SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 25.05.2014 um 10.30 UTC
Leicht wechselhaft und mäßig warm.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 01.06.2014
Von Mittwoch bis Sonntag herrschen in 500 hPa nur geringe Potentialunterschiede. Wir
liegen anfangs am Südrand einer Antizyklone, die sich zum Wochenende hin abschwächt und
dann nur noch als Rücken in Erscheinung tritt.
Die Bodendruckverteilung ist zunächst zyklonal geprägt, wobei sich eine Tiefdruckrinne von
einem Tief über Osteuropa nach Westen erstreckt. In diese eingebettet ist eine
Luftmassengrenze, die im Laufe des Donnerstags als Kaltfront über Deutschland südwärts an
Raum gewinnt. Im Anschluss steigt der Bodendruck und über der Nordosthälfte Deutschlands
etabliert sich ein schwacher Hochkeil.
Der Großwetterlagen-Forecast-Tree von Paul James aufgrund des gestrigen 12 UTC-ECMF-Laufs
gibt für den Mittwoch noch etwa in der Hälfte aller Ensemblemitglieder TM (Tief
Mitteleuropa), Donnerstag dominieren Nord- und Nordostlagen (Na, NEz und HNFz), Freitag
eher die Nordlagen Na und Nz, aber NEz ist auch noch gut vertreten. Am Samstag zeigt
nahezu die Hälfte aller Member Na oder Nz, während am Sonntag viele Großwetterlagen
möglich sind, wodurch sich bereits eine starke Unsicherheit der Prognose innerhalb des
Ensembles abzeichnet.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des heutigen 00 UTC-ECMF-Laufs zum gestrigen 00 UTC-Lauf ist bis
einschließlich Mittwoch 00 UTC gut. Am Donnerstag 00 UTC zeigt sich, dass die von Norden
nach Deutschland eindringende Kaltfront noch nicht ganz so weit nach Süden vorgedrungen
ist, wie gestern im 00 UTC-Lauf noch angenommen. Sie liegt jetzt zu diesem Zeitpunkt etwa
über den mittleren Teilen Deutschlands. Das von Finnland/Karelien südwärts abtropfende
Höhentief liegt am Donnerstag 00 UTC über Estland, und damit weiter im Westen als im
gestrigen Lauf angenommen. Freitag 00 UTC sind die Unterschiede zwischen beiden Läufen
wieder wenig markant. Das gleiche kann man auch vom Samstag 00 UTC sagen; über Deutschland
und Benelux wird nun aber ein 568er Rücken prognostiziert, der sich gestern noch über
Frankreich und Großbritannien befand. Sonntag 00 UTC weichen Druck- und Geopotentialfeld
wieder deutlicher voneinander ab in den beiden Läufen. Dann liegt nach neuestem Lauf ein
Rücken über unserem Gebiet, während gestern eine nordwestliche Höhenströmung an der Flanke
des Ostsee-Höhentiefs angenommen wurde. Die 850 hPa-Temperaturen weichen meist nicht mehr
als 2 K von den gestrigen Prognosen ab.
Immerhin bleibt zu konstatieren, dass heute die Konsistenz deutlich besser ist als gestern
noch.
Im Vergleich zum gestrigen 12 UTC-Lauf gilt für Donnerstag 00 UTC das oben gesagte: Die
Kaltfront war im 12 UTC-Lauf schon weiter im Süden bzw. Südwesten. Sonst ist die
Übereinstimmung recht gut, wobei am Sonntag nun ein höheres Geopotential gerechnet wird.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
GME prognostiziert mittelfristig (zum Wochenende hin) deutlich zyklonalere Bedingungen in
der Höhe und am Boden als ECMF. Zum Sonntag 00 UTC legt dieses Modell sowohl in 500 hPa
als auch am Boden eine Dipolstruktur nahe, wobei das primäre Höhentief über den Britischen
Inseln und das primäre Bodentief über Osteuropa liegt (Deutschland in einer SW-Strömung am
Boden). GFS hingegen stützt eher das ECMF eher, ist jedoch am Wochenende über Deutschland
noch stärker antizyklonal geprägt als ECMF (Nordströmung).
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Der deterministische ECMF-Lauf repräsentiert bis einschließlich t+192 h recht gut das
gesamte Ensemble bezüglich des Bodendruckfeldes. Danach wird die Ausbildung eines
Skandinavienhochs im ENS nicht nachvollzogen. In 500 hPa werden die Unterschiede dann
ebenfalls mit zunehmender Vorhersagedauer größer. Das Potential über Deutschland ist dann
höher als im ENS, während über dem Ostatlantik zum Schluss ein intensives Höhentief
erscheint.
Der 120- bis 168stündige Vorhersagezeitraum ist heute in fünf Cluster aufgeteilt.
Kontrolllauf und deterministischer Lauf befinden sich im mit 10 Membern besetzten C3. Alle
Cluster zeigen über West- und Mitteleuropa einen breiten langwelligen Höhentrog, wobei C2
bis C4 ein abgetropftes Höhentief über dem Ostsee-/Baltikum-Raum zeigen. Bis t+240 h gibt
es drei Cluster, die nach 10 Tagen immer noch diesen breit angelegten Höhentrog über
großen Teilen Europas aufweisen.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt in der 850 hPa-Temperatur insgesamt einen relativ
gleichmäßigen Verlauf. Auch die Ausreißer einzelner Ensembleglieder zum Ende des
Vorhersagezeitraums halten sich sehr in Grenzen. Die Temperaturen liegen meist zwischen 6
und 8 Grad (wahrscheinlichste Werte). Freitag und Samstag (nach Einfließen der kälteren
Luft aus Norden) zeichnen sich als die Tage mit der geringsten Niederschlagsbereitschaft
ab.
NAEFS, das Ensemble aus dem US-amerikanischen und canadischen Modell, weist 180stündig
(Sonntag 12 UTC) eine recht ähnliche Höhen-und Bodendruckverteilung auf wie ECMFdet.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Für Dienstag und Mittwoch zeigt EFI Signifikanzsignale bezüglich Windböen im Ostseeraum,
für die gleichen Tage auch bezüglich Niederschlag. In beiden Fällen gehen die Werte bis
über 0.6 hinaus.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
ausgegeben am Sonntag, den 25.05.2014 um 10.30 UTC
Leicht wechselhaft und mäßig warm.
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 01.06.2014
Von Mittwoch bis Sonntag herrschen in 500 hPa nur geringe Potentialunterschiede. Wir
liegen anfangs am Südrand einer Antizyklone, die sich zum Wochenende hin abschwächt und
dann nur noch als Rücken in Erscheinung tritt.
Die Bodendruckverteilung ist zunächst zyklonal geprägt, wobei sich eine Tiefdruckrinne von
einem Tief über Osteuropa nach Westen erstreckt. In diese eingebettet ist eine
Luftmassengrenze, die im Laufe des Donnerstags als Kaltfront über Deutschland südwärts an
Raum gewinnt. Im Anschluss steigt der Bodendruck und über der Nordosthälfte Deutschlands
etabliert sich ein schwacher Hochkeil.
Der Großwetterlagen-Forecast-Tree von Paul James aufgrund des gestrigen 12 UTC-ECMF-Laufs
gibt für den Mittwoch noch etwa in der Hälfte aller Ensemblemitglieder TM (Tief
Mitteleuropa), Donnerstag dominieren Nord- und Nordostlagen (Na, NEz und HNFz), Freitag
eher die Nordlagen Na und Nz, aber NEz ist auch noch gut vertreten. Am Samstag zeigt
nahezu die Hälfte aller Member Na oder Nz, während am Sonntag viele Großwetterlagen
möglich sind, wodurch sich bereits eine starke Unsicherheit der Prognose innerhalb des
Ensembles abzeichnet.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des heutigen 00 UTC-ECMF-Laufs zum gestrigen 00 UTC-Lauf ist bis
einschließlich Mittwoch 00 UTC gut. Am Donnerstag 00 UTC zeigt sich, dass die von Norden
nach Deutschland eindringende Kaltfront noch nicht ganz so weit nach Süden vorgedrungen
ist, wie gestern im 00 UTC-Lauf noch angenommen. Sie liegt jetzt zu diesem Zeitpunkt etwa
über den mittleren Teilen Deutschlands. Das von Finnland/Karelien südwärts abtropfende
Höhentief liegt am Donnerstag 00 UTC über Estland, und damit weiter im Westen als im
gestrigen Lauf angenommen. Freitag 00 UTC sind die Unterschiede zwischen beiden Läufen
wieder wenig markant. Das gleiche kann man auch vom Samstag 00 UTC sagen; über Deutschland
und Benelux wird nun aber ein 568er Rücken prognostiziert, der sich gestern noch über
Frankreich und Großbritannien befand. Sonntag 00 UTC weichen Druck- und Geopotentialfeld
wieder deutlicher voneinander ab in den beiden Läufen. Dann liegt nach neuestem Lauf ein
Rücken über unserem Gebiet, während gestern eine nordwestliche Höhenströmung an der Flanke
des Ostsee-Höhentiefs angenommen wurde. Die 850 hPa-Temperaturen weichen meist nicht mehr
als 2 K von den gestrigen Prognosen ab.
Immerhin bleibt zu konstatieren, dass heute die Konsistenz deutlich besser ist als gestern
noch.
Im Vergleich zum gestrigen 12 UTC-Lauf gilt für Donnerstag 00 UTC das oben gesagte: Die
Kaltfront war im 12 UTC-Lauf schon weiter im Süden bzw. Südwesten. Sonst ist die
Übereinstimmung recht gut, wobei am Sonntag nun ein höheres Geopotential gerechnet wird.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
GME prognostiziert mittelfristig (zum Wochenende hin) deutlich zyklonalere Bedingungen in
der Höhe und am Boden als ECMF. Zum Sonntag 00 UTC legt dieses Modell sowohl in 500 hPa
als auch am Boden eine Dipolstruktur nahe, wobei das primäre Höhentief über den Britischen
Inseln und das primäre Bodentief über Osteuropa liegt (Deutschland in einer SW-Strömung am
Boden). GFS hingegen stützt eher das ECMF eher, ist jedoch am Wochenende über Deutschland
noch stärker antizyklonal geprägt als ECMF (Nordströmung).
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Der deterministische ECMF-Lauf repräsentiert bis einschließlich t+192 h recht gut das
gesamte Ensemble bezüglich des Bodendruckfeldes. Danach wird die Ausbildung eines
Skandinavienhochs im ENS nicht nachvollzogen. In 500 hPa werden die Unterschiede dann
ebenfalls mit zunehmender Vorhersagedauer größer. Das Potential über Deutschland ist dann
höher als im ENS, während über dem Ostatlantik zum Schluss ein intensives Höhentief
erscheint.
Der 120- bis 168stündige Vorhersagezeitraum ist heute in fünf Cluster aufgeteilt.
Kontrolllauf und deterministischer Lauf befinden sich im mit 10 Membern besetzten C3. Alle
Cluster zeigen über West- und Mitteleuropa einen breiten langwelligen Höhentrog, wobei C2
bis C4 ein abgetropftes Höhentief über dem Ostsee-/Baltikum-Raum zeigen. Bis t+240 h gibt
es drei Cluster, die nach 10 Tagen immer noch diesen breit angelegten Höhentrog über
großen Teilen Europas aufweisen.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt in der 850 hPa-Temperatur insgesamt einen relativ
gleichmäßigen Verlauf. Auch die Ausreißer einzelner Ensembleglieder zum Ende des
Vorhersagezeitraums halten sich sehr in Grenzen. Die Temperaturen liegen meist zwischen 6
und 8 Grad (wahrscheinlichste Werte). Freitag und Samstag (nach Einfließen der kälteren
Luft aus Norden) zeichnen sich als die Tage mit der geringsten Niederschlagsbereitschaft
ab.
NAEFS, das Ensemble aus dem US-amerikanischen und canadischen Modell, weist 180stündig
(Sonntag 12 UTC) eine recht ähnliche Höhen-und Bodendruckverteilung auf wie ECMFdet.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Für Dienstag und Mittwoch zeigt EFI Signifikanzsignale bezüglich Windböen im Ostseeraum,
für die gleichen Tage auch bezüglich Niederschlag. In beiden Fällen gehen die Werte bis
über 0.6 hinaus.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Burkhard Kirsch.