SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 26.01.2015 um 10.30 UTC
In den tiefen Lagen nasskalt, darüber meist winterlicher Wettercharakter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.02.2015
Am Donnerstag steht in 500 hPa der Übergang zur Großwetterlage "Trog
Mitteleuropa" (TrM) an, indem sich ein Höhentief nördlich der Britischen Inseln
nach Südosten verlagert und an seiner Südseite eine markante Austrogung erfolgt.
Eine Kaltfront, die am Vortag von Nordwesten nach Deutschland eingedrungen ist,
verlagert sich im Tagesverlauf über den größten Teil Deutschlands nach Südosten.
Von Freitag bis Montag dominiert dann der breite Langwellentrog über
Mitteleuropa unser Wetter (wird immer wieder von Nordwesten her durch
einlaufende Sekundärtröge regeneriert) und die Temperaturen in 500 hPa liegen
über unserem Raum vielfach unter -35 Grad. Auch im Bodenfeld ist der Luftdruck
erheblich zu niedrig, ehe sich zum Wochenbeginn zaghaft ein Hochkeil in den
Süden Deutschlands vorschiebt. Dabei sind die Windgeschwindigkeiten hierzulande
aber sehr moderat ausgeprägt. Die 850 hPa-Temperaturen liegen dabei meist
zwischen -5 und -9 Grad.
Im erweiterten Mittelfristzeitraum stellen sich zur Wochenmitte hin im Bodenfeld
leicht antizyklonale Verhältnisse ein, wobei es winterlich kalt bleibt.
Im Großwetterlagen-Forecast-Tree nach Paul James, basierend auf dem ECMF-EPS von
gestern 12 UTC, schält sich ebenfalls die Dominanz der GWL TrM heraus:
Donnerstag und Freitag zeigen alle 51 Member diese Wetterlage an, Samstag haben
49 Member TrM, 2 sind nicht bestimmbar. Ab Sonntag kommt zunehmend die GWL Nz
(Nord, zyklonal) ins Spiel, zunächst mit 16 Fällen, am Montag dann mit 22
Fällen. TrM bleibt aber Sonntag und Montag noch dominierend.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des heutigen 00 UTC-ECMF-Laufs ist im Vergleich zum gestrigen 00
UTC-Lauf bis Montag 00 UTC gut. Am Dienstag 00 UTC wird nun in 500 hPa im
Bereich der belgischen/niederländischen Küste ein Höhentief gerechnet, das auch
ein recht kräftiges Bodenpendant mit 991 hPa ebendort aufweist. Mittwoch 00 UTC
fällt im Höhenfeld ein Rücken auf, der sich über die Britischen Inseln nordwärts
zum Nordmeer erstreckt. Der Rücken lag im gestrigen Lauf noch deutlich weiter
westlich. Korrespondierend zeigt sich unter der Vorderseite des Rückens ein
Bodenhochkeil, der von der Biscaya bis nach Skandinavien reicht (dort befand
sich in der gestrigen Prognose noch eine Tiefdruckrinne). Am Mittwoch herrscht
damit über Deutschland eine nördliche Strömung, mit der aus dem skandinavischen
Raum Kaltluft (850 hPa im Tagesverlauf unter -10 Grad) in unser Gebiet gelangt.
Zum 4./5. Februar zeigt sich damit ein zaghaftes Abdrängen des zuvor tagelang
große Teile Europas beherrschenden Langwellentroges, was eine Fortsetzung des
besonders ab etwa 300-400 m winterlichen Wetters nahelegt.
Verglichen mit dem gestrigen 12 UTC-Lauf ist die Konsistenz durchweg gut.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
ICON und GFS stützen die Prognosen des ECMFs, indem auch diese Modelle die
Großwetterlage "Trog Mitteleuropa" propagieren.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Der deterministische ECMF-Lauf repräsentiert im Bodenfeld bis zur 168stündigen
Vorhersage gut das gesamte Ensemble. 192stündig taucht allerdings ein Sturmtief
über der südwestlichen Nordsee mit unter 975 hPa auf, das im ENS allenfalls
durch einen Bodentrog abgebildet wird. An den Folgetagen zeigt sich über
Deutschland ein deutlich höherer Bodendruck im ECMFdet als im ENS. Für das
Geopotential 500 hPa gilt Analoges: 192stündig ist das Höhentief über den
Niederlanden mit 505 gpdam nicht im Ensemble zu erkennen. Sonst ist die
Übereinstimmung aber gut.
Der 120- bis 168stündige Vorhersagezeitraum weist heute nur ein Cluster auf, was
bei der im Ensemble stark dominierenden Großwetterlage Trog Mitteleuropa auch
naheliegt. Der Folgezeitraum 192 bis 240 Stunden hat dann jedoch fünf Cluster,
wobei 240stündig C4 mit 8 Fällen sogar eine kräftige Westströmung in 500 hPa
prognostiziert. Alle anderen Cluster zeigen aber nach 240 Stunden den etwas nach
Osten abgedrängten Langwellentrog. Bis t+360h scheint sich aber nach allen
Clustern dann wieder eine recht windige milde Westlage durchzusetzen.
In der Offenbacher Rauchfahne der 850 hPa-Temperatur ist die Schwankungsbreite
der einzelnen Ensembleglieder bis einschließlich Montag nur gering. Die
wahrscheinlichste Range ist dabei überwiegend im Bereich -6 bis -8 Grad zu
finden. Der starke Geopotentialabfall von Mittwoch früh bis Freitag wird nach
wie vor simuliert (von etwa 550 auf 507 gpdam), wobei auch hier die
Schwankungsbreite bis zum Sonntag relativ gering ist. Ab Freitag bis zum Ende
des Mittwochs steigt das Geopotential dann wieder allmählich an auf ca. 533
gpdam.
NAEFS und CPTEC prognostizieren mittelfristig keine signifikant andere
Großwetterlage als das ECMF-Ensemble.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
EFI hat für den Donnerstag im äußersten Südwesten Deutschlands (Schwarzwald) ein
0.5er Niederschlagssignal und auch ein ebensolches Signifikanzsignal bezüglich
Windböen. Die Minimum- und die Maximumtemperaturen weichen nicht signifikant von
der zugrundegelegten Modellatmosphäre ab.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Burkhard Kirsch.
ausgegeben am Montag, den 26.01.2015 um 10.30 UTC
In den tiefen Lagen nasskalt, darüber meist winterlicher Wettercharakter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 02.02.2015
Am Donnerstag steht in 500 hPa der Übergang zur Großwetterlage "Trog
Mitteleuropa" (TrM) an, indem sich ein Höhentief nördlich der Britischen Inseln
nach Südosten verlagert und an seiner Südseite eine markante Austrogung erfolgt.
Eine Kaltfront, die am Vortag von Nordwesten nach Deutschland eingedrungen ist,
verlagert sich im Tagesverlauf über den größten Teil Deutschlands nach Südosten.
Von Freitag bis Montag dominiert dann der breite Langwellentrog über
Mitteleuropa unser Wetter (wird immer wieder von Nordwesten her durch
einlaufende Sekundärtröge regeneriert) und die Temperaturen in 500 hPa liegen
über unserem Raum vielfach unter -35 Grad. Auch im Bodenfeld ist der Luftdruck
erheblich zu niedrig, ehe sich zum Wochenbeginn zaghaft ein Hochkeil in den
Süden Deutschlands vorschiebt. Dabei sind die Windgeschwindigkeiten hierzulande
aber sehr moderat ausgeprägt. Die 850 hPa-Temperaturen liegen dabei meist
zwischen -5 und -9 Grad.
Im erweiterten Mittelfristzeitraum stellen sich zur Wochenmitte hin im Bodenfeld
leicht antizyklonale Verhältnisse ein, wobei es winterlich kalt bleibt.
Im Großwetterlagen-Forecast-Tree nach Paul James, basierend auf dem ECMF-EPS von
gestern 12 UTC, schält sich ebenfalls die Dominanz der GWL TrM heraus:
Donnerstag und Freitag zeigen alle 51 Member diese Wetterlage an, Samstag haben
49 Member TrM, 2 sind nicht bestimmbar. Ab Sonntag kommt zunehmend die GWL Nz
(Nord, zyklonal) ins Spiel, zunächst mit 16 Fällen, am Montag dann mit 22
Fällen. TrM bleibt aber Sonntag und Montag noch dominierend.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des heutigen 00 UTC-ECMF-Laufs ist im Vergleich zum gestrigen 00
UTC-Lauf bis Montag 00 UTC gut. Am Dienstag 00 UTC wird nun in 500 hPa im
Bereich der belgischen/niederländischen Küste ein Höhentief gerechnet, das auch
ein recht kräftiges Bodenpendant mit 991 hPa ebendort aufweist. Mittwoch 00 UTC
fällt im Höhenfeld ein Rücken auf, der sich über die Britischen Inseln nordwärts
zum Nordmeer erstreckt. Der Rücken lag im gestrigen Lauf noch deutlich weiter
westlich. Korrespondierend zeigt sich unter der Vorderseite des Rückens ein
Bodenhochkeil, der von der Biscaya bis nach Skandinavien reicht (dort befand
sich in der gestrigen Prognose noch eine Tiefdruckrinne). Am Mittwoch herrscht
damit über Deutschland eine nördliche Strömung, mit der aus dem skandinavischen
Raum Kaltluft (850 hPa im Tagesverlauf unter -10 Grad) in unser Gebiet gelangt.
Zum 4./5. Februar zeigt sich damit ein zaghaftes Abdrängen des zuvor tagelang
große Teile Europas beherrschenden Langwellentroges, was eine Fortsetzung des
besonders ab etwa 300-400 m winterlichen Wetters nahelegt.
Verglichen mit dem gestrigen 12 UTC-Lauf ist die Konsistenz durchweg gut.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
ICON und GFS stützen die Prognosen des ECMFs, indem auch diese Modelle die
Großwetterlage "Trog Mitteleuropa" propagieren.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Der deterministische ECMF-Lauf repräsentiert im Bodenfeld bis zur 168stündigen
Vorhersage gut das gesamte Ensemble. 192stündig taucht allerdings ein Sturmtief
über der südwestlichen Nordsee mit unter 975 hPa auf, das im ENS allenfalls
durch einen Bodentrog abgebildet wird. An den Folgetagen zeigt sich über
Deutschland ein deutlich höherer Bodendruck im ECMFdet als im ENS. Für das
Geopotential 500 hPa gilt Analoges: 192stündig ist das Höhentief über den
Niederlanden mit 505 gpdam nicht im Ensemble zu erkennen. Sonst ist die
Übereinstimmung aber gut.
Der 120- bis 168stündige Vorhersagezeitraum weist heute nur ein Cluster auf, was
bei der im Ensemble stark dominierenden Großwetterlage Trog Mitteleuropa auch
naheliegt. Der Folgezeitraum 192 bis 240 Stunden hat dann jedoch fünf Cluster,
wobei 240stündig C4 mit 8 Fällen sogar eine kräftige Westströmung in 500 hPa
prognostiziert. Alle anderen Cluster zeigen aber nach 240 Stunden den etwas nach
Osten abgedrängten Langwellentrog. Bis t+360h scheint sich aber nach allen
Clustern dann wieder eine recht windige milde Westlage durchzusetzen.
In der Offenbacher Rauchfahne der 850 hPa-Temperatur ist die Schwankungsbreite
der einzelnen Ensembleglieder bis einschließlich Montag nur gering. Die
wahrscheinlichste Range ist dabei überwiegend im Bereich -6 bis -8 Grad zu
finden. Der starke Geopotentialabfall von Mittwoch früh bis Freitag wird nach
wie vor simuliert (von etwa 550 auf 507 gpdam), wobei auch hier die
Schwankungsbreite bis zum Sonntag relativ gering ist. Ab Freitag bis zum Ende
des Mittwochs steigt das Geopotential dann wieder allmählich an auf ca. 533
gpdam.
NAEFS und CPTEC prognostizieren mittelfristig keine signifikant andere
Großwetterlage als das ECMF-Ensemble.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
EFI hat für den Donnerstag im äußersten Südwesten Deutschlands (Schwarzwald) ein
0.5er Niederschlagssignal und auch ein ebensolches Signifikanzsignal bezüglich
Windböen. Die Minimum- und die Maximumtemperaturen weichen nicht signifikant von
der zugrundegelegten Modellatmosphäre ab.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, EPS.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Burkhard Kirsch.