen am
Mittwoch und Donnerstag zumindest in der Westhälfte.
Am Wochenende signalisieren die ENS-EPS Rauchfahnen dann eine von Westen
nachfolgende neue zyklonale Phase. Das Temperaturniveau bleibt dabei aber noch
recht hoch.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Im Mittelfristzeitraum sind wahrscheinlich keine markanten Wetterereignisse zu
erwarten. Weder die deterministischen Modelle noch die Statistik geben Hinweise
darauf. Allenfalls an der Nordseeküste besteht Donnerstag bis Samstag nächster
Woche ein geringes Risiko für stürmische Böen aus Südost.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX und EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Michael Goethel