DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 241000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Mittwoch, 24.06.2015, 11:30 Uhr

Niederschlagsfrei, aber bei vielen Wolken vorerst nur mäßig warm.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag ist es im Norden meist stark bewölkt. Im Süden bilden
sich auch über dem Flachland mehr und mehr Quellwolken, die
anschließend in die Breite laufen. Am Nachmittag ist es überwiegend
stark bewölkt, es bleibt aber trocken. Erst gegen Abend setzt sich
die Sonne großräumig durch. Die Nachmittagswerte liegen zwischen 15
Grad im Bergland und 22 Grad am Rhein. Der Wind weht schwach aus
unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Donnerstag ziehen im Norden einige Wolken durch,
ansonsten ist der Himmel meist klar. Die Luft kühlt auf Werte
zwischen 12 Grad im Rheintal und 4 Grad auf der Ostalb ab.

Am Donnerstagmorgen scheint trotz einiger hoher Wolkenfelder wieder
verbreitet die Sonne. Tagsüber bilden sich besonders über dem
Bergland Quellwolken, es bleibt aber niederschlagsfrei. Die
Höchsttemperaturen liegen zwischen 21 Grad im Bergland und bis 27
Grad entlang des Rheins. Der schwache bis mäßige Wind kommt aus
unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag ist es klar oder gering bewölkt. Die
Tiefstwerte liegen zwischen 15 und 8 Grad.


Der Freitag startet mit viel Sonnenschein. Im Tagesverlauf ziehen von
Westen her hohe Schleierwolken auf und gebietsweise bildet sich
Quellbewölkung, es bleibt aber noch trocken. Die Luft erwärmt sich
auf 23 Grad im Bergland und auf 29 Grad in der Ortenau. Der schwache
bis mäßige Wind frischt in Böen auf und kommt aus westlichen
Richtungen.

In der Nacht zu Samstag zieht aus Westen Bewölkung auf, die erste
Schauer bringt. Die Luft kühlt auf 17 bis 11 Grad ab.


Am Samstag dominieren die Wolken und es ziehen wiederholt Schauer
durch, vereinzelt können auch kurze Gewitter auftreten. Zum Abend
verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschlagstätigkeit in den
Südosten und von Westen her können die Wolken etwas auflockern. Die
Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 Grad im Bergland und 26 Grad an
Rhein und Neckar. Der lebhafte Westwind kann vor allem in Schauernähe
stark böig bis stürmisch aufleben, auf Schwarzwaldgipfeln sind
Sturmböen möglich.

In der Nacht zu Sonntag klingen letzte Schauer und Gewitter ab, am
längsten ist damit noch Richtung Allgäu zu rechnen. Die Bewölkung
lockert von Westen her weiter auf. Die Tiefstwerte liegen um 15 Grad
an Rhein und Neckar und um 6 Grad im Bergland. Der Wind flaut ab.


Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 24.06.2015, 11:30 Uhr -
"Nachdem die ersten Tage des Sommers 2015 in die Kategorie "nass und
kühl" abgespeichert werden müssen, ist die Atmosphäre derzeit um
Konsolidierung bemüht. So kann es nicht weitergehen, dachte sich die
Natur und projizierte ein Hoch mit dem Namen ZOE auf die Wetterkarte,
das in den nächsten Tagen etwas mehr Sommerambiente bei uns
positionieren soll. Nun wird ZOE sehr wahrscheinlich nicht als DAS
monumentale Sommerhoch in die Wetterchroniken eingehen, es dürfte
aber dicke reichen, um sich vor allem in Süddeutschland einige
Freunde zu machen.
Bereits am heutigen Mittwoch weitet sich ZOE von Frankreich her bis
nach Süddeutschland aus, wo es die Wolken zumindest teilweise tilgt
und für einige, besonders in Südbaden und bayerisch Schwaben auch
längere sonnige Abschnitte und Temperaturen etwas über der
20-Grad-Marke sorgt. Im größten Teil des Landes allerdings hält sich
heute dichte Bewölkung mit nur wenigen Lücken, besonders im Norden
und Osten fällt hier und da etwas Nieselregen.
In den nächsten beiden Tagen bleibt es dabei, dass ZOE ihren Einfluss
besonders im Süden der Republik auslebt, wobei nicht nur die Zone
häufig zum Zuge kommt, sondern auch die Temperatur einen Satz nach
oben macht. So steigt das Thermometer bis zum Freitag auf 24 bis 29
Grad, was einen Besuch im Freibad oder im Biergarten wieder
attraktiver erscheinen lässt. In den übrigen Landesteilen wird es
zwar auch wärmer, allerdings überwiegen nach wie vor die Grautöne am
Himmel, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle zeitweise mal
auflockert. Im Norden und Osten fällt ab und zu etwas Regen oder
Nieselregen.
Am Samstag passiert und dann die Störung eines Tiefs auf dem Atlantik
(es handelt sich um das Nachfolgemodell des zum Nordpolarmeer
abgezogenen Tief OTTO und könnte somit PSACAL getauft werden)
Deutschland von West nach Ost, bevor sich zum Sonntag hin wieder
leichter Hochdruckeinfluss durchsetzt (entweder noch ZOE oder schon
ANNELIE, hängt von der namensgebenden FU in Berlin ab).
Die große Frage, die sich vor allem auch im Hinblick auf die
Entwicklung in der nächsten Woche stellt, lautet: Wann wird es denn
mal richtig warm bzw. heiß, und das nicht nur im Süden und Südwesten.
Gestern wurde zum Teil schon von der großen Hitze gesprochen, die
auch nach Deutschland kommt, heute sieht das schon wieder wesentlich
gedämpfter aus. Zwar macht sich heiße Luft aus Südwesteuropa in
Richtung Frankreich auf, allerdings ist fraglich, wann und ob sie
überhaupt auch bei uns anlandet. Hier gilt es seitens der
Computerprognosen noch viele Fragezeichen zu tilgen. "

Das erklärt Dipl.- Met. Jens Hoffmann von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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