VHDL16 DWSG 111000Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg


VHDL16 DWSG 111000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 11.02.2013, 11:30 Uhr

Im Südwesten gelegentlich geringer Schneefall. Streckenweise Glätte.


Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag ist es oftmals stark bewölkt und der zeitweilige
Schneefall im Südwesten lässt nach. Streckenweise muss auch tagsüber
mit glatten Straßen gerechnet werden. Nachmittags lockert die
Wolkendecke hier und da auf und es bleibt dann meist trocken,
lediglich in Südbaden kann es gelegentlich etwas flöckeln. Die Luft
erwärmt sich auf -5 Grad in Oberschwaben und auf der Alb und auf
Werte um +2 Grad im Rheintal. Der Wind weht schwach bis mäßig aus
östlichen bis nordöstlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag bleibt es im Süden wolkig bis bedeckt und
es gibt vor allem in Südbaden leichten Schneefall, zeitweise fällt
auch bis nach Oberschwaben geringer Schnee. Weiter im Norden kann der
Himmel auch aufklaren. Die Luft kühlt auf -3 Grad im Markgräfler Land
und -9 Grad im Bergland ab. Mit Glätte durch Schnee und gefrierende
Nässe ist weiterhin zu rechnen.

Am Dienstag überwiegt meist starke Bewölkung und gebietsweise fällt
etwas Schnee. In Nordbaden bleibt es meist trocken, dort lockert die
Bewölkung im Tagesverlauf auf und gelegentlich kann die Sonne zum
Vorschein kommen. Die Temperatur steigt in der Kurpfalz bis auf +1
Grad, sonst bleibt es oft bei Temperaturwerten um bzw. unter dem
Gefrierpunkt, im Schwarzwald mit Höchstwerten um -5 Grad. Dazu weht
meist schwacher Wind aus nordöstlichen Richtungen.

In der Nacht zu Mittwoch fallen vor allem im Süden und Osten des
Landes noch ein paar Schneeflocken. Gebietsweise lockert die
Bewölkung auf und es kann sich örtlich Eisnebel bilden. Dabei geht
die Temperatur auf -4 bis -10 Grad zurück. Es muss weiterhin mit
Glätte gerechnet werden.

Am Mittwoch zeigt sich nach Nebelauflösung bei wechselnder Bewölkung
gebietsweise auch mal länger die Sonne, nur örtlich fallen noch ein
paar Schneeflocken. Die Höchsttemperatur liegt zwischen -4 Grad im
Bergland und Werten knapp über dem Gefrierpunkt an Rhein und Neckar.
Der Wind weht schwach aus Nordost.

In der Nacht zum Donnerstag ist es gebietsweise gering bewölkt und
trocken, so dass sich örtliche Eisnebelfelder mit Reifglätte bilden
können. Die Tiefsttemperatur liegt zwischen -5 und -12 Grad.

Der Donnerstag beginnt mit lokalen Nebelfeldern, dann gibt es einen
Mix aus Wolken und Sonnenschein und es bleibt trocken. Die
Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen -3 Grad im Bergland und +2
Grad in der Ortenau. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus
östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag zeigt sich der Himmel zunehmend bewölkt und
von Westen kommt Schneefall auf, später kann dieser auch in
Schneeregen oder gefrierenden Regen übergehen. Die Tiefstwerte liegen
zwischen 0 Grad am Rhein und -5 Grad im Allgäu.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 11.02.2013, 11:30 Uhr -
Der Winter hat uns auch weiterhin fest im Griff. Klar ... der doch
schon recht hohe Sonnenstand hat zur Folge, dass die Temperatur im
Westen und Südwesten tagsüber auf leicht positive Werte bis +3 Grad
steigen kann. Meist bleibt es aber doch dauerfrostig und mit dem
beißenden Ost- bis Südostwind fühlt es sich bei einem Spaziergang
doch ziemlich kalt an.

Auch die Nächte lassen für Kälteliebhaber nur wenige Wünsche offen.
So konnte zum Beispiel in der vergangenen Nacht das Quecksilber in
der Mitte und im Süden in den strengen Frostbereich unter -10 Grad
sinken. Besonders eisig wurde es am Alpenrand. Sowohl in
Leutkirch-Herlazhofen, wie auch in Reit im Winkel, wurde bis zum
Morgen ein Minimum von -21.7 °C gemessen. Aber auch in Oberstdorf
(-21.0 °C) und in Kaufbeuren (-20.1 °C) konnte die -20-Grad-Marke
geknackt werden.

In großen Teilen von Deutschland ist weiterhin Hoch DORIS
wetterwirksam. Zusammen mit Tief REINHOLD sorgt es für eine östliche
bis südöstliche Grundströmung und damit einer weiteren Zufuhr kalter
Luftmassen.

Reinhold hat sich am Wochenende von Island kommend bis nach
Frankreich verschoben. Der Südwesten Deutschlands ist dabei in den
Einflussbereich von Reinholds Ausläufern gelangt. Diese brachten den
Südwesten in der vergangenen Nacht etwas Schnee. So lag die
Neuschneesumme in Todtmoos bei 7 cm und in Ühlingen-Birkendorf sowie
in Rheinfelden bei 5 cm. Auch im weiteren Tagesverlauf fällt noch
gelegentlich etwas Schnee. Das allerdings bei nachlassender
Intensität.

Zum Dienstag zieht Reinhold nun weiter nach Süden und nistet sich
über dem Mittelmeer ein. Zum einen bleibt dadurch auch weiterhin der
Zustrom kalter Luftmassen aus Osten erhalten, zum anderen kommen
ausgangs der Nacht im Südosten und Süden Schneefälle auf. Diese
breiten sich am Dienstag über große Teile des Südostens und später
auch Ostens aus. Dadurch sind bis zum Mittwoch in einigen Gebieten
durchaus Neuschneemengen zwischen 4 und 8 cm, teils auch bis 10 cm
möglich.

Etwas Schnee wird auch im erweiterten Ostseeumfeld erwartet. Dort ist
das warme Wasser Schuld, dass für die Entwicklung einiger
Schneeschauer sorgen wird. Wie so oft werden sich dort Schauerstraßen
ausbilden können, sodass es mancherorts vielleicht gar nix gibt,
während in anderen Orten ein paar Zentimeter Neuschnee möglich sind.

Kennen Sie Nemo noch? Nemo war das Tief, dass den Nordosten der USA
und Kanada einen deftigen Wintereinbruch brachte. Nemo befindet sich
mittlerweile südlich von Neufundland und zieht weiter nach Island.
Nemo zapft dabei milde Atlantikluft aus Süden an und führt diese an
seiner Ostflanke nach Norden.

Dadurch gelangt auch der Westen Deutschlands in der zweiten
Wochenhälfte in den Einflussbereich dieser milden Luftmassen.
Angereichert mit Feuchte wird in der Westhälfte auch etwas
Niederschlag fallen. Zunächst ist dies Schnee, im weiteren Verlauf
kann aber auch Regen mit Glättegefahr dabei sein.

Viel weiter nach Osten schafft es die milde Luft aber voraussichtlich
nicht. Die Kaltluft ist noch gut bei Kräften und kann der
Atlantikluft gut Paroli bieten. Einige Modellösungen zeigen nur einen
Kurzbesuch des Atlantiks, mit einer anschließenden Fortdauer des
Winterwetters. Andere Modelle simulieren hingegen ein stärkeres
Übergreifen der milden Luftmassen.

Dahingehend ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen. Und
ohnehin gilt ... der kalendarische Frühling beginnt nicht vor dem
20.03.2013 12:02 Uhr. Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der

Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

—-- Artikel wurde auf meinem iPad erstellt

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