VHDL16 DWSG 101000Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg



VHDL16 DWSG 101000

Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart am Sonntag, 10.02.2013, 11:30 Uhr

Heute Sonne und Wolken, trocken. In der Nacht zum Montag im Westen 
aufkommender Schneefall.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute ist es nach Auflösung von örtlichem Eisnebel heiter bis wolkig.
Gebietsweise bleibt es auch hochneblig trüb. Am Abend nimmt die 
Bewölkung dann von Westen her wieder zu, es bleibt aber noch überall 
trocken. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen -7 Grad auf der
Albhochfläche und bis +2 Grad in der Ortenau. Der überwiegend 
schwache Wind kommt aus südöstlichen Richtungen, in Gipfellagen des 
Schwarzwaldes frischt er teils stark böig auf.

In der Nacht zum Montag schneit es vor allem in Baden gebietsweise, 
im Stau des Schwarzwaldes kann es auch länger anhaltend schneien. 
Dort sind dann bei stark böigem Süd- bis Südwestwind 
Schneeverwehungen möglich. Die Tiefstwerte bewegen sich zwischen -4 
Grad im Breisgau und -12 Grad in Oberschwaben. Es muss mit Glätte 
durch Schnee, Eis oder überfrorener Nässe gerechnet werden. 

Am Rosenmontag bleibt es meist stark bewölkt und vor allem in Baden 
schneit es zeitweise. Nachmittags ist es dann oftmals wieder trocken.
Die Luft erwärmt sich auf -5 Grad in Oberschwaben und auf der Alb und
auf Werte um +2 Grad im Rheintal. Der Wind weht schwach aus östlichen
Richtungen. 

In der Nacht zum Dienstag bleibt es wolkig bis bedeckt und 
gebietsweise fällt ein wenig Schnee. Die Luft kühlt auf -4 Grad am 
Rhein und -9 Grad im Bergland ab. Mit glatten Straßen muss gerechnet 
werden. 

Am Dienstag überwiegt starke Bewölkung und gebietsweise fällt etwas 
Schnee. Die Temperatur steigt in der Kurpfalz bis auf +1 Grad, sonst 
bleibt es oft bei Temperaturen um bzw. unter dem Gefrierpunkt, im 
Schwarzwald mit Höchstwerten um -5 Grad. Dazu weht ein meist 
schwacher Wind aus nordöstlichen Richtungen. 

In der Nacht zu Mittwoch schneit es gelegentlich etwas, dabei geht 
die Temperatur auf -4 bis -9 Grad zurück. Wo die Bewölkung auflockert
kann sich örtlich Eisnebel bilden. Es muss weiterhin mit Glätte 
gerechnet werden. 

Am Mittwoch ist es nach Auflösung von örtlichem Eisnebel heiter bis 
wolkig und meist niederschlagsfrei. Die Höchsttemperaturen liegen 
zwischen -6 Grad im Bergland und +1 Grad an Rhein und Neckar. Der 
Wind weht schwach aus Nordost und kann im Hochschwarzwald böig 
aufleben.

In der Nacht zum Donnerstag ist es überwiegend gering bewölkt und 
trocken, so dass sich örtliche Eisnebelfelder mit Reifglätte bilden 
können. Die Tiefsttemperaturen liegen  zwischen -5 und -10 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 10.02.2013, 11:30 Uhr -
Nachdem am heutigen Sonntag ein kleines, aber durchaus wirkungsvolles
Zwischenhoch - es handelt sich um einen Ableger des weit im Norden 
Europas  positionierten Hochs DORIS - großen Teilen Deutschlands 
einige Sonnenstunden beschert hat (was in diesem Jahr bisher ja nicht
gerade selbstverständlich war), übernimmt zum Rosenmontag nun das 
Tief REINHOLD die Regie (mehr Details zu REINHOLD findet man im Thema
des Tages unter www.dwd.de/tagesthema). Obwohl, wenn man genau 
hinschaut, ist es gar nicht so weit her mit der Strahlkraft des guten
REINHOLD, zumindest was unsere Region angeht.

Zwischen Island und Irland geboren, nistet sich das Tief am Montag 
irgendwo über dem Westen Frankreichs ein, wobei über dem westlichen 
Mittelmeer sogar noch ein zweiter Tiefkern entsteht. Das ist nicht 
ganz unbedeutend, sorgt dieser doch dafür, dass sich die 
Hauptwetterwirksamkeit südlich der Alpen abspielt, während bei uns 
nur "atmosphärische Brosamen" ankommen. Um es klar auszudrücken: Die 
Schneefälle, die von REINHOLD ausgehen, erreichen zwar in der Nacht 
zum Montag den Südwesten, wesentlich weiter als eine Linie 
Eifel-Südpfalz-Schwäbische Alb-Allgäu dürften sie bis zum Morgen aber
nicht kommen. Auch die Intensität ergo die Neuschneemengen halten 
sich in Grenzen, mehr als 5 Zentimeter (wenn überhaupt) kommen nicht 
zusammen.

Tagsüber wird dann das Schneefallgebiet kaum noch nach Osten und 
Norden vorankommen und im Tagesverlauf tendenziell auch immer 
schwächer werden, als es ohnehin schon ist. Die großen 
Rosenmontagsumzüge im Westen und Südwesten werden also kaum 
beeinträchtigt, wenngleich ein paar Schneeflocken bei Temperaturen um
den Gefrierpunkt nicht ausgeschlossen werden können.  
Nach Norden und Osten hin hält REINHOLD kaum Aktien, will heißen dort
ist es vielerorts heiter (rein atmosphärisch betrachtet), teils auch 
wolkig und zunächst trocken. Am Nachmittag können dann von Polen her 
ein paar dichtere Wolken hereindriften, aus denen es hier und da auch
etwas schneien kann.

Im weiteren Verlauf der Woche gelangt Deutschland zwischen einem Hoch
über Nordeuropa und tiefem Luftdruck im mediterranen Raum in eine 
östliche Grundströmung, mit relativ kalte, allerdings nicht eiskalte 
Luft der Marke "Russlandpeitsche" aus Ost-Nordosteuropa zu uns 
gelangt. So werden die Temperaturen tagsüber maximal etwa -4 bis +2 
Grad erreichen, wobei die höheren Werte im Westen anzutreffen sind. 
In den Nächten gibt es verbreitet leichten (bis -5 Grad) bis mäßigen 
(bis -10 Grad) Frost, stellenweise - bei längerem Aufklaren und 
vorhandener Schneedecke - auch mal strengen Frost unter -10 Grad.
Dazu gibt es eine Mischung aus Wolken, etwas Sonne und gelegentlichen
Schneefällen, die in den meisten Fällen leichter Intensität sind, 
gleichwohl aber für eine dünne Schneedecke und glatte Straßen sorgen 
können. Von Frühling jedenfalls sind wir weiterhin weit entfernt, 
auch wenn der Sonnenstand von Tag zu Tag steigt und die Tageslänge 
zunimmt.   

 

Das erklärt Dipl.-Met. Jens Hoffmann  von der

Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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