VHDL16 DWSG 261000 Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg


VHDL16 DWSG 261000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 26.05.2014, 11:30 Uhr

Örtlich Schauer und Gewitter. Von heute Nachmittag bis morgen
Vormittag im Nordosten mit teils heftigem Starkregen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Nachmittag und Abend kommt es vermehrt zu Schauern und
Gewittern, die vor allem im Nordosten vereinzelt auch unwetterartig
ausfallen können. Die Temperatur steigt auf Werte zwischen 16 Grad im
Bergland und 24 Grad in der Kurpfalz und an der Tauber. Der Wind weht
schwach aus meist westlichen Richtungen und frischt böig, in
Gewitternähe teils stürmisch auf.

In der Nacht zu Dienstag kommt es vor allem in Norden und Nordosten
zu weiteren, teils auch heftigen Gewittern, die von Starkregen,
stürmischen Böen und Hagel begleitet werden. Sonst lassen die Schauer
zuerst nach, bevor aus der Schweiz neue Schauer und Gewitter
heranziehen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 13 und 7 Grad.

Am Dienstag ist es meist stark bewölkt oder bedeckt, vor allem im
Norden und Süden muss häufiger mit Schauern und Gewittern gerechnet
werden, sonst bleibt es auch länger trocken. Die Temperatur liegt bei
14 bis 20 Grad. Der schwache bis mäßige Westwind lebt in Gewitternähe
stark bis stürmisch auf.

In der Nacht zum Mittwoch bleibt es wechselnd bis stark bewölkt, und
die Schauer und Gewitter lassen nach. Die Luft kühlt auf 12 bis 6
Grad ab.

Am Mittwoch ist es wechselnd bis stark bewölkt und es gibt nur
einzelne Schauer, kaum noch Gewitter. Die Luft erwärmt sich auf 14
Grad im Bergland und bis 20 Grad im Rhein-Neckar-Raum. Der Südwest-
bis Nordwestwind weht schwach bis mäßig.

In der Nacht zum Donnerstag klingen die Schauer und Gewitter zunächst
ab. Später kann von Osten her Regen aufziehen. Die Luft kühlt auf 11
bis 6 Grad ab.

Am Donnerstag breitet sich von Nordosten her starke Bewölkung und
Regen auf Baden-Württemberg aus. Die Höchsttemperatur liegt zwischen
15 Grad im Bergland und 21 Grad im Rheintal. Der schwache bis mäßige
Wind kommt aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen.

In der Nacht zu Freitag lässt der Regen nach und die Bewölkung
lockert gebietsweise auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 7
Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 26.05.2014, 11:30 Uhr -
Der einstige "Wonnemonat" Mai verkommt zunehmend zur Regenphase!
Nachdem das Frühjahr in weiten Teilen von Deutschland teils deutlich
zu trocken ausfiel, scheint der Mai nun endgültig wieder den
Wasserhaushalt aufzufüllen. Wie schon in der zweiten Maihälfte des
letzten Jahres überwiegen auch in den kommenden Tagen wieder Stark-
und Dauerregen in vielen Regionen von Deutschland.

Nachdem das Zwischenhoch Urs nach Norden abgezogen ist und heute
Mittag mit Zentrum über der Nordsee liegt, ist der Weg wieder frei
für Tiefdruckgebiete. Dabei bildet sich zwischen dem Tief Annetraut
über Süddeutschland und Zeynepi bei Irland zunehmend eine
Tiefdruckzone aus.

Das Hoch Urs verlagert sich im weiteren Verlauf nach Südskandinavien
und verstärkt sich auch wieder etwas. Dabei transportiert Urs etwas
kühlere und trockenere Luft aus nördlichen Breiten über die Ostsee
hinweg nach Deutschland. Gleichzeitig wird jedoch aus Süden
wiederholt feuchtere Luft nach Deutschland geführt. Als Folge
entwickelt sich eingebettet in die Tiefdruckrinne eine
Luftmassengrenze, die auch in den nächsten Tagen quasistationär aktiv
bleibt. An dieser bilden sich wiederholt schauerartige Niederschläge,
die insbesondere am Montag und Dienstag auch mit teils
unwetterartigen Gewittern einhergehen können.

Vor allem in der Mitte in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen über
Hessen und Thüringen hinweg bis nach Sachsen muss gebietsweise mit
ergiebigen Regenmengen gerechnet werden. Am Montag und Dienstag sind
auch noch die nördlichen Bereiche von Baden-Württemberg und Bayern
betroffen. Nachfolgend verlagert sich der Schwerpunkt etwas weiter
nach Norden, sodass dann auch im südlichen Bereich von Niedersachsen,
Sachsen-Anhalt und Brandenburg beträchtliche Regenmengen auftreten
werden. Am Montag werden mit Niederschlagssummen von 20 bis 70 Liter
pro Quadratmeter in einem Streifen vom Niederrhein bis nach
Mittelfranken die höchsten Werte erwartet. Mit der Verlagerung der
Tiefdruckrinne nach Norden sollen dann bis Donnerstag insbesondere
vom Münsterland bis nach Sachsen hohen Niederschlagsmengen auftreten.
Innerhalb von 48 Stunden können in diesem Korridor zwischen 30 und 80
Liter zusammenkommen.

Letztes Jahr lag Deutschland am Rande eines Höhentiefs, dessen
Zentrum sich von den Westalpen über Oberitalien hinweg nordostwärts
verlagerte. Während sich in der Höhe eine südöstliche im weiteren
Verlauf allmählich auf Ost drehende Strömung entwickelte, machte sich
in Bodennähe zusehends der Einfluss eines Bodentiefs bemerkbar, das
von den Ostalpen nach Böhmen zog. An dessen Westseite stellte sich
eine nordwestliche bodennahe Strömung ein. Die dann nahezu vorhandene
Gegenläufigkeit der Strömungen zwischen den bodennahen Schichten und
der Höhe generierte einen zusätzlichen Hebungsantrieb, sodass die
feuchte Luft am Boden aufsteigen konnte. In der Folge griffen teils
heftige Gewitter mit Starkregen von Osten auf das Bundesgebiet über,
der sich im weiteren Verlauf als konvektiv durchsetzter Dauerregen
auf die mittleren Gebiete ausbreitete. Vor allem in Sachsen und
Bayern regnete es über Tage hinweg länger anhaltend. In 48 Stunden
fielen damals vielerorts Regenmengen zwischen 100 und 200 Liter pro
Quadratmeter.

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der

Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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