SXDL33 DWAV 1030UTC DWD Synoptische Uebersicht MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 25.07.2014 um 10.30 UTC



Weiter vielfach schwülwarm mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern bis in
den Unwetterbereich.
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 01.08.2014


Von Montag bis Mittwoch verlagert sich ein Trog von Westeuropa kommend mit
seiner Achse nach Mitteleuropa. Das eingelagerte Höhentief zieht dabei von den
Britischen Inseln in einem Bogen über Frankreich in den Alpenraum. Die Prägung
des Wetterablaufs ist dadurch deutlich zyklonal.

Am Boden verschiebt sich die Achse einer flachen Tiefdruckrinne von Mitteleuropa
weiter nach Osten, die Strömung dreht dabei am Boden eher auf nordwestliche
Richtungen. Die herangeführte Luftmasse bleibt aber dennoch warm und vor allem
teilweise auch sehr feucht. In Verbindung mit der Zyklonalität stehen damit auch
wieder ergiebige und teilweise von Gewittern begleitete Regenfälle auf dem
Programm. Infolge der kräftigen Niederschläge und bei fehlender Einstrahlung
gehen die Temperaturen langsam zurück.

Am Donnerstag und Freitag entfernt sich der Trog nach Osten und wir gelangen auf
die Rückseite desselben. Das verstärkt wirksame Absinken führt zum Aufbau einer
schwachen Hochdruckzone am Boden. Sie taucht aber nur vorübergehend in den
Druckfeldern auf, da wir rasch auf die Vorderseite eines neuen Troges gelangen,
mit dem zum Ende der nächsten Woche wieder sehr warme und auch wieder feuchtere
Luft aus Südwesten zu uns fließt.

In der zweiten Wochenhälfte wird es aber von Nordwesten her vorübergehend
trockener bei zunehmenden Aufheiterungen.

Die erweiterte Mittelfrist am nächsten Wochenende bietet dann wahrscheinlich
wieder sehr warme Temperaturen mit einer hohen Neigung zu Schauern und
Gewittern.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Auch die Vorläufe des ECMWF haben nichts grundsätzlich anderes simuliert. Der
Trog war im gestrigen 00 UTC Lauf zunächst etwas rascher unterwegs, das
Höhentief etwas näher an Deutschland dran. Demzufolge ist das Temperaturniveau
in den ersten Tagen der Mittelfrist nach Osten zu höher als in den Vorläufen.
Das betrifft aber eher den Energieinhalt der Luftmasse, als die fühlbaren
Temperaturen, da bei häufigen Regenfällen und relativ wenig Sonnenschein, die
Temperatur insgesamt eher leicht im Rückzug begriffen ist.
Die vorübergehende Wetterberuhigung in der zweiten Wochenhälfte und die erneute
Erwärmung bei gleichzeitig zunehmender Schwüle und Gewitterneigung wurde auch in
den gestrigen Läufen ähnlich so gesehen.

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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Die anderen globalen Modelle zeigen Abwandlungen der ECMWF Berechnungen, aber
keine alternativen Lösungen auf. So wird die ohnehin nur kurze leicht
antizyklonale Phase nächste Woche im GME und GFS etwas verkürzt und von GME
zeitlich nach vorne gerückt. Auffällig ist auch, dass bei allen Modellen in den
ersten Tagen der Mittelfrist Signale für ergiebige Regenfälle bis in den
Unwetterbereich zu finden sind.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Ensembles in der Rauchfahne für Offenbach stützen die Aussagen des
deterministischen Laufs. Die Temperaturen gehen zu Beginn der Mittelfrist stetig
zurück, auf ca. +8 Grad in 850 hPa am nächsten Donnerstag. Niederschlagssignale,
zum Teil erheblicher Natur, sind vor allem von Montag bis Mittwoch zu finden,
dann beruhigt sich die Atmosphäre zeitweise, bevor am nächsten Wochenende bei
steigenden Temperaturen wieder vermehrt mit Niederschlägen zu rechnen ist.
Die ENS des GFS zeigen ein sehr ähnliches Verhalten.
Die relative Sicherheit der Prognose spiegelt sich auch bei der Clusterung
wider, wo im Hauptmittelfristzeitraum von +120 bis +168 h nur ein Cluster
gebildet wird.
Auch im folgenden Zeitraum bis +240 h wird nur ein Cluster gebildet.

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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Die ersten Tage der Mittelfrist sind geprägt von wiederholten schauerartigen
Regenfällen, die auch mit Gewittern verbunden sein können. EFI zeigt vor allem
für den Süden Signale für stärkere Regenfälle, die aber auch schon aus
synoptischen Überlegungen in Betracht kommen. Bei Gewittern besteht
Unwettergefahr vor allem durch Starkregen.

Zur Wochenmitte hin nimmt die Gefahr von unwetterartigem Stark- oder Dauerregen
auch abseits von Gewittern zu. Ursache ist die zunehmende Scherung an der
Nordflanke des Höhentiefs über den Alpen.

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Basis für Mittelfristvorhersage
ECM, ECM-EPS und Mos Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner