SXDL31 DWAV 0800UTC DWD Synoptische Uebersicht KURZFRIST
SXEU31 DWAV 250800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 25.03.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: TM (Tief Mitteleuropa), später Übergang zu HNFa (Hoch Nordmeer-Fennoskandien
antizyklonal)
Heute in höhenkalter Luft wechselhaftes Aprilwetter mit teils gewittrigen Regen- und
Graupel-, im Bergland auch Schneeschauern. Ab Mittag im Nordosten aufkommender skaliger
Regen und an der Ostsee auffrischender N-NW-Wind.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
--------------------------------------------------------------
Dienstag... etabliert sich über Mitteleuropa ein eigenständiges Höhentief, das sich von
einem über Nordeuropa liegenden Trog abkoppelt. Die Verbindung wird durch kräftigen
Potenzialanstieg gekappt, aus dem eine eigenständige Höhenantizyklone mit Schwerunkt über
der Norwegischen See hervorgeht. Sie stützt und kräftigt das korrespondierende Bodenhoch,
das sich über große Teile Fennoskandiens ausweitet (in der kommenden Nacht über 1030 hPa).
Deutschland verbleibt auf der Südflanke des Hochs unter dem Höhentiefkomplex, der im
Tagesverlauf zwei Drehzentren aufweist. Der schwächere der beiden Zentren liegt um 12 UTC
über Westdeutschland, der stärkere Teil über Nordostpolen. Er korrespondiert mit einem
sich vertiefenden Bodentief, das am Mittag mit einem Kerndruck von etwas unter 1000 hPa
knapp westlich der Danziger Bucht aufschlagen soll (GME), um im weiteren Verlauf vor der
polnischen Ostseeküste westwärts zu ziehen. Dabei greifen an Nachmittag die im
Wesentlichen durch WLA induzierten stratiformen Niederschläge auf den Nordosten
Deutschlands (Vorpommern, N- und E-Brandenburg, knapp bis Berlin) über. Bis zum Abend
kommen dabei aber nur 1 bis 5 mm zusammen, lediglich in Ostvorpommern könnte es etwa mehr
sein (GME).
Mit Annäherung des Tiefs frischt der nordwestliche Wind insbesondere in MV merklich auf
mit Böen 7 Bft (vor allem in Vorpommern), auf Rügen vereinzelt 8 Bft.
Im großen Rest des Landes bestimmen Höhentief und hochreichende Kaltluft das
Wettergeschehen. Dabei lebt tagesgangbedingt das konvektive Geschehen wieder auf. Zwar
verlagert sich die höhenkälteste Luft mit T500-Temperaturen um -35°C mehr und mehr in den
Süden des Landes, trotzdem sollte es quasi in allen Gebieten (NE aufgrund der einsetzenden
WLA ausgenommen) für Regen- und Graupelschauer reichen, die vereinzelt und stochastisch
verteilt von elektrischen Entladungen begleitet sein können. Die Schneefallgrenze liegt in
etwa bei 500 m mit den typischen, intensitätsabhängigen Schwankungen. Bei richtig
kräftigen Entwicklungen kann es auch mal weiter unten kurzfristig weiß werden, bezogen auf
mögliche Glätte sollte das aufgrund des Bodenwärmestroms und recht hoher
Belagstemperaturen kein Problem sein. In den Hochlagen der östlichen Mittelgebirge und der
Alpen kommen hier und da noch ein paar Zenzimeter Neuschnee zustande. Zwischen den
Schauern lockert die Bewölkung auch immer mal wieder auf, wobei die Chancen auf längere
sonnige Abschnitte nach MOS-Mix im Westen sowie an der Nordsee am größten sind. Im Westen
wird es mit bis zu 12°C auch am wenigsten kühl, während sonst die Spanne zwischen 6 und
11°C, im höheren Bergland zwischen 1 und 5°C liegt.
In der Nacht zum Mittwoch zieht das Tief weiter nach Westen und erreicht gegen Morgen das
Seegebiet um Fehmarn herum. Dabei richtet sich die Vertikalachse zusehends auf, so dass
das Tief wahrscheinlich noch in der ersten Nachthälfte oder um Mitternacht herum seinen
Höhepunkt erreicht, bevor es sich im weiteren Verlauf auffüllt. Fakt ist, dass sich die
stratiformen (oder modelltechnisch auch skalig genannten) Niederschläge nach Westen hin
ausbreiten und dabei SH, HH und das nördliche SA bzw. Niedersachsen erfassen. Die
12-stündigen Mengen bleiben mit 1 bis 8, teils um 10 mm (vor allem nach Lesart der
deutschen Modellkette in MV) aus warntechnischer Sicht irrelevant. Vorderseitig des Tiefs
wird ein Schwall niedertroposphärischer Kaltluft in den Norden des Landes gelenkt, in der
die Temperatur in 850 hPa auf -5 bis -6°C zurückgeht. Entsprechend können sich hier und da
auch mal Schneeflocken unter den Regen mischen, vielleicht fällt kurzzeitig sogar etwas
nasser Schnee. Für die Ausbildung einer Schneedecke wird es sehr wahrscheinlich aber nicht
reichen, weil es einfach an der nötigen Abkühlung des Bodens mangelt und der Schneefall -
so er denn überhaupt auftritt - nicht lang genug andauert.
Das Windfeld (NW-N-Wind) dehnt sich an der Küste und im angrenzenden Binnenland noch
weiter nach Westen aus und erfasst in der zweiten Nachthälfte die Nordsee. Dabei treten in
der Spitze Böen 7 Bft, nur ganz vereinzelt 8 Bft auf, wobei zum Morgen hin aufgrund des
sich auffüllenden Tiefs bereits wieder eine Abschwächungstendenz erkennbar ist. Das
Hauptwindfeld bleibt ohnehin nördlich von uns.
Weiter südlich fallen die Schauer in der ersten Nachthälfte weitgehend zusammen und es
klart vielerorts auf. Dabei geht die Temperatur in den leichten, über Schnee und bei
längerem Aufklaren bis in den mäßigen Frostbereich zurück. Stellenweise kann es glatt
werden durch gefrierende Nässe oder Reif, zudem bilden sich einige Nebelfelder.
Mittwoch... zieht das hochreichende Tief via Deutsche Bucht zur südwestlichen Nordsee,
wobei es sich weiter auffüllt. Die zugehörigen Regenfälle ziehen im Laufe des Vormittags
unter Abschwächung über NW-Deutschland nach Westen ab. Dahinter dreht der Wind
deutschlandweit auf östliche Richtungen, bleibt aber vergleichsweise zahm. Lediglich in
einigen höheren Berglagen reicht es für Böen 7 Bft, exponiert vielleicht 8 Bft.
Ansonsten verlagert sich der Schwerpunkt des Höhentiefs langsam nach Westen, wodurch auch
die Höhenkaltluft mehr und mehr getilgt wird. Die -35°C-Isotherme - anfangs noch im
äußersten Osten erkennbar - verschwindet von der Bildfläche, am Abend liegen die Werte
grob gesprochen "nur" noch um -30°C. Gleichwohl reicht die Labilität noch aus, um tagsüber
noch einige Schauer zu produzieren, die aber nicht mehr so zahlreich und so kräftig wie an
den Vortagen ausfallen. Für kurze Gewitter reicht es wahrscheinlich nicht mehr, und auch
die Wahrscheinlichkeit für längere sonnige Abschnitte nimmt zu, besonders nach Südosten
hin, der am weitesten vom Höhentief entfernten Region. Die Temperatur steigt leicht an und
erreicht Maxima von 7 bis 13°C, im Osten lokal vielleicht 14°C.
In der Nacht zum Donnerstag klart es vielerorts auf, wobei die Temperatur besonders im
Süden, teils aber auch in den Mittelgebirgen auf 0°C oder etwas darunter zurückgeht. Die
Druckunterschiede zwischen dem fennoskandischen Hoch und einem vom westlichen Mittelmeer
gen Italien ziehenden Tief nehmen etwas zu, so dass auch der östliche Wind etwas zulegt.
Vor allem in freien Lagen des Berglands und auf einigen Mittelgebirgskuppen sind Böen der
Stärke 7 bis 8 Bft möglich. Vereinzelt bildet sich Nebel.
Donnerstag... verlagert sich das Hautdrehzentrum des Höhentiefs zur Bretagne (12 UTC).
Zwischen diesem Tief und dem nordeuropäischen, bis nach Russland reichenden Rücken stellt
sich über dem Vorhersageraum eine moderate südöstliche Höhenströmung ein, die zunehmend
antizyklonal konturiert ist.
Im Bodendruckfeld stellt sich eine "High-over-Low-Situation" ein mit Hochschwerpunkten von
etwas über 1030 hPa über Norwegen und Westrussland und einem Tief, das um 12 UTC knapp
östlich von Korsika liegt und dabei einen Kerndruck von etwas unter 1000 hPa aufweist.
Dazwischen verschärft sich der Druckgradient vor allem nach Norden hin etwas, so dass der
östliche Wind mit Unterstützung des Tagesganges auffrischt. Dabei sind im Bergland
(Ausnahme Alpen, südwestdeutsche Mittelgebirge) Böen 7 Bft wahrscheinlich und Böen 8 Bft
möglich. Und auch im norddeutschen Tiefland kann es hier und da einzelne 7er-Böen geben.
Ansonsten wird mit der östlichen Strömung peu a peu mildere Luft advehiert, die
850-hPa-Temperatur steigt auf etwas über 0°C an. Dabei scheint vielerorts die Sonne von
einem meist nur locker bewölkten Himmel und die Temperatur steigt mit Ausnahme der
Küstenabschnitte, wo auflandiger Wind weht, sowie dem höheren Bergland auf zweistellige
Werte zwischen 10 und 16°C.
Unsicher ist nach jetzigem Stand noch die Entwicklung im Nordosten des Vorhersageraums.
Nach COSMO-EU und GFS soll im Tagesverlauf eine Warmfront von Polen übergreifen, die für
skaligen Regen sorgen würde. Bei GME und ECMF wird diese Entwicklung deutlich defensiver
simuliert, kurzum, danach würde es mindestens bis zum Abend trocken bleiben.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die großräumige Entwicklung wird von den Modellen ähnlich simuliert. Auf Differenzen oder
allgemeine Unsicherheiten wurde im Text bereits hingewiesen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 25.03.2014 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: TM (Tief Mitteleuropa), später Übergang zu HNFa (Hoch Nordmeer-Fennoskandien
antizyklonal)
Heute in höhenkalter Luft wechselhaftes Aprilwetter mit teils gewittrigen Regen- und
Graupel-, im Bergland auch Schneeschauern. Ab Mittag im Nordosten aufkommender skaliger
Regen und an der Ostsee auffrischender N-NW-Wind.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC
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Dienstag... etabliert sich über Mitteleuropa ein eigenständiges Höhentief, das sich von
einem über Nordeuropa liegenden Trog abkoppelt. Die Verbindung wird durch kräftigen
Potenzialanstieg gekappt, aus dem eine eigenständige Höhenantizyklone mit Schwerunkt über
der Norwegischen See hervorgeht. Sie stützt und kräftigt das korrespondierende Bodenhoch,
das sich über große Teile Fennoskandiens ausweitet (in der kommenden Nacht über 1030 hPa).
Deutschland verbleibt auf der Südflanke des Hochs unter dem Höhentiefkomplex, der im
Tagesverlauf zwei Drehzentren aufweist. Der schwächere der beiden Zentren liegt um 12 UTC
über Westdeutschland, der stärkere Teil über Nordostpolen. Er korrespondiert mit einem
sich vertiefenden Bodentief, das am Mittag mit einem Kerndruck von etwas unter 1000 hPa
knapp westlich der Danziger Bucht aufschlagen soll (GME), um im weiteren Verlauf vor der
polnischen Ostseeküste westwärts zu ziehen. Dabei greifen an Nachmittag die im
Wesentlichen durch WLA induzierten stratiformen Niederschläge auf den Nordosten
Deutschlands (Vorpommern, N- und E-Brandenburg, knapp bis Berlin) über. Bis zum Abend
kommen dabei aber nur 1 bis 5 mm zusammen, lediglich in Ostvorpommern könnte es etwa mehr
sein (GME).
Mit Annäherung des Tiefs frischt der nordwestliche Wind insbesondere in MV merklich auf
mit Böen 7 Bft (vor allem in Vorpommern), auf Rügen vereinzelt 8 Bft.
Im großen Rest des Landes bestimmen Höhentief und hochreichende Kaltluft das
Wettergeschehen. Dabei lebt tagesgangbedingt das konvektive Geschehen wieder auf. Zwar
verlagert sich die höhenkälteste Luft mit T500-Temperaturen um -35°C mehr und mehr in den
Süden des Landes, trotzdem sollte es quasi in allen Gebieten (NE aufgrund der einsetzenden
WLA ausgenommen) für Regen- und Graupelschauer reichen, die vereinzelt und stochastisch
verteilt von elektrischen Entladungen begleitet sein können. Die Schneefallgrenze liegt in
etwa bei 500 m mit den typischen, intensitätsabhängigen Schwankungen. Bei richtig
kräftigen Entwicklungen kann es auch mal weiter unten kurzfristig weiß werden, bezogen auf
mögliche Glätte sollte das aufgrund des Bodenwärmestroms und recht hoher
Belagstemperaturen kein Problem sein. In den Hochlagen der östlichen Mittelgebirge und der
Alpen kommen hier und da noch ein paar Zenzimeter Neuschnee zustande. Zwischen den
Schauern lockert die Bewölkung auch immer mal wieder auf, wobei die Chancen auf längere
sonnige Abschnitte nach MOS-Mix im Westen sowie an der Nordsee am größten sind. Im Westen
wird es mit bis zu 12°C auch am wenigsten kühl, während sonst die Spanne zwischen 6 und
11°C, im höheren Bergland zwischen 1 und 5°C liegt.
In der Nacht zum Mittwoch zieht das Tief weiter nach Westen und erreicht gegen Morgen das
Seegebiet um Fehmarn herum. Dabei richtet sich die Vertikalachse zusehends auf, so dass
das Tief wahrscheinlich noch in der ersten Nachthälfte oder um Mitternacht herum seinen
Höhepunkt erreicht, bevor es sich im weiteren Verlauf auffüllt. Fakt ist, dass sich die
stratiformen (oder modelltechnisch auch skalig genannten) Niederschläge nach Westen hin
ausbreiten und dabei SH, HH und das nördliche SA bzw. Niedersachsen erfassen. Die
12-stündigen Mengen bleiben mit 1 bis 8, teils um 10 mm (vor allem nach Lesart der
deutschen Modellkette in MV) aus warntechnischer Sicht irrelevant. Vorderseitig des Tiefs
wird ein Schwall niedertroposphärischer Kaltluft in den Norden des Landes gelenkt, in der
die Temperatur in 850 hPa auf -5 bis -6°C zurückgeht. Entsprechend können sich hier und da
auch mal Schneeflocken unter den Regen mischen, vielleicht fällt kurzzeitig sogar etwas
nasser Schnee. Für die Ausbildung einer Schneedecke wird es sehr wahrscheinlich aber nicht
reichen, weil es einfach an der nötigen Abkühlung des Bodens mangelt und der Schneefall -
so er denn überhaupt auftritt - nicht lang genug andauert.
Das Windfeld (NW-N-Wind) dehnt sich an der Küste und im angrenzenden Binnenland noch
weiter nach Westen aus und erfasst in der zweiten Nachthälfte die Nordsee. Dabei treten in
der Spitze Böen 7 Bft, nur ganz vereinzelt 8 Bft auf, wobei zum Morgen hin aufgrund des
sich auffüllenden Tiefs bereits wieder eine Abschwächungstendenz erkennbar ist. Das
Hauptwindfeld bleibt ohnehin nördlich von uns.
Weiter südlich fallen die Schauer in der ersten Nachthälfte weitgehend zusammen und es
klart vielerorts auf. Dabei geht die Temperatur in den leichten, über Schnee und bei
längerem Aufklaren bis in den mäßigen Frostbereich zurück. Stellenweise kann es glatt
werden durch gefrierende Nässe oder Reif, zudem bilden sich einige Nebelfelder.
Mittwoch... zieht das hochreichende Tief via Deutsche Bucht zur südwestlichen Nordsee,
wobei es sich weiter auffüllt. Die zugehörigen Regenfälle ziehen im Laufe des Vormittags
unter Abschwächung über NW-Deutschland nach Westen ab. Dahinter dreht der Wind
deutschlandweit auf östliche Richtungen, bleibt aber vergleichsweise zahm. Lediglich in
einigen höheren Berglagen reicht es für Böen 7 Bft, exponiert vielleicht 8 Bft.
Ansonsten verlagert sich der Schwerpunkt des Höhentiefs langsam nach Westen, wodurch auch
die Höhenkaltluft mehr und mehr getilgt wird. Die -35°C-Isotherme - anfangs noch im
äußersten Osten erkennbar - verschwindet von der Bildfläche, am Abend liegen die Werte
grob gesprochen "nur" noch um -30°C. Gleichwohl reicht die Labilität noch aus, um tagsüber
noch einige Schauer zu produzieren, die aber nicht mehr so zahlreich und so kräftig wie an
den Vortagen ausfallen. Für kurze Gewitter reicht es wahrscheinlich nicht mehr, und auch
die Wahrscheinlichkeit für längere sonnige Abschnitte nimmt zu, besonders nach Südosten
hin, der am weitesten vom Höhentief entfernten Region. Die Temperatur steigt leicht an und
erreicht Maxima von 7 bis 13°C, im Osten lokal vielleicht 14°C.
In der Nacht zum Donnerstag klart es vielerorts auf, wobei die Temperatur besonders im
Süden, teils aber auch in den Mittelgebirgen auf 0°C oder etwas darunter zurückgeht. Die
Druckunterschiede zwischen dem fennoskandischen Hoch und einem vom westlichen Mittelmeer
gen Italien ziehenden Tief nehmen etwas zu, so dass auch der östliche Wind etwas zulegt.
Vor allem in freien Lagen des Berglands und auf einigen Mittelgebirgskuppen sind Böen der
Stärke 7 bis 8 Bft möglich. Vereinzelt bildet sich Nebel.
Donnerstag... verlagert sich das Hautdrehzentrum des Höhentiefs zur Bretagne (12 UTC).
Zwischen diesem Tief und dem nordeuropäischen, bis nach Russland reichenden Rücken stellt
sich über dem Vorhersageraum eine moderate südöstliche Höhenströmung ein, die zunehmend
antizyklonal konturiert ist.
Im Bodendruckfeld stellt sich eine "High-over-Low-Situation" ein mit Hochschwerpunkten von
etwas über 1030 hPa über Norwegen und Westrussland und einem Tief, das um 12 UTC knapp
östlich von Korsika liegt und dabei einen Kerndruck von etwas unter 1000 hPa aufweist.
Dazwischen verschärft sich der Druckgradient vor allem nach Norden hin etwas, so dass der
östliche Wind mit Unterstützung des Tagesganges auffrischt. Dabei sind im Bergland
(Ausnahme Alpen, südwestdeutsche Mittelgebirge) Böen 7 Bft wahrscheinlich und Böen 8 Bft
möglich. Und auch im norddeutschen Tiefland kann es hier und da einzelne 7er-Böen geben.
Ansonsten wird mit der östlichen Strömung peu a peu mildere Luft advehiert, die
850-hPa-Temperatur steigt auf etwas über 0°C an. Dabei scheint vielerorts die Sonne von
einem meist nur locker bewölkten Himmel und die Temperatur steigt mit Ausnahme der
Küstenabschnitte, wo auflandiger Wind weht, sowie dem höheren Bergland auf zweistellige
Werte zwischen 10 und 16°C.
Unsicher ist nach jetzigem Stand noch die Entwicklung im Nordosten des Vorhersageraums.
Nach COSMO-EU und GFS soll im Tagesverlauf eine Warmfront von Polen übergreifen, die für
skaligen Regen sorgen würde. Bei GME und ECMF wird diese Entwicklung deutlich defensiver
simuliert, kurzum, danach würde es mindestens bis zum Abend trocken bleiben.
Modellvergleich und -einschätzung
--------------------------------------------------------------
Die großräumige Entwicklung wird von den Modellen ähnlich simuliert. Auf Differenzen oder
allgemeine Unsicherheiten wurde im Text bereits hingewiesen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann