SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 25.10.2014 um 10.30 UTC



Ruhiges Herbstwetter, einzig der Norden und Nordwesten wird von Fronten
gestreift.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 01.11.2014


Zu Beginn des Mittelfristzeitraumes, am Dienstag, liegt Deutschland in der Mitte
und im Osten im Einflussbereich eines Höhenhochs, dessen Schwerpunkt über
Russland zu finden ist und im Nordwesten und Westen im Einflussbereich eines
sich nähernden flachen Höhenrückens. Die Temperaturen im 850 hPa Niveau liegen
dabei bei Werten um 8 Grad.

Am Mittwoch kommt die ganze Konstellation weiter ostwärts voran, so dass vor
allem der Norden und Nordwesten zunehmend in zyklonalen Einfluss gerät und der
Rest von Deutschland noch von dem Höhenhoch profitiert. Zunehmende Wolken und
aufkommender Regen sind im Norden die Folge. Die Kaltfront bringt allerdings
keinen wirklichen Temperaturwechsel.

Dieses Szenario wechselt sich in den nun folgen Tagen immer wieder ab. Der
Norden wird immer wieder von Kurzwellentrögen überlaufen und weiter südlich ist
antizyklonaler Einfluss wirksam. Korrespondierende Tiefdruckgebiete wandern mit
dem Kurzwelltrog ostwärts und dessen Fronten streifen den Nordwesten und Norden.
Signifikante Niederschlagsmengen werden dabei allerdings nicht erwartet. Einzig
das Temperaturniveau ändert sich kurzfristig im Norden, denn die 0 Grad
Isotherme kommt doch "gefährlich" nahe.

Erst zum Wochenende hin wird es interessant, denn ein kräftiger Trog kommt vom
Atlantik ostwärts voran. Dessen zugehöriges Bodentief liegt am Samstag vor der
Skandinavischen Küste und dessen Front greift in vollem Ausmaß auf Deutschland
über. Dabei sind zum aktuellen Zeitpunkt auch mal markante Niederschlagsmengen
möglich. Zudem kommt es zu einer Gradientverschärfung wodurch es an den Küsten
zu Böen zwischen 7 - 8 Bft kommen kann.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der Vergleich mit den vergangenen Läufen zeigt, dass es keine signifikanten
Unterschiede zwischen ihnen gibt. Die Frontpassage am Mittwoch im Nordwesten und
Norden und das Übergreifen eines kräftigen Tiefs am Wochenende zeigen alle
Läufe. Die Ausprägung der Kurzwellentröge und die Lage des Hochs können von Lauf
zu Lauf etwas variieren, jedoch haben diese kleinen Unterschiede keinen
markanten Einfluss auf das Wettergeschehen. Einzig die Temperaturprognose für
den Norden können dadurch variieren, je nachdem wie weit und wie stark
ausgeprägt die Kurzwellentröge sind. Der Temperaturrückgang ist allerdings nur
von kurzer Dauer, ein ich durchsetzender Kaltluftvorstoß ist nicht in Sicht.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Im Verglich mit anderen globalen Modellen werden keine signifikanten
Unterschiede deutlich. Ausprägung und Lage des Hochs und der Kurzwellentröge
können etwas variieren, bringen dadurch aber keinen markanten Unterschied. Auch
der heranziehende Trog am Wochenende und das Übergreifen der Front des
korrespondierenden Tiefs wird von allen ähnlich prognostiziert.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


In der Clusterrechnung des EZMW werden heute 3 angeboten, wobei sich der
Kontrolllauf in Cluster 1 und der deterministische Lauf in Cluster 2 befinden.

Cluster 1 zeigt im Zeitraum T + 120-168h das Deutschland auf der Vorderseite
eines Langwellentroges liegt, so dass das Vorhersagegebiet einer südwestliche
Strömung ausgesetzt ist.

Cluster 2 zeigt einen Höhenrücken, der bis weit in den Norden von Skandinavien
reicht. Über Deutschland kam es allerdings zu einem Cut-Off Prozess, so dass
kein störungsfreies Hochdruckwetter zu erwarten wäre.

Im 3. Cluster wölbt sich von der Iberischen Halbinsel ein Höhenrücken auf, der
langsam auf Deutschland übergreift.

In der Rauchfahne von Offenbach sieht man vor allem in den
Niederschlagssignalen, dass es ab Mittwoch etwas regnen kann, wobei die Mengen
nicht im signifikanten Bereich liegen. Im Geopotential gibt es am Mittwoch einen
leichten Rückgang, was auf den Kurzwellentrog zurückzuführen ist. Einzig die
Temperaturprognose ist nicht eindeutig. Der Unsicherheitsbereich klafft ab Mitte
der Woche doch stark auseinander. Auch das kann an den kurzwelligen Trögen
liegen, dessen Ausprägung ja doch ein wenig variiert. Ein wirklich markanter und
sich durchsetzender Kaltluftvorstoß ist jedoch nach wie vor nicht erkennbar.
Wenn, dann geht einzig am Mittwoch und Donnerstag die Temperatur im Norden ein
wenig zurück.

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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Bis zum Wochenende werden keine signifikanten Wettererscheinungen erwartet. Am
Samstag frischt der Wind auf, so dass es an den Küsten stürmische Böen geben
kann.
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Basis für Mittelfristvorhersage
Mos-Mix, aktueller EZMW - Lauf
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Tanja Dressel

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