VHDL16 DWSG 121000 Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg


VHDL16 DWSG 121000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Mittwoch, 12.12.2012, 11:30 Uhr

Im Nordosten wolkiger und vereinzelt etwas Schnee möglich. Sonst 
freundliches Winterwetter mit Dauerfrost und örtlich Glätte. Kommende
Nacht gebietsweise strenger Frost und streckenweise Glätte. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und Nachmittag wechseln sich Wolken mit Sonnenschein ab.
Im Nordosten bleibt es wolkiger und dort sind vereinzelt ein paar 
Schneeflocken möglich. Die Höchsttemperatur liegt zwischen -7 Grad im
Bergland und -1 Grad im Rheintal. Der Wind ist überwiegend schwach 
und kommt aus südlichen bis südwestlichen Richtungen. 

In der Nacht zu Donnerstag ist es zunächst meist klar oder gering 
bewölkt und örtlich kann sich gefrierender Nebel bilden. Von Westen 
her wird es dann allmählich wolkiger. Die Temperatur sinkt auf Werte 
zwischen -8 Grad in der Kurpfalz und -15 Grad im Bergland, bei 
längerem Aufklaren auch bis unter -20 Grad. Streckenweise sind die 
Straßen glatt. 

Am Donnerstag ist es nach örtlichen Frühnebelfeldern wechselnd 
wolkig. Im Tagesverlauf werden die Wolken von Westen her dichter und 
am späten Nachmittag kommt in Baden zeitweiliger Schneefall auf, der 
in den Niederungen am Rhein bald in Regen übergeht. Auf den 
gefrorenen Böden kann es dann Glatteis geben. Die Luft erwärmt sich 
auf -5 Grad im Südosten und +2 Grad im Breisgau. Es weht schwacher 
Wind aus südlichen Richtungen, der im Bergland zeitweise böig 
auffrischt. In den Hochlagen des Schwarzwaldes kommen am Nachmittag 
stürmische Böen auf.

In der Nacht zu Freitag ist es stark bewölkt bis bedeckt und die 
Niederschläge greifen nach Württemberg aus. Im Westen geht der 
Niederschlag bis in die Hochlagen in Regen über, dabei kann sich 
gebietsweise gefährliches Glatteis bilden. Nach Osten hin fällt noch 
längere Zeit Schnee, später kann es auch dort gefrierenden Regen 
geben. Verbreitet besteht Glättegefahr. Die Tiefstwerte liegen 
zwischen Werten um 0 Grad am Rhein und bis -7 Grad Richtung Allgäu 
und werden bereits in der ersten Nachthälfte erreicht. Bis zum Morgen
wird es dann schon deutlich milder. Der südliche Wind lebt in freien 
Lagen teils stark böig, in höheren Schwarzwaldlagen stürmisch auf, 
auf den Gipfeln sind zeitweise schwere Sturmböen möglich. 

Am Freitag bleibt es bedeckt und zunächst fällt nur stellenweise 
etwas Regen, nach Osten und Süden hin zunächst etwas Schnee, später 
auch Schneeregen oder gefrierender Regen. Spätnachmittags kommen dann
von Westen her vermehrt Regenfälle auf, die auch im Bergland 
Tauwetter einleiten. Bis zum Abend erreichen diese auch die östlichen
Landesteile, anfangs ist dort auch noch gefrierender Regen nicht 
ausgeschlossen. Die Höchstwerte liegen zwischen +1 Grad im Bergland 
und +9 Grad am Oberrhein. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost 
bis Süd und frischt in freien Lagen zeitweise stark böig auf, in den 
Hochlagen des Schwarzwaldes wird es stürmisch, in den Kammlagen gibt 
es teilweise Sturmböen. 

In der Nacht zu Samstag fällt teils kräftiger und anhaltender Regen, 
im  Bergland herrscht Tauwetter. Die Tiefstwerte liegen zwischen 
Werten um +5 Grad im Rheingraben und -1 Grad Richtung Allgäu. 

Der Samstag bringt anhaltende und zeitweise auch kräftige Regenfälle,
dabei hält das Tauwetter bis in hohe Schwarzwaldlagen an. Die 
Tageshöchstwerte liegen zwischen 6 und 11 Grad, im Bergland um 4 
Grad. Im Mittel weht der Südwestwind mäßig, frischt aber vor allem in
freien Lagen stark böig auf, auf den Schwarzwaldhöhen gibt es 
Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag fällt gebietsweise weiterer Regen. Die Luft 
kühlt auf 7 bis 1 Grad ab. Dazu bleibt der Südwestwind in Böen frisch
bis stark, auf den Gipfeln stürmisch. 

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 12.12.2012, 11:30 Uhr -
Die Tiefs der vergangenen Tage haben für reichlich Schnee auch in den
Mittelgebirgen gesorgt. Dort liegen derzeit meist über 60cm. Im Harz,
im Bayerischen Wald und natürlich im Erzgebirge ist es mit 80 bis 
100cm noch mehr! Und nun kommt NICKI! Nicki ist ein Sturmtief über 
dem Atlantik. Die junge Dame zieht zur nördlichen Nordsee und lenkt 
damit auf ihrer Vorderseite milde Luft zu uns. Wie weit diese 
Milderung ostwärts voran kommt, hängt von einem Hochdruckgebiet über 
Russland ab. Für weite Teile Deutschlands bedeutet das jedoch erst 
einmal: Tauwetter. Der Schneefall, der am Donnerstagabend im Westen 
einsetzt, wird nämlich am Freitag im Westen in Regen übergehen. 
Inwieweit sich auch in den höheren Lagen der Regen durchsetzt, bleibt
noch abzuwarten. Auf alle Fälle bringt Nicki aber reichlich feuchte 
Luft mit! Wie es in den nächsten Tagen weiter geht? Nun, es wird in 
der nächsten Woche zwar wieder etwas kälter, aber es wird längst 
nicht so kalt wie zur Zeit. Die Niederschläge werden dann aber im 
Bergland doch wieder als Schnee fallen. Dieses Hin und Her ist 
übrigens durchaus normal, wir bezeichnen das als Weihnachtstauwetter!

Das erklärt Dipl.-Met. Dorothea Paetzold  von der

Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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