SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2015 um 10.30 UTC
Zunächst wechselhaft, im Norden windig und kühl. Am Wochenende schwül-warm mit
zunehmender Gewitterneigung.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.08.2015
Zu Beginn der Mittelfrist sorgt ein nach Skandinavien abziehender Trog noch für
wechselhaftes und moderat temperiertes Wetter, bevor sich nachfolgend erneut
eine meridional geprägte Wetterlage über weiten Bereichen Mitteleuropas
einstellt.
Am Mittwoch zieht ein Höhentrog mit dazugehörigem Bodentief rasch in Richtung
Ostsee ab, jedoch deutet sich nachfolgend vorerst keine Änderung der zonalen
Grundströmung an. Eingelagerte Kurzwellentröge sorgen daher in Verbindung mit
einer entlang der Alpen schleifenden Kaltfront in Süddeutschland teils für
skalige Niederschläge, die zudem bei tageszeitlicher Erwärmung auch konvektiv
verstärkt und vereinzelt mit Blitz und Donner begleitet sein können. In
Norddeutschland sorgt der noch anhaltende hohe Druckgradient für einen böigen,
in Richtung Ostsee auch stürmischen West- bis Nordwestwind, der sich im
Tagesverlauf jedoch abschwächt. Schauer und einzelne Gewitter sind besonders in
Verbindung mit durchschwenkenden Trögen zu erwarten, wobei dabei auch im
Tiefland stürmische Böen auftreten können. Die Temperatur verharrt in einem
wenig sommerlichen Bereich von 17 bis 24 Grad, wobei die höchsten Werte entlang
des Oberrheins erwartet werden.
In der Nacht zum Donnerstag wölbt sich über Deutschland ein schwacher Rücken
auf, der vorübergehend eine Wetterberuhigung sowohl beim Wind, als auch beim
Niederschlag bringen soll. Entsprechend werden entlang der Nordsee noch letzte
Windböen aus Nordwest erwartet, sonst verläuft die Nacht bei aufgelockerter
Bewölkung meist trocken. Nur am Alpenrand und in Richtung Nordsee und Ostsee
können noch einzelne Schauer fallen. Bei einem Minima von 10 bis 6 Grad, auf den
Mittelgebirgen auch teils um 4 Grad wird es recht kühl.
Am Donnerstag erreicht Deutschland bereits der nächste Trog aus Westen. Seine
geringe meridionale Ausdehnung und der Frontdurchgang am Vortag werfen Fragen
auf, ob noch genügend Feuchte für entsprechend tageszeitlich bedingten
Labilitätsaufbau erwartet werden kann. Trotz seiner doch scharf ausgeprägten
zyklonalen Krümmung sollten sich die Niederschläge auf einzelne Schauer
beschränken. Einzig die an den Alpen weiterhin schleifende Front sollte mit
entsprechender synoptischer Hebung erneut aktiviert werden, was für
Süddeutschland für ein erhöhtes Schauer- und Gewitterrisiko sprechen würde. In
Richtung Ostsee weht der West- bis Nordwestwind weiterhin böig. Vom
Temperaturniveau ändert sich wenig mit Maxima von 17 bis 23 Grad.
In der Nacht zum Freitag setzt rückseitig des ostwärts abziehenden Troges erneut
Geopotentialanstieg ein, sodass mit Wolkenauflockerungen und trockenem Wetter
gerechnet werden kann. Einzig entlang der Nordseeküste und über der Ostsee
können sich dank einer verzögerten Erwärmung im mittleren Troposphärenbereich
noch Schauer bis weit in die Nacht halten. Dort können auch noch einzelne
Windböen aus Nordwest auftreten. Sonst verläuft die Nacht trocken und schwach
windig bei Minima von 11 Grad entlang der Küsten und um 8 Grad im Landesinneren.
Am Freitag richtet sich der Blick dann wieder weit gen Westen und zwar auf den
östlichen Atlantik. Dort geht ein Prozess weiter, der bereits in der Nacht zum
Freitag begonnen hat, denn mit großräumigen Geopotentialfall wird eine erneute
Austrogung westlich der Iberischen Halbinsel eingeleitet. Jedoch scheint dieser
Trog von einer deutlich schwächeren Ausprägung zu sein, was einem zum Beispiel
beim Blick auf die recht warmen Temperaturen in der mittleren Troposphäre
auffällt. Daher überrascht es nicht, dass sich dieser Trog in der Vorhersage an
den Folgetagen nicht durch große Stationarität ausweist, sondern am Wochenende
bereits nach Nordosten "gehoben" wird. Auffallend ist auch, dass im Zuge eines
sehr schwach ausgeprägten Jetmaximums entlang der Ostseite des Troges auch im
Bodenfeld nur eine diffuse Bodentiefentwicklung angedeutet wird, was einer
markanten Warmluftadvektion nach Deutschland widersprechen würde. Entsprechend
deuten letzte Modellrechnungen am Wochenende auch "nur" 850 hPa Temperaturmaxima
von 10 Grad in Norddeutschland und 15 Grad in Süddeutschland an.
Diese Entwicklung hat zur Folge, dass aus heutiger Sicht der Freitag unter dem
sich aufwölbenden Höhenkeil über Deutschland trocken und mit Temperaturen um 25
Grad in Süddeutschland wieder sommerlich warm verläuft. Einzig am direkten
Alpenrand sind erste Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Der Norden
Deutschland verbleibt noch in der eingeflossenen und allmählich modifizierten
kühlen Nordseeluft bei Maxima von 19 bis 23 Grad.
Bereits der Samstag und nachfolgend auch der Sonntag gestalten sich
trogvorderseitig bei Advektion einer feucht-warmen Luftmasse aus der westlichen
Mittelmeerregion wechselhaft mit zahlreichen und teils kräftigen Schauern und
Gewittern. Allerdings kann am Samstag und Sonntag verbreitet mit einem
sommerlichen Temperaturniveau von 24 bis 28 Grad gerechnet werden. In Richtung
Küsten bleibt es etwas kühler, am Oberrhein hingegen können wir uns wieder der
30-Grad Hitzemarke nähern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist weist EZMW 00Z gröbere Unterschiede im Vergleich zu
den Vorläufen auf, hat die nachfolgende Keilaufwölbung über Deutschland wieder
besser im Griff und zeigt bei der sich nähernden Trogachse zum Wochenende erneut
zunehmende Unsicherheiten.
Somit wird die bereits gestern angedeutete Wetterverschlechterung am Mittwoch
weiter verschärft, da sich der Trog gegen 12 UTC noch über weiten Bereichen
Deutschlands befinden sollte, während er bei den Vorläufen bereits über der
Ostsee hätte liegen sollen. Entsprechend wechselhaft und kühl verläuft der Tag.
Der Durchzug eines Kurzwellentroges am Donnerstag wird weiterhin konstant
hinsichtlich meridionaler Ausdehnung und zeitlichem Eintreffen gerechnet, was
eine Fortdauer der kühlen und wechselhaften Wetterlage bedeutet.
Auch die darauf folgende Keilaufwölbung mit einem über Süddeutschland
schleifenden Frontensystem wird konstant gerechnet, jedoch zeigt der neue EZMW
Lauf ein schnelleres und markanteres Übergreifen eines weiteren Troges zum
Sonntag. Dies hat jedoch kaum Auswirkungen auf die Niederschlagsverteilung, da
weiterhin ein Ausgreifen auf den Norden Deutschlands am Sonntag gezeigt wird
(zeitlich etwas schneller). Ein entsprechend stärkeres Windfeld und einhergehend
höhere Windscherung könnten am Sonntag jedoch kräftigere Gewitter zur Folge
haben.
Die Temperaturen steigen nach kühlem Beginn mit Maxima von 19 bis 24 Grad zum
Wochenende auf sommerliche Werte von 24 bis 28 Grad an. Es besteht dabei ein
Nord-Südgefälle.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die beschriebene Entwicklung der Wetterlage wird von den globalen Modellen
ähnlich gesehen, wobei sich EZMW bei der Austrogung am Mittwoch hinsichtlich der
Lage des Troges im Mittelfeld befindet (schneller als GFS, in guter
Übereinstimmung mit ICON, jedoch langsamer als das französische Modell). Bei der
nachfolgenden Aufwölbung des Keiles sind die Modelle wieder im guten Einklang
und streuen erst später bei Annäherung eines weiteren Troges etwas stärker.
Entsprechend wird das EZMW besonders zum Beginn der Mittelfrist am stärksten
gewichtet, während diese Gewichtung zum Wochenende zugunsten eines breiter
gefächerten Modellpools (ICON, GFS und EZMW) aufgegeben wird.
__________________________________________________________
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EZMW Ensemblevorhersage zeigt zum Mittwoch und Donnerstag eine starke
Bündelung der einzelnen Member, bevor nachfolgend besonders bei der Temperatur
in 850 hPa die Streuung der einzelnen member deutlich zunimmt. Grund hierfür
dürfte die bestehende Unsicherheit der Intensität und Lage des Tiefdruckgebietes
über Südwesteuropa sein und einhergehend die Ausprägung der nach Deutschland
gerichteten Warmluftadvektion. Dennoch ist vom Kontrolllauf unterstützt ein
allmählicher Anstieg auf 10 bis 15 Grad in 850 hPa mit einem einhergehend
sommerlichen Temperaturniveau zu erwarten. Bei den Niederschlägen werden
stärkere Signale bei der Trogpassage am Mittwoch und am Samstag/Sonntag gezeigt,
jedoch mit größeren Unsicherheiten hinsichtlich der Menge.
Bei den Clusteranalysen sind am Mittwoch 4 dieser Cluster zu erkennen, wobei
jedoch zwei am stärksten gewichtet sind. Alle zeigen einen Trog über
Mitteleuropa, wobei nur geringfügige zeitliche Differenzen zu erkennen sind
(positive NAO). Daran ändert sich zum Donnerstag wenig.
Von Freitag bis Sonntag findet eine Einordnung in 3 Cluster statt, wobei erneut
zwei am stärksten gewichtet sind (davon einmal NAO positiv und einmal negativ).
Die größten Unsicherheiten bestehen in der Lage und Stärke des Troges über dem
östlichen Atlantik und wie schnell dieser am Wochenende auf Deutschland
übergreifen soll.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Wind:
Sowohl COSMO-LEPS als auch EZMW-EPS zeigen besonders für Mittwoch entlang der
Deutschen Bucht und Ostsee erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Sturmböen Bft 8,
wobei Windböen Bft 7 weit ins Landesinnere greifen. Einzelne Bft 9 sind entlang
der Ostseeküste möglich. Dasselbe Bild mit geringeren Wahrscheinlichkeiten (Bft
7 im Landesinneren und Bft 8 entlang der Küsten) zeigt sich für dieselben
Gebiete Norddeutschlands am Donnerstag. Dies spiegelt sich auch beim EFI
(Windböen) wieder, der erhöhte Werte über dem Nordosten Deutschlands aufweist.
Den restlichen Vorhersagezeitraum über verbleibt der Wind laut der
Wahrscheinlichkeitsvorhersagen nicht warnwürdig. Auch sonst werden keine
warnrelevanten Parameter wie Niederschlag oder Temperaturen gesehen, auch wenn
wir am Mittwoch und Donnerstag in Norddeutschland in den EFI Signale geringfügig
zu kühle Temperaturen haben.
Gewitter:
Am Freitag am direkten Alpenrand einzelne Gewitter mit Starkregen und Hagel
möglich.
Am Samstag und Sonntag muss zunehmend aus Südwest mit der Bildung von teils
kräftigen Gewittern gerechnet werden, die mit Starkregen und Hagel einhergehen
können. Unwetterpotential durch heftigen Starkregen und großen Hagel ist
gegeben.
Hitze:
Im äußersten Südwesten kann sich bei Temperaturen bis 30 Grad und zunehmender
Luftfeuchtigkeit ab Samstag erneut eine mehrtägige Periode mit hoher Schwüle
einstellen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
EZMW-EPS, MOS-EZMW, ICON
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2015 um 10.30 UTC
Zunächst wechselhaft, im Norden windig und kühl. Am Wochenende schwül-warm mit
zunehmender Gewitterneigung.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.08.2015
Zu Beginn der Mittelfrist sorgt ein nach Skandinavien abziehender Trog noch für
wechselhaftes und moderat temperiertes Wetter, bevor sich nachfolgend erneut
eine meridional geprägte Wetterlage über weiten Bereichen Mitteleuropas
einstellt.
Am Mittwoch zieht ein Höhentrog mit dazugehörigem Bodentief rasch in Richtung
Ostsee ab, jedoch deutet sich nachfolgend vorerst keine Änderung der zonalen
Grundströmung an. Eingelagerte Kurzwellentröge sorgen daher in Verbindung mit
einer entlang der Alpen schleifenden Kaltfront in Süddeutschland teils für
skalige Niederschläge, die zudem bei tageszeitlicher Erwärmung auch konvektiv
verstärkt und vereinzelt mit Blitz und Donner begleitet sein können. In
Norddeutschland sorgt der noch anhaltende hohe Druckgradient für einen böigen,
in Richtung Ostsee auch stürmischen West- bis Nordwestwind, der sich im
Tagesverlauf jedoch abschwächt. Schauer und einzelne Gewitter sind besonders in
Verbindung mit durchschwenkenden Trögen zu erwarten, wobei dabei auch im
Tiefland stürmische Böen auftreten können. Die Temperatur verharrt in einem
wenig sommerlichen Bereich von 17 bis 24 Grad, wobei die höchsten Werte entlang
des Oberrheins erwartet werden.
In der Nacht zum Donnerstag wölbt sich über Deutschland ein schwacher Rücken
auf, der vorübergehend eine Wetterberuhigung sowohl beim Wind, als auch beim
Niederschlag bringen soll. Entsprechend werden entlang der Nordsee noch letzte
Windböen aus Nordwest erwartet, sonst verläuft die Nacht bei aufgelockerter
Bewölkung meist trocken. Nur am Alpenrand und in Richtung Nordsee und Ostsee
können noch einzelne Schauer fallen. Bei einem Minima von 10 bis 6 Grad, auf den
Mittelgebirgen auch teils um 4 Grad wird es recht kühl.
Am Donnerstag erreicht Deutschland bereits der nächste Trog aus Westen. Seine
geringe meridionale Ausdehnung und der Frontdurchgang am Vortag werfen Fragen
auf, ob noch genügend Feuchte für entsprechend tageszeitlich bedingten
Labilitätsaufbau erwartet werden kann. Trotz seiner doch scharf ausgeprägten
zyklonalen Krümmung sollten sich die Niederschläge auf einzelne Schauer
beschränken. Einzig die an den Alpen weiterhin schleifende Front sollte mit
entsprechender synoptischer Hebung erneut aktiviert werden, was für
Süddeutschland für ein erhöhtes Schauer- und Gewitterrisiko sprechen würde. In
Richtung Ostsee weht der West- bis Nordwestwind weiterhin böig. Vom
Temperaturniveau ändert sich wenig mit Maxima von 17 bis 23 Grad.
In der Nacht zum Freitag setzt rückseitig des ostwärts abziehenden Troges erneut
Geopotentialanstieg ein, sodass mit Wolkenauflockerungen und trockenem Wetter
gerechnet werden kann. Einzig entlang der Nordseeküste und über der Ostsee
können sich dank einer verzögerten Erwärmung im mittleren Troposphärenbereich
noch Schauer bis weit in die Nacht halten. Dort können auch noch einzelne
Windböen aus Nordwest auftreten. Sonst verläuft die Nacht trocken und schwach
windig bei Minima von 11 Grad entlang der Küsten und um 8 Grad im Landesinneren.
Am Freitag richtet sich der Blick dann wieder weit gen Westen und zwar auf den
östlichen Atlantik. Dort geht ein Prozess weiter, der bereits in der Nacht zum
Freitag begonnen hat, denn mit großräumigen Geopotentialfall wird eine erneute
Austrogung westlich der Iberischen Halbinsel eingeleitet. Jedoch scheint dieser
Trog von einer deutlich schwächeren Ausprägung zu sein, was einem zum Beispiel
beim Blick auf die recht warmen Temperaturen in der mittleren Troposphäre
auffällt. Daher überrascht es nicht, dass sich dieser Trog in der Vorhersage an
den Folgetagen nicht durch große Stationarität ausweist, sondern am Wochenende
bereits nach Nordosten "gehoben" wird. Auffallend ist auch, dass im Zuge eines
sehr schwach ausgeprägten Jetmaximums entlang der Ostseite des Troges auch im
Bodenfeld nur eine diffuse Bodentiefentwicklung angedeutet wird, was einer
markanten Warmluftadvektion nach Deutschland widersprechen würde. Entsprechend
deuten letzte Modellrechnungen am Wochenende auch "nur" 850 hPa Temperaturmaxima
von 10 Grad in Norddeutschland und 15 Grad in Süddeutschland an.
Diese Entwicklung hat zur Folge, dass aus heutiger Sicht der Freitag unter dem
sich aufwölbenden Höhenkeil über Deutschland trocken und mit Temperaturen um 25
Grad in Süddeutschland wieder sommerlich warm verläuft. Einzig am direkten
Alpenrand sind erste Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Der Norden
Deutschland verbleibt noch in der eingeflossenen und allmählich modifizierten
kühlen Nordseeluft bei Maxima von 19 bis 23 Grad.
Bereits der Samstag und nachfolgend auch der Sonntag gestalten sich
trogvorderseitig bei Advektion einer feucht-warmen Luftmasse aus der westlichen
Mittelmeerregion wechselhaft mit zahlreichen und teils kräftigen Schauern und
Gewittern. Allerdings kann am Samstag und Sonntag verbreitet mit einem
sommerlichen Temperaturniveau von 24 bis 28 Grad gerechnet werden. In Richtung
Küsten bleibt es etwas kühler, am Oberrhein hingegen können wir uns wieder der
30-Grad Hitzemarke nähern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist weist EZMW 00Z gröbere Unterschiede im Vergleich zu
den Vorläufen auf, hat die nachfolgende Keilaufwölbung über Deutschland wieder
besser im Griff und zeigt bei der sich nähernden Trogachse zum Wochenende erneut
zunehmende Unsicherheiten.
Somit wird die bereits gestern angedeutete Wetterverschlechterung am Mittwoch
weiter verschärft, da sich der Trog gegen 12 UTC noch über weiten Bereichen
Deutschlands befinden sollte, während er bei den Vorläufen bereits über der
Ostsee hätte liegen sollen. Entsprechend wechselhaft und kühl verläuft der Tag.
Der Durchzug eines Kurzwellentroges am Donnerstag wird weiterhin konstant
hinsichtlich meridionaler Ausdehnung und zeitlichem Eintreffen gerechnet, was
eine Fortdauer der kühlen und wechselhaften Wetterlage bedeutet.
Auch die darauf folgende Keilaufwölbung mit einem über Süddeutschland
schleifenden Frontensystem wird konstant gerechnet, jedoch zeigt der neue EZMW
Lauf ein schnelleres und markanteres Übergreifen eines weiteren Troges zum
Sonntag. Dies hat jedoch kaum Auswirkungen auf die Niederschlagsverteilung, da
weiterhin ein Ausgreifen auf den Norden Deutschlands am Sonntag gezeigt wird
(zeitlich etwas schneller). Ein entsprechend stärkeres Windfeld und einhergehend
höhere Windscherung könnten am Sonntag jedoch kräftigere Gewitter zur Folge
haben.
Die Temperaturen steigen nach kühlem Beginn mit Maxima von 19 bis 24 Grad zum
Wochenende auf sommerliche Werte von 24 bis 28 Grad an. Es besteht dabei ein
Nord-Südgefälle.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die beschriebene Entwicklung der Wetterlage wird von den globalen Modellen
ähnlich gesehen, wobei sich EZMW bei der Austrogung am Mittwoch hinsichtlich der
Lage des Troges im Mittelfeld befindet (schneller als GFS, in guter
Übereinstimmung mit ICON, jedoch langsamer als das französische Modell). Bei der
nachfolgenden Aufwölbung des Keiles sind die Modelle wieder im guten Einklang
und streuen erst später bei Annäherung eines weiteren Troges etwas stärker.
Entsprechend wird das EZMW besonders zum Beginn der Mittelfrist am stärksten
gewichtet, während diese Gewichtung zum Wochenende zugunsten eines breiter
gefächerten Modellpools (ICON, GFS und EZMW) aufgegeben wird.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die EZMW Ensemblevorhersage zeigt zum Mittwoch und Donnerstag eine starke
Bündelung der einzelnen Member, bevor nachfolgend besonders bei der Temperatur
in 850 hPa die Streuung der einzelnen member deutlich zunimmt. Grund hierfür
dürfte die bestehende Unsicherheit der Intensität und Lage des Tiefdruckgebietes
über Südwesteuropa sein und einhergehend die Ausprägung der nach Deutschland
gerichteten Warmluftadvektion. Dennoch ist vom Kontrolllauf unterstützt ein
allmählicher Anstieg auf 10 bis 15 Grad in 850 hPa mit einem einhergehend
sommerlichen Temperaturniveau zu erwarten. Bei den Niederschlägen werden
stärkere Signale bei der Trogpassage am Mittwoch und am Samstag/Sonntag gezeigt,
jedoch mit größeren Unsicherheiten hinsichtlich der Menge.
Bei den Clusteranalysen sind am Mittwoch 4 dieser Cluster zu erkennen, wobei
jedoch zwei am stärksten gewichtet sind. Alle zeigen einen Trog über
Mitteleuropa, wobei nur geringfügige zeitliche Differenzen zu erkennen sind
(positive NAO). Daran ändert sich zum Donnerstag wenig.
Von Freitag bis Sonntag findet eine Einordnung in 3 Cluster statt, wobei erneut
zwei am stärksten gewichtet sind (davon einmal NAO positiv und einmal negativ).
Die größten Unsicherheiten bestehen in der Lage und Stärke des Troges über dem
östlichen Atlantik und wie schnell dieser am Wochenende auf Deutschland
übergreifen soll.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Wind:
Sowohl COSMO-LEPS als auch EZMW-EPS zeigen besonders für Mittwoch entlang der
Deutschen Bucht und Ostsee erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Sturmböen Bft 8,
wobei Windböen Bft 7 weit ins Landesinnere greifen. Einzelne Bft 9 sind entlang
der Ostseeküste möglich. Dasselbe Bild mit geringeren Wahrscheinlichkeiten (Bft
7 im Landesinneren und Bft 8 entlang der Küsten) zeigt sich für dieselben
Gebiete Norddeutschlands am Donnerstag. Dies spiegelt sich auch beim EFI
(Windböen) wieder, der erhöhte Werte über dem Nordosten Deutschlands aufweist.
Den restlichen Vorhersagezeitraum über verbleibt der Wind laut der
Wahrscheinlichkeitsvorhersagen nicht warnwürdig. Auch sonst werden keine
warnrelevanten Parameter wie Niederschlag oder Temperaturen gesehen, auch wenn
wir am Mittwoch und Donnerstag in Norddeutschland in den EFI Signale geringfügig
zu kühle Temperaturen haben.
Gewitter:
Am Freitag am direkten Alpenrand einzelne Gewitter mit Starkregen und Hagel
möglich.
Am Samstag und Sonntag muss zunehmend aus Südwest mit der Bildung von teils
kräftigen Gewittern gerechnet werden, die mit Starkregen und Hagel einhergehen
können. Unwetterpotential durch heftigen Starkregen und großen Hagel ist
gegeben.
Hitze:
Im äußersten Südwesten kann sich bei Temperaturen bis 30 Grad und zunehmender
Luftfeuchtigkeit ab Samstag erneut eine mehrtägige Periode mit hoher Schwüle
einstellen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
EZMW-EPS, MOS-EZMW, ICON
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy