SXDL31 DWAV 0800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 250800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 25.10.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
SWa
Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Samstag... lag um 00 UTC in 300 hPa ein Rücken über Südostfrankreich,
Süddeutschland und Polen, der weiter über das Baltikum nach Finnland reichte.
Über der zentralen Nordsee befand sich ein Kurzwellentrog. Bereits in der ersten
Tageshälfte spaltet sich im Bereich des Rückens über Polen eine eigenständige
Höhenantizyklone ab, die bis Tagesende nach Weißrussland zieht. Bis Mittag
bewegt sich der Kurzwellentrog abschwächend über den Nordwesten und Norden
Deutschlands hinweg. Der langsamere Südteil passiert bei deutlich geringeren
Höhenwinden ab Mittag die Südhälfte. Am Abend folgt ein weiterer Mini-Trog, der
den vorhergehenden einholt und von einem sich kräftigenden Rücken gefolgt wird,
der am Tagesende den Nordwesten unseres Landes erreicht.
Die Warmfront eines Nordmeertiefs hat den Westen und Nordwesten Deutschlands
erreicht und die über der südöstlichen Nordsee liegende Kaltfront dringt am
frühen Vormittag in den Nordwesten Deutschlands ein und verlagert sich bis
Tagesende in die mittleren Teile. Sie verläuft dann etwa von Rügen über das
südliche Sachsen-Anhalt zum nordwestlichen Rheinland-Pfalz hin. Die
Niederschlagsaktivität an der Front nimmt ab, da diese zunehmend unter
antizyklonalen Einfluss gerät. Während anfangs noch nach COSMO-EU bis 9 mm
innerhalb von sechs Stunden fallen (00 bis 06 UTC), zerfleddert das
Niederschlagsband in der zweiten Tageshälfte zusehends und es regnet primär noch
in der Südhälfte. Die höchsten Mengen von 00 bis 24 UTC simuliert C-EU im Westen
mit 10 bis 15 mm. GME rechnet mit maximal 8 mm in Thüringen, GFS mit 7 mm in
Bayern. ECMF16 hat bis 9 mm in Niedersachsen. Postfrontal ist vor allem im
Nordwesten in der zweiten Tageshälfte mit teilweise heiterem Wetter zu rechnen.
Bezüglich Wind sind an den Küsten keine Warnungen mehr erforderlich.
In der Nacht zum Sonntag ist noch umfangreicher als in der Vornacht mit Nebel zu
rechnen (MOS-MIX), wovon besonders die Südwesthälfte betroffen ist. Die Gefahr
von Luftfrost nimmt dagegen ab und sollte sich nur auf den unmittelbaren
Alpenrand beschränken.
Sonntag... kräftigt sich der vom Ärmelkanal nach Norddeutschland reichende
Rücken und bildet mittags bei der Bretagne ein Hochzentrum aus, das sich bis
Tagesende nach Nordfrankreich verlagert. Vorderseitig des über der Nordhälfte
Deutschlands befindlichen Rückens herrscht dann über dem Südosten eine
nordöstliche Höhenströmung.
Im Tagesverlauf löst sich der Frontenzug über Deutschland weitgehend auf. Damit
steht - nach teilweise zögernder Auflösung des Nebels - ein recht freundlicher
und ab Mittag auch niederschlagsfreier Tag an. Der meiste Regen fällt noch
morgens (00 bis 06 UTC) über dem nördlichen Saarland (bis 6 mm nach C-EU).
An der Nordsee frischt der SSW-Wind allerdings wieder etwas auf, so dass dort
einzelne Böen Bft 7 möglich sind.
Es wird noch etwas milder als an den Vortagen, womit recht verbreitet 14 bis 17
Grad als Höchsttemperaturen zu erwarten sind.
Montag... bleibt die Höhenantizyklone über Nordfrankreich erhalten, ebenso der
über dem Norden unseres Gebiets liegende, nach Osteuropa weisende Rücken.
Deutschland verbleibt am Westrande des starken Russland-Hochs unter hohem
Bodendruck. Nach Auflösung des Nebels, der vornehmlich in der Mitte und im Süden
auftritt, ist es teils heiter, teils auch wolkig, aber generell sonniger als am
Sonntag - vor allem im Osten und Südosten. Es bleibt im ganzen Land
niederschlagsfrei (C-EU und GME). GFS und ECMF16 lassen im äußersten Norden ein
paar Tropfen zu.
Um die Nordsee ist bis zum Abend mit zeitweisen Böen Bft 7 aus SSW zu rechnen.
In Sachsen kann am Erzgebirgsrand "Böhmischer Wind" einzelne starke Böen Bft 6
aus SE verursachen.
Die Maximumtemperaturen steigen gebietsweise gegenüber dem Sonntag noch etwas
an, so dass im äußersten Westen bis 19 Grad möglich sind.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die anderen Modelle gehen ebenfalls von einer Fortsetzung der ruhigen
Herbstwetterlage aus.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 25.10.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
SWa
Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC
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Samstag... lag um 00 UTC in 300 hPa ein Rücken über Südostfrankreich,
Süddeutschland und Polen, der weiter über das Baltikum nach Finnland reichte.
Über der zentralen Nordsee befand sich ein Kurzwellentrog. Bereits in der ersten
Tageshälfte spaltet sich im Bereich des Rückens über Polen eine eigenständige
Höhenantizyklone ab, die bis Tagesende nach Weißrussland zieht. Bis Mittag
bewegt sich der Kurzwellentrog abschwächend über den Nordwesten und Norden
Deutschlands hinweg. Der langsamere Südteil passiert bei deutlich geringeren
Höhenwinden ab Mittag die Südhälfte. Am Abend folgt ein weiterer Mini-Trog, der
den vorhergehenden einholt und von einem sich kräftigenden Rücken gefolgt wird,
der am Tagesende den Nordwesten unseres Landes erreicht.
Die Warmfront eines Nordmeertiefs hat den Westen und Nordwesten Deutschlands
erreicht und die über der südöstlichen Nordsee liegende Kaltfront dringt am
frühen Vormittag in den Nordwesten Deutschlands ein und verlagert sich bis
Tagesende in die mittleren Teile. Sie verläuft dann etwa von Rügen über das
südliche Sachsen-Anhalt zum nordwestlichen Rheinland-Pfalz hin. Die
Niederschlagsaktivität an der Front nimmt ab, da diese zunehmend unter
antizyklonalen Einfluss gerät. Während anfangs noch nach COSMO-EU bis 9 mm
innerhalb von sechs Stunden fallen (00 bis 06 UTC), zerfleddert das
Niederschlagsband in der zweiten Tageshälfte zusehends und es regnet primär noch
in der Südhälfte. Die höchsten Mengen von 00 bis 24 UTC simuliert C-EU im Westen
mit 10 bis 15 mm. GME rechnet mit maximal 8 mm in Thüringen, GFS mit 7 mm in
Bayern. ECMF16 hat bis 9 mm in Niedersachsen. Postfrontal ist vor allem im
Nordwesten in der zweiten Tageshälfte mit teilweise heiterem Wetter zu rechnen.
Bezüglich Wind sind an den Küsten keine Warnungen mehr erforderlich.
In der Nacht zum Sonntag ist noch umfangreicher als in der Vornacht mit Nebel zu
rechnen (MOS-MIX), wovon besonders die Südwesthälfte betroffen ist. Die Gefahr
von Luftfrost nimmt dagegen ab und sollte sich nur auf den unmittelbaren
Alpenrand beschränken.
Sonntag... kräftigt sich der vom Ärmelkanal nach Norddeutschland reichende
Rücken und bildet mittags bei der Bretagne ein Hochzentrum aus, das sich bis
Tagesende nach Nordfrankreich verlagert. Vorderseitig des über der Nordhälfte
Deutschlands befindlichen Rückens herrscht dann über dem Südosten eine
nordöstliche Höhenströmung.
Im Tagesverlauf löst sich der Frontenzug über Deutschland weitgehend auf. Damit
steht - nach teilweise zögernder Auflösung des Nebels - ein recht freundlicher
und ab Mittag auch niederschlagsfreier Tag an. Der meiste Regen fällt noch
morgens (00 bis 06 UTC) über dem nördlichen Saarland (bis 6 mm nach C-EU).
An der Nordsee frischt der SSW-Wind allerdings wieder etwas auf, so dass dort
einzelne Böen Bft 7 möglich sind.
Es wird noch etwas milder als an den Vortagen, womit recht verbreitet 14 bis 17
Grad als Höchsttemperaturen zu erwarten sind.
Montag... bleibt die Höhenantizyklone über Nordfrankreich erhalten, ebenso der
über dem Norden unseres Gebiets liegende, nach Osteuropa weisende Rücken.
Deutschland verbleibt am Westrande des starken Russland-Hochs unter hohem
Bodendruck. Nach Auflösung des Nebels, der vornehmlich in der Mitte und im Süden
auftritt, ist es teils heiter, teils auch wolkig, aber generell sonniger als am
Sonntag - vor allem im Osten und Südosten. Es bleibt im ganzen Land
niederschlagsfrei (C-EU und GME). GFS und ECMF16 lassen im äußersten Norden ein
paar Tropfen zu.
Um die Nordsee ist bis zum Abend mit zeitweisen Böen Bft 7 aus SSW zu rechnen.
In Sachsen kann am Erzgebirgsrand "Böhmischer Wind" einzelne starke Böen Bft 6
aus SE verursachen.
Die Maximumtemperaturen steigen gebietsweise gegenüber dem Sonntag noch etwas
an, so dass im äußersten Westen bis 19 Grad möglich sind.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die anderen Modelle gehen ebenfalls von einer Fortsetzung der ruhigen
Herbstwetterlage aus.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.