DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 241000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 24.04.2017, 11:30 Uhr

Sonnig und mild. Nachts aufkommende Bewölkung mit gebietsweise etwas
Regen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf zeigt sich häufig die
Sonne. Durchziehende Schleierwolken stören dabei kaum. Es bleibt
trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad im Bergland und 19
Grad am südlichen Oberrhein. Der Wind weht überwiegend schwach aus
unterschiedlichen, später südwestlichen Richtungen und frischt im
Bergland teils böig auf.

In der Nacht zum Dienstag ziehen von Südwesten Wolken auf und
gebietsweise kann im Süden und in der Mitte etwas Regen fallen. Im
Norden bleibt es mit Wolkenlücken trocken. Die Tiefstwerte liegen
zwischen 8 und 2 Grad. In den Gipfellagen des Südschwarzwaldes kommen
starke bis stürmische Böen, am Feldberg Sturmböen aus Südwest auf.

Am Dienstag verdichtet sich auch im Norden die Bewölkung rasch. Dann
wird im Tagesverlauf verbreitet mit Regen gerechnet, der vor allem im
Bergland und südlich der Donau schauerartig verstärkt auftreten kann.
Dabei kann dieser am späten Abend im Hochschwarzwald mit Schnee
vermischt sein. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte um 10 Grad im
höheren Bergland und bis 15 Grad am Bodensee. Der schwache bis mäßige
Wind um West lebt gebietsweise stark böig auf. Im Bergland werden
teils stürmische Böen, in den Gipfellagen des Südschwarzwaldes
Sturmböen erwartet. Am Abend schwächt sich der Wind ab.

In der Nacht zum Mittwoch fällt aus dichten Wolken verbreitet teils
schauerartiger Regen, der erst in der zweiten Nachthälfte im Norden
nachlässt. Dabei fällt zunächst in höheren Lagen von Schwarzwald, Alb
und Allgäu Schnee. In der zweiten Nachthälfte mischen sich auch bis
in mittlere Lagen zunehmend Schneeflocken unter den Regen. Die
Temperatur geht auf +4 bis -2 Grad zurück. Vor allem im Bergland muss
mit Bodenfrost und Glätte gerechnet werden. In den Gipfellagen des
Südschwarzwaldes treten starke bis stürmische Böen aus West auf.

Am Mittwoch ist es meist stark bewölkt bis bedeckt, im Nordwesten und
Norden kann sich ab und an die Sonne zeigen. Hier werden örtliche
Schauer erwartet. Ansonsten fällt zeitweise, im Südosten auch länger
anhaltender Regen, bei ansteigender Schneefallgrenze im höheren
Bergland Schnee. Die Höchstwerte liegen zwischen 2 Grad im Bergland
und bis zu 11 Grad im Kraichgau. Der Wind weht schwach aus Nord,
später aus unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Donnerstag regnet es bei dichter Bewölkung im
Südosten zeitweise, in höheren Lagen fällt Schnee. Sonst klingen
letzte Schauer rasch ab und die Wolken lockern auf. Die Tiefstwerte
liegen in den Niederungen zwischen +3 und 0 Grad, im Bergland
zwischen 0 und -3 Grad. Hier besteht Glättegefahr durch überfrierende
Nässe oder etwas Schnee. Es kommt häufig zu Frost in Bodennähe.

Am Donnerstag ist es wechselnd, in den südöstlichen Landesteilen
stark bewölkt. Dort regnet es noch zeitweise, sonst werden örtlich
Schauer erwartet, im höheren Bergland teils auch Schnee. Die
Tageshöchstwerte liegen zwischen 4 Grad im Bergland und bis zu 12
Grad am nördlichen Oberrhein. Der schwache Wind kommt aus
unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag klinken die Schauer im Nordwesten rasch ab
und die Bewölkung lockert auf. In der zweiten Nachthälfte ist es hier
meist nur gering bewölkt oder klar. Im Südosten überwiegt weiterhin
dichte Bewölkung und gebietsweise fällt Regen, in höheren Lagen
Schnee. Die Luft kühlt auf +2 bis -3 Grad ab, Frost tritt dabei vor
allem im Bergland auf. Häufig muss mit Bodenfrost gerechnet werden.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 24.04.2017, 11:30 Uhr -
"Vor allem für die Wärmeliebhaber unter uns mag das Wetter am
heutigen Montag eine echte Wohltat sein. Zumindest in der Südhälfte
sorgt Zwischenhocheinfluss nämlich für sonniges und sehr mildes
Wetter. Dieses angenehme Frühlingswetter bleibt aber eine
Eintagsfliege. Im Norden machen sich schon die Ausläufer von Tief
REINER über Südskandinavien mit dichten Wolken und schauerartigen
Regenfällen bemerkbar. Das Übergreifen der Kaltfront zum Montagabend
markiert den "Anfang vom Ende" des Frühlingswetters.

In der Nacht zum Dienstag beginnt die Kaltfront, sich mit dichten
Wolken und schauerartigen Niederschlägen langsam aber sicher von
Nordwest nach Südost über Deutschland hinweg zu bewegen und erreicht
am Dienstagabend schließlich die Alpen. Hinter der Front wird mit
einer auf Nordwest drehenden Strömung wieder deutlich kältere
Meeresluft polaren Ursprungs nach Deutschland geführt, in der sich zu
allem Überfluss auch noch wechselhaftes und windiges Schauerwetter
einstellt. In der Folge gehen die Temperaturen von Nordwesten her im
Vergleich zu heute spürbar zurück, nur der Südosten profitiert
nochmal von der wärmeren Luftmasse. Die Schneefallgrenze sinkt
entsprechend bis in die höheren Mittelgebirgslagen ab.

Am Mittwoch zieht die Kaltfront zwar über die Alpen hab, die
Niederschläge im Süden und Südosten lassen aber mitnichten nach.
Grund dafür ist eine Tiefdruckentwicklung über Oberitalien, durch die
feuchte-warme Mittelmeerluft von Süden her über die Alpen gedrückt
wird und über die nördlich der Alpen bodennah einströmende Kaltluft
"aufgleitet". Dabei bilden sich mächtige Wolkenpakete, die über dem
Süden und Südosten Deutschlands bis einschließlich Freitag mit
wechselnder Intensität und nur kurzen Unterbrechungen "abregnen". Die
Schneefallgrenze pendelt dabei meist zwischen 500 und 1000 m, wobei
sie nachts und bei stärkeren Niederschlagsintensitäten besonders
niedrig liegt. Im Bergland, insbesondere aber in Staulagen in und an
den Alpen ist bis Ende der Woche viel Neuschnee zu erwarten. Da der
Schnee nass und schwer ist, die Bäume teilweise schon belaubt, ist
massiver Schneebruch zu befürchten. Dem vielen Schnee kann man aber
auch etwas Positives abgewinnen: Er bindet das viele Wasser, sodass
es voraussichtlich nicht zu einem signifikanten Dauerregen- und
Hochwasserereignis kommt.

In den anderen Regionen fällt bei weitem nicht so viel Niederschlag,
allerdings hält das leicht wechselhafte und zu Schauern neigende
Wetter bis einschließlich Freitag an. Da sich zwischendurch aber
immer wieder mal heitere Abschnitte einstellen können, schafft es das
Quecksilber zumindest regional auf zweistellige Temperaturwerte - im
Gegensatz zum Alpenrand, wo bei Dauerniederschlägen Temperaturen nur
wenig über dem Gefrierpunkt zu erwarten sind. Die schlechte Nachricht
für die Landwirte und Gärtner: In den Nächten tritt besonders bei
längerem Aufklaren wieder verbreitet leichter Frost auf.

Zum Ende der Woche scheinen wir die "Talsohle" dann durchschritten zu
haben. Zum einen macht sich von Westen her verstärkt
Hochdruckeinfluss bemerkbar und die Niederschläge klingen ab, zum
anderen werden wir einen allmählichen "Temperaturaufschwung" erleben
- und dann schauen wir mal, ob der "Wonnemonat Mai" seinem Namen
gerecht werden kann."

Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.


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