DWD -> Regionenwetter - Baden-Württemberg -

VHDL16 DWSG 271000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Freitag, 27.05.2016, 11:30 Uhr

Mehr Wolken als Sonne. Einzelne, teils kräftige Gewitter

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute zeigt sich die Sonne bei vielen Wolken nur selten und es gibt
es vor allem an der Donau und nördlich davon öfter Schauer und
örtlich teils kräftige Gewitter. Die Luft erwärmt sich auf Werte um
20 Grad im Südschwarzwald und bis zu 26 Grad am Oberrhein. Der Wind
weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen und frischt
in Gewitternähe stark böig auf.

In der Nacht zu Samstag lässt bei wechselnder Bewölkung die Schauer-
und Gewittertätigkeit zunächst nach. In der zweiten Nachthälfte
ziehen dann von Südwesten erneut teils kräftige Schauer und lokale
Gewitter auf. Die Luft kühlt sich auf 15 bis 10 Grad ab.

Am Samstag fällt zunächst bevorzugt zur Donau hin und nördlich davon
teils schauerartiger Regen. Im weiteren Verlauf treten erneut teils
kräftige Schauer und Gewitter auf. Die Sonne scheint nur ab und zu
und die Temperaturen steigen auf 21 Grad im Bergland und bis 26 Grad
am Rhein. Der schwache bis mäßige Wind kommt aus unterschiedlichen
Richtungen und lebt in Schauer- und Gewitternähe stark böig bis
stürmisch auf.

In der Nacht zu Sonntag gibt es bei wechselnder Bewölkung weitere
Schauer. Örtlich muss mit Gewittern gerechnet werden. Die
Temperaturen gehen auf 16 bis 11 Grad zurück.

Am Sonntag kommt es bei meist starker Bewölkung wiederholt zu
Schauern, im Tagesverlauf örtlich zu Gewittern, die teils kräftig
ausfallen. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 Grad im Südschwarzwald
und bis 24 Grad an der Tauber. Der Wind weht schwach bis mäßig, in
Schauer- und Gewitternähe stark böig bis stürmisch, aus
unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Montag ist es stark bewölkt bis bedeckt mit teils
kräftigem schauerartigem Regen. Eingangs der Nacht treten örtlich
Gewitter auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen 16 und 11 Grad. Der
Südwestwind lebt bei Schauern und Gewittern stark böig bis stürmisch
auf.

Am Montag ist es überwiegend stark bewölkt, gelegentlich lockern die
Wolken im Tagesverlauf auf. Dabei muss mit etwas Regen gerechnet
werden, der zum Nachmittag örtlich wieder schauerartig verstärkt
auftreten kann. Auch einzelne Gewitter sind dann nicht
ausgeschlossen. Die Temperatur steigt nur noch auf 15 bis 21 Grad. Es
weht mäßiger bis frischer, in Schauer- und Gewitternähe auch stark
böiger Südwestwind. In Hochlagen des Schwarzwaldes muss mit
stürmischen Böen, in Gipfellagen des Südschwarzwaldes auch mit
Sturmböen gerechnet werden.

In der Nacht zum Dienstag klingen die Gewitter schnell ab, es bleibt
jedoch wolkig bis stark bewölkt und vereinzelt kann es noch regnen.
Die Tiefstwerte liegen zwischen 13 und 7 Grad. In den Gipfellagen des
Südschwarzwaldes sind Sturmböen aus Südwest möglich.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 27.05.2016, 11:30 Uhr -
"Ausgangspunkt für die Wetterentwicklung ist Tief Elvira, die mit
mehreren Teiltiefs über Westeuropa liegt. Da sich Tiefdruckgebiete im
Uhrzeigersinn drehen, werden damit über Mitteleuropa und damit auch
Deutschland warme und feuchte Luftmassen aus südwestlicher Richtung
herangeführt. Dies merkt man bereits am heutigen Freitag im Süden und
den westlichen Landesteilen, wo sich die Luft bereits schwülwarm
anfühlt. Die Niederschläge, die derzeit noch über der Mitte und dem
Süden aktiv sind, ziehen im Laufe des Nachmittages ostwärts ab. Dann
kann es vorübergehend Wolkenauflockerungen geben, ehe im Verlauf des
Nachmittages die Quellwolken wieder die Oberhand gewinnen. Im Westen
und Süden können sich neue, teils kräftige Gewitter bilden. Vor allem
im Süden sind auch unwetterartige Entwicklungen mit größerem Hagel
und Starkregen von mehr als 25 l/qm in 1 h denkbar. Die Höchstwerte
sind zweigeteilt, während in der Südhälfte die schwülwarmen
Luftmassen mit 23 bis 27 Grad bereits angekommen sind, werden in der
Nordhälfte noch 18 bis 22 Grad erreicht.

In der Nacht auf Samstag schwächt sich die Gewitteraktivität
vorübergehend ab, ehe in der zweiten Nachthälfte von Frankreich her
neue Schauer und Gewitter in den Südwesten ziehen, die dann auch den
Vormittag in den betroffenen Gebieten schon gewittrig gestalten
können. Im Tagesverlauf gibt es dann in großen Teilen Deutschlands
neben sonnigen Auflockerungen, viele Quellwolken und es bilden sich
verbreitet teils kräftige Gewitter. Es besteht zudem ein erhöhtes
Unwetterpotential, insbesondere aufgrund durch heftigen Starkregen
mit mehr als 25 l/qm und großen Hagel. Aber auch einzelne Sturmböen
sind möglich. Die Gewitter- und Unwettergefahr hält auch in der Nacht
auf Sonntag an. Die genaue Verteilung der Gewitterschwerpunkte ist
noch von einigen Unsicherheiten begleitet, sodass sich ein weiteres
Verfolgen der Warnlage empfiehlt. Eine Ausnahme bildet der Nordosten,
wo es noch häufig trocken bleibt. Die Maxima bewegen sich bei
schwülwarmen 22 bis 27 Grad, wobei es im Norden und Nordosten etwas
kühler bleibt.

Am Sonntag legt sich ein Tief ausgehend vom Haupttief Elvira direkt
über Deutschland und teilt eine schwülwarme Nordosthälfte in eine
etwas kühlere Südwesthälfte. In der Nordosthälfte muss bei 23 bis 29
Grad im Tagesverlauf erneut mit zum Teil kräftigen Gewittern
gerechnet werden, die erneut Unwetterpotential haben. Weiter nach
Südwesten sind Gewitter unwahrscheinlicher, allerdings gibt es bei 19
bis 23 Grad ebenfalls häufige Regenfälle, die auch schauerartig
verstärkt und kräftig ausfallen können. Das gilt insbesondere für den
Übergangsbereich zwischen der schwülwarmen und der etwas kühleren
Luftmasse.

Ähnlich startet auch die neue Woche, wobei sich der Schwerpunkt der
Gewitter und Unwettergefahr noch etwas mehr in Richtung Nordosten
verschiebt. Allerdings ist es bei den ganzen Unsicherheiten noch zu
früh eine genaue Prognose darüber zu treffen.

Apropos Unsicherheiten. Im heutigen Tagesthema erfahren sie etwas
darüber, was eine Gewitterprognose überhaupt leisten kann und warum
eine ortsgenaue Gewitterprognose nicht möglich ist:
www.dwd.de/tagesthema"

Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

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www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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