DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 261000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Mittwoch, 26.08.2015, 11:30 Uhr

Heute viel Sonne, warm. Kommende Nacht meist gering bewölkt oder
klar. in den Gipfellagen des Südschwarzwaldes einzelne stürmische
Böen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf gibt es viel Sonnenschein.
Nur gelegentlich zeigen sich ein paar hohe Schleierwolken. Die
Höchstwerte liegen bei 24 Grad im Bergland und knapp 30 Grad im
Rheintal. Der Wind weht schwach bis mäßig und kommt meist aus Südost
bis Süd.

In der Nacht zum Donnerstag ist es überwiegend gering bewölkt oder
klar. Ausgangs der Nacht kommen im Nordwesten einige Wolken an. Die
Tiefstwerte liegen zwischen 18 und 9 Grad. In den Gipfellagen des
Südschwarzwaldes treten einzelne stürmische Böen aus Südwest auf.

Der Donnerstag zeigt sich in weiten Teilen sonnig, es ziehen jedoch
teils dichte Schleierwolken durch. In Nordbaden und im Norden von
Württemberg ist es zeitweise stärker bewölkt, aber auch hier bleibt
es niederschlagsfrei. Es wird sommerlich warm mit Höchstwerten
zwischen 26 Grad im Bergland und 31 Grad entlang des Rheins und
Neckars. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südwestlichen
Richtungen, in den Gipfellagen des Südschwarzwaldes werden starke bis
stürmischen Böen erwartet.

In der Nacht zum Freitag gibt es ganz im Norden dichtere Wolken, aus
denen auch der ein oder andere Tropfen fallen kann. Sonst bleibt es
gering bewölkt oder klar und trocken. Die Luft kühlt auf 20 bis 12
Grad ab. Im Hochschwarzwald muss mit stürmischen Böen aus Südwest
gerechnet werden, auf exponierten Gipfeln sind Sturmböen möglich.

Am Freitag ist es zwischen Pfinzgau und Taubergrund zeitweise stärker
bewölkt, einzelne kurze Schauer sind vor allem ganz im Norden
möglich. Sonst zeigt sich nach Südosten hin immer öfter die Sonne und
es bleibt trocken. Am freundlichsten wird es zwischen Südschwarzwald
und Oberschwaben. Das Quecksilber steigt auf Werte um 27 Grad im
Bergland und 32 Grad am Hochrhein. Dazu weht ein schwacher bis
mäßiger, in Böen zeitweise frischer Südwestwind. Im Hochschwarzwald
lässt der Wind deutlich nach.

In der Nacht zum Samstag werden die Wolken auch im Norden weniger,
sonst ist der Himmel gering bewölkt oder klar. Es bleibt trocken. Das
Quecksilber geht auf 19 bis 12 Grad zurück.

Der Samstag wird sonnig, durchziehende dünne Schleierwolken stören
kaum. Dabei klettern die Temperaturen auf Werte um 28 Grad im
Bergland und bis zu 34 Grad am Oberrhein. Der Wind weht schwach und
kommt zunächst aus unterschiedlichen, im Tagesverlauf bevorzugt
östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Sonntag ist der Himmel meist locker bewölkt. Im
Schwarzwald besteht ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko. Die
Tiefstwerte liegen bei 20 bis 12 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 26.08.2015, 11:30 Uhr -
"Der meteorologische Sommer neigt sich dem Ende zu. Ab Dienstag, dem
1. September, startet der meteorologische Herbst. Vor allem in der
Südhälfte liefert der baldige Sommer "a. D." in den nächsten Tagen
noch einmal ein finale furioso.

Über Nordwesteuropa hat sich ein umfangreicher Tiefdruckkomplex mit
mehreren Kernen manifestiert. Dem gegenüber steht eine ausgedehnte
Hochdruckzone, die von den Azoren über Süd- bis nach Osteuropa
reicht. Daraus resultiert eine recht stramme süd- bis südwestliche
Strömung mit der warme Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden.
Von zunehmender Relevanz für das Wetter in Deutschland ist allerdings
Tief IMMANUEL, das von England zur Nordsee und weiter nach
Südnordwegen zieht. Seine Kaltfront greift in der Nacht zum
Donnerstag auf den Nordwesten Deutschlands über. Am Donnerstag
tagsüber kommt sie noch etwas weiter südostwärts voran, wird aber
nachfolgend quasi stationär. Während nordwestlich von ihr nochmals
ein Schwall kühlerer Atlantikluft nach Deutschland gelangt,
verbleiben die Regionen südöstlich weiter im Zustrom der sehr warmen
Mittelmeerluft.

Die Kaltfront von IMMANUEL bringt zunächst dem Nordwesten in der
Nacht zum Donnerstag erste Schauer und Gewitter. Am Donnerstag und
bis in den Freitag hinein muss dann entlang der quasi stationären
Luftmassengrenze in einem Streifen vom Rheinland über die Mitte bis
nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg mit teils ergiebigen
und länger anhaltenden Niederschlägen gerechnet werden. Es ist
durchaus möglich, dass gebietsweise die Dauerregenwarnschwellen des
Deutschen Wetterdienstes erreicht werden. Im Laufe des Freitags
verliert die Luftmassengrenze über der Mitte Deutschlands aber
allmählich ihre Wetterwirksamkeit, die Niederschläge klingen damit
langsam ab.

Deutlich "besser" weg kommt der Süden und Südosten. Dort hält sich
Hochdruckeinfluss, sodass sowohl am Donnerstag als auch am Freitag
meist sonniges und sommerlich warmes überwiegt. Lokal könnte sogar
die 30-Grad-Marke geknackt werden. Auch Richtung Küste wird es am
Freitag rückseitig der Kaltfront, wenn sich die Niederschläge nach
Südosten zurückgezogen haben, bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken
gar nicht mal unfreundlich. In der Atlantikluft aber eben spürbar
kühler als im Süden.

Am Wochenende gewinnt die Sonne dann vielfach die Oberhand, wobei es
sowohl hinsichtlich der Temperaturen als auch der
Sonnenscheinausbeute immer noch ein "seichtes" Süd-Nord-Gefälle gibt.
Im Süden steigen die Temperaturen auf Höchstwerte bis 35 Grad am
Sonntag, der Norden muss mit 23 bis 30 Grad vorlieb nehmen. Zudem
steigt ab Samstagabend im Nordwesten, am Sonntag dann in der gesamten
Nordhälfte das Schauer- und Gewitterrisiko wieder an.

In der neuen Woche zeigen alle Wettermodelle einen deutlichen
Temperaturrückgang. Ob uns der meteorologische Herbst gleich zu
Beginn zeigt, "wo der Hammer hängt" und uns einen ersten
frühherbstlichen Wetterabschnitt bringt, muss allerdings noch in
Frage gestellt werden."

Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
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