SXDL31 DWAV 1800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 261800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2015 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Windiger Wochenstart, auch am Dienstag verbreitet windig bzw. stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 12 UTC
-------------------------------------------------------------
Aktuell ... ist unsere sonntägliche "Eintagsfliege" - das No-Name-Zwischenhoch -
dabei, Deutschland in Richtung östliches Mitteleuropa zu verlassen. Da sich auch
Sturmtief ZELJKO über Schweden noch etwas weiter nach Norden verlagert, schwächt
sich der westliche Wind im äußersten Nordosten in den Abendstunden soweit ab,
dass keine Verlängerung der Warnungen mehr nötig ist und wir vorübergehend eine
blaue Warnkarte bekommen.
In der Nacht zum Sonntag richtet sich der Blick dann wieder gen Westen, wo
bereits aktuell nicht nur mehrschichtige Bewölkung den W und SW erreicht hat,
sondern auch schon die ersten Regenfälle registriert wurden. Wolken und Regen
sind im Wesentlichen der WLA vorderseitig eines Tiefkomplexes bei UK und Irland
geschuldet. Zwar bleibt das zugehörige okkludierte Frontensystem in der Nacht
noch westlich von uns - es erreicht wahrscheinlich erst am Morgen den äußersten
Westen - gleichwohl breiten sich die Regenfälle ostwärts aus und erfassen große
Teile des Vorhersageraums. Einzig im äußersten Osten und Nordosten bleibt es
wohl noch trocken. Akkumuliert über 12 Stunden bleiben die Mengen durchweg im
einstelligen Bereich.
Nach einer kurzen Pause rückt im Laufe der Nacht auch der Wind wieder in den
Brennpunkt, wenn auch noch überwiegend auf Sparflamme. Im Vorfeld der sich
nähernden Okklusion frischt der auf SW bis S rückdrehende Wind vor allem auf der
Nordsee sowie in einigen Hochlagen West- und Südwestdeutschlands auf. Dabei
kommt es zu Böen 7 Bft, in exponierten Kamm- und Gipfellagen 8 bis 9 Bft,
ausgangs der Nacht auf dem Feldberg im Schwarzwald sogar 10 Bft.
Montag ... gelangt Deutschland am Südrand einer breiten Trogkonfiguration über
dem Nordmeer und der Nordsee unter eine leicht zyklonal gekrümmte, lebhafte
westliche Strömung. Am Boden zieht das Haupt-Drehzentrum des o.e. Tiefkomplexes
zur Nordsee, es bleibt aber eine elliptische Druckformation bestehen, die um 12
UTC von Jütland bis hinüber nach Irland reicht (siehe Bodenvorhersagekarte von
heute 12 UTC +12h). Auf der Südflanke des Tiefs wird ein "ordentlicher" Gradient
erzeugt, aus dem ein lebhafter, wieder auf SW bis W drehender Wind generiert
wird. Dieser Wind "treibt" die Okklusion des Tiefs rasch nach Osten voran, so
dass sie am Nachmittag schon Polen und Tschechien erreicht.
Rückseitig der Front wird ein Schwall erwärmter Meereskaltluft polaren Ursprungs
importiert, die aber nicht auf direktem Weg sondern in großem Bogen um das o.e.
Tief zu uns gelangt. Wie auch immer, die Luftmasse verfügt über ein gewisses
Quantum an Labilität, auch wenn es sich jetzt nicht um wirklich hochreichende
Kaltluft handelt. Die ML-CAPE-Werte steigen am Nachmittag besonders im N und O
gebietsweise auf 250 bis fast 500 J/kg an, womit sich konvektiv schon was machen
lässt. So werden sich von Westen her schauerartige Regenfälle und Gewitter
ostwärts ausbreiten, wobei die Gewitter mit stürmischen Böen und/oder Starkregen
von etwas über 15 mm innerhalb kurzer Zeit (PPWs liegen im Norden hoch in den
"Zwanzigern") einhergehen. Vereinzelt ist auch kleinkörniger Hagel nicht
ausgeschlossen. Nach Süden hin ist die Regen- und Gewitterwahrscheinlichkeit
tendenziell geringer als im Norden.
Die zweite "Baustelle" neben den Gewittern ist wie oben bereits angedeutet der
Wind, der ebenfalls von Westen her an Stärke zulegt und seinen Schwerpunkt in
den westlichen und südlichen Landesteilen sowie im Mittelgebirgsraum hat. Dabei
liegen die Spitzen in tiefen Lagen meist bei Stärke 7 Bft, vereinzelt auch mal 8
Bft, im Bergland bei 8 bis 9 Bft. In exponierten Kammlagen wie dem Feldberg im
Schwarzwald oder dem Brocken im Harz sind auch schwere Sturmböen 10 Bft möglich.
Dagegen bleibt der Wind im Osten und Nordosten eher mau unterwegs, so dass etwa
von SH (Ausnahme Küste) bis hinunter zur Oberlausitz die Warnkarten in der
Tasche bleiben können.
Bei rasch wechselnden Bewölkungsverhältnissen steigt die Temperatur auf Maxima
zwischen 18°C an Küstenabschnitten mit auflandigem Wind und lokal 25°C im Süden.
In der Nacht zum Dienstag lässt der Wind tagesgangbedingt vorübergehend nach,
bekommt dann in der zweiten Nachthälfte nach Westen hin aber wieder ein
"Refreshing", was der Annäherung eines Bodentroges und der damit verbundenen
Gradientverschärfung geschuldet ist. In gleichem Zuge schwenkt ein kurzwelliger
Höhentrog mit etwas höhenkalter Luft (T500 bis zu -20°C) über den Norden des
Landes hinweg, was dort - im Gegensatz zum großen Rest des Landes - die
konvektive Maschinerie am Laufen hält, wobei sich insbesondere in Nordseenähe
(Stichwort diabatische Komponente) sogar eine Intensivierung der schauerartigen
Regenfälle und Gewitter andeutet. Besonders EURO4, abgeschwächt aber auch
COSMO-EU und ECMF, simulieren einen schmalen Korridor mit hohen
Niederschlagsraten, die möglicherweise das markante 6h-Starkregenkriterium
reißen. Nach EURO4 wären sogar Unwetter denkbar, allerdings erscheint die
Darstellung in Ninjo mit 12h-Summen bis 160 mm !! doch sehr fragwürdig.
Dienstag ... verbleibt Deutschland unter der relativ glatten, für sommerliche
Verhältnisse recht gut definierten Frontalzone mit lebhaften westlichen
Höhenwinden. Weitaus weniger Dynamik zeigt unser Bodentief, das sich eher
pomadig von der Nordsee via Jütland bzw. dem Skagerrak bis zum nördlichen
Kattegat verlagert (Mittwoch, 00 UTC; ICON). Auf seiner Südflanke bleibt die
flotte südwestliche bis westliche Bodenströmung erhalten, wobei sie sich nun
auch in den Osten und Nordosten ausweitet. Mit der Strömung schwenkt der o.e.
Bodentrog im Tagesverlauf ostwärts durch, was eine vorübergehend
Windverschärfung zur Folge hat. Bei weiterhin leicht labiler Schichtung und
850-hPa-Höhenwinden von punktuell bis zu 50 Kt (COSMO-EU) reicht es im Norden
und in der Mitte auch außerhalb von Konvektion für stürmische Böen 8 Bft bis in
tiefe Lagen, sonst stehen verbreitet steife Böen 7 Bft auf der Karte. Im
Bergland sind Böen 8 bis 9 Bft evident, exponiert kann es auch schwer stürmen 10
Bft. Am Nachmittag und Abend nimmt der Wind von Westen her allmählich ab,
besonders nach Nordosten hin bleibt es aber bis in die Nacht zum Mittwoch noch
windig mit Böen 7 Bft, an der Ostsee vereinzelt 8 Bft.
Weiteres Thema neben der Windentwicklung sind auch am Dienstag die Niederschläge
und möglichen Gewitter. Insgesamt nehmen Labilität und Flüssigwassergehalt
gegenüber dem Vortag ab, weil die Luftmasse nun auf direkterem Wege vom Nordmeer
zu uns gelangt (was übrigens auch mit einer leichten Abkühlung einhergeht,
besonders nach NW hin). Gleichwohl reicht es aber in der Nordhälfte für weitere
schauerartige Regenfälle und einzelne Gewitter, die zwar mal einen ordentlichen
Platzregen verursachen können, im Wesentlichen aber von Sturmböen 8 bis 9 Bft
begleitet werden. Nach Süden hin bleibt es im Großen und Ganzen trocken mit
einigen sonnigen Abschnitten, in denen die Temperatur auf 21 bis 24°C steigt.
Das ist auch die Größenordnung für Teile Ostdeutschlands, während man sich in
der NW-Hälfte mit 17 (bei auflandigem Wind) bis 22°C begnügen muss.
Mittwoch ... dreht die Höhenströmung vorderseitig einer Austrogung über
Westeuropa respektive dem nahen Ostatlantik etwas zurück auf SW. Bodennah
befinden wir uns auf der Südseite einer umfangreichen Tiefdruckzone über
Nordeuropa, wobei der Gradient bei uns gegenüber den Vortagen aufweicht.
Trotzdem bleibt es im Norden sowie in den Hochlagen noch windig mit Böen 7 Bft,
an der Küste und in Kammlagen 8 Bft aus SW.
Dazu kommt es im N und NW zu teils kräftigen schauerartigen Regenfällen und
einzelnen Gewittern, während zur Mitte hin die Schauerwahrscheinlichkeit
abnimmt. Im Süden kommt die im Alpenraum bzw. knapp südlich davon liegende
Luftmassengrenze etwas nach Norden voran, so dass es dort immer wolkiger wird
und aus den Alpen heraus Regen einsetzt. Die Temperaturspanne reicht von 16°C an
der Nordsee bis zu 23°C im Süden und Südosten.
Modellvergleich und -einschätzung
----------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren die geschilderte Entwicklung recht ähnlich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2015 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Windiger Wochenstart, auch am Dienstag verbreitet windig bzw. stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 12 UTC
-------------------------------------------------------------
Aktuell ... ist unsere sonntägliche "Eintagsfliege" - das No-Name-Zwischenhoch -
dabei, Deutschland in Richtung östliches Mitteleuropa zu verlassen. Da sich auch
Sturmtief ZELJKO über Schweden noch etwas weiter nach Norden verlagert, schwächt
sich der westliche Wind im äußersten Nordosten in den Abendstunden soweit ab,
dass keine Verlängerung der Warnungen mehr nötig ist und wir vorübergehend eine
blaue Warnkarte bekommen.
In der Nacht zum Sonntag richtet sich der Blick dann wieder gen Westen, wo
bereits aktuell nicht nur mehrschichtige Bewölkung den W und SW erreicht hat,
sondern auch schon die ersten Regenfälle registriert wurden. Wolken und Regen
sind im Wesentlichen der WLA vorderseitig eines Tiefkomplexes bei UK und Irland
geschuldet. Zwar bleibt das zugehörige okkludierte Frontensystem in der Nacht
noch westlich von uns - es erreicht wahrscheinlich erst am Morgen den äußersten
Westen - gleichwohl breiten sich die Regenfälle ostwärts aus und erfassen große
Teile des Vorhersageraums. Einzig im äußersten Osten und Nordosten bleibt es
wohl noch trocken. Akkumuliert über 12 Stunden bleiben die Mengen durchweg im
einstelligen Bereich.
Nach einer kurzen Pause rückt im Laufe der Nacht auch der Wind wieder in den
Brennpunkt, wenn auch noch überwiegend auf Sparflamme. Im Vorfeld der sich
nähernden Okklusion frischt der auf SW bis S rückdrehende Wind vor allem auf der
Nordsee sowie in einigen Hochlagen West- und Südwestdeutschlands auf. Dabei
kommt es zu Böen 7 Bft, in exponierten Kamm- und Gipfellagen 8 bis 9 Bft,
ausgangs der Nacht auf dem Feldberg im Schwarzwald sogar 10 Bft.
Montag ... gelangt Deutschland am Südrand einer breiten Trogkonfiguration über
dem Nordmeer und der Nordsee unter eine leicht zyklonal gekrümmte, lebhafte
westliche Strömung. Am Boden zieht das Haupt-Drehzentrum des o.e. Tiefkomplexes
zur Nordsee, es bleibt aber eine elliptische Druckformation bestehen, die um 12
UTC von Jütland bis hinüber nach Irland reicht (siehe Bodenvorhersagekarte von
heute 12 UTC +12h). Auf der Südflanke des Tiefs wird ein "ordentlicher" Gradient
erzeugt, aus dem ein lebhafter, wieder auf SW bis W drehender Wind generiert
wird. Dieser Wind "treibt" die Okklusion des Tiefs rasch nach Osten voran, so
dass sie am Nachmittag schon Polen und Tschechien erreicht.
Rückseitig der Front wird ein Schwall erwärmter Meereskaltluft polaren Ursprungs
importiert, die aber nicht auf direktem Weg sondern in großem Bogen um das o.e.
Tief zu uns gelangt. Wie auch immer, die Luftmasse verfügt über ein gewisses
Quantum an Labilität, auch wenn es sich jetzt nicht um wirklich hochreichende
Kaltluft handelt. Die ML-CAPE-Werte steigen am Nachmittag besonders im N und O
gebietsweise auf 250 bis fast 500 J/kg an, womit sich konvektiv schon was machen
lässt. So werden sich von Westen her schauerartige Regenfälle und Gewitter
ostwärts ausbreiten, wobei die Gewitter mit stürmischen Böen und/oder Starkregen
von etwas über 15 mm innerhalb kurzer Zeit (PPWs liegen im Norden hoch in den
"Zwanzigern") einhergehen. Vereinzelt ist auch kleinkörniger Hagel nicht
ausgeschlossen. Nach Süden hin ist die Regen- und Gewitterwahrscheinlichkeit
tendenziell geringer als im Norden.
Die zweite "Baustelle" neben den Gewittern ist wie oben bereits angedeutet der
Wind, der ebenfalls von Westen her an Stärke zulegt und seinen Schwerpunkt in
den westlichen und südlichen Landesteilen sowie im Mittelgebirgsraum hat. Dabei
liegen die Spitzen in tiefen Lagen meist bei Stärke 7 Bft, vereinzelt auch mal 8
Bft, im Bergland bei 8 bis 9 Bft. In exponierten Kammlagen wie dem Feldberg im
Schwarzwald oder dem Brocken im Harz sind auch schwere Sturmböen 10 Bft möglich.
Dagegen bleibt der Wind im Osten und Nordosten eher mau unterwegs, so dass etwa
von SH (Ausnahme Küste) bis hinunter zur Oberlausitz die Warnkarten in der
Tasche bleiben können.
Bei rasch wechselnden Bewölkungsverhältnissen steigt die Temperatur auf Maxima
zwischen 18°C an Küstenabschnitten mit auflandigem Wind und lokal 25°C im Süden.
In der Nacht zum Dienstag lässt der Wind tagesgangbedingt vorübergehend nach,
bekommt dann in der zweiten Nachthälfte nach Westen hin aber wieder ein
"Refreshing", was der Annäherung eines Bodentroges und der damit verbundenen
Gradientverschärfung geschuldet ist. In gleichem Zuge schwenkt ein kurzwelliger
Höhentrog mit etwas höhenkalter Luft (T500 bis zu -20°C) über den Norden des
Landes hinweg, was dort - im Gegensatz zum großen Rest des Landes - die
konvektive Maschinerie am Laufen hält, wobei sich insbesondere in Nordseenähe
(Stichwort diabatische Komponente) sogar eine Intensivierung der schauerartigen
Regenfälle und Gewitter andeutet. Besonders EURO4, abgeschwächt aber auch
COSMO-EU und ECMF, simulieren einen schmalen Korridor mit hohen
Niederschlagsraten, die möglicherweise das markante 6h-Starkregenkriterium
reißen. Nach EURO4 wären sogar Unwetter denkbar, allerdings erscheint die
Darstellung in Ninjo mit 12h-Summen bis 160 mm !! doch sehr fragwürdig.
Dienstag ... verbleibt Deutschland unter der relativ glatten, für sommerliche
Verhältnisse recht gut definierten Frontalzone mit lebhaften westlichen
Höhenwinden. Weitaus weniger Dynamik zeigt unser Bodentief, das sich eher
pomadig von der Nordsee via Jütland bzw. dem Skagerrak bis zum nördlichen
Kattegat verlagert (Mittwoch, 00 UTC; ICON). Auf seiner Südflanke bleibt die
flotte südwestliche bis westliche Bodenströmung erhalten, wobei sie sich nun
auch in den Osten und Nordosten ausweitet. Mit der Strömung schwenkt der o.e.
Bodentrog im Tagesverlauf ostwärts durch, was eine vorübergehend
Windverschärfung zur Folge hat. Bei weiterhin leicht labiler Schichtung und
850-hPa-Höhenwinden von punktuell bis zu 50 Kt (COSMO-EU) reicht es im Norden
und in der Mitte auch außerhalb von Konvektion für stürmische Böen 8 Bft bis in
tiefe Lagen, sonst stehen verbreitet steife Böen 7 Bft auf der Karte. Im
Bergland sind Böen 8 bis 9 Bft evident, exponiert kann es auch schwer stürmen 10
Bft. Am Nachmittag und Abend nimmt der Wind von Westen her allmählich ab,
besonders nach Nordosten hin bleibt es aber bis in die Nacht zum Mittwoch noch
windig mit Böen 7 Bft, an der Ostsee vereinzelt 8 Bft.
Weiteres Thema neben der Windentwicklung sind auch am Dienstag die Niederschläge
und möglichen Gewitter. Insgesamt nehmen Labilität und Flüssigwassergehalt
gegenüber dem Vortag ab, weil die Luftmasse nun auf direkterem Wege vom Nordmeer
zu uns gelangt (was übrigens auch mit einer leichten Abkühlung einhergeht,
besonders nach NW hin). Gleichwohl reicht es aber in der Nordhälfte für weitere
schauerartige Regenfälle und einzelne Gewitter, die zwar mal einen ordentlichen
Platzregen verursachen können, im Wesentlichen aber von Sturmböen 8 bis 9 Bft
begleitet werden. Nach Süden hin bleibt es im Großen und Ganzen trocken mit
einigen sonnigen Abschnitten, in denen die Temperatur auf 21 bis 24°C steigt.
Das ist auch die Größenordnung für Teile Ostdeutschlands, während man sich in
der NW-Hälfte mit 17 (bei auflandigem Wind) bis 22°C begnügen muss.
Mittwoch ... dreht die Höhenströmung vorderseitig einer Austrogung über
Westeuropa respektive dem nahen Ostatlantik etwas zurück auf SW. Bodennah
befinden wir uns auf der Südseite einer umfangreichen Tiefdruckzone über
Nordeuropa, wobei der Gradient bei uns gegenüber den Vortagen aufweicht.
Trotzdem bleibt es im Norden sowie in den Hochlagen noch windig mit Böen 7 Bft,
an der Küste und in Kammlagen 8 Bft aus SW.
Dazu kommt es im N und NW zu teils kräftigen schauerartigen Regenfällen und
einzelnen Gewittern, während zur Mitte hin die Schauerwahrscheinlichkeit
abnimmt. Im Süden kommt die im Alpenraum bzw. knapp südlich davon liegende
Luftmassengrenze etwas nach Norden voran, so dass es dort immer wolkiger wird
und aus den Alpen heraus Regen einsetzt. Die Temperaturspanne reicht von 16°C an
der Nordsee bis zu 23°C im Süden und Südosten.
Modellvergleich und -einschätzung
----------------------------------------------------------------
Die Modelle simulieren die geschilderte Entwicklung recht ähnlich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann