DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 251000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Sonntag, 25.10.2015, 11:30 Uhr

Viele Wolken, kaum Regen. Kommende Nacht gebietsweise Nebel. Montag
Hochnebel und Sonne.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag fällt im Südosten anfangs leichter Regen. Ansonsten
bleibt es bei meist dichten Wolken größtenteils niederschlagsfrei.
Auch am Nachmittag dominieren die Wolken, größere Auflockerungen sind
erst gegen Abend zu erwarten. Die Luft erwärmt sich auf 13 Grad im
Bergland und bis 18 Grad am Oberrhein. Der Wind weht schwach bis
mäßig und dreht von West bis zum Abend auf Ost.

In der Nacht zum Montag ist es meist nur gering bewölkt und
gebietsweise bildet sich Nebel oder Hochnebel. Die Tiefstwerte liegen
zwischen 9 und 4 Grad.

Am Montag sind die Nebel- und Hochnebelfelder teilweise bis zu Mittag
hartnäckig, besonders an der Donau. Ansonsten scheint die Sonne. Die
Höchsttemperaturen erreichen Werte von 10 Grad bei zähem Nebel und
bei Sonne bis zu 17 Grad an Neckar und Rhein. Der östliche Wind weht
schwach bis mäßig.

In der Nacht zu Dienstag ist es meist klar und es kann sich erneut
gebietsweise Nebel und Hochnebel bilden. Die Temperatur geht auf
Werte zwischen 8 und 1 Grad zurück.

Am Dienstag halten sich Nebel und Hochnebel teilweise zäh, ansonsten
scheint die Sonne. Die Höchsttemperatur liegt je nach Nebelauflösung
zwischen 8 und 17 Grad. Der Wind weht überwiegend schwach aus Ost.

In der Nacht zum Mittwoch ziehen von Südwesten her Wolken auf, die
hier und da ein paar Tropfen Regen bringen können. Vorher kann sich
gebietsweise Nebel oder Hochnebel ausbreiten. Dabei sinkt die
Temperatur auf 9 bis 3 Grad.


Am Mittwoch können sich im Osten anfangs teilweise Nebel und
Hochnebel halten, danach scheint meist die Sonne. Erst gegen Abend
ziehen im Westen Wolken auf und bringen hier gebietsweise etwas
Regen. Die Luft erwärmt sich auf 9 bis 17 Grad. Der Wind kommt aus
unterschiedlichen Richtungen und bleibt schwach.

In der Nacht zu Donnerstag breiten sich dichte Wolken und Regen aus.
Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 3 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 25.10.2015, 11:30 Uhr -
"Derzeit liegt Deutschland auf der Ostflanke von Hoch "Sophie" mit
Zentrum über dem Ärmelkanal. Dabei konnte sich eine nordwestliche
Strömung ausbilden, in die am heutigen Sonntag ein Tiefausläufer,
ausgehend von Tief Valentin bei Spitzbergen, eingebettet ist, der
Deutschland von Nordwesten südostwärts überquert. Rückseitig fließt
dann zunächst etwas kühlere Meeresluft ein, die mit der östlichen
Verlagerung von "Sophie" zunehmend wieder unter Hochdruckeinfluss
gerät.

Mit Durchzug des Tiefausläufers muss jedoch mit leichtem Regen
gerechnet werden. Dieser hat frontalen Charakter und liegt in den
Hebungsprozessen an der Kaltfront begründet. Dort schiebt sich die
kältere Luft unter die wärmere Luft, die entsprechend gehoben wird.
Durch die Abkühlung mit der Höhe setzt Kondensation ein. Der
Entwicklung von Regen steht somit nichts mehr im Wege. Auch
rückseitig des Tiefausläufers kann es im Mittelgebirgsraum und
nordwestlich davon anfangs vereinzelt noch zu kurzen Regenfällen
kommen. Diese beruhen auf der Luftdruckverteilung in höheren
atmosphärischen Schichten sowie dem Vordringen kälterer Luft in
diesen Höhen, die absinken möchte. Entsprechend werden vertikale
Umwälzungen in Gang gesetzt. Verstärkt werden diese Hebungsprozezse
noch durch die Orographie. Durch die nordwestliche Strömung wird die
Luft an den Nordwesträndern der Mittelgebirge, vor allem dem
Rothaargebirge und der Eifel, gezwungen aufzusteigen.

Nach Abzug des Tiefausläufers wird das Hoch "Sophie" alleine
wetterbestimmend. Dieses verlagert sich langsam ostwärts und wird am
Dienstag voraussichtlich mit Zentrum schon über Polen liegen.
Deutschland gelangt dabei auf die Westseite des Druckgebildes, sodass
die Luft zunehmend aus östlichen bis südöstlichen Richtungen nach
Deutschland transportiert wird. Diese Luft ist dann vorwiegend von
kontinentaler Herkunft und somit etwas trockener als zuvor.

Mit der Verlagerung von "Sophie", über Deutschland hinweg, dominieren
also im Vorhersagegebiet absinkende Luftbewegungen vor. Diese führen
grundsätzlich zu Wolkenauflösung. Somit kann die Sonne vor allem am
Montag und Dienstag häufiger und länger scheinen?!?! Aber: Da wird
uns schon mitten im Herbst befinden, in dem die Sonne schon deutlich
an Kraft verloren hat, gibt es immer kleinere oder größere Regionen,
in den der herbstlich trübe Charakter nur zögerlich oder gar nicht
weichen will. Nebel und Hochnebel ist das Stichwort! Bei absinkenden
Luftbewegungen erwärmt sich diese. Liegt jedoch in den bodennahen
Schichten eine kältere Luftmasse vor, wird diese Bewegung abrupt
gestoppt. Im Grenzbereich der wärmeren abgesunkenen Luft und der
kälteren Luft in Bodennähe (Inversion) bildet sich der sogenannte
Mischungsnebel aus, der in diesem Fall als Hochnebel bezeichnet wird.
Können die Wolken tagsüber aufgehen und die Sonne scheinen, kann der
Boden bei nächtlichem klarem Himmel rasch deutlich auskühlen. Ist
noch genügend Feuchte vorhanden kondensiert diese in Bodennähe und
bildet den sogenannten Strahlungsnebel, in diesem Fall Bodennebel. Je
nach Mächtigkeit und Windstärke lösen sich die Nebelfelder schnell
oder weniger schnell auf. Am Montag und Dienstag sind wohl vor allem
Flusstäler und Senken der Mittelgebirge ganztags vom Nebel oder
Hochnebel betroffen. Ansonsten stehen die Chancen ganz gut, dass sich
das graue und trübe Wetter zumindest zeitweise verzieht und bei
zweistelligen Höchsttemperaturen dem "Goldenen Oktober" bis
einschließlich Mittwoch Platz macht. "

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
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