SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 25.03.2014 um 10.30 UTC



Überwiegend antizyklonal geprägtes, tagsüber zunehmend mildes und trockenes
Frühlingswetter.
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Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 01.04.2014


Wir liegen am Freitag unter einem Höhenrücken, in den über Schweden ein abgeschlossenes
Höhenhoch eingelagert ist. Dies stützt eine Hochdruckzone am Boden über Nordeuropa. Wir
liegen an ihrem Südrand in einer östlichen Strömung. Während im Nordosten eine schwache
Warmfront Hebungsvorgänge induziert und leichte Regenfälle auslöst, scheint im Südwesten
vielfach die Sonne. Im höheren Bergland und vor allem an der Küste sind starke bis
stürmische Böen aus Ost bis Nordost zu erwarten.
Am Samstag und Sonntag ist von der Höhe weiter ein Rücken dominierend. Die
Bodenhochdruckzone gewinnt eine eher Nordwest-Südost Ausrichtung und erstreckt sich vom
isländischen Raum bis hinunter zum Schwarzen Meer. An der meist östlichen, teilweise
südöstlichen Bodenströmung ändert sich nicht viel. Ein schwacher Tiefausläufer über dem
Norden löst sich auf, so dass auch dort, wie auch im Süden und der Mitte, meist die Sonne
scheint und es trocken bleibt. Der Gradient ist zwar nicht sonderlich groß, bleibt aber
durch starke Böen vor allem an der Küste und in exponierten Berglagen deutlich spürbar.
Dass die Luft zunehmend trocken wird, zeigt der zu erwartende große Tagesgang der
Temperatur. Nachts ist vielfach mit Bodenfrost, stellenweise mit Luftfrost zu rechnen.
Durch Absinken erwärmt sich die Luft in der freien Troposphäre, am Boden werden im
Südwesten Maxima um 20 Grad erreicht.
Am Montag und Dienstag bleibt der Höhenrücken vom Mittelmeer über die Nordsee nach Island
zwar erhalten, er schwächt sich aber ab und verlagert seine Achse leicht westwärts. Damit
fällt auch der Bodendruck bei uns und in den Südwesten dringt feuchtere Luft im Bereich
einer flachen Tiefdruckrinne ein, in der es zu teilweise schauerartigen Regenfällen kommen
kann. Der Nordosten kommt in den Randbereich der Frontalzone, die über Skandinavien nach
Südosten verläuft. Dort ist das Eindringen kälterer Luftmassen polaren Ursprungs möglich,
allerdings unter Absinken, da die ablaufenden Kurzwellentröge zu weit im Nordosten ziehen.
Der Hauptvorstoß sehr kalter Luftmassen erfolgt über Osteuropa nach Süden.

In der erweiterten Mittelfrist kann nach Lesart des aktuellen Laufs die Frontalzone noch
etwas weiter nach Südwesten an Boden gutmachen. Der Einfluss der kalten Luft soll aber auf
den Nordosten beschränkt bleiben, es überwiegt weiter antizyklonal geprägtes Wetter.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz des aktuellen Laufs des ECMWF ist gut. In den ersten Tagen der Mittelfrist
sind nur geringe Unterschiede zu den Vorläufen auszumachen.
Über dem Nordosten sind am Freitag, mit Abstrichen am Samstag schwache Tiefausläufer
wirksam, die für zeitweilige leichte Regenfälle sorgen. In den Vorläufen war deren
Position und Wetteraktivität immer wieder leicht unterschiedlich simuliert worden.
Ab Montag besteht nach dem aktuellen Lauf die Möglichkeit, dass in den Südwesten feuchtere
Luft eindringt, was in den Vorläufen nur abgeschwächt gerechnet wurde.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Die anderen globalen Modelle zeigen nur kleine Unterschiede zu den Berechnungen der
Europäer und bieten insgesamt keine alternativen Lösungen.

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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Ensemblevorhersagen stützen die Aussagen des Hauptlaufs.

So spiegeln die Kurven der Ensemblelösungen in der Rauchfahne für Offenbach gut den
Verlauf des operationellen Laufs wider. Geopotential 500 und Temperatur 850 weisen ein
Maximum am kommenden Wochenende auf um danach wieder leicht zu fallen.
Niederschlagssignale sind zunächst nur spärlich gesät, erst ab Dienstag werden sie etwas
häufiger und zeigen damit die Möglichkeit von Niederschlägen in der von Südwesten her
einströmenden feuchteren Luft an.

Nichts anderes zeigen die Cluster. Die alternativlose Entwicklung wird auch darin
deutlich, dass bis +240h jeweils nur ein Cluster gebildet wird. Die Prognose kann also als
recht sicher gelten.

Die Ensembles des GFS zeigen auch keine anderen Lösungen und stützen die "antizyklonalen
Aussagen".
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Zu Beginn der Mittelfrist sind an der Küste und im höheren Bergland, eher aber auf
exponierten Bergen starke bis stürmische Böen aus Ost bis Nordost zu erwarten. Sonst
stehen keine signifikanten Wettererscheinungen an.

Der Tagesgang der Temperatur wird ab dem Wochenende wieder groß. Nach milden bis fast
warmen Tagen geht die Temperatur nachts wieder bis in Gefrierpunktnähe zurück.
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Basis für Mittelfristvorhersage
ECM, ECM EPS, Mos Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner

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