DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 271000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 27.01.2015, 11:30 Uhr

Heute Schauer, ab mittleren Lagen als Schnee. Dort Glätte. Nachts
kaum noch Schauer, aber Glätte durch überfrierende Nässe.


Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Nachmittag und am Abend dominieren die Wolken, die Sonne zeigt
sich kaum. Zeitweise fallen vor allem im südlichen Bergland
Schneeschauer, in tiefen Lagen Regenschauer. Die Höchsttemperatur
liegt zwischen -2 Grad im Bergland und um +5 Grad am Rhein. Der Wind
weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und frischt
zeitweise böig auf.

In der Nacht zum Mittwoch bleibt der Himmel oft stark bewölkt, im
Süden sind Auflockerungen möglich. Gebietsweise fällt noch etwas
Schnee, im Rheintal auch Regen. Mit Glätte durch Schneematsch und
überfrierende Nässe ist zu rechnen. Die Temperatur sinkt auf +2 Grad
am nördlichen Rhein und bis -4 Grad Richtung Allgäu.

Am Mittwoch kann sich am Vormittag im Süden auch mal die Sonne
zeigen, sonst ist es meist stärker bewölkt. Im Westen und Norden
können ein paar Tropfen, im Bergland ein paar Flocken fallen, oft
bleibt es aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen -1 Grad im
Bergland und bis 7 Grad am Rhein. Der Südwestwind weht zunächst
schwach, am Nachmittag oft mäßig und lebt teils stark böig auf. Im
Bergland sind stürmische Böen, in den Gipfellagen des Schwarzwaldes
teils schwere Sturmböen möglich.

In der Nacht zu Donnerstag kommt von Westen her verbreitet
Niederschlag auf, der in tieferen Lagen als Regen, im Bergland als
Schnee fällt. Dort tritt Glätte auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen
+4 Grad am Rhein und bis -3 Grad im Bergland. Es weht ein mäßiger bis
frischer Wind aus südwestlichen Richtungen mit starken bis
stürmischen Böen, im Hochschwarzwald sind weiterhin schwere Sturmböen
mit Schneeverwehungen dabei.

Der Donnerstag bringt schauerartig verstärkte Niederschläge, die in
den Niederungen als Regen, im Bergland als Schnee niedergehen. Die
Temperatur erreicht 4 bis 8 Grad, im Bergland um 0 Grad. Der
Südwestwind weht teils mäßig und lebt mit starken, im Bergland
stürmischen Böen mit Schneeverwehungen auf. In den Hochlagen treten
schwere Sturmböen auf.

In der Nacht auf Freitag geht der Niederschlag allmählich wieder bis
in tiefere Lagen in Schnee über und verlagert sich in der zweiten
Nachthälfte in den Süden. Die Straßen können durch Schnee glatt sein.
Die Temperatur geht auf Werte zwischen +2 Grad am Rhein und -4 Grad
im Bergland zurück. Der Südwestwind bleibt in höheren Lagen stark bis
stürmisch und hat Schneeverwehungen zur Folge.

Am Freitag ist es stark bewölkt, im Osten kann die Bewölkung
zeitweilig etwas auflockern. Gebietsweise fällt Niederschlag,
oberhalb mittlerer Lagen in Form von Schnee. Die Temperatur steigt
auf -2 Grad im Bergland und bis 6 Grad am Rhein. Der Wind aus
südwestlichen Richtungen weht mäßig bis stark, im Bergland stark böig
bis stürmisch, auf Schwarzwaldgipfeln kommt es zu Sturmböen und
Schneeverwehungen.

In der Nacht zum Samstag ist es stark bewölkt oder bedeckt,
gelegentlich schneit es bis in tiefe Lagen leicht. Mit Glätte muss
gerechnet werden. Die Tiefstwerte liegen zwischen +1 Grad und -6
Grad. Der Südwestwind bleibt in höheren Lagen stark bis stürmisch. Es
kommt dort zu Schneeverwehungen.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 27.01.2015, 11:30 Uhr -
"Nach Durchgang der Front eines Nordmeertiefs fließt nun polare
Meeresluft nach Deutschland ein. Dabei kommt es heute meist nur zu
schauerartigen Niederschlägen mit geringen Mengen von Schnee, in
tiefen Lagen auch Regen. Lediglich an den Alpen und am Erzgebirge
kann es bis in die Nacht zum Mittwoch hinein teils andauernder und
auch etwas intensiver schneien.

Am Mittwoch erreicht uns von Nordwesten der Ausläufer eines
Tiefdruckkomplexes namens Mischka, der sich vom Seegebiet westlich
von Island bis vor die norwegische Küste erstreckt. Dabei frischt im
Tagesverlauf zum einen der Wind deutlich auf, zum anderen kommen
Niederschläge auf, die sich südostwärts ausbreiten. Interessant ist
dabei die Frage nach der Phase der Niederschläge: Zunächst wird bis
in recht hohe Lagen meist Regen fallen. Auf der Rückseite der Front
fließt von Nordwesten deutlich kältere und instabilere Luft ein. Dies
führt dazu, dass bis in tiefste Lagen Schneeschauern auftreten. Auch
im Süden fällt bis zum Donnerstagmorgen wieder mehr und mehr Schnee
in den Niederungen.

An den Folgetagen, einschließlich des Wochenendes, bleibt es im
größten Teil Deutschland winterlich mit gebietsweisen, meist
schauerartigen Schneefällen. Eine vorübergehende Ausnahme stellt am
Donnerstag voraussichtlich der Süden des Landes dar. Dort fließt von
Südwesten wahrscheinlich erneut etwas mildere Luft mit vorübergehend
ansteigender Schneefallgrenze, nochmals auflebendem Wind und teils
länger andauernden Niederschlägen ein."


Das erklärt Dipl.Met. Sabine Krüger von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.


Hinweis:
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