DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 26.07.2013 um 10.30 UTC
Nach heißem Wochenende weiterhin sommerlich und nur wenig kühler, ab Freitag wieder heiß.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 02.08.2013
Zu Beginn des Mittelfristzeitraumes, am Montag, liegt Deutschland im Einflussbereich eines
kräftigen Langwellentroges, wobei die Trogachse noch weit im Westen liegt. Die zuvor
eingeflossene schwül - heiße Luft ist im Osten noch wirksam, wohingegen im Westen schon
etwas kühlere Meeresluft einfließt. Im 850 hPa Niveau kommt es zu einem "Temperatursturz"
von über 20 Grad im Osten auf 12 Grad im Westen.
Im Bodendruckfeld zeichnet sich ein Tief über dem Nordmeer ab, dessen Front noch im Osten
von Deutschland aktiv ist. Aufgrund der schwül-heißen Luft reicht die Labilität für
schwere Gewitter noch aus. Dabei sind Begleiterscheinungen wie Starkregen, Sturmböen und
Hagel zu erwarten. Lokale unwetterartige Gewitter sind dennoch möglich.
Ab Dienstag wölbt sich dann langsam erneut ein Höhenrücken auf, der bis Freitag in seiner
Ausdehnung etwa bis Südskandinavien reicht. Gleichzeit kommt es über dem Atlantik zur
Ausbildung eines kräftigen Langwellentroges, der sich ebenfalls bis Freitag deutlich nach
Süden ausdehnt und somit etwa bis zur Iberischen Halbinsel reicht.
Im Bodendruckfeld macht sich korrespondierend zum Höhenrücken ein antizyklonaler Einfluss
bemerkbar. Kurzwellige Troganteile, die über den Norden schwenken, stören allerdings den
Hochdruckeinfluss am Boden. Es kann dort zu Schauern und lokalen Gewittern kommen. Zudem
bildet sich über dem Atlantik ein Tiefdruckgebiet, welches mit seinem Kern westlich der
Britischen Inseln liegt.
Der ganze Komplex aus Höhenrücken und Langwellentrog zieht bis Freitag langsam nach Osten,
so dass Deutschland am Samstag erneut auf der Vorderseite des Langwellentroges liegt. Es
stellt sich also wieder eine südwestliche Strömung ein. Auch im 850 hPa Niveau kommt es
wiederholt zu einer Temperaturzunahme mit Werten am Freitag von über 20 Grad.
Auch im Bodendruckfeld verlagern sich das Hoch und das Bodentief ostwärts. Dadurch greift
die Front des Tiefs am Samstag von Westen auf Deutschland über. Bei den hohen Temperaturen
und der feuchten Luft ist wiederkehrend mit schweren Gewittern und Unwettern zu rechnen.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Ein Blick auf die voran gegangenen Läufe zeigt, dass die Unsicherheiten bzw. die
Unterschiede in der Vorhersage des neuen Höhenrückens liegen. Die Ausdehnung und Lage ist
von Lauf zu Lauf unterschiedlich. Bis dahin werden allerdings keine signifikanten
Unterschiede deutlich.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Der Vergleich mit anderen globalen Modellen zeigt, dass sie sich im Großen und Ganzen
ähnlich sind. Wirklich gravierende Unterschiede gibt es nicht.
Erst zum Ende des Vorhersagezeitraumes gibt es unterschiede in dem aufwölbenden
Höhenrücken. Die nördliche Ausdehnung ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Während
beim EZMW die Ausdehnung bis nach Südskandinavien reicht, zeigt das GFS eine Ausdehnung
bis weit nach Nordskandinavien. Auch beim GME reicht der Höhenrücken bis nach
Skandinavien, liegt zudem auch noch etwas weiter östlich.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusterrechnung des EZMW liefert heute 6 Cluster, wobei sich der Kontrolllauf in
Cluster 1 und der deterministische Lauf in Cluster 2 befinden.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten besteht in der Ausdehnung des sich
aufwölbenden Höhenrückens.
In Cluster 1 und 3 ist der Höhenrücken recht flach, es stellt sich eher eine West- bis
Südwestströmung ein.
Cluster 2 prognostiziert einen engen, aber steilen Höhenrücken, dessen Achse über
Deutschland liegt.
Der Höhenrücken bei Cluster 4 reicht in seiner Ausdehnung von der Iberischen Halbinsel
über Deutschland bis nach Westrussland und Deutschland liegt erneut in einer
Südwestströmung.
Cluster 5 zeigt ebenfalls einen flachen Höhenrücken, wobei die Trogachse noch westlich von
Deutschland liegt.
Im letzten Cluster, Nummer 6, reicht der Höhenrücken bis weit nach Nordrussland.
Man erkennt also in der Betrachtung der einzelnen Cluster, dass sie sich in dem Punkt
"einig" sind, dass zum Ende des Mittelfristzeitraumes sich erneut ein Höhenrücken
aufwölbt, jedoch gibt es Unterschiede in dessen Ausprägung und Lage.
Die Offenbacher "Rauchfahne" unterstützt den oben beschriebenen Ablauf. Ist der Sonntag
noch der heißeste Tag der Woche, gibt es zum Montag einen Temperaturrückgang. Bis zum
Wochenende steigt allerdings die Temperatur erneut an und es sieht nach dem heutigen Stand
so aus, als ob der Freitag erneut mit 850 hPa Temperaturen von über 20 Grad sehr heiß
werden wird. Es muss allerdings dazu gesagt werden, dass der Unsicherheitsbereich für
diesen Zeitraum sehr groß ist.
Die Niederschlagssignale zeigen auch für den Sonntag die höchsten Werte (Frontdurchgang
mit starken bis heftigen Gewittern), fallen dann ab und steigen zum neuen Wochenende
erneut an. (Erneuter Frontdurchgang mit kräftigen Schauern und Gewittern.)
Im Geopotential gibt es dagegen kaum Änderungen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Montag kommt es vor allem in der Osthälfte zu teils kräftigen Gewitter, die mit
Starkregen, Sturmböen und Hagel einher gehen. Lokale Unwetter sind zudem auch möglich.
Ab Dienstag beruhigt sich die Lage ein wenig. Lokale Gewitter sind dennoch möglich, wobei
diese kaum die Kriterien für Unwetter erreichen.
Am Freitag steigt die Temperatur in 850 hPa wieder auf Werte von über 20 Grad, so dass es
sicher für Deutschland zu einer starken, teils auch extremen Hitzebelastung kommt.
Am Samstag greift von Westen erneut eine Front auf Deutschland über, so dass es in diesem
Zusammenhang wieder schwere Gewitter mit sämtlichen Begleiterscheinungen gibt, wobei
Unwetter durchaus auftreten.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MosMix, EZMW
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Tanja Dressel
ausgegeben am Freitag, den 26.07.2013 um 10.30 UTC
Nach heißem Wochenende weiterhin sommerlich und nur wenig kühler, ab Freitag wieder heiß.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 02.08.2013
Zu Beginn des Mittelfristzeitraumes, am Montag, liegt Deutschland im Einflussbereich eines
kräftigen Langwellentroges, wobei die Trogachse noch weit im Westen liegt. Die zuvor
eingeflossene schwül - heiße Luft ist im Osten noch wirksam, wohingegen im Westen schon
etwas kühlere Meeresluft einfließt. Im 850 hPa Niveau kommt es zu einem "Temperatursturz"
von über 20 Grad im Osten auf 12 Grad im Westen.
Im Bodendruckfeld zeichnet sich ein Tief über dem Nordmeer ab, dessen Front noch im Osten
von Deutschland aktiv ist. Aufgrund der schwül-heißen Luft reicht die Labilität für
schwere Gewitter noch aus. Dabei sind Begleiterscheinungen wie Starkregen, Sturmböen und
Hagel zu erwarten. Lokale unwetterartige Gewitter sind dennoch möglich.
Ab Dienstag wölbt sich dann langsam erneut ein Höhenrücken auf, der bis Freitag in seiner
Ausdehnung etwa bis Südskandinavien reicht. Gleichzeit kommt es über dem Atlantik zur
Ausbildung eines kräftigen Langwellentroges, der sich ebenfalls bis Freitag deutlich nach
Süden ausdehnt und somit etwa bis zur Iberischen Halbinsel reicht.
Im Bodendruckfeld macht sich korrespondierend zum Höhenrücken ein antizyklonaler Einfluss
bemerkbar. Kurzwellige Troganteile, die über den Norden schwenken, stören allerdings den
Hochdruckeinfluss am Boden. Es kann dort zu Schauern und lokalen Gewittern kommen. Zudem
bildet sich über dem Atlantik ein Tiefdruckgebiet, welches mit seinem Kern westlich der
Britischen Inseln liegt.
Der ganze Komplex aus Höhenrücken und Langwellentrog zieht bis Freitag langsam nach Osten,
so dass Deutschland am Samstag erneut auf der Vorderseite des Langwellentroges liegt. Es
stellt sich also wieder eine südwestliche Strömung ein. Auch im 850 hPa Niveau kommt es
wiederholt zu einer Temperaturzunahme mit Werten am Freitag von über 20 Grad.
Auch im Bodendruckfeld verlagern sich das Hoch und das Bodentief ostwärts. Dadurch greift
die Front des Tiefs am Samstag von Westen auf Deutschland über. Bei den hohen Temperaturen
und der feuchten Luft ist wiederkehrend mit schweren Gewittern und Unwettern zu rechnen.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Ein Blick auf die voran gegangenen Läufe zeigt, dass die Unsicherheiten bzw. die
Unterschiede in der Vorhersage des neuen Höhenrückens liegen. Die Ausdehnung und Lage ist
von Lauf zu Lauf unterschiedlich. Bis dahin werden allerdings keine signifikanten
Unterschiede deutlich.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
Der Vergleich mit anderen globalen Modellen zeigt, dass sie sich im Großen und Ganzen
ähnlich sind. Wirklich gravierende Unterschiede gibt es nicht.
Erst zum Ende des Vorhersagezeitraumes gibt es unterschiede in dem aufwölbenden
Höhenrücken. Die nördliche Ausdehnung ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Während
beim EZMW die Ausdehnung bis nach Südskandinavien reicht, zeigt das GFS eine Ausdehnung
bis weit nach Nordskandinavien. Auch beim GME reicht der Höhenrücken bis nach
Skandinavien, liegt zudem auch noch etwas weiter östlich.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusterrechnung des EZMW liefert heute 6 Cluster, wobei sich der Kontrolllauf in
Cluster 1 und der deterministische Lauf in Cluster 2 befinden.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten besteht in der Ausdehnung des sich
aufwölbenden Höhenrückens.
In Cluster 1 und 3 ist der Höhenrücken recht flach, es stellt sich eher eine West- bis
Südwestströmung ein.
Cluster 2 prognostiziert einen engen, aber steilen Höhenrücken, dessen Achse über
Deutschland liegt.
Der Höhenrücken bei Cluster 4 reicht in seiner Ausdehnung von der Iberischen Halbinsel
über Deutschland bis nach Westrussland und Deutschland liegt erneut in einer
Südwestströmung.
Cluster 5 zeigt ebenfalls einen flachen Höhenrücken, wobei die Trogachse noch westlich von
Deutschland liegt.
Im letzten Cluster, Nummer 6, reicht der Höhenrücken bis weit nach Nordrussland.
Man erkennt also in der Betrachtung der einzelnen Cluster, dass sie sich in dem Punkt
"einig" sind, dass zum Ende des Mittelfristzeitraumes sich erneut ein Höhenrücken
aufwölbt, jedoch gibt es Unterschiede in dessen Ausprägung und Lage.
Die Offenbacher "Rauchfahne" unterstützt den oben beschriebenen Ablauf. Ist der Sonntag
noch der heißeste Tag der Woche, gibt es zum Montag einen Temperaturrückgang. Bis zum
Wochenende steigt allerdings die Temperatur erneut an und es sieht nach dem heutigen Stand
so aus, als ob der Freitag erneut mit 850 hPa Temperaturen von über 20 Grad sehr heiß
werden wird. Es muss allerdings dazu gesagt werden, dass der Unsicherheitsbereich für
diesen Zeitraum sehr groß ist.
Die Niederschlagssignale zeigen auch für den Sonntag die höchsten Werte (Frontdurchgang
mit starken bis heftigen Gewittern), fallen dann ab und steigen zum neuen Wochenende
erneut an. (Erneuter Frontdurchgang mit kräftigen Schauern und Gewittern.)
Im Geopotential gibt es dagegen kaum Änderungen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Montag kommt es vor allem in der Osthälfte zu teils kräftigen Gewitter, die mit
Starkregen, Sturmböen und Hagel einher gehen. Lokale Unwetter sind zudem auch möglich.
Ab Dienstag beruhigt sich die Lage ein wenig. Lokale Gewitter sind dennoch möglich, wobei
diese kaum die Kriterien für Unwetter erreichen.
Am Freitag steigt die Temperatur in 850 hPa wieder auf Werte von über 20 Grad, so dass es
sicher für Deutschland zu einer starken, teils auch extremen Hitzebelastung kommt.
Am Samstag greift von Westen erneut eine Front auf Deutschland über, so dass es in diesem
Zusammenhang wieder schwere Gewitter mit sämtlichen Begleiterscheinungen gibt, wobei
Unwetter durchaus auftreten.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MosMix, EZMW
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Tanja Dressel