SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 26.07.2014 um 10.30 UTC



Wechselhaft mit teils heftigen Schauern und Gewittern. Weiterhin Unwettergefahr
bezgl. Starkregens.
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 02.08.2014


Von Dienstag bis Mittwoch verlagert sich ein Trog von Westeuropa kommend mit
seiner Achse nach Mitteleuropa. Das eingelagerte Höhentief zieht dabei von
Frankreich über Norditalien bis zum Balkan. Die Prägung des Wetterablaufs ist
dadurch deutlich zyklonal.

Am Boden verschiebt sich die Achse einer flachen Tiefdruckrinne von Mitteleuropa
nur langsam nach Osten, die Strömung dreht dabei am Boden von östlichen
Richtungen ganz allmählich auf nordwestliche Richtungen. Die herangeführte
Luftmasse bleibt insgesamt warm bis sehr warm und vor allem teilweise auch sehr
feucht. In Verbindung mit der Zyklonalität stehen damit auch wieder ergiebige
und teilweise von Gewittern begleitete Regenfälle auf dem Programm. Infolge der
kräftigen Niederschläge und bei fehlender Einstrahlung gehen die Temperaturen
etwas zurück.

Von Donnerstag bis Samstag entfernt sich das Höhentief nach Osten und wir
gelangen auf die Rückseite desselben. Gleichzeitig stößt ein neuer Randtrog
Richtung Britische Inseln vor, so dass sich der westeuropäische Haupttrog
regeneriert. Deutschland gelangt ein wenig unter den Einfluss eines flachen
Keils, der von Frankreich nach Südwestdeutschland gerichtet ist. Das damit
einsetzende leichte Absinken führt zum Aufbau eines schwachen Zwischenhochs am
Boden. Dies dämpft die Schauer- und Gewitteraktivität vorübergehend. Im
erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum ab Sonntag stellt sich eine
zyklonal geprägte Südwest- später auch Westlage ein, welche von frontalem
Geschehen geprägt sein wird. Gewitterige Regenfälle, die sich von Westen nach
Osten ausbreiten bzw. durchziehen werden sind die Folge.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Auch die Vorläufe des ECMWF haben nichts grundsätzlich anderes simuliert. Der
Trog war im gestrigen 00 UTC Lauf zunächst etwas rascher unterwegs, das
Höhentief etwas näher an Deutschland dran. Demzufolge ist das Temperaturniveau
in den ersten Tagen der Mittelfrist nach Osten zu höher als in den Vorläufen.
Das betrifft aber eher den Energieinhalt der Luftmasse, als die fühlbaren
Temperaturen, da bei häufigen Regenfällen und relativ wenig Sonnenschein, die
Temperatur insgesamt eher leicht im Rückzug begriffen ist.
Eine vorübergehend Wetterberuhigung, die sich von Donnerstag bis Freitag
abzeichnen dürfte, wurde auch von den vorangegangenen Simulationen so
prognostiziert.

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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Auch die anderen globalen Modelle simulieren ähnlich synoptische Strukturen. Das
von Frankreich über Norditalien zum Balkan ziehenden Höhentief, die sich von
Mitteleuropa langsam nach Osten verlagernde Tiefdruckrinne, das schwache
Zwischenhoch ab Donnerstag. Einzig in der Phase und Amplitude gibt es leichte
Differenzen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Ensembles in der Rauchfahne für Offenbach stützen die Aussagen des
deterministischen Laufs. Die Temperaturen gehen zu Beginn der Mittelfrist von
Werten um 12 Grad stetig zurück, auf ca. +7 Grad in 850 hPa am nächsten
Donnerstag. Niederschlagssignale, zum Teil erheblicher Natur, sind vor allem von
Montag bis Mittwoch zu finden, dann beruhigt sich die Atmosphäre zeitweise,
bevor am nächsten Wochenende bei steigenden Temperaturen wieder vermehrt mit
Niederschlägen zu rechnen ist.
Die ENS des GFS zeigen ein sehr ähnliches Verhalten.
Die relative Sicherheit der Prognose spiegelt sich auch bei der Clusterung
wider, wo im Hauptmittelfristzeitraum von +120 bis +168 h nur ein Cluster
bildet, und auch im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeit bis +240 h wird
nur ein Cluster simuliert.

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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


EFI simuliert für Deutschland von Montag bis einschließlich Mittwoch starke
Niederschläge, die gebietsweise zu Hochwasser führen könnten. Diese
Niederschläge sind generell von Gewittern begleitet, so dass auch Hagel nicht
ausgeschlossen werden kann. Starkregen steht ohnehin auf der Agenda. Erst ab
Donnerstag ist mit einer Beruhigung zu rechen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, ECMWF, ECMWF-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Stefan Külzer