SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 26.10.2014 um 10.30 UTC



Meist ruhiges Herbstwetter. Ende nächster Woche an der Küste evtl. stürmisch.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.11.2014


Am Mittwoch ist die Großwetterlage SWa noch gut zu erkennen. Ein Langwellentrog
mit kurzer Amplitude verlagert sich über Nordeuropa nach Osten. Und sorgt vor
allem in Norddeutschland für stärkere Bewölkung und etwas Regen. Die
dazugehörige Kaltfront greift in der Nacht zu Donnerstag zwar auch auf die Mitte
von Deutschland über, gerät jedoch mit dem nach Süden zunehmenden antizyklonalen
Einfluss unter Absinken.

Eine nachfolgende okkludierende Welle erreicht am Donnerstag den Nordwesten von
Deutschland. Die vorlaufende und unter Auflösung begriffene Kaltfront verlagert
sich dabei retrograd wieder nach Norden.
Gleichzeitig verstärkt sich der Hochrücken von den Azoren bis nach Dänemark. Auf
dessen Westflanke werden am Freitag feucht-milde Luftmassen nach Deutschland
geführt.

Südlich von Grönland entwickelt sich ein Langwellentrog, der am Freitag auf
Westeuropa übergreift. Auf der Vorderseite wird kräftige WLA simuliert. Der
Hochrücken über Südwest- und Mitteleuropa blockiert jedoch das Vorankommen nach
Osten. Die Warmfrontbewölkung soll zwar auf Deutschland übergreifen,
nennenswerte Niederschläge werden aber nicht simuliert. Samstag 12 UTC wird
verbreitet die +10 Grad über Deutschland simuliert. Die dazugehörige Kaltfront
greift in der Nacht zu Sonntag auf Deutschland über, gerät jedoch unter Absinken
und liefert auch keine nennenswerten Niederschläge.

Der Langwellentrog über Westeuropa regeneriert sich immer wieder nach Westen hin
und trogt in Richtung Iberischer Halbinsel aus. Der Hochrücken kippt dabei nach
Osten.

Im erweiterten Mittelfristbereich soll sich nach dem aktuellen EZ Lauf TB
einstellen. Demnach dürfte es auch Anfang November noch recht mild bleiben.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


An sich ist die Konsistenz der EZ-Läufe recht gut. Es ist noch nicht ganz
sicher, wie weit nach Süden die Kaltfront am Mittwoch vorstoßen wird, bevor sie
unter Absinken gerät. Der gestrige 12 UTC Lauf lässt die Front schon etwas eher
im Norden auflösen. Die nachfolgende Welle simulieren die Vorläufe und der
aktuelle EZ Lauf wiederum recht ähnlich. Von der Mitte bis nach Norddeutschland
ist daher mit stärkerer Bewölkung und auch etwas Regen zu rechnen.
Der gestrige 12 UTC Lauf hat am Freitag dann das Übergreifen des nächsten
Systems recht forsch simuliert. Der aktuelle EZ Lauf lässt hingegen die Front
erst zum Samstag und dann nur sehr schwach den Nordwesten erreichen.

Im aktuellen Lauf soll der antizyklonale Einfluss deutlich länger bestehen
bleiben. Nur der Nordwesten soll von Kurzwellentrögen tangiert werden.

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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Den Frontdurchgang am Mittwoch simulieren alle Globalmodelle etwas anders. EZ
jedoch am schwächsten. Nach GME und GFS soll die Kaltfront bis in den Süden
vorstoßen. GFS simuliert auf dessen Rückseite eine deutliche Abkühlung, so soll
demnach die 0 Grad Isotherme (in 850 hPa) den Nordosten überqueren. GME und EZ
liegen etwa 5 K höher in der Prognose.

Den Hochrücken simulieren zwar ebenfalls alle betrachteten Modelle, jedoch wird
der sich annähernde Langwellentrog jeweils etwas unterschiedlich simuliert. Die
dazugehörige Kaltfront soll aber nach allen Modellen erst Samstagabend bzw. in
der Nacht zu Sonntag auf Deutschland übergreifen.

Allgemein betrachtet simulieren die Globalmodelle alle ein ähnliches Szenario,
jedoch sind die Details der Frontpassagen noch nicht klar.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


EZ Plumes

Der Spread der Rauchfahne geht am Mittwoch/Donnerstag mit der Kaltfrontpassage
und am Freitag/Samstag mit der Trogannäherung auseinander. Der Hauptlauf von EZ
scheint die WLA am Freitag mit am stärksten zu simulieren, die meisten anderen
Member weisen eine etwas kühlere Variante auf. Ein Member lässt den Trog am
Freitag schon auf Mitteleuropa übergreifen und nach Osten abziehen, sodass in
Deutschland auf dessen Rückseite gerät. Die meisten Member simulieren jedoch ein
eher zögerliches Übergreifen des Langwellentroges auf Deutschland.

Der erweiterte Mittelfristbereich ist jedoch völlig unsicher. Der Spread im 850
hPa Temperaturfeld geht bis zu 15 K auseinander. Auffällig ist aber, dass der
Hauptlauf von EZ eine sehr milde Variante aufzeigt und dabei zu den Ausreißern
einzuordnen ist.


Cluster
Im Zeitbereich 120 bis 168 h gibt es 4 Cluster, der Hauptlauf vom ECMWF befindet
sich mit insgesamt 21 Membern in Cluster 1.
Die verschiedenen Cluster unterscheiden sich vor allem in der Prognose wann und
wie stark der Langwellentrog am Freitag/Samstag auf Mitteleuropa übergreifen
soll. Cluster 1 stellt dabei die Variante dar, wo Mitteleuropa direkt zwischen
dem Langwellentrog und dem Hochrücken befindet. Die anderen Cluster zeigen teils
deutlich den Hochrücken oder die Trogvorderseite als die wetterbestimmende
Komponente auf. _________________________________________________________

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Mit Trogannäherung am Freitag verschärft sich der Druckgradient im Nordwesten.
Vor allem an der Küste und auf den Mittelgebirgen können stürmische Böen
auftreten.

Ansonsten gibt es keine Hinweise auf markante Wettergefahren.
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Basis für Mittelfristvorhersage
EZ, EZ-EPS, MOSMIX
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christina Speicher

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