SXDL31 DWAV 1800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 251800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.05.2015 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Keine.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 12 UTC
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Aktuell ... lag um 12 UTC in 300 hPa ein Trog mit seiner Achse über
Westdeutschland. Er verlagert sich allmählich bis Tagesende in die zentralen
Bereiche unseres Landes.
Der Südosten befindet sich derzeit unter der leicht diffluenten Vorderseite des
Troges, wobei die hebungsfördernde PVA nicht übermäßig stark ausgeprägt ist. Die
thermische Schichtung ist dort mit KO-Indices von 2 bis 0 labil und somit haben
sich erwartungsgemäß Schauer und Gewitter im Vorfeld der Okklusion entwickelt,
die in die Nordwesthälfte unseres Landes eingedrungen ist. Die CAPE KKN-Werte
lagen um 12 UTC im Süden maximal bei knapp über 100 J/kg. Sie sollen dann zwar
zum Abend hin über dem Südostteil Bayerns stellenweise auf über 300 J/kg
ansteigen.
Sowohl ppw als auch CAPE ML sind derzeit geringer als es gestern im 00 UTC-Lauf
noch angenommen wurde. Somit besteht - auch unter Betrachtung der bisherigen
Ereignisse - kaum eine Gefahr für unwetterartige Entwicklungen. Dies
unterstreichen auch die Prognosen des COSMO-DE von 12 UTC (Reflektivität,
stündliche Niederschlagssummen). Letztere sollen in den nächsten Stunden maximal
bei 20 mm liegen.
Postfrontal fallen nur sehr vereinzelt leichte Schauer.
Trogvorderseitig kann es auch in der kommenden Nacht - im wesentlichen in der
ersten Nachthälfte - noch zu einzelnen Gewittern kommen, am ehesten in den
Südteilen von Baden-Württemberg und Bayern. Böen bis 30 kt sind in der Umgebung
der Gewitter möglich. C-EU und -DE prognostizieren von 18 bis 06 UTC über der
Südosthälfte punktuell noch bis über 20 mm, ICON im Allgäu bis 22 mm.
Örtlich kann sich Nebel bilden.
Dienstag ... zieht der Trog unter Abflachung im Nordteil und vorübergehender
Bildung eines Cut-Offs über Bayern bis zum frühen Nachmittag nach Osten ab. Ein
weiterer, sich intensivierender Kurzwellentrog folgt von der Nordsee her nach.
Er liegt abends über der westlichen, um 24 UTC über der östlichen Hälfte unseres
Landes.
Im Laufe der ersten Tageshälfte verlässt die Okklusion den Südosten
Deutschlands; Druckanstieg und die Kräftigung des Keils des Atlantikhochs sorgen
für eine Wetterberuhigung. Vor allem im Süden ist jedoch noch mit schauerartigen
Regenfällen zu rechnen und in Alpennähe ist auch ein Gewitter nicht
ausgeschlossen. Der Trog mit gemäßigt höhenkalter Luft verursacht im
Küstenbereich einige leichte Schauer.
Von 00 bis 24 UTC fällt der meiste Regen nach C-EU am Alpenrand (bis etwa 23
mm). Auch GFS hat dort bis knapp über 20 mm. Ein wenig Regen ist auch im
Gebirgsraum der Mitte Deutschlands zu erwarten (Vorderseite des zweiten Troges
nachmittags/abends).
Im Verlauf der zweiten Tageshälfte sind an der Nordsee einzelne Böen Bft 7 aus
WNW möglich.
Mit 13 bis 18 Grad ist es für die Jahreszeit zu kühl.
In der Nacht zum Mittwoch bildet sich im Süden und in der Mitte vereinzelt
Nebel. Böen Bft 7 treten nachts dann außer an der Nordsee auch an exponierten
Ostsee-Küstenabschnitten auf.
Mittwoch ... zieht der Trog bis zum Vormittag nach Polen ab und der nachfolgende
Rücken kräftigt sich leicht. Er erreicht abends den Nordwesten, zum Ende des
Tages dann den Südosten Deutschlands.
Der Tag ist im Bodenfeld durch den Keil des Atlantikhochs geprägt und auch die
Konfiguration des Höhendruckfeldes sorgt für leichte Absinktendenzen, so dass
ein weitgehend freundlicher Tag ins Haus steht. C-EU simuliert im wesentlichen
nur in Alpennähe und am Erzgebirge etwas Niederschlag (nicht mehr als 2 mm).
ICON hat dagegen über der Mitte und dem Norden verbreitet 1 bis 3 mm zu bieten,
was aber wenig realistisch erscheint.
Der WNW-Wind nimmt nordöstlich der Elbe noch zu, so dass dort vielfach mit
starken Böen Bft 6, vor allem um Rügen herum auch mit steifen Böen Bft 7
gerechnet werden muss.
Trotz des freundlichen Wettercharakters liegen die Höchsttemperaturen nur
zwischen 14 und 19 Grad.
Donnerstag ... gerät in der ersten Tageshälfte der Norden Deutschlands mehr und
mehr in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone, indem ein Trog von
Großbritannien über die Nordsee sich zum nördlichen Deutschland verlagert.
Der Tag ist bis zum Mittag durch eine Bewölkungsverdichtung in der Mitte und im
Norden geprägt. Durch den Trogeinfluss entwickeln sich bereits vormittags im
Nordseebereich Schauer und Gewitter, die sich im weiteren Verlauf auch auf die
Ostseeküsten erstrecken.
Der auf WSW bzw. SW zurückdrehende Wind frischt im Vorfeld eines sich von den
Britischen Inseln her nähernden Frontensystems auf und erreicht in Böen am
Mittag im Flachland verbreitet Stärke 6, im Nordwesten und in höheren
exponierten Lagen auch Bft 7 (Brocken Bft 9; OOG-Werte, C-EU liegt in der
Nordhälfte vielfach bei Bft 7 bis 8).
Von 00 bis 12 UTC fällt hauptsächlich im äußersten Norden Regen (bis 7 mm in
Nordfriesland) nach C-EU, ICON hat dort bis 10 mm.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die großräumige synoptische Entwicklung von im kurzfristigen Vorhersagezeitraum
von allem Modellen ähnlich eingeschätzt.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.05.2015 um 18 UTC
Markante Wettererscheinungen:
Keine.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 12 UTC
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Aktuell ... lag um 12 UTC in 300 hPa ein Trog mit seiner Achse über
Westdeutschland. Er verlagert sich allmählich bis Tagesende in die zentralen
Bereiche unseres Landes.
Der Südosten befindet sich derzeit unter der leicht diffluenten Vorderseite des
Troges, wobei die hebungsfördernde PVA nicht übermäßig stark ausgeprägt ist. Die
thermische Schichtung ist dort mit KO-Indices von 2 bis 0 labil und somit haben
sich erwartungsgemäß Schauer und Gewitter im Vorfeld der Okklusion entwickelt,
die in die Nordwesthälfte unseres Landes eingedrungen ist. Die CAPE KKN-Werte
lagen um 12 UTC im Süden maximal bei knapp über 100 J/kg. Sie sollen dann zwar
zum Abend hin über dem Südostteil Bayerns stellenweise auf über 300 J/kg
ansteigen.
Sowohl ppw als auch CAPE ML sind derzeit geringer als es gestern im 00 UTC-Lauf
noch angenommen wurde. Somit besteht - auch unter Betrachtung der bisherigen
Ereignisse - kaum eine Gefahr für unwetterartige Entwicklungen. Dies
unterstreichen auch die Prognosen des COSMO-DE von 12 UTC (Reflektivität,
stündliche Niederschlagssummen). Letztere sollen in den nächsten Stunden maximal
bei 20 mm liegen.
Postfrontal fallen nur sehr vereinzelt leichte Schauer.
Trogvorderseitig kann es auch in der kommenden Nacht - im wesentlichen in der
ersten Nachthälfte - noch zu einzelnen Gewittern kommen, am ehesten in den
Südteilen von Baden-Württemberg und Bayern. Böen bis 30 kt sind in der Umgebung
der Gewitter möglich. C-EU und -DE prognostizieren von 18 bis 06 UTC über der
Südosthälfte punktuell noch bis über 20 mm, ICON im Allgäu bis 22 mm.
Örtlich kann sich Nebel bilden.
Dienstag ... zieht der Trog unter Abflachung im Nordteil und vorübergehender
Bildung eines Cut-Offs über Bayern bis zum frühen Nachmittag nach Osten ab. Ein
weiterer, sich intensivierender Kurzwellentrog folgt von der Nordsee her nach.
Er liegt abends über der westlichen, um 24 UTC über der östlichen Hälfte unseres
Landes.
Im Laufe der ersten Tageshälfte verlässt die Okklusion den Südosten
Deutschlands; Druckanstieg und die Kräftigung des Keils des Atlantikhochs sorgen
für eine Wetterberuhigung. Vor allem im Süden ist jedoch noch mit schauerartigen
Regenfällen zu rechnen und in Alpennähe ist auch ein Gewitter nicht
ausgeschlossen. Der Trog mit gemäßigt höhenkalter Luft verursacht im
Küstenbereich einige leichte Schauer.
Von 00 bis 24 UTC fällt der meiste Regen nach C-EU am Alpenrand (bis etwa 23
mm). Auch GFS hat dort bis knapp über 20 mm. Ein wenig Regen ist auch im
Gebirgsraum der Mitte Deutschlands zu erwarten (Vorderseite des zweiten Troges
nachmittags/abends).
Im Verlauf der zweiten Tageshälfte sind an der Nordsee einzelne Böen Bft 7 aus
WNW möglich.
Mit 13 bis 18 Grad ist es für die Jahreszeit zu kühl.
In der Nacht zum Mittwoch bildet sich im Süden und in der Mitte vereinzelt
Nebel. Böen Bft 7 treten nachts dann außer an der Nordsee auch an exponierten
Ostsee-Küstenabschnitten auf.
Mittwoch ... zieht der Trog bis zum Vormittag nach Polen ab und der nachfolgende
Rücken kräftigt sich leicht. Er erreicht abends den Nordwesten, zum Ende des
Tages dann den Südosten Deutschlands.
Der Tag ist im Bodenfeld durch den Keil des Atlantikhochs geprägt und auch die
Konfiguration des Höhendruckfeldes sorgt für leichte Absinktendenzen, so dass
ein weitgehend freundlicher Tag ins Haus steht. C-EU simuliert im wesentlichen
nur in Alpennähe und am Erzgebirge etwas Niederschlag (nicht mehr als 2 mm).
ICON hat dagegen über der Mitte und dem Norden verbreitet 1 bis 3 mm zu bieten,
was aber wenig realistisch erscheint.
Der WNW-Wind nimmt nordöstlich der Elbe noch zu, so dass dort vielfach mit
starken Böen Bft 6, vor allem um Rügen herum auch mit steifen Böen Bft 7
gerechnet werden muss.
Trotz des freundlichen Wettercharakters liegen die Höchsttemperaturen nur
zwischen 14 und 19 Grad.
Donnerstag ... gerät in der ersten Tageshälfte der Norden Deutschlands mehr und
mehr in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone, indem ein Trog von
Großbritannien über die Nordsee sich zum nördlichen Deutschland verlagert.
Der Tag ist bis zum Mittag durch eine Bewölkungsverdichtung in der Mitte und im
Norden geprägt. Durch den Trogeinfluss entwickeln sich bereits vormittags im
Nordseebereich Schauer und Gewitter, die sich im weiteren Verlauf auch auf die
Ostseeküsten erstrecken.
Der auf WSW bzw. SW zurückdrehende Wind frischt im Vorfeld eines sich von den
Britischen Inseln her nähernden Frontensystems auf und erreicht in Böen am
Mittag im Flachland verbreitet Stärke 6, im Nordwesten und in höheren
exponierten Lagen auch Bft 7 (Brocken Bft 9; OOG-Werte, C-EU liegt in der
Nordhälfte vielfach bei Bft 7 bis 8).
Von 00 bis 12 UTC fällt hauptsächlich im äußersten Norden Regen (bis 7 mm in
Nordfriesland) nach C-EU, ICON hat dort bis 10 mm.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die großräumige synoptische Entwicklung von im kurzfristigen Vorhersagezeitraum
von allem Modellen ähnlich eingeschätzt.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Burkhard Kirsch.