SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 26.01.2014 um 10.30 UTC
Zunächst ruhiges und winterlich kaltes Wetter. Zum kommenden Wochenende Milderung möglich,
aber unsicher.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.02.2014
Am Mittwoch, zum Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt nach dem EZMW-Modell Deutschland
im Bereich eines umfangreichen langwelligen Trogsystems, wobei der Höhentiefschwerpunkt
westlich unseres Landes liegt. Die Frontalzone biegt östlich eines Richtung Grönland
gerichteten Rückens scharf nach Süden um und verläuft dann über Nordafrika hinweg. Aus dem
Bereich des Schwarzen Meeres erstreckt sich wieder ein Rücken nordwestwärts, unter dem
auch eine fennoskandische Höhenantizyklone liegt. Diese stützt ein kräftiges
nordrussisches Hoch, an dessen Südwestflanke unser ganzes Land liegt. Der Gegenspieler ist
ein Tief über dem Ärmelkanal. Bodennaher Ostwind holt die zuvor nach Osten abgedrängte
Kaltluft wieder zu uns zurück. Nach GME soll am Mittwochmittag in etwa die nordöstliche
Hälfte Deutschlands und die Mittelgebirge unter einer Schneedecke liegen, so dass die
wieder einströmende Kaltluft schon alles vorbereitet findet. Wettermäßig dürfte der
Mittwoch ruhig verlaufen, teilweise wird sogar wolkenfreier Himmel simuliert.
Am Donnerstag weitet sich der westliche Anteil des Langwellentroges weiter nach Nordafrika
hinein aus, Deutschland gelangt dagegen in eine südliche Höhenströmung. Auch das Bodentief
verlagert sich über Frankreich hinweg ins Mittelmeer. In 850 hPa steigt die Temperatur von
Süden her föhnbedingt schon wieder auf 0 Grad an. Wettermäßig verbleiben wir weiterhin
zwischen den "Stühlen". Etwas Schnee kann im äußersten Norden im Übergangsbereich zu der
deutlich kälteren skandinavischen Luft fallen. Etwas Regen kann der Trog im äußersten
Südwesten bringen.
Im Freitag wird die Umstellung der Wetterlage vorbereitet. Der westeuropäische Trog tropft
ab, das nördliche Residuum gewinnt langsam Raum Richtung Osten und erreicht den Westen
Norwegens. Wettermäßig bleibt es in Deutschland ruhig wie an den Vortagen. Unwetter drohen
wieder in Italien. Über Labrador hat sich derweil wieder eine Menge Kaltluft angesammelt.
Von dort stößt ein weiterer Trog in den Atlantik vor und leitet eine Sturmzyklogenese ein.
Dieses Tief erreicht bis Freitagmittag mit einem Kerndruck unter 965 hPa bereits das
Seegebiet nordwestlich von Schottland. Damit nimmt die Großwetterlage allmählich wieder
das Muster an, welches wir diesen Winter schon häufiger gesehen haben. Unterschied ist
aber, dass sich mittlerweile in Russland westlich des Ural eine Menge Kaltluft angesammelt
hat, auch Skandinavien ist mittlerweile kalt. Das reicht aber nach dem EZMW-Hauptlauf
nicht aus, die Westdrift von Westmitteleuropa fern zu halten.
Am Samstag erreicht das atlantische Sturmtief schon die Shetland-Inseln. Deutschland
gelangt auf der Trogvorderseite in eine Südwestströmung, auch am Boden setzt langsam
Südwestwind ein. Die Kaltfront des Tiefs erreicht mit mäßigen Regenfällen den Nordwesten
Deutschlands.
Am Sonntag überquert sie uns langsam südostwärts, der Trog verbleibt aber noch westlich
von uns. Bei 850-hPa-Temperaturen schneit es zumindest im Bergland, sonst fällt Regen, was
aber bei teils gefrorenem Boden im Nordosten Deutschlands unschöne Konsequenzen haben
könnte.
Zum Beginn der ersten Februarwoche schwenkt dann der Trog nach Osten durch und nachfolgend
schiebt sich von Westen ein Rücken nach Deutschland. Die Frontalzone wird weiter nach
Norden abgedrängt. Nach diesem Szenario dürfte sich also ruhiges Strahlungswetter
einstellen, bei im Bergland noch vorhandener Schneedecke allerdings mit kalten Nächten.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des aktuellen Laufs mit den letzten beiden Vorläufen ist gut. Bis Freitag
zeigen sich kaum Unterschiede. Am Samstag bleibt im aktuellen Lauf der Trog etwas weiter
über dem Westen Europas als in den Vorläufen und ist weniger scharf ausgeprägt. Letztlich
zeigen aber alle Läufe, dass die Kaltfront bis Sonntag Deutschland überquert, wenn auch
das Timing und auch die genaue Lage des Bodentiefs unsicher ist.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis einschließlich Donnerstag simulieren EZMW, GFS, GME, GEM, UKMO und NAVGEM die Lage
ähnlich. Danach laufen die Modelle allmählich auseinander. GME zeigt bis Samstag noch kein
Herannahen der westlichen Frontalzone, dagegen geht es im Mittelmeerraum stärker zur Sache
und von Süden her erreicht uns eine kräftige Höhenströmung. Die Kanadier lassen das
Kältehoch wieder erstarken und sich nach Skandinavien ausdehnen, so dass sich alsbald
wieder eine Ostströmung ergäbe. Auch bei GFS ist der Übergriff von Westen her noch
wesentlich zaghafter. Für unser Wetter in Deutschland heißt das, dass die Prognose bei uns
bis Freitag nach allen Modellen außer GME ähnlich ausfällt. Danach wird es aber unsicher,
ob und wie schnell die Kaltfront übergreift. Auf jeden Fall bietet es sich aber an, ab
Freitag nicht mehr GME zu verwenden.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Im Zeitraum t+120 bis t+168 (Freitag bis Sonntag) werden vom EZMW-EPS 3 Cluster gebildet.
Sämtliche Cluster zeigen hohes Potenzial im Osten Europas und niedriges im Nordwesten.
Dabei tendiert C1 (24 Mitglieder) eher zu einer Austrogung nach Süden im Westen Europas
und bringt kein starkes Tief. Beim Wind bleibt uns eine Ostkomponente erhalten. C2 (14
Mitglieder incl. Kontrolllauf und Hauptlauf) zeigt einen Sturm über den Britischen Inseln
und bei uns wieder Westwind. C3 hat diesen Sturm schwächer und simuliert zudem einen
Abtropfprozess ins Mittelmeer. Damit rückt bei uns schon das Azorenhoch von Westen her
heran.
Im nächsten Zeitraum (bis 240 h) werden 4 Cluster gebildet. Die ersten beiden (zusammen 38
Mitglieder mit Kontrolllauf) zeigen eine schwache Westlage mit recht nördlich verlaufender
Frontalzone und einem Bodenhoch bei uns. Die beiden anderen bringen kräftige Westlagen. C3
(13 Mitglieder) zyklonal, C4 (7 Mitglieder und Hauptlauf) antizyklonal oder nördlich. Der
Hauptlauf hat also nicht viel Unterstützung.
Die Rauchfahne für Offenbach zeigt bis Freitag leichten Anstieg von Temperatur und
Potenzial, dabei geringe Niederschlagssignale. Am Samstag gibt es eine
Niederschlagsspitze, die beim Hauptlauf am stärksten ist. Danach gehen Temperatur und
Potenzial noch einmal etwas zurück. Sehr ähnlich sieht auch die GFS-Rauchfahne aus.
Allerdings ist die Niederschlagsspitze am kommenden Samstag sehr schwach.
FAZIT:
Als einigermaßen sicher kann gelten, dass sich die Kaltluft über Ostkanada wieder
regeneriert und damit die atlantische Tiefdrucktätigkeit wieder auflebt. Ob sich aber am
nächsten Wochenende wieder mildere Atlantikluft in Europa gegen die im Osten und Norden
lagernde Kaltluft durchsetzen kann, ist sehr ungewiss.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Niederschlag/Tauwetter: Sind im Mittelfristzeitraum kein Thema.
Schneefall: Mit Übergriff der Front am kommenden Samstag gibt es sehr schwache Signale für
mehr als 10 cm Schnee in 12 Stunden im westlichen Bergland und in Ostseenähe. Im
Kurzfristzeitraum ist dagegen gebietsweise mit signifikanten Schneefällen zu rechnen.
Sturm: Nach Cosmo-LEPS und EZMW-EPS gibt es von Mittwoch bis Freitag an der Ostsee
deutliche Signale für stürmische Böen, an der Nordsee und im Erzgebirge zumindest schwache
Signale. Ab Samstag tauchen dann im Nordseegebiet und in den westlichen Mittelgebirgen
sehr schwache Signale für 8er Böen auf. Dies sollte man wohl eher als Signal deuten, dass
uns die atlantische Frontalzone noch fern bleibt...
Strenger Frost:
Die Wahrscheinlichkeit für strengen Frost wird von Cosmo-LEPS in den Nächten zum
Donnerstag und Freitag im Nordosten hoch simuliert, ansonsten nicht. EZMW-EPS sieht dabei
etwas anders aus. Neben dem Maximum im Nordosten werden in den Nächten zu Mittwoch bis
Samstag auch deutliche Signale in den Alpen, im Bergland zwischen Rothaargebirge und
Thüringer Wald und in Ostfriesland (!!!) simuliert. Letzteres ist dem Autor dieses Textes
etwas suspekt.
Der Dauerfrost soll sich nach dem EZMW-EPS im Verlauf des kommenden Wochenendes in den
Norden und ins Bergland zurück ziehen. Dabei sind die Wahrscheinlichkeiten am Sonntag nur
noch gering.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX (bis Freitag), GFS, EZMW-EPS. Der EZMW-Hauptlauf wird mit seinem raschen Vorstoß
milderer Luft am kommenden Wochenende nicht ausreichend von anderen Modellen und dem
Ensemble gestützt und folglich verworfen.
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VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Peter Hartmann
ausgegeben am Sonntag, den 26.01.2014 um 10.30 UTC
Zunächst ruhiges und winterlich kaltes Wetter. Zum kommenden Wochenende Milderung möglich,
aber unsicher.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.02.2014
Am Mittwoch, zum Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt nach dem EZMW-Modell Deutschland
im Bereich eines umfangreichen langwelligen Trogsystems, wobei der Höhentiefschwerpunkt
westlich unseres Landes liegt. Die Frontalzone biegt östlich eines Richtung Grönland
gerichteten Rückens scharf nach Süden um und verläuft dann über Nordafrika hinweg. Aus dem
Bereich des Schwarzen Meeres erstreckt sich wieder ein Rücken nordwestwärts, unter dem
auch eine fennoskandische Höhenantizyklone liegt. Diese stützt ein kräftiges
nordrussisches Hoch, an dessen Südwestflanke unser ganzes Land liegt. Der Gegenspieler ist
ein Tief über dem Ärmelkanal. Bodennaher Ostwind holt die zuvor nach Osten abgedrängte
Kaltluft wieder zu uns zurück. Nach GME soll am Mittwochmittag in etwa die nordöstliche
Hälfte Deutschlands und die Mittelgebirge unter einer Schneedecke liegen, so dass die
wieder einströmende Kaltluft schon alles vorbereitet findet. Wettermäßig dürfte der
Mittwoch ruhig verlaufen, teilweise wird sogar wolkenfreier Himmel simuliert.
Am Donnerstag weitet sich der westliche Anteil des Langwellentroges weiter nach Nordafrika
hinein aus, Deutschland gelangt dagegen in eine südliche Höhenströmung. Auch das Bodentief
verlagert sich über Frankreich hinweg ins Mittelmeer. In 850 hPa steigt die Temperatur von
Süden her föhnbedingt schon wieder auf 0 Grad an. Wettermäßig verbleiben wir weiterhin
zwischen den "Stühlen". Etwas Schnee kann im äußersten Norden im Übergangsbereich zu der
deutlich kälteren skandinavischen Luft fallen. Etwas Regen kann der Trog im äußersten
Südwesten bringen.
Im Freitag wird die Umstellung der Wetterlage vorbereitet. Der westeuropäische Trog tropft
ab, das nördliche Residuum gewinnt langsam Raum Richtung Osten und erreicht den Westen
Norwegens. Wettermäßig bleibt es in Deutschland ruhig wie an den Vortagen. Unwetter drohen
wieder in Italien. Über Labrador hat sich derweil wieder eine Menge Kaltluft angesammelt.
Von dort stößt ein weiterer Trog in den Atlantik vor und leitet eine Sturmzyklogenese ein.
Dieses Tief erreicht bis Freitagmittag mit einem Kerndruck unter 965 hPa bereits das
Seegebiet nordwestlich von Schottland. Damit nimmt die Großwetterlage allmählich wieder
das Muster an, welches wir diesen Winter schon häufiger gesehen haben. Unterschied ist
aber, dass sich mittlerweile in Russland westlich des Ural eine Menge Kaltluft angesammelt
hat, auch Skandinavien ist mittlerweile kalt. Das reicht aber nach dem EZMW-Hauptlauf
nicht aus, die Westdrift von Westmitteleuropa fern zu halten.
Am Samstag erreicht das atlantische Sturmtief schon die Shetland-Inseln. Deutschland
gelangt auf der Trogvorderseite in eine Südwestströmung, auch am Boden setzt langsam
Südwestwind ein. Die Kaltfront des Tiefs erreicht mit mäßigen Regenfällen den Nordwesten
Deutschlands.
Am Sonntag überquert sie uns langsam südostwärts, der Trog verbleibt aber noch westlich
von uns. Bei 850-hPa-Temperaturen schneit es zumindest im Bergland, sonst fällt Regen, was
aber bei teils gefrorenem Boden im Nordosten Deutschlands unschöne Konsequenzen haben
könnte.
Zum Beginn der ersten Februarwoche schwenkt dann der Trog nach Osten durch und nachfolgend
schiebt sich von Westen ein Rücken nach Deutschland. Die Frontalzone wird weiter nach
Norden abgedrängt. Nach diesem Szenario dürfte sich also ruhiges Strahlungswetter
einstellen, bei im Bergland noch vorhandener Schneedecke allerdings mit kalten Nächten.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des aktuellen Laufs mit den letzten beiden Vorläufen ist gut. Bis Freitag
zeigen sich kaum Unterschiede. Am Samstag bleibt im aktuellen Lauf der Trog etwas weiter
über dem Westen Europas als in den Vorläufen und ist weniger scharf ausgeprägt. Letztlich
zeigen aber alle Läufe, dass die Kaltfront bis Sonntag Deutschland überquert, wenn auch
das Timing und auch die genaue Lage des Bodentiefs unsicher ist.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis einschließlich Donnerstag simulieren EZMW, GFS, GME, GEM, UKMO und NAVGEM die Lage
ähnlich. Danach laufen die Modelle allmählich auseinander. GME zeigt bis Samstag noch kein
Herannahen der westlichen Frontalzone, dagegen geht es im Mittelmeerraum stärker zur Sache
und von Süden her erreicht uns eine kräftige Höhenströmung. Die Kanadier lassen das
Kältehoch wieder erstarken und sich nach Skandinavien ausdehnen, so dass sich alsbald
wieder eine Ostströmung ergäbe. Auch bei GFS ist der Übergriff von Westen her noch
wesentlich zaghafter. Für unser Wetter in Deutschland heißt das, dass die Prognose bei uns
bis Freitag nach allen Modellen außer GME ähnlich ausfällt. Danach wird es aber unsicher,
ob und wie schnell die Kaltfront übergreift. Auf jeden Fall bietet es sich aber an, ab
Freitag nicht mehr GME zu verwenden.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Im Zeitraum t+120 bis t+168 (Freitag bis Sonntag) werden vom EZMW-EPS 3 Cluster gebildet.
Sämtliche Cluster zeigen hohes Potenzial im Osten Europas und niedriges im Nordwesten.
Dabei tendiert C1 (24 Mitglieder) eher zu einer Austrogung nach Süden im Westen Europas
und bringt kein starkes Tief. Beim Wind bleibt uns eine Ostkomponente erhalten. C2 (14
Mitglieder incl. Kontrolllauf und Hauptlauf) zeigt einen Sturm über den Britischen Inseln
und bei uns wieder Westwind. C3 hat diesen Sturm schwächer und simuliert zudem einen
Abtropfprozess ins Mittelmeer. Damit rückt bei uns schon das Azorenhoch von Westen her
heran.
Im nächsten Zeitraum (bis 240 h) werden 4 Cluster gebildet. Die ersten beiden (zusammen 38
Mitglieder mit Kontrolllauf) zeigen eine schwache Westlage mit recht nördlich verlaufender
Frontalzone und einem Bodenhoch bei uns. Die beiden anderen bringen kräftige Westlagen. C3
(13 Mitglieder) zyklonal, C4 (7 Mitglieder und Hauptlauf) antizyklonal oder nördlich. Der
Hauptlauf hat also nicht viel Unterstützung.
Die Rauchfahne für Offenbach zeigt bis Freitag leichten Anstieg von Temperatur und
Potenzial, dabei geringe Niederschlagssignale. Am Samstag gibt es eine
Niederschlagsspitze, die beim Hauptlauf am stärksten ist. Danach gehen Temperatur und
Potenzial noch einmal etwas zurück. Sehr ähnlich sieht auch die GFS-Rauchfahne aus.
Allerdings ist die Niederschlagsspitze am kommenden Samstag sehr schwach.
FAZIT:
Als einigermaßen sicher kann gelten, dass sich die Kaltluft über Ostkanada wieder
regeneriert und damit die atlantische Tiefdrucktätigkeit wieder auflebt. Ob sich aber am
nächsten Wochenende wieder mildere Atlantikluft in Europa gegen die im Osten und Norden
lagernde Kaltluft durchsetzen kann, ist sehr ungewiss.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Niederschlag/Tauwetter: Sind im Mittelfristzeitraum kein Thema.
Schneefall: Mit Übergriff der Front am kommenden Samstag gibt es sehr schwache Signale für
mehr als 10 cm Schnee in 12 Stunden im westlichen Bergland und in Ostseenähe. Im
Kurzfristzeitraum ist dagegen gebietsweise mit signifikanten Schneefällen zu rechnen.
Sturm: Nach Cosmo-LEPS und EZMW-EPS gibt es von Mittwoch bis Freitag an der Ostsee
deutliche Signale für stürmische Böen, an der Nordsee und im Erzgebirge zumindest schwache
Signale. Ab Samstag tauchen dann im Nordseegebiet und in den westlichen Mittelgebirgen
sehr schwache Signale für 8er Böen auf. Dies sollte man wohl eher als Signal deuten, dass
uns die atlantische Frontalzone noch fern bleibt...
Strenger Frost:
Die Wahrscheinlichkeit für strengen Frost wird von Cosmo-LEPS in den Nächten zum
Donnerstag und Freitag im Nordosten hoch simuliert, ansonsten nicht. EZMW-EPS sieht dabei
etwas anders aus. Neben dem Maximum im Nordosten werden in den Nächten zu Mittwoch bis
Samstag auch deutliche Signale in den Alpen, im Bergland zwischen Rothaargebirge und
Thüringer Wald und in Ostfriesland (!!!) simuliert. Letzteres ist dem Autor dieses Textes
etwas suspekt.
Der Dauerfrost soll sich nach dem EZMW-EPS im Verlauf des kommenden Wochenendes in den
Norden und ins Bergland zurück ziehen. Dabei sind die Wahrscheinlichkeiten am Sonntag nur
noch gering.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX (bis Freitag), GFS, EZMW-EPS. Der EZMW-Hauptlauf wird mit seinem raschen Vorstoß
milderer Luft am kommenden Wochenende nicht ausreichend von anderen Modellen und dem
Ensemble gestützt und folglich verworfen.
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VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Peter Hartmann